Rohstoff-Trading / 23.09.2020 | 11:25:40 Werbung

Brent kann Support bei 40 USD erfolgreich verteidigen

Marcus Landau
Autor Marcus Landau

Senior Manager Public Distribution bei der DZ BANK

Die Ölpreise konnten sich zuletzt nach einer scharfen Zwischenkorrektur vom Jahreshoch bei 46 USD je Barrel wieder oberhalb der psychologisch wichtigen Marke von 40 USD stabilisieren. Anhaltende Sorgen über eine schleppende Erholung der Ölnachfrage aufgrund einer möglichen zweiten Pandemiewelle hatten zuletzt für Abschläge an den Terminmärkten gesorgt. Die Aussicht auf eine mögliche Ausweitung der von der OPEC+-Allianz implementierten Förderkürzungen sowie Produktionsausfälle in Libyen und sinkende US-Öllagerbestände sorgten zuletzt wieder für Support beim Ölpreis. Auch technisch hat sich die Lage bei Brent unserer Einschätzung nach wieder deutlich aufgehellt.

Marcus Landau
Autor Marcus Landau

Senior Manager Public Distribution bei der DZ BANK

OPEC revidiert Schätzungen für Ölnachfrage erneut nach unten - BP sieht Zenit bei der Ölnachfrage überschritten

Weiter steigende Neuinfektionszahlen und die daraus resultierenden Gefahren für die Weltwirtschaft hatten zuletzt für weitere Verunsicherungen an den Terminmärkten gesorgt. So hatte die OPEC ihre Prognose für die weltweite Ölnachfrage in ihrem Monatsbericht für August erneut nach unten revidiert und rechnet nun für 2020 mit einem Nachfragerückgang von 9,5 Millionen Barrel pro Tag, nachdem man zuvor ein Minus von 9,1 Millionen Barrel pro Tag erwartet hatte. Auch für 2021 rechnet das Kartell der weltweit führenden Ölproduzenten nunmehr mit einer verhalteneren Nachfrageerholung und revidierte seine Prognose für den weltweiten Ölverbrauch ebenfalls leicht nach unten. Ähnlich pessimistisch meldete sich der Ölgigant BP zu Wort, der angesichts der zunehmenden Substitution fossiler Brennstoffe wie Erdöl durch erneuerbare Energieträger davon ausgeht, dass die Ölnachfrage ihren Zenit mittlerweile überschritten haben dürfte und ab 2035 sukzessive weiter nachgeben wird.

 

OPEC+-Allianz will Stützungsmaßnahmen weiter ausweiten - US-Öllagerbestände fallen weiter

Die OPEC+-Allianz hat im Rahmen ihres turnusmäßigen Treffens am vergangenen Donnerstag auf den jüngsten Einbruch der Ölpreise reagiert und die Unterzeichnerstaaten des Abkommens aufgefordert, die zugesagten Förderkürzungen einzuhalten. Agenturberichten zufolge drängt Saudi-Arabien als führendes Mitglied des Öl-Kartells auf weitergehende Stützungsmaßnahmen, um einen erneuten Einbruch der Ölpreise zu verhindern. Wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf informierte Kreise berichtet, hat der saudi-arabische Energieminister Abdulaziz bin Salman für den Fall eines erneuten Ölpreisverfalls ein außerordentliches Treffen der OPEC+-Allianz für Anfang Oktober angeregt, um über weitergehende Stützungsmaßnahmen zu entscheiden. Dies sorgte zuletzt an den Terminmärkten für Erleichterung, zumal sich auch die Nachfragesituation in den USA trotz steigender Neuinfektionszahlen weiter zu stabilisieren scheint. Hier wurde bei den wöchentlichen Öllagerbeständen ein überraschender Rückgang von 4,4 Millionen Barrel ausgewiesen, während Marktbeobachter im Vorfeld mit einem deutlichen Anstieg von 1,3 Millionen Barrel gerechnet hatten. Bullisch zu werten ist außerdem die Tatsache, dass negative Nachrichten, wie die von Libyen in Aussicht gestellte Wiederaufnahme der Ölexporte, mit Käufen beantwortet wurden. Das vom Bürgerkrieg betroffene OPEC-Mitglied hatte eine temporäre Aussetzung des Exportstopps angekündigt. Allerdings bezweifeln viele Marktbeobachter, dass sich die Ölproduktion in Libyen schon bald wieder von zuletzt knapp 100.000 Barrel pro Tag auf das Vorkrisenniveau von 1,2 Millionen Barrel erholen wird.

 

Trading-Taktik: Endlos-Turbo Long auf Brent

Die Notierungen bei Brent Crude Oil konnten sich nach der jüngsten Korrekturbewegung im Bereich der Marke von 40 USD stabilisieren. Zum Ende der vergangenen Handelswoche konnte sich der Ölpreis nach dem erfolgreichen Test des Supports bei 40 USD dynamisch erholen, was unseres Erachtens für eine Fortsetzung der übergeordneten Aufwärtsbewegung spricht. Es bietet sich daher an, bei Long-Positionen mit einem Stop-Loss im Bereich der Marke von 39 USD weiter investiert zu bleiben.

