Rohstoff-Trading / 28.08.2019 | 10:14:45 Werbung

Brent: Short-Szenario nimmt Konturen an!

Martin Merz
Autor Martin Merz

Produktmanager bei der DZ BANK

Die Notierungen bei Brent zeigten sich zuletzt deutlicher unter Druck. Für Abschläge sorgte der erneut aufgeflammte Handelskonflikt zwischen den USA und China, der Befürchtungen über eine Abschwächung der globalen Ölnachfrage hochkochen ließ.

Martin Merz
Autor Martin Merz

Produktmanager bei der DZ BANK

Lage: OPEC erwartet Nachfrage-Rückgang

Nachdem die International Energy Agency (EIA) kürzlich ihre Prognose für die globale Ölnachfrage nach unten revidierte, zieht nun auch die OPEC nach. So geht das Ölkartell für die zweite Jahreshälfte von einer schwächeren Ölnachfrage aus und revidierte die Jahresprognose um 40.000 Barrel pro Tag auf 1,10 Millionen Barrel nach unten. Angesichts der konjunkturellen Unsicherheiten und des ungelösten Handelskonflikts zwischen China und den USA sieht das Ölkartell auch für 2020 keinerlei Anzeichen für eine nachhaltige Erholung der Ölnachfrage. Entsprechend rechnet man hier nunmehr trotz eines insgesamt geringeren Ölangebots lediglich mit einem leichten Anstieg der globalen Ölnachfrage auf 1,14 Millionen Barrel im kommenden Jahr. Sollten sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiter verschlechtern, behält sich die OPEC eine weitere Anpassung ihrer Prognose für 2020 vor.

 

Perspektive: Eskalation im Handelsstreit sorgt für weitere Abschläge!

Angesichts der jüngsten Verschärfung im Handelskonflikt zwischen den USA und China sahen wir Ende vergangener Woche neue Unsicherheiten an den Terminmärkten. Nachdem China seinerseits neue Zölle auf US-Importe im Gesamtvolumen von 75 Mrd. USD und eine Wiedereinführung der Importzölle auf US-Autos in Höhe von 25% angekündigt hatte, ließ die Antwort aus Washington nicht lange auf sich warten. US-Präsident Donald Trump forderte US-Firmen dazu auf, China zu verlassen und hob seinerseits die Importzölle um weitere 5% an. Zwar bemühen sich beide Wirtschaftsmächte weiterhin um eine schnelle Einigung über einen für beide Seiten tragbaren Kompromiss. Allerdings zeigen sich die Marktteilnehmer weiterhin skeptisch, ob ein neuer Anlauf nach den erst kürzlich gescheiterten Verhandlungen tatsächlich das gewünschte Ergebnis erzielt. Auch übergeordnet hat sich das Sentiment am Ölmarkt unserer Einschätzung nach weiter eingetrübt. Dafür spricht die Tatsache, dass positive Nachrichtenimpulse wie die von hochrangigen Vertretern des OPEC-Mitglieds Saudi-Arabien angedeuteten Stützungsmaßnahmen zuletzt mit Gewinnmitnahmen quittiert wurden.

 

Trading-Taktik: Short-Szenario intakt

Nachdem die kurze Erholungsbewegung im Bereich oberhalb der 60-USD-Marke abverkauft wurde, gelang es nicht, diese psychologisch wichtige Marke zurückzuerobern. Damit konnten die Bären unserer Einschätzung nach einen wichtigen Etappensieg verbuchen. Übergeordnet sehen wir das Short-Szenario bei Brent weiter als intakt an, wobei es sich u.E. anbietet, den Stop-Loss bei bestehenden Short-Positionen auf 66 USD nachzuziehen.

Mit einem Hebelprodukt können Anleger überproportional an der Kursentwicklung des jeweiligen Basiswertes partizipieren. So vollzieht z.B. ein Endlos-Turbo Short auf den Brent Crude Oil Contract fallende, aber auch steigende Kursnotierungen des Basiswerts gehebelt nach. Auf den Basiswert Brent Crude Oil Contract stehen verschiedene Endlos-Turbos Short zur Verfügung. Ein Beispiel ist der Endlos-Turbo Short mit einem Basispreis von 84,638 USD und einer Knock-Out-Barriere von 84,638 USD. Wird die Knock-Out-Barriere berührt, kommt es jedoch zu einem Totalverlust des eingesetzten Kapitals.

 

Risikobeschreibung
Eine ausführliche Erläuterung der genannten Fachbegriffe finden Sie in unserem Glossar.

Stand: 28.08.2019
Emittentin: DZ BANK AG / Online-Redaktion

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(Bewertungen: 1)

Endlos Turbo Short 83,376 open end: Basiswert Brent Crude Future Contract

DF1J3U / //
Quelle: DZ BANK: Geld 23.09. 22:00:00, Brief 23.09. 22:00:00
DF1J3U // Quelle: DZ BANK: Geld 23.09. 22:00:00, Brief 23.09. 22:00:00
18,14 EUR
Geld in EUR
18,15 EUR
Brief in EUR
0,89%
Diff. Vortag in %
Basiswertkurs: 63,43 USD
Quelle : ICE Fut Eur , 22:45:02
  • Basispreis
    83,376 USD
  • Abstand zum Basispreis in %
    31,45%
  • Knock-Out-Barriere
    83,376 USD
  • Abstand zum Knock-Out in %
    31,45%
  • Hebel 3,18x
  • Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 1,00

News / Brent Crude Future Contract

23.09.2019 | 18:44:25 (dpa-AFX)
Ölpreise nahezu unverändert

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben sich am Montag unter dem Strich kaum verändert. Am Abend kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 64,24 US-Dollar. Das waren vier Cent weniger als am Freitag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg dagegen leicht um sieben Cent auf 58,16 Dollar.

Am Rohölmarkt wirkten zum Wochenstart gegenläufige Kräfte. Gestützt wurden die Erdölpreise durch die anhaltenden Spannungen zwischen den USA und Saudi-Arabien einerseits sowie dem Iran andererseits. Die USA werfen dem Iran vor, für den Angriff auf saudische Ölanlagen vor gut einer Woche verantwortlich zu sein. Der Iran streitet dies ab. Die Angst vor einer Eskalation lässt die Risikoprämien am Ölmarkt steigen.

Für Belastung sorgen dagegen zwei gegenläufige Kräfte. Zum einen ist der Dollar am Montag deutlich gestiegen. Dies verteuert Rohöl für Investoren außerhalb des Dollarraums, was die Nachfrage von dort dämpft. Zum anderen lasteten schwache Konjunkturdaten aus der Eurozone auf den konjunkturellen Aussichten und damit auf der Rohölnachfrage. Einige Experten sehen die Eurozone auf eine Rezession zusteuern./bgf/jha/

23.09.2019 | 12:55:53 (dpa-AFX)
Ölpreise drehen in die Verlustzone
23.09.2019 | 11:49:03 (dpa-AFX)
Iran gibt britischen Öltanker frei
23.09.2019 | 08:03:09 (dpa-AFX)
Ölpreise legen zu
23.09.2019 | 06:51:27 (dpa-AFX)
WDH: Französischer Außenminister trifft iranischen Chefdiplomaten Sarif
23.09.2019 | 06:35:00 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Kramp-Karrenbauer in den USA - Gespräch über gefährliche Krisenherde
23.09.2019 | 06:11:03 (dpa-AFX)
Kramp-Karrenbauer zu Gesprächen in Washington eingetroffen

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