Rohstoff-Trading / 05.12.2018 | 10:31:31 Werbung

Brent: Ist der Boden erreicht?

DZ BANK AG / Online-Redaktion
Autor DZ BANK AG / Online-Redaktion

Innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe fungiert die DZ BANK als Spitzeninstitut und Zentralbank.

  • Saudi-Arabien und Russland vor Schulterschluss?
  • Kanadische Provinz Alberta kürzt Ölproduktion
  • OPEC-Meeting in Wien im Fokus
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Autor DZ BANK AG / Online-Redaktion

Innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe fungiert die DZ BANK als Spitzeninstitut und Zentralbank.

Die Lage: Hohe US-Ölproduktion und steigende Lagerbestände belasten

Die Ölpreisnotierungen zeigten sich in den vergangenen Wochen erneut unter Druck. Als Belastungsfaktoren erwiesen sich vor allem die weiter steigenden Öllagerbestände in den USA, die auf eine rückläufige Nachfrage auf dem wichtigen US-Markt hindeuten. Zuletzt wurde hier erneut mit einem deutlichen Plus von 3,6 Millionen Barrel ein unerwartet deutlicher Lageraufbau ausgewiesen, während Marktbeobachter im Vorfeld von einem Rückgang ausgegangen waren. Zugleich markierte die Ölproduktion mit knapp 11,3 Millionen Barrel erneut einen Höchstwert. Auch die OPEC hatte sich zuletzt verhalten zur weiteren Entwicklung der globalen Ölnachfrage vor allem in den Emerging Markets zu Wort gemeldet und die entsprechende Prognose für das kommende Jahr nach unten revidiert.

 

Die Perspektive: Kommt es erneut zum Schulterschluss zwischen der OPEC und Russland?

Für Hoffnung bei den Ölbullen sorgte zuletzt die im Rahmen des G20-Gipfels verlautbarte Erklärung, wonach sich Saudi-Arabien und Russland zu Stützungsmaßnahmen für den zuletzt deutlich unter Druck geratenen Ölpreis bereit erklärt hätten. Im Rahmen eines Treffens am Rande des G20-Gipfels haben sich der saudi-arabische Kronprinz Mohammed bin Salman und der russische Ministerpräsident Putin entsprechend geäußert und eine Neuauflage der Förderkürzungsmaßnahmen in Aussicht gestellt. Eine entsprechende Vereinbarung könnte im Rahmen des am 6. Dezember stattfindenden OPEC-Meetings in Wien erfolgen. Allerdings haben die beiden Staatschefs bis auf eine unverbindliche Absichtserklärung keine konkreten Details über Umfang und Zeitraum der neuen Vereinbarung genannt. Marktbeobachter halten es für wenig wahrscheinlich, dass Russland und der führende OPEC-Produzent Saudi-Arabien den Großteil der geplanten Stützungsmaßnahmen alleine tragen werden. Beide Länder hatten sich im Zuge der in Kraft getretenen US-Sanktionen gegen den Iran zu einer Ausweitung der Ölproduktion verpflichtet. Daher ist man auf die Unterstützung der übrigen OPEC-Staaten und anderer Ölförderländer angewiesen. Hier scheint sich keine breite Zustimmung für eine deutliche Einschränkung der Fördermenge abzuzeichnen, da viele OPEC-Länder angesichts klammer Staatskassen an einer hohen Ölproduktion festhalten wollen.

 

Die Reaktion auf die Ankündigung einer Erneuerung des Förderkürzungspakts zwischen der OPEC und Russland an den Terminmärkten lässt unserer Meinung nach darauf schließen, dass die Talfahrt bei Brent Crude Oil zunächst gestoppt sein dürfte. Vor allem die Tatsache, dass negative News-Impulse wie die erneute Rekord-Ölproduktion in den USA nicht mehr zu neuen Tiefs bei Brent geführt hatten, ist unseres Erachtens bullisch zu werten. Positive Nachrichtenimpulse wie die Ankündigung der kanadischen Provinz Alberta, die Ölproduktion um 325.000 Barrel pro Tag zurückzufahren, wurden hingegen in Verbindung mit der Aussicht auf einen neuen Kürzungspakt zwischen Russland und Saudi-Arabien mit Kursaufschlägen quittiert.

