Rohstoff-Trading / 17.02.2021 | 11:26:56 Werbung

Brent: Ölpreis zieht weiter dynamisch nach oben - Breakout auf neues Verlaufshoch legt Basis für neuen Trendschub!

Marcus Landau
Autor Marcus Landau

Senior Manager Public Distribution bei der DZ BANK

Die Ölpreisnotierungen setzten ihre Aufwärtsbewegung in den vergangenen Wochen dynamisch fort und bestätigten damit eindrucksvoll unser skizziertes Long-Szenario. Bullisch zu werten ist dabei die Tatsache, dass Befürchtungen über eine Abschwächung der Nachfrage-Erholung an den Terminmärkten kaum beachtet wurden, während die Aussicht auf neue fiskalpolitische Stimuli in den USA für frische Impulse sorgte. Nachdem die Ölpreise zuletzt dynamisch auf ein neues Verlaufshoch oberhalb der Marke von 60 USD ausbrechen konnten, wurde die Basis für einen neuen Trendschub gelegt, was kurzfristig für eine weitere Fortsetzung der übergeordneten Aufwärtsbewegung spricht.

Marcus Landau
Autor Marcus Landau

Senior Manager Public Distribution bei der DZ BANK

OPEC und IEA rechnen mit schwächerer Nachfrage-Erholung in 2021

Die eher schleppend verlaufende COVID-19-Impfstoffkampagne sorgte zuletzt für Verunsicherungen an den Terminmärkten. Angesichts von Engpässen bei COVID-19-Impfstoffen und der sich weiter ausbreitenden neuen hochansteckenden COVID-19-Mutationen gehen viele Experten davon aus, dass die strikten Lockdown-Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie bis auf Weiteres in Kraft bleiben werden. Entsprechend gehen sowohl die OPEC als auch die International Energy Agency (IEA) für 2021 von einer eher gedämpften Nachfrage-Erholung nach dem durch die Coronavirus-Pandemie verursachten Einbruch in 2020 aus. Daher haben sowohl die OPEC als auch die IEA zuletzt ihre Prognose für die weltweite Ölnachfrage in 2021 nach unten revidiert. An den Terminmärkten sorgte dies jedoch nur kurzfristig für Verunsicherung. Viele Marktteilnehmer rechnen offenbar angesichts robuster Konjunkturdaten aus den USA und vor allem aus China mit einer nachhaltigen Nachfrage-Erholung bei Öl.

 

Positive US-Daten schüren Optimismus - Spannungen im Nahen Osten nehmen weiter zu

Die jüngst veröffentlichten Rekordwerte bei den Ölimporten aus China und Indien stützen diese These, während sich die Ölnachfrage in den USA ebenfalls weiter dynamisch erholt. In der vergangenen Woche wurde bei den wöchentlichen US-Öllagerbeständen mit -6,6 Millionen Barrel bereits der fünfte Rückgang in Folge ausgewiesen, da viele US-Raffinerien ihre Produktion aufgrund der wieder anziehenden Benzin- und Kerosinnachfrage weiter nach oben fahren. Da die Ölproduktion in Schlüsselregionen wie dem Golf von Mexiko aufgrund neuer Tropenstürme zuletzt massiv nach unten gefahren werden musste, dürfte sich die Abwärtsspirale bei den US-Öllagerbeständen auch in den kommenden Wochen weiter fortsetzen. Auch die weiter schwierige Gemengelage im Nahen Osten sorgte zuletzt an den Terminmärkten für frische Impulse. Neben dem weiter schwelenden Konflikt zwischen den USA und dem Iran über das umstrittene Atomprogramm der iranischen Führung sorgte zuletzt ein Wiederaufflammen des Militärkonflikts zwischen Saudi-Arabien und dem Jemen für Verunsicherungen. Nachdem jemenitische Huthi-Rebellen einen Drohnen-Anschlag auf einen Flughafen in Saudi-Arabien verübt hatten, deutet nach Einschätzung von Experten vieles auf eine weitere Eskalation der Gemengelage im Nahen Osten hin. Spitzt sich die Lage im Iran und in Saudi-Arabien weiter zu, könnte es daher kurzfristig zu Lieferengpässen in dieser politisch ohnehin instabilen Region kommen, womit sich die Angebots- und Nachfragesituation weiter zugunsten der Öl-Bullen verschieben dürfte.

