Rohstoff-Trading / 03.02.2021 | 10:11:43 Werbung

Brent: Konsolidierung auf hohem Niveau setzt sich weiter fort!

Marcus Landau
Autor Marcus Landau

Senior Manager Public Distribution bei der DZ BANK

Die Ölpreisnotierungen setzten ihre Konsolidierung auf hohem Niveau zuletzt weiter fort und konnten sich damit erfolgreich oberhalb der psychologisch wichtigen Marke von 50 USD behaupten. Die Hoffnung auf ein Reopening der Wirtschaft und vor allem im Reise- und Flugverkehr im Zuge der anlaufenden COVID-19-Impfstoffkampagne sorgt aktuell an den Terminmärkten für Optimismus, während negative Entwicklungen wie das Auftreten neuer COVID-19-Mutationen von den Marktteilnehmern ausgeblendet werden. Übergeordnet bleibt die Gemengelage bei Brent Crude Oil unserer Einschätzung nach weiterhin bullisch, weshalb wir an unserem übergeordneten Long-Szenario weiter festhalten.

Marcus Landau
Autor Marcus Landau

Senior Manager Public Distribution bei der DZ BANK

COVID-19-Impfstoffkampagne verläuft schleppend - US-Öllagerbestände fallen deutlich

Deutlich schleppender als erwartet verläuft die kurz vor dem Jahreswechsel gestartete globale COVID-19-Impfstoffkampagne. Da derzeit nicht genügend COVID-19-Impfstoff in ausreichender Menge vorhanden ist, kommt man bei der Impfung von Risikogruppen nur schleppend voran, während die Zahl der Neuinfektionen weltweit aufgrund neuer, gefährlicher COVID-19-Mutationen weiter zunimmt. Entsprechend wurden die Lockdown-Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie zuletzt in vielen Staaten deutlich nach oben gefahren, womit eine rasche Rückkehr zur Normalität zumindest bis auf Weiteres illusorisch erscheint. Deutlich aufgehellt hat sich die Lage hingegen mittlerweile auf der Nachfrageseite. Vor allem viele asiatische Industrieländer stehen zu Jahresbeginn auf der Käuferseite und füllen ihre Lagerbestände wieder auf. Laut einer Erhebung von Refinitiv zogen die asiatischen Ölimporte im Januar im Vergleich zum Vormonat um 7,5% an. Hier sticht vor allem China mit einem sequenziellen Plus von knapp 33% bei den Ölimporten heraus. Da sich die chinesische Wirtschaft nach dem Coronavirus-bedingten Einbruch rasch erholt, dürfte sich dieser Trend nach Einschätzung von Marktbeobachtern auch in den kommenden Monaten weiter fortsetzen. Auch in den USA zieht die Ölnachfrage trotz weiter steigender Neuinfektionszahlen weiter an. So wurde in der Vorwoche bei den wöchentlichen US-Öllagerbeständen ein Rückgang von 12 Millionen Barrel verzeichnet.

 

OPEC+-Allianz will Stützungsmaßnahmen weiter fortsetzen - Spannungen zwischen Iran und den USA

Die OPEC und ihre Verbündeten außerhalb des Ölkartells sind sich der schwierigen Situation an den Ölmärkten vollauf bewusst. So hat die OPEC+-Gemeinschaft zuletzt ihre Förderkürzungen zu Beginn des neuen Jahres mit einer Erhöhung der Fördermenge um lediglich 500.000 Barrel pro Tag in deutlich geringerem Umfang als ursprünglich geplant gelockert. Gleichzeitig hat sich Saudi-Arabien dazu bereit erklärt, seine Ölförderung um weitere 1 Million Barrel pro Tag zu drosseln, um Russland und Kasachstan eine leichte Erhöhung ihrer Ölförderung zu ermöglichen. OPEC-Generalsekretär Mohammed Barkindo hat kürzlich in einer Erklärung angekündigt, dass die OPEC und ihre Verbündeten alles tun werden, um den Status quo am Ölmarkt weiter aufrechtzuerhalten. Sollte sich die Nachfragesituation aufgrund der Coronavirus-Pandemie weiter eintrüben, stehe man bereit, falls notwendig, entschlossen einzugreifen. Übergeordnet bleibt das Sentiment am Ölmarkt unserer Einschätzung nach weiterhin bullisch. Nachdem negative Nachrichten wie beispielsweise die eher schleppend verlaufende COVID-19-Impfstoffkampagne von den Marktteilnehmern negiert wurden, sorgte die angespannte geopolitische Lage im Mittleren Osten für Support. Da der Streit zwischen den USA und dem Iran über das umstrittene Atomprogramm weiter für Spannungen sorgt, fürchten einige Experten nach den jüngsten US-Flugmanövern nahe des iranischen Luftraums eine weitere Eskalation der Auseinandersetzungen zwischen dem Iran und den USA. Da sich auch der neue US-Präsident Joe Biden weigert, die Sanktionen gegen den Iran ohne Zugeständnisse seitens des Mullah-Regimes zu lockern, könnte sich dies auch negativ auf die Ölexporte aus dieser Region auswirken, so die Einschätzung einiger Marktbeobachter.

