Rohstoff-Trading / 24.10.2018 | 11:03:57 Werbung

Brent: Kampf um die wichtige 80-USD-Marke!

DZ BANK AG / Online-Redaktion
Autor DZ BANK AG / Online-Redaktion

Innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe fungiert die DZ BANK als Spitzeninstitut und Zentralbank.

  • Steigende US-Öllagerbestände belasten
  • Iran-Embargo sorgt für Verunsicherung
  • Keine nachhaltige Erhöhung der Ölfördermenge in Sicht
DZ BANK AG / Online-Redaktion
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Innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe fungiert die DZ BANK als Spitzeninstitut und Zentralbank.

Die Lage: Steigende US-Öllagerbestände drücken auf die Stimmung

Die Ölpreise absolvierten in den vergangenen Wochen eine Konsolidierung von ihren Rekordhochs jenseits der Marke von 85 USD. Hintergrund sind die schneller als erwartet gestiegenen US-Öllagerbestände in den USA, die in den vergangenen vier Wochen überraschend deutlich angestiegen waren. Allein in der Vorwoche wurde ein Plus von 6,5 Millionen Barrel ausgewiesen, was deutlich über den Erwartungen gelegen hatte. Derweil machte sich die Hurrikansaison negativ bei der US-Ölproduktion bemerkbar. Da einige Offshore-Ölplattformen aufgrund des Hurrikans Michael vorübergehend stillgelegt wurden, sank die US-Ölproduktion in der Vorwoche um knapp 300.000 Barrel auf 10,9 Millionen Barrel pro Tag. Der kürzlich vom US-Ölfeld-Dienstleister Baker Hughes veröffentlichte deutliche Anstieg bei den in Betrieb genommenen Ölplattformen deutet jedoch darauf hin, dass sich die Förderaktivitäten in den USA in den kommenden Monaten weiter beleben werden. Hier wurde mit 873 aktiven Ölplattformen ein neuer Rekordstand seit März 2015 ausgewiesen.

 

Die Perspektive: Iran-Embargo wirft seine Schatten voraus

Trotz der graduellen Stabilisierung am US-Markt bleibt das Anfang November in Kraft tretende US-Embargo gegen den Iran, das den viertgrößten OPEC-Produzenten quasi vom Weltmarkt ausschließt, das bestimmende Thema an den Terminmärkten. Zwar konnten sich die OPEC und andere bedeutende Förderländer außerhalb des Ölkartells seit geraumer Zeit auf den zu erwartenden Angebotsengpass vorbereiten. Nachhaltige Erfolge hatte das Förderkartell hier jedoch nicht vorzuweisen. So weigerten sich Saudi-Arabien und Russland, eine nachhaltige Erhöhung der Ölfördermengen umzusetzen. Förderausfälle in wichtigen OPEC-Staaten wie Venezuela sorgten indessen dafür, dass es bislang noch keine Gewähr für einen adäquaten Ausgleich des ab Anfang November zu erwartenden rückläufigen Öl-Angebots gibt. Darauf deutet laut Agenturberichten ein am vergangenen Wochenende veröffentlichtes OPEC-Dossier hin.

 

Immerhin signalisierte Saudi-Arabien nach der lauter werdenden internationalen Kritik im Zusammenhang mit der angeblichen Ermordung des Regimekritikers Khashoggi ein gewisses Entgegenkommen und kündigte eine leichte Erhöhung der Ölfördermenge von aktuell rund 10,7 auf mehr als 11 Millionen Barrel pro Tag an, um mögliche Lieferengpässe im Zuge des Iran-Embargos abzumildern. Eine nachhaltige Stabilisierung scheint jedoch weiterhin nicht in Sicht. Entsprechend zeigten sich die Ölpreisnotierungen nach der mehrwöchigen Korrekturbewegung stabil und konnten das Breakout-Niveau bei 80 USD zurückerobern. Negative Nachrichten wie ein zu erwartender Nachfragerückgang im Zuge des weiter eskalierenden Handelskonflikts zwischen den USA und China scheinen damit eingepreist, was übergeordnet bullisch zu werten ist.

