Rohstoff-Trading / 12.04.2017 | 09:53:37 Werbung

Brent Crude Oil - Die Bullen sind zurück!

DZ BANK AG / Salesteam
Autor DZ BANK AG / Salesteam

Die DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank, ist Spitzeninstitut der Genossenschaftlichen FinanzGruppe.

Brent Crude Oil absolvierte in den vergangenen Wochen eine kräftige Gegenbewegung und zeigte sich nach den zwischenzeitlichen Kursverlusten deutlich erholt. Für gute Stimmung bei den Bullen sorgten unter anderem Produktionsausfälle in Libyen und Kanada. Spekulationen über eine mögliche Verlängerung der zwischen der OPEC und einigen anderen wichtigen Ölförderländern getroffenen Förderkürzungen sorgten ebenfalls für steigende Notierungen. Technisch hat sich die Lage bei Brent Crude Oil zuletzt deutlich aufgehellt, wobei kurzfristig die Bullen wieder am Drücker sind.

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Autor DZ BANK AG / Salesteam

Die DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank, ist Spitzeninstitut der Genossenschaftlichen FinanzGruppe.

Produktionsausfälle in wichtigen Förderländern sorgen für gute Stimmung

Wasser auf die Mühlen der Öl-Bullen waren zuletzt Nachrichten über ein erneutes Wiederaufflammen der Kämpfe in Libyen. Hier hatten Regierungsgegner kurzfristig die Ölproduktion in einem der wichtigsten Gebiete des Landes lahmgelegt. Auch in Kanada war es zuletzt aufgrund von Waldbränden zu erheblichen Produktionsausfällen gekommen. Bis dato ist noch unklar, wie lange es dauern wird, bis die Produktion in den betroffenen Regionen wieder auf Normallast anfahren kann. Die Reaktion an den Terminmärkten auf die unerwarteten Ereignisse signalisiert jedoch, dass die Marktteilnehmer davon ausgehen, dass sich die Lage am Ölmarkt zumindest kurzfristig wieder stabilisiert hat.

 

Verlängerung der Förderkürzungen in Sicht? - Russland als Zünglein an der Waage

Ob die Stabilisierung der Ölpreisnotierungen nachhaltig ist, hängt nach Einschätzung vieler Analysten davon ab, ob es gelingt, zwischen der OPEC und anderen wichtigen Fördernationen außerhalb des Kartells eine Einigung über eine Verlängerung der Ende 2016 beschlossenen Förderkürzungen zu erzielen. Nachdem Saudi-Arabien als wichtigstes OPEC-Mitglied seine Bereitschaft zu entsprechenden Schritten signalisiert hatte, kommt es nun darauf an, ob auch andere Förderländer mitziehen. Eine entscheidende Rolle fällt dabei Russland zu. Derzeit laufen diesbezüglich dem Vernehmen nach Verhandlungen zwischen dem russischen Energieministerium und den führenden Ölgesellschaften des Landes. Ziel der Verhandlungen ist es, das Mitte des Jahres auslaufende Abkommen weiter zu verlängern. Gelingt dies, wäre dies als bedeutender Erfolg zu werten. Denn die bisher mehr oder weniger vollständig umgesetzten Förderkürzungen haben ihre psychologische Wirkung nicht verfehlt und die Ölpreise zumindest kurzfristig stabilisiert.

 

Vorzeichen am Ölmarkt werden bullischer

Ein weiteres Abkommen wäre als bedeutendes Signal zu werten, dass sich die OPEC und die übrigen Nicht-OPEC-Staaten in nicht allzu ferner Zukunft auf weitere Maßnahmen verständigen könnten. Auch fundamental scheint sich die Lage wieder etwas zu normalisieren. Neben den kurzfristig positiven Effekten im Zuge der Produktionsschwierigkeiten in Libyen und Kanada scheint sich auch die Ausgangslage in Nordamerika wieder etwas zu entspannen. Nachdem die Öllagerbestände in den vergangenen Wochen von einem Rekordhoch zum nächsten geklettert waren, gehen Marktbeobachter von einem leichten Rückgang dieses vielbeachteten Indikators aus. In Verbindung mit einer leichten Belebung der Ölnachfrage wäre dies u.E. zumindest kurzfristig bullisch zu werten.