Mit Hebelprodukten können Anleger überproportional an allen Kursentwicklungen des zugrunde liegenden Basiswerts partizipieren. Aufgrund der Hebelwirkung reagiert das Produkt auf kleinste Kursbewegungen des Basiswerts. Da die Wertentwicklung des Basiswerts im Laufe der Zeit schwanken bzw. sich nicht entsprechend den Erwartungen des Anlegers entwickeln kann, besteht das Risiko, dass das eingesetzte Kapital nicht in allen Fällen in voller Höhe zurückgezahlt wird. Der Kapitalverlust kann ein erhebliches Ausmaß annehmen, sodass ein Totalverlust entstehen kann.

Auf den Basiswert Brent Crude Oil Contract stehen verschiedene Endlos-Turbos zur Verfügung. Ein Beispiel ist der Endlos-Turbo Long mit einem Basispreis von 36,753 USD sowie einer Knock-Out-Barriere von 36,753 USD. Das Produkt eignet sich für Anleger, die auf steigende Kurse des Basiswerts setzen wollen. Der Endlos-Turbo Long auf den Brent Crude Oil Contract hat keine feste Laufzeit, kann aber während der Laufzeit verfallen, sofern ein Knock-Out-Ereignis eintritt. Ein Knock-Out-Ereignis tritt ein, wenn der Beobachtungspreis (jeder Kurs des Basiswerts an einem Beobachtungstag, wie er von der maßgeblichen Börse berechnet wird) mindestens einmal auf oder über der Knock-Out-Barriere liegt. Tritt ein solches Knock-Out-Ereignis ein, verfällt das Produkt ohne weiteres Tätigwerden des Anlegers wertlos, sodass es zu einem Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommt.

Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist auch möglich, wenn die DZ BANK als Emittent ihre Verpflichtungen aus dem Zertifikat aufgrund behördlicher Anordnungen oder einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit/Überschuldung) nicht mehr erfüllen kann.

 

Risikobeschreibung
Eine ausführliche Erläuterung der genannten Fachbegriffe finden Sie in unserem Glossar.

Stand: 23.09.2020
Emittentin: DZ BANK AG / Online-Redaktion

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Endlos Turbo Long 37,222 open end: Basiswert Brent Crude Future Contract

DFM8M0 / //
Quelle: DZ BANK: Geld 26.10., Brief 26.10.
DFM8M0 // Quelle: DZ BANK: Geld 26.10., Brief 26.10.
3,10 EUR
Geld in EUR
3,11 EUR
Brief in EUR
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Diff. Vortag in %
Basiswertkurs: 40,87 USD
Quelle : ICE Fut Eur , 01:01:12
  • Basispreis
    (Stand 26.10. 04:08 Uhr)
    37,222 USD
  • Abstand zum Basispreis in %

    8,93%
  • Knock-Out-Barriere
    (Stand 26.10. 04:08 Uhr)
    37,222 USD
  • Abstand zum Knock-Out in %

    8,93%
  • Hebel 11,13x
  • Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 1,00

News / Brent Crude Future Contract

26.10.2020 | 19:24:01 (dpa-AFX)
US-Regierung verhängt neue Sanktionen gegen iranischen Ölsektor

WASHINGTON (dpa-AFX) - Die USA verhängen neue Sanktionen gegen den iranischen Ölsektor. Das US-Finanzministerium teilte am Montag mit, das iranische Ölministerium, das Nationale Ölunternehmen NIOC, das Nationale Tankerunternehmen NITC und mehrere Menschen mit Verbindungen zu diesen Institutionen würden auf die Sanktionsliste gesetzt. Grund sei deren Unterstützung für die iranischen Revolutionsgarden, die die USA als Terrororganisation eingestuft haben. Das Ministerium teilte mit, zusätzlich würden vier Personen mit Sanktionen belegt, die am Verkauf von iranischem Öl an die "illegitime" Regierung in Venezuela beteiligt gewesen seien.

Etwaiger Besitz der betroffenen Institutionen und Personen in den USA wird eingefroren. US-Bürgern sind Geschäfte mit ihnen untersagt.

US-Präsident Donald Trump hatte das internationale Atomabkommen mit dem Iran im Mai 2018 einseitig aufgekündigt. Sechs Monate später hatten die USA ihre bislang härtesten Wirtschaftssanktionen gegen den Iran in Kraft gesetzt, die in erster Linie auf die iranische Ölindustrie abzielen - die größte Einnahmequelle des Landes. Der Bezug iranischen Öls ist demnach international mit US-Sanktionen belegt. Nach und nach folgten weitere Strafmaßnahmen gegen Teheran. Die USA wollen den Iran mit den Sanktionen zwingen, ein erweitertes und strengeres Atomabkommen zu verhandeln. Teheran lehnt das ab./cy/DP/fba

26.10.2020 | 18:32:53 (dpa-AFX)
Ölpreise bauen Verluste aus - Hohe Infektionszahlen belasten
26.10.2020 | 12:36:00 (dpa-AFX)
Ölpreise geben weiter nach
26.10.2020 | 07:26:30 (dpa-AFX)
Ölpreise geben weiter nach - US-Öl unter 39 Dollar
24.10.2020 | 13:15:38 (dpa-AFX)
Parlamentswahl in Ägypten - Kaum Widerstand gegen Al-Sisi erwartet
23.10.2020 | 18:28:30 (dpa-AFX)
Ölpreise gefallen - Libyen will Förderung erhöhen
23.10.2020 | 13:06:03 (dpa-AFX)
Ölpreise im Aufwind - Russland zu Förderkürzung bereit

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