 

Die Trading-Taktik: antizyklisch long im Bereich von 75 USD

Brent Crude Oil absolvierte zuletzt eine Zwischenkorrektur vom Vierjahreshoch bei 86 USD und konsolidierte in den vergangenen Handelstagen im Bereich der psychologisch wichtigen Marke von 80 USD. Mit dem Unterschreiten der Marke von 78 USD wurden der Stop-Loss für das Long-Szenario ausgelöst. Angesichts der zuletzt eingetrübten charttechnischen Ausgangssituation bei Brent Crude Oil bietet sich aus unserer Sicht ein antizyklischer Long-Einstieg bei weiteren Kursabschlägen im Bereich der Marke von 75 USD an.

 

Die Produktidee: Mini-Future Long auf Brent Crude Oil

Mit einem Hebelprodukt können Anleger überproportional an der Kursentwicklung des jeweiligen Basiswertes partizipieren. So vollzieht z.B. ein Mini-Future Long auf den Brent Crude Future Contract steigende, aber auch fallende Kursnotierungen des Brent Crude Future Contract gehebelt nach. Auf den Basiswert Brent Crude Future Contract stehen verschiedene Mini-Futures Long zur Verfügung. Ein Beispiel ist der Mini-Future Long mit einem aktuellen Basispreis von 41,237 USD und einer aktuellen Knock-Out-Barriere von 44,168 USD. Wird die Knock-Out-Barriere berührt, kommt es jedoch zu sehr hohen Verlusten des eingesetzten Kapitals.

 

Risikobeschreibung

Eine ausführliche Erläuterung der genannten Fachbegriffe finden Sie in unserem Glossar.

 

Stand: 23.10.2018
Emittentin: DZ BANK AG / Online-Redaktion

 

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Rechtliche Hinweise: Dieses Dokument ist eine Werbemitteilung und dient ausschließlich Informationszwecken. Dieses Dokument wurde durch die DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank („DZ BANK“) erstellt und ist zur Verteilung in der Bundesrepublik Deutschland bestimmt. Dieses Dokument richtet sich nicht an Personen mit Wohn- und/oder Gesellschaftssitz und/oder Niederlassungen im Ausland, vor allem in den Vereinigten Staaten von Amerika, Kanada, Großbritannien oder Japan. Dieses Dokument darf im Ausland nur in Einklang mit den dort geltenden Rechtsvorschriften verteilt werden und Personen, die in den Besitz dieser Informationen und Materialien gelangen, haben sich über die dort geltenden Rechtsvorschriften zu informieren und diese zu befolgen. Dieses Dokument stellt weder ein öffentliches Angebot noch eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebotes zum Erwerb von Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar. Die DZ BANK ist insbesondere nicht als Anlageberater oder aufgrund einer Vermögensbetreuungspflicht tätig. Dieses Dokument ist keine Finanzanalyse. Dieses Dokument stellt eine unabhängige Bewertung der entsprechenden Emittentin bzw. Wertpapiere durch die DZ BANK dar. Alle hierin enthaltenen Bewertungen, Stellungnahmen oder Erklärungen sind diejenigen des Verfassers des Dokuments und stimmen nicht notwendigerweise mit denen der Emittentin oder dritter Parteien überein. Die DZ BANK hat die Informationen, auf die sich das Dokument stützt, aus als zuverlässig erachteten Quellen übernommen, ohne jedoch alle diese Informationen selbst zu verifizieren. Dementsprechend gibt die DZ BANK keine Gewährleistungen oder Zusicherungen hinsichtlich der Genauigkeit, Vollständigkeit oder Richtigkeit der hierin enthaltenen Informationen oder Meinungen ab. Die DZ BANK übernimmt keine Haftung für unmittelbare oder mittelbare Schäden, die durch die Verteilung und/oder Verwendung dieses Dokuments verursacht werden und/oder mit der Verteilung und/oder Verwendung dieses Dokuments im Zusammenhang stehen. Eine Investitionsentscheidung bezüglich irgendwelcher Wertpapiere oder sonstiger Finanzinstrumente sollte auf der Grundlage eines Beratungsgesprächs sowie Prospekts oder Informationsmemorandums erfolgen und auf keinen Fall auf der Grundlage dieses Dokuments. Unsere Bewertungen können je nach den speziellen Anlagezielen, dem Anlagehorizont oder der individuellen Vermögenslage für einzelne Anleger nicht oder nur bedingt geeignet sein. Die Informationen und Meinungen entsprechen dem Stand zum Zeitpunkt der Erstellung des Dokuments. Sie können aufgrund künftiger Entwicklungen überholt sein, ohne dass das Dokument geändert wurde.