 

Trading-Taktik: Endlos-Turbo Long auf Brent

Die Ölpreisnotierungen setzten nach dem zuletzt erfolgten Breakout auf ein neues Verlaufshoch bei 55 USD ihre Konsolidierung auf hohem Niveau weiter fort. Dabei wurden Breakout-Versuche aus der mehrwöchigen Seitwärtsrange bislang im Bereich der Marke von 57 USD wieder abverkauft. Gelingt es den Bullen, diese Barriere nachhaltig zu überwinden, sollte Brent die übergeordnete Trendfortsetzung starten. Es bietet sich an, den Stop-Loss bei bestehenden Long-Positionen auf 47 USD nachzuziehen.

Mit Hebelprodukten können Anleger überproportional an allen Kursentwicklungen des zugrunde liegenden Basiswerts partizipieren. Aufgrund der Hebelwirkung reagiert das Produkt auf kleinste Kursbewegungen des Basiswerts. Da die Wertentwicklung des Basiswerts im Laufe der Zeit schwanken bzw. sich nicht entsprechend den Erwartungen des Anlegers entwickeln kann, besteht das Risiko, dass das eingesetzte Kapital nicht in allen Fällen in voller Höhe zurückgezahlt wird. Der Kapitalverlust kann ein erhebliches Ausmaß annehmen, sodass ein Totalverlust entstehen kann.

Auf den Basiswert Brent Crude Oil Contract stehen verschiedene Endlos-Turbos zur Verfügung. Ein Beispiel ist der Endlos-Turbo Long mit einem Basispreis von 36,89 USD sowie einer Knock-Out-Barriere von 36,89 USD. Das Produkt eignet sich für Anleger, die auf steigende Kurse des Basiswerts setzen wollen. Der Endlos-Turbo Long auf den Brent Crude Oil Contract hat keine feste Laufzeit, kann aber während der Laufzeit verfallen, sofern ein Knock-Out-Ereignis eintritt. Ein Knock-Out-Ereignis tritt ein, wenn der Beobachtungspreis (jeder Kurs des Basiswerts an einem Beobachtungstag, wie er von der maßgeblichen Börse berechnet wird) mindestens einmal auf oder unter der Knock-Out-Barriere liegt. Tritt ein solches Knock-Out-Ereignis ein, verfällt das Produkt ohne weiteres Tätigwerden des Anlegers wertlos, sodass es zu einem Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommt.

Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist auch möglich, wenn die DZ BANK als Emittent ihre Verpflichtungen aus dem Zertifikat aufgrund behördlicher Anordnungen oder einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit/Überschuldung) nicht mehr erfüllen kann.

 

Risikobeschreibung
Eine ausführliche Erläuterung der genannten Fachbegriffe finden Sie in unserem Glossar.

