Rohstoff-Trading / 05.07.2017 | 10:30:47 Werbung

Brent Crude Oil - War’s das schon mit der Korrekturbewegung?

DZ BANK AG / Salesteam
Autor DZ BANK AG / Salesteam

Innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe fungiert die DZ BANK als Spitzeninstitut und Zentralbank.

Deutlich erholt präsentierten sich in den vergangenen Handelstagen die Notierungen bei Brent Crude Oil. Positive Daten zur Entwicklung der US-Lagerbestände und Spekulationen über mögliche weitergehende Maßnahmen der OPEC zur Stabilisierung der Ölpreisnotierungen sorgten zuletzt für eine scharfe Erholung. Übergeordnet befindet sich Brent Crude Oil unserer Einschätzung nach weiterhin in einem Abwärtstrend, wobei unser Short-Szenario weiter intakt bleibt.

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Innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe fungiert die DZ BANK als Spitzeninstitut und Zentralbank.

US-Öllagerbestände und fallende US-Produktionsdaten sorgen für Erleichterung

Der kürzlich veröffentlichte Bericht zur Entwicklung der wöchentlichen Öllagerbestände in den USA zeigte mit einem überraschenden Anstieg von 100.000 Barrel vielversprechende Ansätze. Denn Analysten hatten im Vorfeld lediglich mit einem weiteren Rückgang gerechnet. Allerdings zeigte sich bei den Lagerbeständen für Kraftstoffe erneut ein unerwartet deutliches Minus von 900.000 Barrel, was angesichts der beginnenden Sommersaison, in der der Kraftstoffverbrauch meist überdurchschnittlich hoch ausfällt, als Zeichen für eine eher zurückhaltende Nachfrage gewertet werden muss. Auch die jüngsten Ölproduktionsdaten sorgten an den Terminmärkten für etwas Entspannung. Denn mit 9,08 Millionen Barrel pro Tag wurde erstmals seit Beginn dieses Jahres ein Rückgang der Ölproduktionsmenge in den USA verzeichnet. Auch die vielbeachtete wöchentliche Statistik des Service-Dienstleisters Baker Hughes deutet auf eine leichte Abschwächung der Ölexplorationsaktivitäten in den USA hin. Denn mit 756 aktiven Bohrplattformen (-2) sank die Zahl gegenüber der Vorwoche leicht.

 

Sind weitergehende Kürzungsmaßnahmen in Sicht?

Mittlerweile scheint sich auch bei den OPEC-Offiziellen die Einschätzung durchzusetzen, dass die Verringerung der Produktionsmenge um 1,2 Millionen Barrel pro Tag trotz der jüngst erzielten Einigung über eine Ausweitung bis Anfang 2018 zu kurz greift, um eine nachhaltige Stabilisierung der Ölpreise zu gewährleisten. Nach Aussage einiger hochrangiger OPEC-Funktionäre verhandle man daher hinter verschlossenen Türen mit wichtigen Ölförderländern über weitergehende Kürzungsmaßnahmen. Ob es zu weiteren preisstabilisierenden Maßnahmen seitens der OPEC oder Förderstaaten wie Russland kommt, bleibt ungewiss. Allerdings wäre ein entsprechender Konsens notwendig, zumal die steigende US-Produktion die jüngsten positiven Impulse zunichtezumachen droht. Auch die jüngst veröffentlichten Produktionsdaten der OPEC belegen, dass die vereinbarten Kürzungen zu kurz greifen. Denn mit einem Anstieg von 280.000 Barrel auf 32,72 Millionen Barrel pro Tag wurde für den Monat Juni ein unerwartet deutliches Plus ausgewiesen. Maßgeblichen Anteil daran hatte ein Anstieg der Ölproduktion in Nigeria und Libyen. Da beide Länder aufgrund der bürgerkriegsähnlichen Zustände von den Kürzungsmaßnahmen ausgenommen sind, fällt dies nach Einschätzung von Marktbeobachtern jedoch nicht sonderlich ins Gewicht.

 

Sentiment hellt sich auf - Trendwende in Sicht?

