Rohstoff-Trading / 04.01.2019 | 10:53:34 Werbung

Brent: Gefangen im Abwärtstrend!

DZ BANK AG / Online-Redaktion
Autor DZ BANK AG / Online-Redaktion

Innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe fungiert die DZ BANK als Spitzeninstitut und Zentralbank.

  • OPEC-Stützungsmaßnahmen verpuffen
  • US-Ölproduktion weiter auf Rekordstand
  • Handelskrieg schürt Sorgen über Ölnachfrage
DZ BANK AG / Online-Redaktion
Autor DZ BANK AG / Online-Redaktion

Innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe fungiert die DZ BANK als Spitzeninstitut und Zentralbank.

Die Lage: OPEC-Stabilisierungsmaßnahmen greifen zu kurz

Die Ölpreise setzten ihren Abwärtstrend zum Ende des Jahres 2018 ungebremst fort. Entsprechend beendete Brent Crude Oil das Kalenderjahr 2018 mit einem deutlichen Abschlag von knapp 20% gegenüber dem Vorjahreswert. Die von der OPEC und anderen wichtigen Förderländern außerhalb des Kartells beschlossenen Förderkürzungen von insgesamt 1,2 Millionen Barrel pro Tag, die ab Januar 2019 in Kraft treten, haben offensichtlich ihre psychologische Wirkung verfehlt. Marktbeobachtern zufolge greifen die Stützungsmaßnahmen der von der OPEC und Russland angeführten Zweckgemeinschaft zu kurz. Während das OPEC-Bündnis seine Zusagen, die Produktion um 800.000 Barrel pro Tag zu senken, dank der von Saudi-Arabien bereits eingeleiteten Kürzungen und der Produktionsprobleme einiger Mitgliedsländer wie Venezuela rasch umsetzen wird, zweifeln Analysten daran, dass die von den Unterzeichnerstaaten außerhalb der OPEC gemachten Zusagen zeitnah eingehalten werden. Die schweizerische UBS geht davon aus, dass sich Russland bei der Umsetzung der Förderkürzungen wohl etwas länger Zeit lassen wird als angekündigt. Auch der überraschende Austritt Katars aus der OPEC, immerhin eines der Gründungsmitglieder des Ölkartells, sorgte zuletzt für Irritationen an den Terminmärkten. Denn obwohl in Kürze mit Ghana oder Südafrika neue OPEC-Mitglieder nachrücken werden, zeigt der Austritt Katars das gespaltene Verhältnis der einzelnen OPEC-Staaten untereinander.

 

Die Perspektive: Handelskrieg und steigende US-Ölproduktion drücken auf die Kurse

Ein weiterer Unsicherheitsfaktor an den Terminmärkten bleibt der ungelöste Handelsstreit zwischen den USA und China. Denn die zuletzt schwächer als erwartet ausgefallenen Wirtschaftsdaten aus dem Reich der Mitte deuten darauf hin, dass die von US-Präsident Trump initiierten Schutzzölle auf chinesische Warenexporte ihre Wirkung nicht verfehlen. Kommt es zu keiner zeitnahen Lösung der Handelsstreitigkeiten, könnte sich dies negativ auf die globale Ölnachfrage auswirken. Die OPEC hatte ihre Nachfrageprognose für 2019 bereits Mitte Dezember nach unten angepasst und geht gegenüber dem Vorjahr von einem leichten Rückgang aus, wobei das Kartell bei einer weiteren Eskalation des Handelskrieges von einer weiteren Abschwächung der Ölnachfrage vor allem in den Emerging Markets in Asien ausgeht. Als problematisch erweist sich aus unserer Sicht die weiter anziehende US-Ölproduktion, die zuletzt im Dezember mit 11,7 Millionen Barrel pro Tag auf Rekordniveau verharrte. Rohstoffanalysten gehen davon aus, dass der ungebrochene Schiefergas-Boom die US-Produktion in 2019 auf neue Rekordwerte jenseits der Marke von 12 Millionen Barrel pro Tag hieven wird.

