Rohstoff-Trading / 03.07.2019 | 10:58:33 Werbung

Brent: OPEC+-Entscheidung sorgt für Support!

Martin Merz
Autor Martin Merz

Produktmanager bei der DZ BANK

Die Ölpreisnotierungen verbuchten in den vergangenen Wochen kräftige Aufschläge, nachdem sich die Lage im Nahen Osten verschärft hatte. Nach der Annäherung zwischen China und den USA im Handelsstreit und der von der OPEC beschlossenen Verlängerung der Förderkürzungsmaßnahmen deuten die Zeichen bei Brent auf eine Fortsetzung der Erholungsbewegung.

Martin Merz
Autor Martin Merz

Produktmanager bei der DZ BANK

Lage: Iran-Konflikt versus US-Rekordproduktion

Bestimmendes Thema an den Terminmärkten war bis vor Kurzem die eskalierende Lage im Nahen Osten. Nach dem Abschuss einer US-Drohne und dem in letzter Sekunde abgesagten US-Vergeltungsangriff auf den Iran haben sich die Fronten zwischen den USA und dem Iran weiter verhärtet. Die von der EU initiierten Bemühungen, das Atomabkommen mit dem Iran zu retten, sorgten lediglich für eine kurze Atempause, während die Gefahr einer militärischen Eskalation in dieser ölreichen Region längst nicht gebannt ist. Kaum beachtet wurde an den Terminmärkten hingegen die US-Ölproduktion, die mit 12,16 Millionen Barrel pro Tag einen neuen Rekord erreichte.

 

Perspektive: Verlängerung der OPEC-Förderkürzungen sorgen für Support!

Das mit Spannung erwartete und im Vorfeld mehrfach verschobene OPEC-Treffen brachte Anfang der Woche das gewünschte Resultat. Demnach haben sich die Mitgliedstaaten des Ölkartells nach langen Verhandlungen zu einer Verlängerung der Förderkürzungen durchringen können. Nachdem sich Saudi-Arabien und Russland als wichtigste Vertreter der „OPEC+“-Allianz bereits am Wochenende auf eine Fortsetzung des Zweckbündnisses geeinigt hatten, bleiben die Stützungsmaßnahmen damit weitere neun Monate in Kraft. Der nahezu einstimmig gefasste Beschluss bestätigt unserer Einschätzung nach, dass die OPEC+-Allianz alles daransetzen wird, um die Ölpreisnotierungen weiter zu stabilisieren. Für Support beim Ölpreis sollte auch die jüngste Annäherung zwischen China und den USA im Handelskonflikt sorgen. Nachdem viele Analysten ihre Schätzungen für die globale Ölnachfrage angesichts konjunktureller Unsicherheiten zuletzt nach unten revidiert hatten, dürften die Auguren ihre pessimistischen Einschätzungen überdenken. Da angesichts der US-Sanktionen gegen den Iran und Venezuela trotz der rekordhohen US-Ölproduktion zumindest vorläufig kein signifikanter Angebotsüberhang droht, sollten die Bullen nach unserer Einschätzung die besseren Karten haben.

 

Trading-Taktik:bullisches Szenario intakt

Brent konnte sich zuletzt vom Zwischentief im Bereich der Marke von 60 USD nach oben lösen. Damit wurde unser skizziertes antizyklisches Long-Szenario getriggert. Übergeordnet bleibt die bullische Ausgangssituation bei Brent unserer Einschätzung nach auch nach der zweitägigen Korrekturbewegung vom Verlaufshoch bei 66 USD intakt. Es bietet sich u.E. daher an, den Stop-Loss bei bestehenden Long-Positionen auf 59 USD nachzuziehen.
Mit einem Hebelprodukt können Anleger überproportional an der Kursentwicklung des jeweiligen Basiswertes partizipieren. So vollzieht z.B. ein Endlos-Turbo Long auf den Brent Crude Oil Contract steigende, aber auch fallende Kursnotierungen des Basiswerts gehebelt nach. Auf den Basiswert Brent Crude Oil Contract stehen verschiedene Endlos-Turbos Long zur Verfügung. Ein Beispiel ist der Endlos-Turbo Long mit einem Basispreis von 48,412 USD und einer Knock-Out-Barriere von 48,412 USD. Wird die Knock-Out-Barriere berührt, kommt es jedoch zu einem Totalverlust des eingesetzten Kapitals.

