Rohstoff-Trading / 03.06.2020 | 10:44:40 Werbung

Brent: Nächster Aufwärtsschub gestartet!

Marcus Landau
Autor Marcus Landau

Senior Manager Public Distribution bei der DZ BANK

Die Ölpreisnotierungen zeigten sich in den vergangenen Wochen weiter auf Erholungskurs. Für positive Impulse sorgt der weiter forcierte globale Ramp-up der Wirtschaft, während das Ölangebot dank der implementierten Förderkürzungen der OPEC+-Allianz weiter zurückgeht. Auch aus technischer Sicht hat sich die Lage beim Ölpreis unserer Einschätzung nach zuletzt weiter aufgehellt, wobei ein Breakout aus der Seitwärtsrange oberhalb der Marke von 35 USD die Fortsetzung der seit Mitte April laufenden Erholungsbewegung einleiten dürfte.

Marcus Landau
Autor Marcus Landau

Senior Manager Public Distribution bei der DZ BANK

Ölnachfrage stabilisiert sich dank Ramp-up der Wirtschaft weiter

Die globale Ölnachfrage scheint sich nach dem heftigen Einbruch im Zuge der Coronavirus-Pandemie zu Jahresbeginn langsam wieder zu erholen. Das systematische Hochfahren der Wirtschaft und die Lockerungen der quarantänebedingten Restriktionen für die Luftfahrt- und Touristikindustrie sorgten in den vergangenen Wochen für tendenziell anziehende Kraftstoff- und Kerosinabsätze vor allem in Europa und den USA, die jedoch weiterhin knapp 20% unterhalb des Vorkrisenniveaus liegen. In China scheint sich die Lage mittlerweile fast wieder normalisiert zu haben. So lag die Ölnachfrage im Reich der Mitte laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg Mitte Mai mit knapp 13 Millionen Barrel pro Tag knapp unter dem Niveau vom Dezember 2019 bei 13,7 Millionen Barrel. Angesichts der graduellen Nachfragebelebung scheint die Talsohle nach Einschätzung der International Energy Agency (IEA) mittlerweile durchschritten zu sein, wobei die Experten der IEA ihre Schätzungen für die weltweite Ölnachfrage für 2020 kürzlich leicht nach oben revidiert haben.

 

Ölproduktion geht weiter zurück - OPEC+-Allianz fasst weitere Stützungsmaßnahmen ins Auge

Auch auf der Angebotsseite hellt sich die Lage an den Terminmärkten weiter auf. Seit Beginn der Coronavirus-Pandemie fahren internationale Ölmultis wie ExxonMobile, Chevron oder Shell ihre Ölproduktion drastisch zurück, während viele kleinere und mittelgroße Ölproduzenten aus der US-Fracking-Industrie buchstäblich aus dem Markt gespült werden. Entsprechend sank die Zahl der aktiven US-Ölförderplattformen laut einer Erhebung des Ölservicedienstleisters Baker Hughes Ende Mai im Vorjahresvergleich um knapp 70% auf 301, während sich die US-Ölproduktion mit mittlerweile knapp 11,9 Millionen Barrel pro Tag deutlich unter dem im Januar 2020 markierten Rekordlevel von mehr als 13 Millionen Barrel pro Tag eingependelt hat. Auch die OPEC+-Allianz setzt weiterhin alles daran, um eine nachhaltige Erholung der Ölpreisnotierungen zu gewährleisten. Die aus der OPEC und weiteren bedeutenden Förderländern außerhalb des Preiskartells wie Russland bestehende Allianz war kürzlich in die Kritik geraten, nachdem sich Medienberichten zufolge nicht alle der 23 Unterzeichnerstaaten an die im Mai in Kraft getretenen Förderkürzungen über 9,7 Millionen Barrel pro Tag gehalten hatten. OPEC-Präsident Mohamed Arkab hatte daher in einem Schreiben an die einzelnen Mitgliedstaaten zu mehr Geschlossenheit bei der Umsetzung des Abkommens aufgerufen und gleichzeitig indirekt weitergehende Stützungsmaßnahmen gefordert. Saudi-Arabien und andere OPEC-Staaten wie Kuwait und der Irak hatten daraufhin Ende vergangener Woche zusätzliche Förderkürzungen im Gesamtvolumen von knapp 1,4 Millionen Barrel pro Tag zugesagt, während Russland Agenturberichten zufolge ebenfalls weitere Produktionskürzungen zugesagt hat.