Stand: 03.02.2021
Emittentin: DZ BANK AG / Online-Redaktion

 

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(Bewertungen: 10)

Endlos Turbo Long 36,39 open end: Basiswert Brent Crude Future Contract

DFW05G / //
Quelle: DZ BANK: Geld 05.03., Brief 05.03.
DFW05G // Quelle: DZ BANK: Geld 05.03., Brief 05.03.
27,84 EUR
Geld in EUR
27,84 EUR
Brief in EUR
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Diff. Vortag in %
Basiswertkurs: 69,69 USD
Quelle : ICE Fut Eur , 05.03.
  • Basispreis
    (Stand 05.03. 04:12 Uhr)
    36,39 USD
  • Abstand zum Basispreis in %

    47,78%
  • Knock-Out-Barriere
    (Stand 05.03. 04:12 Uhr)
    36,39 USD
  • Abstand zum Knock-Out in % 47,78%
  • Hebel 2,10x
  • Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 1,00

News / Brent Crude Future Contract

05.03.2021 | 17:29:05 (dpa-AFX)
Ölpreise legen erneut kräftig zu - Entscheidungen der Opec+ beflügeln

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Freitag ihre deutlichen Aufschläge vom Vortag ausgeweitet. Der Ölverbund Opec+ hat seine Förderung zunächst nicht angehoben und damit für eine Überraschung an den Märkten gesorgt. Zuletzt kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 68,85 US-Dollar. Das waren 2,11 Dollar mehr als zum Handelsschluss am Vortag. Der Preis für amerikanisches Erdöl der Marke West Texas Intermediate (WTI) stieg um 1,87 Dollar auf 65,72 Dollar.

Die Ölpreise bewegen sich damit auf dem höchsten Stand seit Anfang 2020. Auslöser für den Höhenflug war die überraschende Entscheidung des Erdölverbunds Opec+ vom Donnerstag, die Ölförderung bis auf wenige Ausnahmen konstant zu halten. Am Markt war dagegen überwiegend mit einer Ausweitung gerechnet worden.

Seit längerem deckeln die Opec-Förderländer die Produktion, um die Preise angesichts der coronabedingt schwachen Nachfrage zu stützen. Weil sich die Konjunkturaussichten mit zunehmenden Corona-Impfungen aufgehellt haben, konnten sich viele Analysten eine Förderanhebung vorstellen. Doch der Ölgigant Saudi-Arabien hat sich mit seiner vorsichtigen Haltung offenbar durchgesetzt.

Russland dagegen pochte im Vorfeld auf eine Anhebung und konnte eine Ausnahme herausschlagen. Zusammen mit Kasachstan darf das ölreiche Land die Produktion etwas ausweiten. Saudi-Arabien hingegen hält die Förderung freiwillig niedriger, als es gemäß Absprache eigentlich müsste.

Nach Einschätzung der Commerzbank könnte die Opec+ den Bogen aber überspannen, indem sie den bereits angespannten Markt knapp hält. Angesicht der hohen Preise sei zweifelhaft, ob sich alle Mitglieder an die Begrenzungen hielten, so Analyst Eugen Weinberg. Zudem könnten Länder wie die USA, die nicht in dem Bündnis vertreten sind, ihre Schieferölförderung ausweiten, da eine höhere Förderung durch die höheren Preise attraktiver werde.

Am Freitagnachmittag erhielten die Ölpreise Auftrieb durch robuste US-Arbeitsmarktdaten. Lockerungen der Corona-Beschränkungen haben im Februar dort die Erholung angetrieben. So sind deutlich mehr Stellen entstanden als erwartet und die Arbeitslosenquote ging zurück. "In den USA kam es zuletzt in zahlreichen Bundesstaaten zu Lockerungen der Corona-Beschränkungen", begründete Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank, den Beschäftigungsaufbau. Eine robuste Wirtschaftserholung stützt auch die Nachfrage nach Rohöl./jsl/he

05.03.2021 | 12:41:23 (dpa-AFX)
Ölpreise legen kräftig zu - Opec+ hält Förderung konstant
05.03.2021 | 08:01:28 (dpa-AFX)
Ölpreise legen zu - Opec+ hält Förderung konstant
04.03.2021 | 18:25:13 (dpa-AFX)
Bündnis Opec+ drosselt Ölförderung für weiteren Monat
04.03.2021 | 18:07:02 (dpa-AFX)
Ölpreise legen deutlich zu - Opec+ will offenbar Fördermenge nicht anheben
04.03.2021 | 15:50:41 (dpa-AFX)
Vorsichtige Töne zum Auftakt des Treffens der Opec+
04.03.2021 | 12:21:37 (dpa-AFX)
Ölpreise geraten unter Druck - Opec-Treffen im Blick

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