Rohstoff-Trading / 27.09.2017 | 09:51:38 Werbung

Brent setzt Rally fort

DZ BANK AG / Salesteam
Autor DZ BANK AG / Salesteam

Innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe fungiert die DZ BANK als Spitzeninstitut und Zentralbank.

Die Ölpreisnotierungen zeigten sich zuletzt weiter in Hausselaune. Für Support sorgten unter anderem die zwischenzeitliche Beeinträchtigung der US-Ölproduktion durch die jüngsten Sturmschäden, aber auch Anzeichen für eine Belebung der weltweiten Ölnachfrage. Negative Nachrichtenimpulse wie steigende US-Öllagerbestände wurden von den Marktteilnehmern weiter kaum beachtet, was unser übergeordnetes bullisches Szenario untermauert.

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Innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe fungiert die DZ BANK als Spitzeninstitut und Zentralbank.

Hurrikansaison bestimmt weiter das Geschehen am US-Ölmarkt

Nach den teilweise verheerenden Schäden, die durch die Wirbelstürme Harvey und Irma in einigen US-Bundesstaaten wie Texas verursacht wurden, zeigte sich die US-Ölproduktion zuletzt unerwartet fester. So stieg die Produktionsmenge laut einer Erhebung der staatlichen EIA von 8,78 Millionen Barrel pro Tag auf 9,51 Millionen Barrel pro Tag an. Dies deutet darauf hin, dass die Instandsetzung beschädigter Förderanlagen schneller vonstattengeht als zunächst befürchtet. Da die Schäden an vielen Raffinerien in den betroffenen US-Bundesstaaten an der Golfküste ebenfalls größtenteils wieder behoben werden konnten, stieg die Nachfrage nach Öl parallel dazu kurzfristig an, was die Angebots- und Nachfragesituation positiv beeinflusste. Bullisch zu werten ist die Tatsache, dass der deutliche Anstieg der US-Öllagerbestände nach dem Auslaufen der Driving Season in den USA von den Marktteilnehmern kaum beachtet wurde. Hier wurde laut wöchentlichem Ölmarktbericht in der vergangenen Woche ein Plus von 4,6 Millionen Barrel verzeichnet, womit sich der Öllageraufbau auch in der dritten Woche in Folge fortsetzte.

 

Analysten sehen Handlungsbedarf für weitere Maßnahmen

Trotz der zuletzt gesehenen Preiserholung bei Brent Crude Oil haben viele Marktteilnehmer Zweifel an der Nachhaltigkeit. Zwar konnten sich die Ölpreise im Anschluss an die von der OPEC und anderen wichtigen Ölförderländern wie Russland beschlossene Verlängerung der Förderkürzungen bis Ende März 2018 weiter erholen. Bei einem Auslaufen des Abkommens könnte sich der kurzfristig positive Effekt jedoch wieder verflüchtigen. Diese Ansicht vertritt unter anderem die Citigroup, die in einer jüngsten Research-Note auf Gefahren für den Ölpreis in Zusammenhang mit einem Auseinanderdriften zwischen Angebot und Nachfrage durch die weiter steigenden Fördermengen der US-Schiefergas-Produzenten verweist. Daher mahnen die US-Analysten weitergehende Maßnahmen der Unterzeichnerstaaten des jüngsten Abkommens an, was jedoch im Rahmen des jüngsten OPEC-Treffens nicht erfüllt wurde.

 

OPEC-Treffen ohne greifbare Ergebnisse

Da viele Unterzeichnerstaaten angesichts klammer Staatskassen einer weiteren Verlängerung der Vereinbarung kritisch gegenüberstehen, gestalteten sich die Verhandlungen beim jüngsten OPEC-Treffen in Wien eher schwierig. Hinzu kommt, dass OPEC-Ölproduzenten wie Nigeria und Libyen nach wie vor von der Teilnahme an den Förderkürzungen ausgenommen sind. Zwar verhandelt die OPEC seit geraumer Zeit hinter verschlossenen Türen über eine Erweiterung der Teilnehmerstaaten. Einen Durchbruch hatte man bislang jedoch nicht zu vermelden. Immerhin signalisierte Nigeria im Rahmen des kürzlich zu Ende gegangenen OPEC-Treffens in Wien, dass man dem Abkommen beitreten werde, sofern sich die Ölproduktion stabilisiere. Darüber hinaus brachte das Treffen kaum neue Erkenntnisse. Zwar habe man über eine mögliche Verlängerung der Kürzungsmaßnahmen verhandelt, allerdings sei man bislang mit dem bestehenden Status quo zufrieden, so der zuständige russische Ölminister Novak nach der Konferenz. Auch der kuwaitische Ölminister al-Marzook zeigte sich mit den durch die Förderkürzungen erreichten Erfolgen zufrieden. Eine mögliche Entscheidung über eventuelle weitergehende Maßnahmen könnte nach Aussage der Teilnehmerländer des Meetings auch Anfang kommenden Jahres fallen.