 

Die jüngste Preisaktion bei Brent zeigt nach unserer Einschätzung, dass die Marktteilnehmer in 2019 von einem insgesamt anziehenden Ölangebot bei gleichzeitig sinkender Nachfrage ausgehen. Die Ankündigung einiger hochrangiger OPEC-Funktionäre, wonach das OPEC-Kartell die Stützungsmaßnahmen im Rahmen der nächsten turnusmäßigen Sitzung im April mit hoher Wahrscheinlichkeit ausweiten will, stieß hingegen kaum auf positive Resonanz. Das Marktsentiment bleibt daher unseres Erachtens übergeordnet bearisch. Für eine nachhaltige Trendwende wäre ein bedeutendes externes Ereignis wie etwa eine Einigung zwischen den USA und China im laufenden Handelsstreit notwendig.

 

Die Trading-Taktik: Abwärtstrend bleibt weiter intakt

Nach dem Unterschreiten der Support-Zone bei 60 USD sahen wir bei Brent eine Beschleunigung des seit Anfang Oktober 2018 bestehenden Abwärtstrends. Dabei wurden Kurserholungen in schöner Regelmäßigkeit mit Gewinnmitnahmen beantwortet, was unserer Einschätzung nach kurzfristig auf eine Fortsetzung der Korrekturbewegung hindeutet. Es bietet sich daher an, den Stop-Loss bei bestehenden Short-Positionen auf 57,30 USD nachzuziehen.

 

Die Produkt-Idee: Endlos-Turbo Short auf Brent

Mit einem Hebelprodukt können Anleger überproportional an der Kursentwicklung des jeweiligen Basiswertes partizipieren. So vollzieht z.B. ein Endlos-Turbo Short auf Brent fallende, aber auch steigende Kursnotierungen des Brent Crude Future Contract gehebelt nach. Auf den Basiswert Brent Crude Future Contract stehen verschiedene Endlos-Turbos Short zur Verfügung. Ein Beispiel ist der Endlos-Turbo Short mit einem aktuellen Basispreis von 80,351 USD und einer aktuellen Knock-Out-Barriere von 80,351 USD. Wird die Knock-Out-Barriere berührt, verfällt das Zertifikat wertlos.

 

Risikobeschreibung

Eine ausführliche Erläuterung der genannten Fachbegriffe finden Sie in unserem Glossar.

 

Stand: 04.01.2019
Emittentin: DZ BANK AG / Online-Redaktion

 

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Hinweis der DZ BANK:
Das öffentliche Angebot dieses Wertpapiers ist beendet. Kursstellungen nur während der Börsenzeiten.

News / Brent Crude Future Contract

21.05.2019 | 12:58:30 (dpa-AFX)
Ölpreise legen weiter zu

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Dienstag an die Kursgewinne vom Vortag angeknüpft und sind weiter gestiegen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete gegen Mittag 72,29 US-Dollar. Das waren 32 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 45 Cent auf 63,55 Dollar. Am Montag hatten die Ölpreise zunächst deutlich zugelegt, die Zuwächse aber nur teilweise halten können.

Gestützt werden die Ölpreise derzeit durch die Aussicht auf eine anhaltend knappe Produktion. Das Erdölkartell Opec und mit ihm verbündete Förderländer könnten bald eine entsprechende Entscheidung treffen. Ursprünglich sollte das entscheidende Treffen der in der "Opec+" zusammengefassten Staaten Ende Juni stattfinden. Rohstoffexperten der Commerzbank verwiesen auf Meldungen vom Vortag, wonach das Treffen möglicherweise auf Anfang Juli verschoben werden könnte.

Eine Verschiebung des Treffens würde auf bestehende Meinungsverschiedenheiten innerhalb der "Opec+" hindeuten, hieß es in der Commerzbank-Analyse. "Insbesondere Russland scheint mit der am Wochenende von Saudi-Arabien in Aussicht gestellten Verlängerung des Kürzungsabkommens nicht glücklich zu sein", schreiben die Experten.

Gebremst werden die Ölpreise nach wie vor durch den Handelskonflikt zwischen den USA und China, weil er auf den Konjunkturerwartungen und damit der Ölnachfrage lastet./jkr/bgf/jha/

21.05.2019 | 08:02:00 (dpa-AFX)
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WDH/Trump droht Teheran erneut mit Konsequenzen bei Provokation
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