Rohstoff-Trading / 31.01.2018 | 09:36:58 Werbung

Brent dreht nach kurzer Zwischenkorrektur nach oben!

DZ BANK AG / Salesteam
Autor DZ BANK AG / Salesteam

Innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe fungiert die DZ BANK als Spitzeninstitut und Zentralbank.

Nach der kräftigen Aufwärtsbewegung der vergangenen Monate absolvierte Brent Crude Oil in den vergangenen Handelstagen eine Zwischenkorrektur, konnte sich jedoch rasch wieder erholen und setzte seine übergeordnete Aufwärtsbewegung wieder fort. Technisch hat sich die Lage damit unserer Einschätzung nach weiter aufgehellt. Übergeordnet bleiben die positiven Katalysatoren für den Ölpreis unserer Einschätzung nach weiterhin intakt: Neben einer weiterhin anziehenden Nachfrage im Zuge deutlich gesunkener Öllagerbestände bei den Industriestaaten deuten die jüngsten Daten aus den USA auf eine weitere Stabilisierung der Marktsituation in dieser Region hin.

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Innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe fungiert die DZ BANK als Spitzeninstitut und Zentralbank.

Analysten zeigen sich optimistisch - Spannungen in Nahost treiben Preise

Die Aussicht auf eine erfolgreiche Umsetzung der Förderkürzungen in Verbindung mit einer weiter steigenden globalen Ölnachfrage sorgt auch auf der Analystenseite für weiteren Optimismus. So revidierten unter anderem Merrill Lynch und Morgan Stanley ihre Kursziele bei Brent Crude Oil nach oben, wobei Letztere von einem Zielkorridor von 70 bis 75 USD je Barrel bei Brent Crude Oil ausgehen. Begründet wurde diese Prognose von Morgan Stanley mit einem weiter sinkenden Ölangebot bei gleichzeitig steigender Nachfrage. Goldman Sachs zeigte sich hingegen etwas skeptischer und geht von einer nur kurzfristigen Belebung bei den Ölpreisnotierungen aus. Entsprechend blieb das Kursziel für Brent Crude Oil bis Jahresende mit 64 USD je Barrel unverändert. Die nach der Militärintervention der Türkei in Syrien erneut hochkochenden Spannungen sorgten für weiteren Support bei den Ölpreisnotierungen. Sollte die Türkei ihre Offensive gegen die kurdischen Verbündeten der USA im Kampf gegen die Terrormiliz IS fortsetzen, könnte die Lage schnell eskalieren, so die Einschätzung von Beobachtern. Rohstoffanalysten zufolge könnte dies zu ernsthaften Beeinträchtigungen der Öl-Lieferungen aus dieser Region führen.

 

OPEC-Produktion geht weiter zurück - Ölnachfrage zieht an

Der Optimismus der Analystengilde ist nicht unbegründet. Denn im Vergleich zum Vormonat sank die Produktionsmenge der OPEC-Staaten um 33.000 Barrel pro Tag. Diese Daten belegen, dass das Ölkartell bei der Umsetzung der bis Jahresende verlängerten Produktionskürzungen weitere Fortschritte macht. Allerdings geht die Organisation ölexportierender Staaten davon aus, dass sich das Ölangebot aus den Nicht-OPEC-Staaten im Jahresverlauf weiter erhöhen dürfte. In einem jüngst veröffentlichten Kommuniqué wird ein leichter Anstieg um 160.000 Barrel auf 1,2 Millionen Barrel pro Tag prognostiziert. Dank der boomenden Weltwirtschaft sind auf der Nachfrageseite hingegen positive Impulse zu erwarten. Denn laut jüngster IWF-Prognose dürfte das globale BIP sowohl 2018 als auch 2019 um jeweils 3,9% anziehen. Rohstoffanalysten wie Jonathan Goldberg vom BBL Commodities, einem der führenden Hedgefonds im Commodity-Segment, sehen hier in Verbindung mit weiter sinkenden Öllagerbeständen der Industriestaaten weiteres Aufwärtspotenzial für Brent Crude Oil bis in den Bereich von 80 USD je Barrel.

 

US-Öllagerbestände deutlich unter Druck

Gut ins bullische Gesamtbild passt der zuletzt deutlicher als erwartet ausgefallene Rückgang bei den US-Öllagerbeständen. Hier wurde erneut ein Minus von 1,1 Millionen Barrel im Vergleich zur Vorwoche ausgewiesen. Zwar konnte der Rückgang in der Vorwoche (-6,9 Millionen Barrel) deutlich reduziert werden, dennoch bleibt der Abwärtstrend bei der Entwicklung der Öllagerbestände intakt, zumal nun bereits der zehnte Rückgang in Folge markiert wurde. Leicht erhöht hat sich hingegen die Ölproduktion, wobei der Anstieg von 9,75 Millionen Barrel pro Tag auf 9,89 Millionen Barrel im Rahmen der Erwartungen gelegen hatte. Insgesamt zeigt sich der US-Ölmarkt in einer weiterhin robusten Verfassung, wobei der unerwartet deutliche Rückgang der Öllagerbestände auf eine anziehende Nachfrage seitens der Raffineriebetreiber hindeutet. Denn mittlerweile sind fast alle der von den vergangenen Wirbelstürmen betroffenen Anlagen repariert und arbeiten angesichts der steigenden Kraftstoff-Nachfrage auf Hochtouren. Entsprechend dürfte sich die anziehende Ölproduktion unserer Einschätzung nach zumindest kurzfristig nicht negativ auf die Ölpreisnotierungen auswirken.