 

Fazit: Nachdem sich die Notierungen bei Brent Crude Oil in den vergangenen Wochen von ihren Tiefs bei 50 USD nachhaltig erholen konnten, wurde unser Short-Szenario mit dem Überschreiten der Risikotoleranz (55,50 USD) widerlegt.
Technisch präsentiert sich die Lage bei Brent Crude Oil nach der kräftigen Erholungsbewegung kurzfristig überkauft. Das Gesamtbild bleibt jedoch unserer Einschätzung nach weiterhin bullisch. Wünschenswert wäre nun eine längere Seitwärtskonsolidierung im Bereich oberhalb der Marke von 55 USD. Wir setzen mit der Eröffnung einer Long-Position mit enger Risikotoleranz (Stopp: 53,50 USD) auf eine Fortsetzung der übergeordneten Aufwärtsbewegung bei Brent Crude Oil.

 

Mit einem Hebelzertifikat können Anleger überproportional an der Kursentwicklung des jeweiligen Basiswertes partizipieren. So vollzieht z.B. ein Mini Future Long auf den Brent Crude Future Contract steigende, aber auch fallende Kursnotierungen des Brent Crude Future Contract gehebelt nach. Wird jedoch die Knock-out-Schwelle (aktuell bei 15,648 USD) berührt, verfällt das Zertifikat wertlos.

 

Risikobeschreibung

Stand: 11.04.2017, Emittentin: DZ BANK
DZ BANK, Online-Vertrieb

 

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Mini-Future Long 16,467 open end: Basiswert Brent Crude Future Contract

DGN4P4 / DE000DGN4P49 // Quelle: DZ BANK: Geld 26.05. 26.05., Brief 26.05. 26.05.
34,85
Geld in EUR
34,89
Brief in EUR
--
Diff. Vortag in %
Basiswertkurs: 52,23 USD
Quelle: ICE Fut Eur, 26.05.
  • Basispreis 13,491 USD
  • Abstand zum Basispreis in % 74,17%
  • Knock-Out-Schwelle 16,467 USD
  • Abstand zum Knock-Out in % 68,47%
  • Hebel 1,34x
  • Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 1,00

News / Brent Crude Future Contract

26.05.2017 | 17:24:02 (dpa-AFX)
Ölpreise kaum verändert

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben sich am Freitag wenig bewegt. Nur zeitweise kam es im Tagesverlauf zu einer leichten Erholung, nachdem sie am Vortag deutlich gefallen waren. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent stand am späten Nachmittag bei 51,49 US-Dollar. Das waren drei Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) legte um elf Cent auf 49,01 Dollar zu.

Marktbeobachter sprachen von einem eher impulsarmen Handel zum Wochenschluss. Am Donnerstag waren die Ölpreise noch stark unter Druck geraten, obwohl die Ölminister der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) ein seit Januar geltendes Produktionslimit um neun Monate bis zum März 2018 verlängert hatten. Mit der Maßnahme sollen die Ölpreise gestützt werden.

"Die Opec liefert und sorgt doch für Enttäuschung", kommentierten Rohstoffexperten der Commerzbank die Reaktion am Ölmarkt. Einige Anleger hätten offenbar noch mit etwas mehr gerechnet. Die Commerzbank-Experten sprachen von einer "gesteigerten Erwartungshaltung im Vorfeld der Opec-Sitzung./jkr/he

26.05.2017 | 12:44:57 (dpa-AFX)
Ölpreise erholen sich etwas von Vortagesverlusten
26.05.2017 | 12:00:14 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Opec-Allianz drosselt Öl-Produktion weiter - Preise fallen
26.05.2017 | 10:48:12 (dpa-AFX)
Preis für Opec-Rohöl gefallen
26.05.2017 | 07:12:52 (dpa-AFX)
Ölpreise knüpfen an Vortagesverluste an
25.05.2017 | 18:44:43 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Öl-Allianz ist sich einig: Förderlimit wird verlängert
25.05.2017 | 18:21:33 (dpa-AFX)
Förderlimit bleibt: Opec verlängert Frist um neun Monate

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