 

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(Bewertungen: 14)

Mini-Future Long 44,667 open end: Basiswert Brent Crude Future Contract

DD8L62 / //
Quelle: DZ BANK: Geld 07.12., Brief 07.12.
DD8L62 // Quelle: DZ BANK: Geld 07.12., Brief 07.12.
17,41 EUR
Geld in EUR
17,42 EUR
Brief in EUR
6,88%
Diff. Vortag in %
Basiswertkurs: 61,40 USD
Quelle : ICE Fut Eur, 07.12.
  • Basispreis 41,679 USD
  • Abstand zum Basispreis in % 32,12%
  • Knock-Out-Barriere 44,667 USD
  • Abstand zum Knock-Out in % 27,25%
  • Hebel 3,10x
  • Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 1,00

News / Brent Crude Future Contract

07.12.2018 | 19:27:12 (dpa-AFX)
ROUNDUP 2: 'Opec+' will deutlich weniger Öl produzieren - Preis steigt

WIEN (dpa-AFX) - Das Ölkartell Opec und verbündete Produzenten wie Russland wollen die Fördermenge des wichtigen Rohstoffs deutlich drücken - die Preise auch für Verbraucher könnten damit anziehen. Die Gruppe "Opec+" erklärte nach Verhandlungen in Wien, künftig 1,2 Millionen Barrel (je 159 Liter) Öl weniger pro Tag aus dem Boden pumpen zu wollen. Darauf einigten sich die insgesamt 25 Staaten am Freitag nach stundenlangen Gesprächen. Für Autofahrer etwa könnte es daher an der Tankstelle teurer werden. Bereits die ersten Gerüchte über die Einigung sorgten für einen deutlichen Anstieg des Ölpreises.

Russlands Energieminister Alexander Nowak sagte, dass die Kürzung ein Zeichen an diejenigen sei, die zuletzt an der Stärke der "Opec+" gezweifelt hätten. Vorausgegangen seien lange und herausfordernde Verhandlungen. Die aktuelle Situation bezeichnete Nowak als eine der "schwierigsten Zeiten für den Markt seit Jahrzehnten".

Die 15 Opec-Länder haben zugesagt, ihre Produktion ab Januar für sechs Monate um 800 000 Barrel Öl täglich zurückzufahren. Die zehn Nicht-Opec-Länder steuern eine Kürzung um 400 000 Barrel am Tag bei. Grundlage ist die Produktion im Oktober 2018. Saudi-Arabiens Energieminister Khalid Al-Falih erklärte, dass allein sein Land die Förderung um rund 500 000 auf etwa 10,2 Millionen Barrel Öl pro Tag reduzieren werde. Russland kündigte an, seine Tagesproduktion um 130 000 Barrel zu verringern.

Bereits im April wollen die Staaten die Folgen der Maßnahme bei einer Sitzung in Wien überprüfen. Von der Vereinbarung ausgenommen sind der Iran, Venezuela und Libyen. Insgesamt wird etwas mehr als ein Prozent des weltweiten Ölangebots vom Markt genommen. Die Förderkürzung wird voraussichtlich dazu führen, dass der Ölpreis wieder ansteigt, weil die international verfügbare Menge so verknappt wird.