 

Trading-Taktik

Nach Erreichen der psychologisch wichtigen 70-USD-Marke setzte Brent Crude Oil zunächst, wie von uns erwartet, zu einer Korrekturbewegung im übergeordneten Aufwärtstrend an. Durch die Militärintervention der Türkei in Syrien wurde unsere als Triggermarke für einen Long-Einstieg anvisierte Zielmarke von 67,50 USD jedoch knapp verfehlt. Nach dem Breakout aus der Seitwärtsrange über die Marke von 70 USD konnten sich die Ölpreisnotierungen auf diesem Niveau stabilisieren. Übergeordnet bleibt das bullische Szenario damit unserer Einschätzung nach weiter intakt, womit der prozyklische Aufbau von Long-Positionen interessant ist. Allerdings ist es u.E. sinnvoll, hierfür zunächst eine Korrekturbewegung auf das Niveau des zuletzt markierten Zwischentiefs bei 68 USD abzuwarten. Ausgehend von diesem Kursniveau bietet sich für Long-Positionen eine Risikotoleranz im Bereich der Marke von 65 USD an.

 

Mit einem Hebelzertifikat können Anleger überproportional an der Kursentwicklung des jeweiligen Basiswertes partizipieren. So vollzieht z.B. ein Endlos-Turbo Long auf den Brent Crude Future Contract steigende, aber auch fallende Kursnotierungen des Brent Crude Future Contract gehebelt nach. Wird die Knock-out-Schwelle (aktuell 57,905 USD) berührt, verfällt das Zertifikat wertlos.

 

Risikobeschreibung

 

Stand: 31.01.2018
Emittentin: DZ BANK AG / Salesteam

 

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(Bewertungen: 2)

Endlos Turbo Long 57,29 open end: Basiswert Brent Crude Future Contract

Endlos Turbo Long 57,29 open end: Basiswert Brent Crude Future Contract

DD2S69 / //
Quelle: DZ BANK: Geld 24.05. 08:17:03, Brief 24.05. 08:17:03
DD2S69 // Quelle: DZ BANK: Geld 24.05. 08:17:03, Brief 24.05. 08:17:03
18,96 EUR
Geld in EUR
18,98 EUR
Brief in EUR
1,01%
Diff. Vortag in %
Basiswertkurs: 79,45 USD
Quelle : ICE Fut Eur, 08:06:54
  • Basispreis 57,29 USD
  • Abstand zum Basispreis in % 27,89%
  • Knock-Out-Barriere 57,29 USD
  • Abstand zum Knock-Out in % 27,89%
  • Hebel 3,58x
  • Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 1,00
Hinweis der DZ BANK:
Das öffentliche Angebot dieses Wertpapiers ist beendet. Kursstellungen nur während der Börsenzeiten.

News / Brent Crude Future Contract

24.05.2018 | 07:58:10 (dpa-AFX)
Ölpreise fallen - Höhere US-Ölreserven belasten

FRANKFURT/SINGAPUR (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Donnerstag nach einem überraschenden Anstieg der Ölreserven in den USA gefallen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent mit Lieferung im Juli kostete am Morgen 79,44 US-Dollar. Das waren 36 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 26 Cent auf 71,58 Dollar.

Die Ölpreise stehen seit Mittwochnachmittag unter Druck, nachdem die US-Regierung einen deutlichen Anstieg der Lagerbestände an Rohöl gemeldet hatte. In der vergangenen Woche waren die amerikanischen Ölreserven um 5,8 Millionen Barrel auf 438,1 Millionen Barrel gestiegen. Analysten wurden auf dem falschen Fuß erwischt. Sie hatten mit einem Rückgang um 2,1 Millionen Barrel gerechnet.

Steigende Ölreserven können ein Hinweis für ein höheres Angebot oder eine niedrigere Nachfrage sein und belasten in der Regel die Ölpreise. Außerdem hatte die US-Regierung am Vortag gemeldet, dass die amerikanische Fördermenge in der vergangenen Woche auf dem Rekordniveau von durchschnittlich 10,72 Millionen Barrel pro Tag verharrte./jkr/nas

23.05.2018 | 23:36:09 (dpa-AFX)
Maas' USA-Besuch bringt keine Fortschritte im Iran-Streit
23.05.2018 | 22:39:57 (dpa-AFX)
Irans oberster Führer: EU-Länder müssen sich von den USA abgrenzen
23.05.2018 | 17:30:34 (dpa-AFX)
Ölpreise geraten nach US-Rohöllagerbeständen unter Druck
23.05.2018 | 13:46:22 (dpa-AFX)
Ölpreise sinken - Gegenbewegung nach Höhenflug
23.05.2018 | 08:00:28 (dpa-AFX)
Ölpreise geben nach
22.05.2018 | 20:09:55 (dpa-AFX)
Venezuelas Präsident wirft US-Geschäftsträger aus dem Land

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