Etwas aufgehellt hat sich zuletzt das Sentiment bei Brent Crude Oil. So wurden positive Nachrichten nicht, wie noch vor einigen Wochen, mit Gewinnmitnahmen quittiert. Der unerwartete Lageraufbau bei den US-Lagerbeständen und die Verringerung der US-Ölförderaktivitäten sorgten für positive Impulse. Dies kann unserer Einschätzung nach als Hinweis gewertet werden, dass Brent Crude Oil zumindest kurzfristig seine Tiefs gesehen haben könnte.

 

Trading-Taktik: Trotz der jüngsten scharfen Erholungsbewegung bleibt unserer Einschätzung nach der übergeordnete Abwärtstrend nach wie vor intakt. Wir belassen die Risikotoleranz für unsere mittlerweile um 50% reduzierte Short-Position bei Brent Crude Oil bei 49,50 USD.

 

Mit einem Hebel-Zertifikat können Anleger überproportional an der Kursentwicklung des jeweiligen Basiswertes partizipieren. So vollzieht z.B. ein Endlos Turbo Short auf den Brent Crude Future Contract fallende, aber auch steigende Kursnotierungen des Brent Crude Future Contract gehebelt nach. Wird die Knock-out-Schwelle (aktuell 54,62 USD) berührt, verfällt das Zertifikat wertlos.

 

Risikobeschreibung

 

Stand: 05.07.2017, Emittentin: DZ BANK
DZ BANK, Online-Vertrieb

 

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News / Brent Crude Future Contract

24.11.2017 | 17:55:13 (dpa-AFX)
Ölpreise steigen - WTI auf höchstem Stand seit Mitte 2015

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Freitag gestiegen, wobei der Preis für US-Öl deutlich stärker zulegte als der Brent-Preis. Ein Barrel (je 159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Januar kostete zuletzt 63,69 US-Dollar. Das waren 14 Cent mehr als am Donnerstag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 80 Cent auf 58,81 Dollar. Mit 58,92 Dollar hatte der WTI-Preis den höchsten Stand seit Mitte 2015 erreicht.

Preistreiber war unter anderem ein Agenturbericht über eine mögliche Verlängerung der Förderkürzung wichtiger Ölstaaten. Die Nachrichtenagentur Bloomberg hatte unter Berufung auf namentlich nicht genannte Kreise gemeldet, dass sich die Organisation erdölexportierender Länder (Opec) und das wichtige Ölland Russland auf Grundzüge einer Verlängerung der Förderbegrenzung bis Ende 2018 geeinigt haben.

Allerdings müssten beide Seiten noch Details einer neuen Vereinbarung ausarbeiten, hatte Bloomberg weiter berichtet. Der neue Beschluss solle bereits auf dem nächsten Opec-Treffen am 30. November gefasst werden. Zuletzt hatte der russische Energieminister Alexander Nowak bestätigt, dass Russland auf dem kommenden Opec-Treffen bereit sei, über eine Verlängerung der bis kommenden März geltenden Förderbegrenzung zu reden. Allerdings wollte Nowak nicht bestätigen, dass Russland eine schnelle Einigung anstrebe.

Fachleute begründeten den Anstieg beim Preis für amerikanisches Rohöl der vergangenen Tage aber auch mit der teilweisen Stilllegung der großen Ölpipeline "Keystone". Sie verbindet kanadische Ölfelder mit Raffinerien in den USA. Der Betreiber hatte unlängst mitgeteilt, dass 85 Prozent der Kapazität von insgesamt 590 000 Fass Erdöl je Tag wegen eines Lecks zurzeit nicht zur Verfügung stünden. Das knappere Angebot stützt tendenziell die Ölpreise./jsl/he

24.11.2017 | 13:52:12 (dpa-AFX)
Ölpreise steigen - WTI auf höchstem Stand seit Mitte 2015
24.11.2017 | 13:27:15 (dpa-AFX)
Kreise: Opec und Russland wollen schnelle Verlängerung der Förderkürzung
24.11.2017 | 12:44:04 (dpa-AFX)
Preis für Opec-Rohöl legt weiter zu
24.11.2017 | 08:09:06 (dpa-AFX)
Ölpreise uneinheitlich - WTI auf höchstem Stand seit Mitte 2015
23.11.2017 | 18:44:04 (dpa-AFX)
Ölpreise uneinheitlich
23.11.2017 | 13:20:13 (dpa-AFX)
Ölpreise geben nach Höhenflug etwas nach

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