Vor allem zwischen Saudi-Arabien, dem Iran und dem Nicht-Opec-Staat Russland gab es dem Vernehmen nach viel Gesprächsbedarf. Am Freitag waren die Verhandlungen zunächst um zwei Stunden verschoben worden. Zuvor hatten sich die 15 Opec-Länder nochmals ohne die Verbündeten getroffen. Letztlich begann die Konferenz der "Opec+" rund fünf Stunden später als geplant - war aber dann umso schneller zu Ende.

Die erneute Förderkürzung war nötig geworden, weil der Ölpreis seit Oktober um fast 30 Prozent gesunken ist. So kostete ein Barrel der Nordseesorte Brent zuletzt zeitweise weniger als 60 US-Dollar - im Vergleich zu mehr als 85 Dollar Anfang Oktober. Am Freitagnachmittag stieg der Brent-Preis nach dem Bekanntwerden des "Opec+"-Beschlusses auf 63,04 US-Dollar - 2,98 Dollar mehr als am Donnerstag.

Die Opec-Staaten produzieren derzeit gemeinsam fast 33 Millionen Barrel Öl am Tag - das entspricht rund einem Drittel der weltweiten Ölproduktion. Der Bedarf liegt laut Internationaler Energieagentur (IEA) für 2019 aber nur bei 31,3 Millionen Barrel Opec-Öl täglich.

Über einen akzeptablen Ölpreis sind sich vor allem die beiden Schwergewichte der "Opec+"-Runde uneins. Während Russland mit rund 60 Dollar pro Barrel durchaus zufrieden ist, braucht Saudi-Arabien eher 75 bis 80 Dollar, um genug Einnahmen für den Staatshaushalt zu erzielen. Daher hielt es etwa Analyst Jan Edelmann von der HSH Nordbank zwischendurch sogar für möglich, dass Saudi-Arabien allein bis zu 1,2 Millionen Barrel Öl aus dem Markt nehmen würde.

In Washington dürfte die Ankündigung der "Opec+" eher kritisch aufgefasst werden. US-Präsident Donald Trump hatte das Ölkartell zuletzt immer wieder aufgerufen, für einen niedrigen Ölpreis zu sorgen. "Die Welt will keine höheren Ölpreise sehen und braucht sie auch nicht!", twitterte er etwa am Mittwoch.

Bisher kam Trump entgegen, dass einige "Opec+"-Staaten ihre Produktion hochgefahren hatten, um die von Trump angekündigten Sanktionen gegen den Iran auszugleichen. Trump hatte ursprünglich erklärt, dass er die Ölexporte des Iran auf Null senken wollte. Letztlich fielen die Sanktionen aber nicht so streng aus, für die wichtigsten Abnehmer iranischen Öls gibt es großzügige Ausnahmen.

Al-Falih sagte, dass er sich aufgrund der Kürzungen nicht um das gute Verhältnis zu den USA sorge. Die Beziehungen seien eng und beträfen viele Themen. Mit Blick auf den angepeilten Ölpreis widersprach er der Einschätzung Trumps: "Ein allzu niedriger Ölpreise ist auch für die US-Wirtschaft nicht gut."/nif/DP/jkr

07.12.2018 | 18:19:20 (dpa-AFX)
Ölpreise erholen sich stark nach Einigung auf Förderkürzung
07.12.2018 | 16:39:43 (dpa-AFX)
ROUNDUP: 'Opec+' einigt sich auf Öl-Förderkürzung um 1,2 Million Barrel am Tag
07.12.2018 | 16:09:11 (dpa-AFX)
'Opec+' einigt sich auf Öl-Förderkürzung um 1,2 Million Barrel am Tag
07.12.2018 | 15:15:30 (dpa-AFX)
Ölpreise steigen stark nach Einigung auf Förderkürzung
07.12.2018 | 13:33:17 (dpa-AFX)
Preis für Opec-Rohöl gefallen
07.12.2018 | 13:06:19 (dpa-AFX)
Ölpreise stoppen vorerst Talfahrt - Opec-Verhandlungen stecken fest

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