Rohstoff-Trading / 08.11.2017 | 09:03:12 Werbung

Brent Crude knackt 60-USD-Marke!

DZ BANK AG / Salesteam
Autor DZ BANK AG / Salesteam

Innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe fungiert die DZ BANK als Spitzeninstitut und Zentralbank.

Die Notierungen bei Brent Crude Oil haben unser bullisches Szenario in den vergangenen Wochen eindrucksvoll bestätigt. Neben den von der OPEC und anderen bedeutenden Förderländern implementierten Kürzungsmaßnahmen sorgten vor allem die Entspannung in Nordamerika und politische Unsicherheiten im Nahen und Mittleren Osten zuletzt für Support bei den Öl-Bullen. Die übergeordnete bullische Ausgangssituation bleibt nach dem Breakout über die psychologisch wichtige Marke von 60 USD unserer Einschätzung nach weiter intakt. Es bietet sich jedoch an, die Risikotoleranz nach oben anzupassen.

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Autor DZ BANK AG / Salesteam

Innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe fungiert die DZ BANK als Spitzeninstitut und Zentralbank.

OPEC kommt bei Compliance-Maßnahmen voran

Die von der OPEC implementierten Maßnahmen zur Überwachung der Förderkürzungen scheinen sich bezahlt zu machen. Darauf deuten die jüngst veröffentlichten Daten zur Produktionsmenge für den Monat Oktober hin. Hier wurde ein überraschend deutlicher Rückgang von 80.000 Barrel ermittelt. Damit lag die von den OPEC-Staaten ermittelte Erfüllungsquote bei 92%, womit ein neuer Rekordwert erreicht werden konnte. Auch andere wichtige Unterzeichnerstaaten wie Russland halten sich an die Vereinbarungen, wobei laut dem russischen Energieministerium wie vereinbart die Produktion um 300.000 Barrel pro Tag gekürzt wurde. Für die Märkte ist diese Entwicklung ein wichtiges Signal. Denn neben den OPEC-Staaten fühlen sich demnach auch andere wichtige Ölförderländer den Stabilisierungsbemühungen der Unterzeichnerstaaten verpflichtet, was eine gute Grundlage für weitere Schritte darstellt.

 

Anzeichen für eine Verlängerung des Förderabkommens nehmen zu

Nach der beeindruckenden Erholung der Ölpreisnotierungen scheint sich bei den Unterzeichnerstaaten ein Konsens über eine weitere Verlängerung der Förderkürzungen abzuzeichnen. So werben Saudi-Arabien und Russland vor dem nächsten OPEC-Treffen für eine Ausdehnung des Mitte vergangenen Jahres beschlossenen Abkommens, das eine Reduzierung der täglichen Ölfördermenge um 1,8 Millionen Barrel vorsieht. Dabei soll die Vereinbarung nach dem Willen der beiden mächtigsten Unterzeichnerstaaten bis Ende kommenden Jahres verlängert werden. Unterdessen bemüht man sich, die bislang von den Maßnahmen ausgenommenen OPEC-Länder Nigeria und Libyen zu einer Teilnahme zu bewegen. Die laufenden Verhandlungen gestalten sich dem Vernehmen nach vielversprechend, wobei Nigeria eine Teilnahme an der Vereinbarung zugesagt hat, sobald die Ölproduktion des Landes wieder ihre volle Kapazität erreicht hat.

 

Unsicherheiten im Nahen Osten dauern an

Als weiterer Support-Faktor für die Ölpreisnotierungen dürfte sich der schwelende Konflikt zwischen der Türkei und den benachbarten Kurden im Irak erweisen. Die Türkei hatte nach dem Autonomie-Votum der Kurden im Irak mit einem vollständigen Embargo der Ölimporte aus dieser Region gedroht, nachdem man zwischenzeitlich die Öllieferungen aus dieser Region über das Pipeline-Netzwerk deutlich eingeschränkt hatte. Nachdem die Ölimporte nach schweren Kämpfen zwischen der irakischen Armee und den kurdischen Separatisten zwischenzeitlich vollständig zum Erliegen gekommen waren, fließt mittlerweile wieder Öl über das Pipeline-Netzwerk in die Türkei. Allerdings wurde die Menge von rund 600.000 Barrel pro Tag auf knapp 264.000 Barrel reduziert, wobei Beobachter im Zuge einer möglichen Verschärfung des Konflikts weitere Sanktionen seitens der Türkei nicht ausschließen wollen.

