Rohstoff-Trading / 09.10.2019 | 09:39:13 Werbung

Brent: technische Reaktion bietet Short-Chance!

Martin Merz
Autor Martin Merz

Produktmanager bei der DZ BANK

Die Notierungen bei Brent zeigten sich in den vergangenen Wochen deutlicher unter Druck. Nach den spektakulären Anschlägen auf Raffinerie-Anlagen in Saudi-Arabien hat sich die Lage an den Terminmärkten im Zuge der jüngsten Annäherungen zwischen den Konfliktparteien wieder deutlich entspannt. Sorgen über eine weiter sinkende weltweite Ölnachfrage belasteten den Ölpreis zusätzlich. Nach dem jüngsten Kursrutsch ist Brent aus technischer Sicht schwer angeschlagen, wobei es sich u.E. anbietet, Kurserhöhungen zum Aufbau von Short-Positionen zu nutzen.

Martin Merz
Autor Martin Merz

Produktmanager bei der DZ BANK

Lage: Entspannung im Nahen Osten

Nach den Anschlägen auf Ölförderanlagen in Saudi-Arabien vor knapp zwei Wochen sahen wir wieder eine deutliche Entspannung der Lage an den Terminmärkten. So sind die USA offensichtlich bereit, ihre Verhandlungen mit dem Iran wiederaufzunehmen und hatten Medienberichten zufolge eine Aufhebung aller Sanktionen im Gegenzug für eine neue Gesprächsrunde mit dem Iran angeboten. Damit scheint eine von vielen Marktteilnehmern befürchtete weitere Eskalation im Nahen Osten zunächst vom Tisch zu sein, was zuvor an den Terminmärkten für kräftige Zugewinne beim Ölpreis gesorgt hatte. Zuletzt rückten nach unserer Einschätzung wieder verstärkt Befürchtungen über eine Abschwächung der globalen Ölnachfrage in den Fokus. So hat die International Energy Agency (IEA) kürzlich erklärt, dass man vor dem Hintergrund der globalen konjunkturellen Unsicherheiten über eine weitere Senkung der Prognose für die weltweite Ölnachfrage nachdenkt. Die IEA hatte im Jahresverlauf ebenso wie viele renommierte Analystenhäuser die Schätzungen zur Entwicklung der weltweiten Ölnachfrage mehrfach nach unten angepasst.

 

Perspektive: Konjunktursorgen und Handelskonflikt sollten weiter belasten

Die Aussage des neuen saudi-arabischen Ölministers Abdulaziz bin Salman, wonach die durch die Terroranschläge verursachten Schäden mittlerweile weitestgehend behoben wurden, sorgte an den Terminmärkten für weitere Kursabschläge. Marktbeobachter hatten nach den Terroranschlägen erwartet, dass es mehrere Monate dauern könnte, bis Saudi-Arabien seine Produktionskapazitäten vollständig instand setzen kann. Für trübe Stimmung am Ölmarkt sorgten zuletzt auch die schwächer als erwartet ausgefallenen Wirtschaftsdaten in den USA und der Eurozone, die von vielen Marktteilnehmern als Indiz für eine weiter schwindende Ölnachfrage interpretiert wurden. Auch die Fördergemeinschaft der „OPEC+“-Staaten, der neben vielen wichtigen OPEC-Mitgliedern auch bedeutende Förderländer außerhalb des Ölkartells wie Russland angehören, sieht trotz der deutlich rückläufigen Ölpreisnotierungen aktuell keinen akuten Handlungsbedarf. So hat Russlands Energieminister Nowak in einem Interview eine weitere Förderkürzung ausgeschlossen. Auch Saudi-Arabien sieht nur für den Fall einer weiteren Eintrübung der konjunkturellen Rahmenbedingungen Bedarf für weitere Stützungsmaßnahmen. Hoffnung für die Ölbullen bietet sich im Zuge einer möglichen Einigung im laufenden Handelskonflikt zwischen China und den USA, wobei dies unseres Erachtens jedoch lediglich für eine technische Gegenreaktion im übergeordneten Abwärtstrend reichen dürfte.

