Rohstoff-Trading / 07.10.2020 | 10:08:48 Werbung

Brent: Steigende Neuinfektionszahlen sorgen für Abgabedruck!

Marcus Landau
Autor Marcus Landau

Senior Manager Public Distribution bei der DZ BANK

Die Ölpreisnotierungen sind in den vergangenen Wochen deutlich unter Druck geraten. Rasant steigende Neuinfektionszahlen und nicht zuletzt auch die Coronavirus-Infektion von US-Präsident Trump sorgten an den Terminmärkten für heftige Turbulenzen. Anzeichen für eine Erholung der US-Ölproduktion sowie steigende Ölexporte des Iran hatten das Sentiment an den Terminmärkten zusätzlich belastet.

Marcus Landau
Autor Marcus Landau

Senior Manager Public Distribution bei der DZ BANK

Corona-Sorgen belasten Ölpreis

Die weltweit rasant ansteigende Zahl der Neuinfektionen lässt Befürchtungen über eine zweite Pandemiewelle an den Terminmärkten hochkochen. Viele Staaten reagieren mit einer Verschärfung der Maßnahmen zur Eindämmung der neuartigen Lungenerkrankung, was vor allem Einschränkungen für den Reiseverkehr inklusive Quarantänemaßnahmen für Rückkehrer aus Risikogebieten mit einschließt. Dennoch halten viele Marktbeobachter einen erneuten flächendeckenden Lockdown wie zu Beginn der Coronavirus-Pandemie für unwahrscheinlich. Sowohl die USA als auch andere führende Industrienationen haben unmissverständlich klargemacht, dass man einen zweiten Lockdown um jeden Preis vermeiden will, um den Ramp-up der Wirtschaft nicht zu gefährden. Entsprechend hatten zuletzt sowohl die OPEC als auch die International Energy Agency ihre Schätzungen zur Ölnachfrage in 2020 nach unten korrigiert und schätzen die Chancen auf eine nachhaltige Erholung der globalen Ölnachfrage für 2021 deutlich geringer ein.

 

Hoffnung auf COVID-19-Impfstoff - OPEC+-Allianz in Zugzwang

Die Einführung eines COVID-19-Impfstoffs könnte nach Einschätzung von Goldman Sachs spätestens ab Anfang 2021 zu einer deutlichen Nachfragebelebung führen. Hier ruhen die Hoffnungen vor allem auf einer Normalisierung des Flug- und Fernreiseverkehrs, was eine kräftige Erholung der Kerosin- und Dieselnachfrage zur Folge hätte. Da viele Ölmultis wie BP oder Shell ihre Produktionskapazitäten angesichts des unsicheren Marktumfelds zurückfahren, könnte dieser Effekt nach Einschätzung der Bank of America Merrill Lynch mittelfristig zu einem Angebotsdefizit auf dem Ölmarkt führen - was entsprechendes Aufwärtspotenzial freisetzen dürfte. Auch die OPEC+-Allianz hatte zuletzt klargemacht, dass man auf einen erneuten Einbruch an den Ölmärkten reagieren werde. Saudi-Arabien hatte dabei im Rahmen des letzten Meetings des Ölkartells und seiner Verbündeten ein außerordentliches Treffen für Anfang Oktober angekündigt, um über weitergehende Stützungsmaßnahmen zu beraten. Kurzfristig haben die Bären jedoch das Zepter fest in der Hand. Nach der am Freitag bekannt gewordenen COVID-19-Infektion von US-Präsident Donald Trump kurz vor der Anfang November anstehenden US-Präsidentschaftswahl erhält die Coronavirus-Thematik eine neue Dimension. Sollte sich der Gesundheitszustand des Amtsinhabers nachhaltig verschlechtern, dürfte dies auch an den Terminmärkten zumindest kurzfristig für erhebliche Turbulenzen sorgen.

 

Trading-Taktik: Endlos-Turbo Long auf Brent

Charttechnisch hatte sich das Gesamtbild übergeordnet zuletzt deutlicher eingetrübt. Nachdem Brent in den vergangenen Wochen mehrfach am Überwinden des Widerstands im Bereich der Marke von 45 USD gescheitert war, konnte sich der Ölpreis zunächst oberhalb der Marke von 40 USD stabilisieren. Im Anschluss wurden jedoch größere Erholungsversuche mit Gewinnmitnahmen beantwortet. Mit dem Unterschreiten der psychologisch wichtigen Marke von 40 USD am vergangenen Freitag hat sich die Lage bei Brent unserer Einschätzung nach deutlich zugunsten der Bären verschoben. Nachdem sich die Ölpreisnotierungen zu Wochenbeginn oberhalb der Marke von 39 USD erfolgreich behaupten konnten, bleibt das übergeordnet bullische Szenario beim Ölpreis unserer Einschätzung nach weiter intakt. Wird der Support bei 39 USD bei Brent Crude Oil jedoch auf Schlusskursbasis nachhaltig unterschritten, sind kurzfristig weitere Abgaben sehr wahrscheinlich. In diesem Fall bietet es sich unseres Erachtens an, bestehende Long-Positionen glattzustellen.