 

Trading-Taktik: Endlos-Turbo Long auf Brent

Brent konnte seine Aufwärtsbewegung nach dem Überschreiten des Verlaufshochs bei 57 USD zuletzt dynamisch fortsetzen. Nach dem Breakout aus der mehrtägigen engen Seitwärtsrange oberhalb der Marke von 60 USD konnten die Ölpreisnotierungen Ende der vergangenen Woche auf ein neues Verlaufshoch ausbrechen, womit die Basis für einen neuen Trendschub gelegt wurde. Es bietet sich aus unserer Sicht an, den Stop-Loss bei bestehenden Long-Positionen auf 57 USD nachzuziehen.

Mit Hebelprodukten können Anleger überproportional an allen Kursentwicklungen des zugrunde liegenden Basiswerts partizipieren. Aufgrund der Hebelwirkung reagiert das Produkt auf kleinste Kursbewegungen des Basiswerts. Da die Wertentwicklung des Basiswerts im Laufe der Zeit schwanken bzw. sich nicht entsprechend den Erwartungen des Anlegers entwickeln kann, besteht das Risiko, dass das eingesetzte Kapital nicht in allen Fällen in voller Höhe zurückgezahlt wird. Der Kapitalverlust kann ein erhebliches Ausmaß annehmen, sodass ein Totalverlust entstehen kann.

Auf den Basiswert Brent Crude Oil Future LCO stehen verschiedene Endlos-Turbos zur Verfügung. Ein Beispiel ist der Endlos-Turbo Long mit einem Basispreis von 36,342 USD sowie einer Knock-Out-Barriere von 36,342 USD. Das Produkt eignet sich für Anleger, die auf steigende Kurse des Basiswerts setzen wollen. Der Endlos-Turbo Long auf den Brent Crude Oil Contract hat keine feste Laufzeit, kann aber während der Laufzeit verfallen, sofern ein Knock-Out-Ereignis eintritt. Ein Knock-Out-Ereignis tritt ein, wenn der Beobachtungspreis (jeder Kurs des Basiswerts an einem Beobachtungstag, wie er von der maßgeblichen Börse berechnet wird) mindestens einmal auf oder unter der Knock-Out-Barriere liegt. Tritt ein solches Knock-Out-Ereignis ein, verfällt das Produkt ohne weiteres Tätigwerden des Anlegers wertlos, sodass es zu einem Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommt.

Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist auch möglich, wenn die DZ BANK als Emittent ihre Verpflichtungen aus dem Zertifikat aufgrund behördlicher Anordnungen oder einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit/Überschuldung) nicht mehr erfüllen kann.

 

Risikobeschreibung
Eine ausführliche Erläuterung der genannten Fachbegriffe finden Sie in unserem Glossar.

Stand: 17.02.2021
Emittentin: DZ BANK AG / Online-Redaktion

 

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Endlos Turbo Long 36,39 open end: Basiswert Brent Crude Future Contract

DFW05G / //
Quelle: DZ BANK: Geld 05.03., Brief 05.03.
DFW05G // Quelle: DZ BANK: Geld 05.03., Brief 05.03.
27,84 EUR
Geld in EUR
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Brief in EUR
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Basiswertkurs: 70,50 USD
Quelle : ICE Fut Eur , 01:19:17
  • Basispreis
    (Stand 05.03. 04:12 Uhr)
    36,39 USD
  • Abstand zum Basispreis in %