 

Risikobeschreibung
Eine ausführliche Erläuterung der genannten Fachbegriffe finden Sie in unserem Glossar.

Stand: 03.07.2019
Emittentin: DZ BANK AG / Online-Redaktion

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Endlos Turbo Long 48,484 open end: Basiswert Brent Crude Future Contract

DF1J3H / //
Quelle: DZ BANK: Geld 19.07. 21:22:32, Brief 19.07. 21:22:32
DF1J3H // Quelle: DZ BANK: Geld 19.07. 21:22:32, Brief 19.07. 21:22:32
12,90 EUR
Geld in EUR
12,91 EUR
Brief in EUR
4,03%
Diff. Vortag in %
Basiswertkurs: 63,01 USD
Quelle : ICE Fut Eur , 21:12:42
  • Basispreis 48,484 USD
  • Abstand zum Basispreis in % 23,05%
  • Knock-Out-Barriere 48,484 USD
  • Abstand zum Knock-Out in % 23,05%
  • Hebel 4,35x
  • Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 1,00

News / Brent Crude Future Contract

19.07.2019 | 18:38:57 (dpa-AFX)
Ölpreise verändern sich zum Wochenausklang wenig

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben sich am Freitag nach kräftigen Verlusten in der laufenden Woche stabilisiert. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent legte zum Wochenausklang um 6 Cent auf 62,03 Dollar zu. Vor einer Woche hatte ein Barrel aber noch fast 67 Dollar gekostet. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel am Freitag um 17 Cent auf 55,13 Dollar. Damit kostete ein Barrel gut fünf Dollar weniger als vergangenen Freitag.

Am Vortag hatten Ängste vor einer weiteren Verschärfung im Handelsstreit zwischen den USA und China die Ölpreise belastet. Der US-Ölpreis war in der Spitze um mehr als zwei Dollar je Barrel gefallen. US-Präsident Donald Trump hatte Peking mit weiteren Strafzöllen gedroht.

Vor dem Wochenende werden die Ölpreise durch die Sorge vor einer Eskalation der Lage am Persischen Golf gestützt. Nach mehreren Zwischenfällen mit Öltankern erklärte US-Präsident Donald Trump am Donnerstag, die USA hätten eine iranische Drohne zerstört. Der Iran bestreitet jedoch, eine Drohne verloren zu haben.

"Selbst die weitere Verschärfung der Krise im Mittleren Osten gibt den Ölpreisen momentan keinen nennenswerten Auftrieb", beschrieb Rohstoffexperte Carsten Fritsch von der Commerzbank den Handel. "Wie es scheint, wachsen am Ölmarkt die Sorgen vor einem erneuten Überangebot." Die Nachfrage entwickele sich weniger robust als erwartet, sagte Fritsch und verwies auf die Internationale Energieagentur, die zuletzt ihre Prognose für die weltweite Nachfrage nach Rohöl gesenkt hatte./jsl/jha/

19.07.2019 | 16:24:47 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Iran widerspricht US-Angaben zu Zerstörung einer iranischen Drohne
19.07.2019 | 14:26:12 (dpa-AFX)
Supertanker in Gibraltar bleibt länger an der Kette
19.07.2019 | 13:05:05 (dpa-AFX)
Ölpreise erholen sich von Vortagesverlusten
19.07.2019 | 13:02:09 (dpa-AFX)
Merkel: Iran sollte Zeichen des guten Willens senden
19.07.2019 | 12:00:38 (dpa-AFX)
KORREKTUR/Iran dementiert US-Angaben über Zerstörung einer Drohne
19.07.2019 | 10:31:41 (dpa-AFX)
Iran dementiert US-Angaben über Abschuss einer Drohne

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