Mit Hebelprodukten können Anleger überproportional an allen Kursentwicklungen des zugrunde liegenden Basiswerts partizipieren. Aufgrund der Hebelwirkung reagiert das Produkt auf kleinste Kursbewegungen des Basiswerts. Da die Wertentwicklung des Basiswerts im Laufe der Zeit schwanken bzw. sich nicht entsprechend den Erwartungen des Anlegers entwickeln kann, besteht das Risiko, dass das eingesetzte Kapital nicht in allen Fällen in voller Höhe zurückgezahlt wird. Der Kapitalverlust kann ein erhebliches Ausmaß annehmen, sodass ein Totalverlust entstehen kann.

Auf den Basiswert Brent Crude Oil Contract stehen verschiedene Endlos-Turbos zur Verfügung. Ein Beispiel ist der Endlos-Turbo Long mit einem Basispreis von 36,795 USD sowie einer Knock-Out-Barriere von 36,795 USD. Das Produkt eignet sich für Anleger, die auf steigende Kurse des Basiswerts setzen wollen. Der Endlos-Turbo Long auf den Brent Crude Oil Contract hat keine feste Laufzeit, kann aber während der Laufzeit verfallen, sofern ein Knock-Out-Ereignis eintritt. Ein Knock-Out-Ereignis tritt ein, wenn der Beobachtungspreis (jeder Kurs des Basiswerts an einem Beobachtungstag, wie er von der maßgeblichen Börse berechnet wird) mindestens einmal auf oder über der Knock-Out-Barriere liegt. Tritt ein solches Knock-Out-Ereignis ein, verfällt das Produkt ohne weiteres Tätigwerden des Anlegers wertlos, sodass es zu einem Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommt.

 

Risikobeschreibung
Eine ausführliche Erläuterung der genannten Fachbegriffe finden Sie in unserem Glossar.

Stand: 07.10.2020
Emittentin: DZ BANK AG / Online-Redaktion

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Endlos Turbo Long 37,222 open end: Basiswert Brent Crude Future Contract

DFM8M0 / //
Quelle: DZ BANK: Geld 26.10., Brief 26.10.
DFM8M0 // Quelle: DZ BANK: Geld 26.10., Brief 26.10.
3,10 EUR
Geld in EUR
3,11 EUR
Brief in EUR
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Diff. Vortag in %
Basiswertkurs: 40,81 USD
Quelle : ICE Fut Eur , 26.10.
  • Basispreis
    (Stand 26.10. 04:08 Uhr)
    37,222 USD
  • Abstand zum Basispreis in %

    8,79%
  • Knock-Out-Barriere
    (Stand 26.10. 04:08 Uhr)
    37,222 USD
  • Abstand zum Knock-Out in %

    8,79%
  • Hebel 11,13x
  • Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 1,00

News / Brent Crude Future Contract

26.10.2020 | 19:24:01 (dpa-AFX)
US-Regierung verhängt neue Sanktionen gegen iranischen Ölsektor

WASHINGTON (dpa-AFX) - Die USA verhängen neue Sanktionen gegen den iranischen Ölsektor. Das US-Finanzministerium teilte am Montag mit, das iranische Ölministerium, das Nationale Ölunternehmen NIOC, das Nationale Tankerunternehmen NITC und mehrere Menschen mit Verbindungen zu diesen Institutionen würden auf die Sanktionsliste gesetzt. Grund sei deren Unterstützung für die iranischen Revolutionsgarden, die die USA als Terrororganisation eingestuft haben. Das Ministerium teilte mit, zusätzlich würden vier Personen mit Sanktionen belegt, die am Verkauf von iranischem Öl an die "illegitime" Regierung in Venezuela beteiligt gewesen seien.

Etwaiger Besitz der betroffenen Institutionen und Personen in den USA wird eingefroren. US-Bürgern sind Geschäfte mit ihnen untersagt.

US-Präsident Donald Trump hatte das internationale Atomabkommen mit dem Iran im Mai 2018 einseitig aufgekündigt. Sechs Monate später hatten die USA ihre bislang härtesten Wirtschaftssanktionen gegen den Iran in Kraft gesetzt, die in erster Linie auf die iranische Ölindustrie abzielen - die größte Einnahmequelle des Landes. Der Bezug iranischen Öls ist demnach international mit US-Sanktionen belegt. Nach und nach folgten weitere Strafmaßnahmen gegen Teheran. Die USA wollen den Iran mit den Sanktionen zwingen, ein erweitertes und strengeres Atomabkommen zu verhandeln. Teheran lehnt das ab./cy/DP/fba

26.10.2020 | 18:32:53 (dpa-AFX)
Ölpreise bauen Verluste aus - Hohe Infektionszahlen belasten
26.10.2020 | 12:36:00 (dpa-AFX)
Ölpreise geben weiter nach
26.10.2020 | 07:26:30 (dpa-AFX)
Ölpreise geben weiter nach - US-Öl unter 39 Dollar
24.10.2020 | 13:15:38 (dpa-AFX)
Parlamentswahl in Ägypten - Kaum Widerstand gegen Al-Sisi erwartet
23.10.2020 | 18:28:30 (dpa-AFX)
Ölpreise gefallen - Libyen will Förderung erhöhen
23.10.2020 | 13:06:03 (dpa-AFX)
Ölpreise im Aufwind - Russland zu Förderkürzung bereit

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