 

Die Trading-Taktik: Short-Positionen glattstellen

Brent konnte sich zuletzt unterhalb der Marke von 60 USD pro Barrel stabilisieren. Dabei wurden keine neuen Verlaufstiefs markiert, was unserer Einschätzung nach auf eine kurzfristige Bodenbildung hindeutet. In diesem Zusammenhang bietet es sich an, die bestehende Short-Position bei Brent Crude Oil auf dem aktuellen Niveau glattzustellen. Im Gegenzug bietet sich unserer Einschätzung nach bei Rücksetzern im Bereich der Marke von 62,50 USD der Aufbau von Long-Positionen an. Ein Stop-Loss bietet sich hier im Bereich der Marke von 58 USD an.

 

Die Produkt-Idee: Mini-Future Long auf Brent Crude Future

Mit einem Hebelprodukt können Anleger überproportional an der Kursentwicklung des jeweiligen Basiswertes partizipieren. So vollzieht z.B. ein Mini-Future Long auf den Basiswert Brent Crude Future Contract steigende, aber auch fallende Kursnotierungen des Basiswerts gehebelt nach. Auf den Basiswert Brent Crude Future Contract stehen verschiedene Mini-Futures Long zur Verfügung. Ein Beispiel ist ein Mini-Future Long mit einem aktuellen Basispreis von 41,673 USD und einer aktuellen Knock-Out-Barriere von 44,667 USD. Wird die Knock-Out-Barriere berührt, kommt es jedoch zu sehr hohen Verlusten des eingesetzten Kapitals.

 

Risikobeschreibung

Eine ausführliche Erläuterung der genannten Fachbegriffe finden Sie in unserem Glossar.

 

Stand: 05.12.2018
Emittentin: DZ BANK AG / Online-Redaktion

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Mini-Future Long 44,667 open end: Basiswert Brent Crude Future Contract

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Basiswertkurs: 61,05 USD
Quelle : ICE Fut Eur, 15:45:36
  • Basispreis 41,694 USD
  • Abstand zum Basispreis in % 31,71%
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  • Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 1,00

News / Brent Crude Future Contract

12.12.2018 | 13:18:49 (dpa-AFX)
Ölpreise steigen weiter

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Mittwoch an ihre Gewinne vom Vortag angeknüpft. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete gegen Mittag 61,14 US-Dollar. Das waren 94 Cent mehr als am Dienstag. Der Preis für amerikanisches Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 91 Cent auf 52,56 Dollar.

Anzeichen einer Entspannung zwischen den USA und China sorgten am Rohölmarkt weiter für Auftrieb. Zum einen wolle China die Zölle auf amerikanische Autos deutlich senken, hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg am Dienstagabend berichtet. Zum anderen deutete US-Präsident Donald Trump an, in den Fall der in Kanada festgehaltenen Huawei-Finanzchefin eingreifen zu wollen, soweit dies mit Fortschritten im Handelsstreit verbunden sei.

Am Nachmittag rückt am Erdölmarkt die Entwicklung der US-Ölreserven wieder stärker in den Fokus. Am Nachmittag stehen die offiziellen Daten der amerikanischen Regierung zur Entwicklung der Lagerbestände an Rohöl auf dem Programm. Am Markt wird damit gerechnet, dass die Ölreserven in der vergangenen Woche gesunken sind. Es wäre der zweite Rückgang in Folge./bgf/jkr/fba

12.12.2018 | 13:11:03 (dpa-AFX)
Preis für Opec-Rohöl gefallen
12.12.2018 | 07:57:57 (dpa-AFX)
Ölpreise legen weiter zu
11.12.2018 | 18:23:41 (dpa-AFX)
Ölpreise legen deutlich zu - Mögliche Einigung im Handelskonflikt
11.12.2018 | 14:39:54 (dpa-AFX)
Preis für Opec-Rohöl gestiegen
11.12.2018 | 12:54:18 (dpa-AFX)
Ölpreise steigen etwas
11.12.2018 | 08:13:15 (dpa-AFX)
WDH: Ölpreise wenig verändert

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