 

Trading-Taktik

Brent Crude Oil konnte sich nach dem Aufwärtsimpuls Mitte Mai zuletzt erfolgreich oberhalb der Marke von 35 USD stabilisieren. Nach dem Breakout aus der mehrwöchigen Seitwärtsrange sollte Brent Crude Oil unseres Erachtens seine Aufwärtsbewegung weiter fortsetzen und einen Angriff auf die 40-USD-Marke einleiten. Wir halten daher an unserem bullischen Szenario für Brent Crude Oil weiter fest. Bei bestehenden Long-Positionen bietet es sich an, den Stop-Loss auf 30 USD nachzuziehen.

Die DZ BANK hat eine Vielzahl an interessanten Hebelprodukten auf Brent im Angebot. Zudem werden kontinuierlich neue Produkte auf den Basiswert emittiert. Anleger können so das Produkt wählen, das am besten zu ihrer Meinung und ihrer Risikobereitschaft passt.

Mit Hebelprodukten können Anleger überproportional an allen Kursentwicklungen des zugrunde liegenden Basiswertes partizipieren. Aufgrund der Hebelwirkung reagiert das Produkt auf kleinste Kursbewegungen des Basiswerts. Da die Wertentwicklung des Basiswerts im Laufe der Zeit schwanken bzw. sich nicht entsprechend den Erwartungen des Anlegers entwickeln kann, besteht das Risiko, dass das eingesetzte Kapital nicht in allen Fällen in voller Höhe zurückgezahlt wird. Der Kapitalverlust kann ein erhebliches Ausmaß annehmen, sodass ein Totalverlust entstehen kann.

> Hebelprodukte auf Brent

 

Risikobeschreibung
Eine ausführliche Erläuterung der genannten Fachbegriffe finden Sie in unserem Glossar.

Stand: 03.06.2020
Emittentin: DZ BANK AG / Online-Redaktion

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News / Brent Crude Future Contract

14.07.2020 | 12:53:03 (dpa-AFX)
Ölpreise grenzen frühe Verluste ein

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Dienstag gesunken und haben an den schwachen Wochenauftakt angeknüpft. Bis zum Mittag haben die Notierungen aber die frühen Verluste ein Stück weit eingrenzen können. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete zuletzt 42,47 US-Dollar. Das waren 25 Cent weniger als am Montag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 31 Cent auf 39,79 Dollar.

Eine allgemein trübe Stimmung an den Finanzmärkten wegen der Zuspitzung der Corona-Krise in den USA zog auch die Ölpreise weiter nach unten. Außerdem zeigten sich Anleger besorgt über die jüngste Entwicklung im Verhältnis zwischen den USA und China. Ein Konflikt zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt über die umstrittenen chinesischen Gebietsansprüche über weite Teile des Südchinesischen Meeres wird immer ernster. US-Außenminister Mike Pompeo nannte Chinas Ansprüche auf die Rohstoffe in dem Meeresgebiet "völlig gesetzeswidrig".

Rohstoffexperte Eugen Weinberg von der Commerzbank verwies aber auch auf Daten zum chinesischen Außenhandel, die die Ölpreise gestützt hätten. Im Juni hatte China eine rekordhohe Menge an Rohöl importiert, nachdem die Importe zuvor durch die Corona-Krise stark gebremst worden waren./jkr/bgf/jha/

14.07.2020 | 07:38:15 (dpa-AFX)
Ölpreise geben weiter nach
13.07.2020 | 17:43:09 (dpa-AFX)
Ölpreise unter dem Strich stabil
13.07.2020 | 13:09:02 (dpa-AFX)
Ölpreise bauen frühe Verluste etwas aus
13.07.2020 | 07:53:36 (dpa-AFX)
Ölpreise geben nach - Spekulationen über Fördermenge der Opec+
10.07.2020 | 17:38:56 (dpa-AFX)
Ölpreise legen nach anfänglichen Verlusten zu
10.07.2020 | 12:55:06 (dpa-AFX)
Ölpreise sinken weiter - Corona-Entwicklung in den USA belastet

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