    48,38%
  • Knock-Out-Barriere
    (Stand 05.03. 04:12 Uhr)
    36,39 USD
  • Abstand zum Knock-Out in % 48,38%
  • Hebel 2,10x
  • Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 1,00

News / Brent Crude Future Contract

05.03.2021 | 17:29:05 (dpa-AFX)
Ölpreise legen erneut kräftig zu - Entscheidungen der Opec+ beflügeln

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Freitag ihre deutlichen Aufschläge vom Vortag ausgeweitet. Der Ölverbund Opec+ hat seine Förderung zunächst nicht angehoben und damit für eine Überraschung an den Märkten gesorgt. Zuletzt kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 68,85 US-Dollar. Das waren 2,11 Dollar mehr als zum Handelsschluss am Vortag. Der Preis für amerikanisches Erdöl der Marke West Texas Intermediate (WTI) stieg um 1,87 Dollar auf 65,72 Dollar.

Die Ölpreise bewegen sich damit auf dem höchsten Stand seit Anfang 2020. Auslöser für den Höhenflug war die überraschende Entscheidung des Erdölverbunds Opec+ vom Donnerstag, die Ölförderung bis auf wenige Ausnahmen konstant zu halten. Am Markt war dagegen überwiegend mit einer Ausweitung gerechnet worden.

Seit längerem deckeln die Opec-Förderländer die Produktion, um die Preise angesichts der coronabedingt schwachen Nachfrage zu stützen. Weil sich die Konjunkturaussichten mit zunehmenden Corona-Impfungen aufgehellt haben, konnten sich viele Analysten eine Förderanhebung vorstellen. Doch der Ölgigant Saudi-Arabien hat sich mit seiner vorsichtigen Haltung offenbar durchgesetzt.

Russland dagegen pochte im Vorfeld auf eine Anhebung und konnte eine Ausnahme herausschlagen. Zusammen mit Kasachstan darf das ölreiche Land die Produktion etwas ausweiten. Saudi-Arabien hingegen hält die Förderung freiwillig niedriger, als es gemäß Absprache eigentlich müsste.

Nach Einschätzung der Commerzbank könnte die Opec+ den Bogen aber überspannen, indem sie den bereits angespannten Markt knapp hält. Angesicht der hohen Preise sei zweifelhaft, ob sich alle Mitglieder an die Begrenzungen hielten, so Analyst Eugen Weinberg. Zudem könnten Länder wie die USA, die nicht in dem Bündnis vertreten sind, ihre Schieferölförderung ausweiten, da eine höhere Förderung durch die höheren Preise attraktiver werde.

Am Freitagnachmittag erhielten die Ölpreise Auftrieb durch robuste US-Arbeitsmarktdaten. Lockerungen der Corona-Beschränkungen haben im Februar dort die Erholung angetrieben. So sind deutlich mehr Stellen entstanden als erwartet und die Arbeitslosenquote ging zurück. "In den USA kam es zuletzt in zahlreichen Bundesstaaten zu Lockerungen der Corona-Beschränkungen", begründete Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank, den Beschäftigungsaufbau. Eine robuste Wirtschaftserholung stützt auch die Nachfrage nach Rohöl./jsl/he

05.03.2021 | 12:41:23 (dpa-AFX)
Ölpreise legen kräftig zu - Opec+ hält Förderung konstant
05.03.2021 | 08:01:28 (dpa-AFX)
Ölpreise legen zu - Opec+ hält Förderung konstant
04.03.2021 | 18:25:13 (dpa-AFX)
Bündnis Opec+ drosselt Ölförderung für weiteren Monat
04.03.2021 | 18:07:02 (dpa-AFX)
Ölpreise legen deutlich zu - Opec+ will offenbar Fördermenge nicht anheben
04.03.2021 | 15:50:41 (dpa-AFX)
Vorsichtige Töne zum Auftakt des Treffens der Opec+
04.03.2021 | 12:21:37 (dpa-AFX)
Ölpreise geraten unter Druck - Opec-Treffen im Blick

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