 

Trading-Taktik: Short in Richtung des übergeordneten Abwärtstrends

Der Aufwärtsimpuls nach den Terroranschlägen auf die Ölförderanlagen in Saudi-Arabien wurde im Anschluss mit Gewinnmitnahmen beantwortet. Die von uns erhoffte Stabilisierung im Bereich der Marke von 64 USD, als Voraussetzung für eine Fortsetzung der übergeordneten Aufwärtsbewegung, trat nicht ein. Nachdem Brent nach dem Unterschreiten der mehrtägigen Seitwärtsrange bei 64 USD seine Kursabschläge weiter ausgedehnt hatte, konnten sich die Notierungen im Bereich der Marke von 57 USD zunächst wieder stabilisieren und zeigten sich in den vergangenen Handelstagen fester. Übergeordnet bleibt der Abwärtstrend bei Brent unserer Einschätzung nach noch immer dominant. Daher bietet es sich u.E. an, Kurserholungen im Bereich der Marke von 60 USD zum Aufbau von Short-Positionen zu nutzen. Als Stop-Loss bietet sich hier ein Wert im Bereich der Marke von 66 USD an.

Mit einem Hebelprodukt können Anleger überproportional an der Kursentwicklung des jeweiligen Basiswertes partizipieren. So vollzieht z.B. ein Endlos-Turbo Short auf den Brent Crude Oil Contract fallende, aber auch steigende Kursnotierungen des Basiswerts gehebelt nach. Auf den Basiswert Brent Crude Oil Contract stehen verschiedene Endlos-Turbos Short zur Verfügung. Ein Beispiel ist der Endlos-Turbo Short mit einem Basispreis von 83,264 USD und einer Knock-Out-Barriere von 83,264 USD. Wird die Knock-Out-Barriere berührt, kommt es jedoch zu einem Totalverlust des eingesetzten Kapitals.

 

Risikobeschreibung
Eine ausführliche Erläuterung der genannten Fachbegriffe finden Sie in unserem Glossar.

Stand: 08.10.2019
Emittentin: DZ BANK AG / Online-Redaktion

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Endlos Turbo Short 83,201 open end: Basiswert Brent Crude Future Contract

DF1J3U / //
Quelle: DZ BANK: Geld 18.10., Brief 18.10.
DF1J3U // Quelle: DZ BANK: Geld 18.10., Brief 18.10.
21,42 EUR
Geld in EUR
21,43 EUR
Brief in EUR
2,10%
Diff. Vortag in %
Basiswertkurs: 59,30 USD
Quelle : ICE Fut Eur , 18.10.
  • Basispreis
    (Stand 18.10. 04:09 Uhr)
    83,201 USD
  • Abstand zum Basispreis in %

    40,31%
  • Knock-Out-Barriere
    (Stand 18.10. 04:09 Uhr)
    83,201 USD
  • Abstand zum Knock-Out in %

    40,31%
  • Hebel 2,48x
  • Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 1,00

News / Brent Crude Future Contract

18.10.2019 | 18:29:12 (dpa-AFX)
Ölpreise wenig verändert

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben sich am Freitag nur wenig bewegt. Bis zum Mittag konnten die Preise noch etwas zulegen. Im Verlauf des Nachmittags mussten sie die Aufschläge aber wieder abgeben und hielten sich zuletzt kaum verändert.

Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete zuletzt 59,69 US-Dollar. Das waren 22 Cent weniger als am Donnerstag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg hingegen geringfügig um sechs Cent auf 53,99 Dollar.

Auch auf Wochensicht bewegten sich die Ölpreise vergleichsweise wenig. Nur zur Wochenmitte hatte die Entwicklung der Ölreserven in den USA die Preise zeitweise belastet. In der größten Volkswirtschaft der Welt waren die Lagerbestände unerwartet stark gestiegen, was die Sorgen um die globale Ölnachfrage verstärkte.

Rohstoffexperte Carsten Fritsch von der Commerzbank begründete den jüngsten deutlichen Anstieg der amerikanischen Lagerbestände an Rohöl mit einem Rückgang der Rohölverarbeitung. Dies sei im Herbst nicht unüblich, weil die Raffinerien Wartungsarbeiten vor Beginn der Wintersaison durchführten./jkr/he

18.10.2019 | 13:41:30 (dpa-AFX)
Preis für Opec-Öl gestiegen
18.10.2019 | 13:37:49 (dpa-AFX)
Ölpreise drehen in die Gewinnzone
18.10.2019 | 08:19:22 (dpa-AFX)
Ölpreise geben leicht nach
17.10.2019 | 17:42:04 (dpa-AFX)
Ölpreise sinken etwas - US-Ölreserven belasten
17.10.2019 | 12:48:05 (dpa-AFX)
Ölpreise sinken etwas - US-Ölreserven belasten
17.10.2019 | 08:16:45 (dpa-AFX)
Ölpreise geben leicht nach

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