 

Kurzfristig keine Impulse zu erwarten

Dass das Kartell und andere Ölförderstaaten zunächst eine passive Haltung einnehmen, macht taktisch durchaus Sinn: Denn zum Jahresende zieht die Ölnachfrage saisonal bedingt ohnehin meist an, wobei die Hurrikansaison in den USA – zumindest kurzfristig – für weiteren Support sorgt. Auch die weltweit sinkenden Öllagerbestände vieler Industriestaaten könnten bei diesen Überlegungen eine Rolle gespielt haben. Denn laut der jüngst veröffentlichten Statistik der Internationalen Energieagentur (IEA) haben sich die Öllagerbestände der führenden Industrienationen seit Jahresbeginn um 28% verringert. Es bleibt abzuwarten, ob die Rechnung der OPEC aufgeht. Kurzfristig sind zumindest keine positiven Impulse zu erwarten, was nach der jüngsten Rally Gewinnmitnahmen wahrscheinlich macht. 

 

Trading-Taktik: Nachdem Brent Crude Oil unser bullisches Szenario in den vergangenen Wochen eindrucksvoll bestätigt hatte, wird die Luft zumindest kurzfristig etwas dünner. Denn im Bereich oberhalb der Marke von 57 USD kam es in den vergangenen Monaten immer wieder zu Gewinnmitnahmen. Entsprechend gehen wir auf dem aktuellen Niveau von einer kurzfristigen Konsolidierung aus, weshalb es sich anbietet, noch verbliebene Long-Positionen auf diesem Niveau glattzustellen. Da das übergeordnete Long-Szenario weiter intakt bleibt, bietet es sich u.E. zudem an, bei einem größeren Rücksetzer im oberen Bereich der zuletzt gebildeten, mehrwöchigen Trading-Range einen Long-Einstieg bei 56,00 USD ins Auge zu fassen.

 

Mit einem Hebelzertifikat können Anleger überproportional an der Kursentwicklung des jeweiligen Basiswertes partizipieren. So vollzieht z.B. ein Endlos Turbo Long auf den Brent Crude Future Contract steigende, aber auch fallende Kursnotierungen des Brent Crude Future Contract gehebelt nach. Wird die Knock-out-Schwelle (aktuell 48,112 USD) berührt, verfällt das Zertifikat wertlos.

 

Risikobeschreibung

 

Stand: 27.09.2017, Emittentin: DZ BANK
DZ BANK, Online-Vertrieb

 

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Endlos Turbo Long 47,268 open end: Basiswert Brent Crude Future Contract

DD1C8E / //
Quelle: DZ BANK: Geld 23.02. 23.02., Brief 23.02. 23.02.
DD1C8E // Quelle: DZ BANK: Geld 23.02. 23.02., Brief 23.02. 23.02.
16,04
Geld in EUR
16,06
Brief in EUR
6,08%
Diff. Vortag in %
Basiswertkurs: 67,17 USD
Quelle : ICE Fut Eur, 23.02.
  • Basispreis 47,268 USD
  • Abstand zum Basispreis in % 29,63%
  • Knock-Out-Barriere 47,268 USD
  • Abstand zum Knock-Out in % 29,63%
  • Hebel 3,39x
  • Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 1,00

News / Brent Crude Future Contract

23.02.2018 | 18:25:48 (dpa-AFX)
Ölpreise gestiegen

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Freitag an die starken Gewinne vom Vortag anknüpft. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im April kostete zuletzt 67,07 US-Dollar. Das waren 68 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 82 Cent auf 63,58 Dollar.

Die Ölpreise waren am Freitag zwar kurzzeitig gefallen, stiegen sie jedoch wieder deutlich an. Am Ölmarkt bleibt die Entwicklung der Fördermenge in den USA und der amerikanischen Ölreserven ein beherrschendes Thema. Bereits am Vortag hatte die US-Regierung einen überraschenden Rückgang der amerikanischen Ölreserven gemeldet und damit einen starken Anstieg der Ölpreise ausgelöst. Der US-Ölpreis war in kurzer Zeit um mehr als zwei Prozent nach oben geschossen, nachdem bekannt geworden war, dass die Lagerbestände gefallen waren.

Es sei allerdings fraglich, ob das rekordniedrige Niveau der Netto-Importe in den nächsten Wochen bestanden haben werden, hieß es von der Commerzbank. Zudem befindet sich die US-Fördermenge mit 10,27 Millionen Barrel pro Tag weiter auf Rekordniveau./jsl/he

23.02.2018 | 13:11:41 (dpa-AFX)
Ölpreise geben nach
23.02.2018 | 07:47:47 (dpa-AFX)
Ölpreise sind stabil nach starken Vortagesgewinnen
22.02.2018 | 18:55:32 (dpa-AFX)
Ölpreise steigen nach gesunkenen US-Lagerbeständen
22.02.2018 | 13:19:07 (dpa-AFX)
Ölpreise gesunken
22.02.2018 | 12:50:22 (dpa-AFX)
Preis für Opec-Rohöl gesunken
22.02.2018 | 07:44:57 (dpa-AFX)
Ölpreise sinken - US-Lagerdaten im Fokus

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