 

US-Ölproduktion auf Erholungskurs – Lagerbestände deutlich rückläufig

Für Rückenwind sorgten auch positive Nachrichten aus den USA. So verringerten sich die wöchentlichen Öllagerbestände erneut um 2,4 Millionen Barrel, was auf eine nach wie vor robuste Nachfrage in Nordamerika hindeutet. Die kurzfristig erhöhte Nachfrage im Zuge der jüngsten Sturmschäden in Texas und anderen US-Bundesstaaten mag maßgeblich für diesen Effekt verantwortlich sein, wobei viele Analysten zumindest in den kommenden Monaten von einer weiteren Fortsetzung der positiven Nachfrageentwicklung ausgehen. Denn die Raffinerien arbeiten derzeit an ihren Kapazitätsgrenzen, um die Nachfrage nach Benzin und anderen Kraftstoffen zu bedienen. Deutlich erholt zeigte sich zuletzt jedoch die US-Ölproduktion. So wies die staatliche EIA für die vergangene Woche einen Wert von 9,55 Millionen Barrel pro Tag aus, was knapp unter dem bisherigen Rekordhoch von 9,61 Millionen lag. Alles deutet darauf hin, dass die US-Ölindustrie nach kurzer Atempause wohl noch in diesem Jahr einen neuen Produktionsrekord ansteuern wird. Das könnte sich wiederum als Belastungsfaktor erweisen und nach dem kräftigen Anstieg für Gewinnmitnahmen sorgen.

 

Trading-Taktik: Mit dem Überschreiten der psychologisch wichtigen Marke von 60 USD bestätigte sich unser bullisches Szenario bei Brent Crude eindrucksvoll. Mittlerweile befinden wir uns jedoch in einem kurzfristig überkauften Bereich, was Gewinnmitnahmen wahrscheinlich werden lässt. Es bietet sich daher an, Long-Positionen mit einer Risikotoleranz im Bereich der Marke von 57,50 USD abzusichern.

 

Mit einem Hebelzertifikat können Anleger überproportional an der Kursentwicklung des jeweiligen Basiswertes partizipieren. So vollzieht z.B. ein Endlos Turbo Long auf den Brent Crude Future Contract steigende, aber auch fallende Kursnotierungen des Brent Crude Future Contract gehebelt nach. Wird die Knock-out-Schwelle (aktuell 48,18 USD) berührt, verfällt das Zertifikat wertlos.

 

Risikobeschreibung

 

Stand: 08.11.2017, Emittentin: DZ BANK
DZ BANK, Online-Vertrieb

 

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(Bewertungen: 9)

Endlos Turbo Long 47,268 open end: Basiswert Brent Crude Future Contract

DD1C8E / //
Quelle: DZ BANK: Geld 23.02. 23.02., Brief 23.02. 23.02.
DD1C8E // Quelle: DZ BANK: Geld 23.02. 23.02., Brief 23.02. 23.02.
16,04
Geld in EUR
16,06
Brief in EUR
6,08%
Diff. Vortag in %
Basiswertkurs: 67,17 USD
Quelle : ICE Fut Eur, 23.02.
  • Basispreis 47,268 USD
  • Abstand zum Basispreis in % 29,63%
  • Knock-Out-Barriere 47,268 USD
  • Abstand zum Knock-Out in % 29,63%
  • Hebel 3,39x
  • Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 1,00

News / Brent Crude Future Contract

23.02.2018 | 18:25:48 (dpa-AFX)
Ölpreise gestiegen

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Freitag an die starken Gewinne vom Vortag anknüpft. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im April kostete zuletzt 67,07 US-Dollar. Das waren 68 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 82 Cent auf 63,58 Dollar.

Die Ölpreise waren am Freitag zwar kurzzeitig gefallen, stiegen sie jedoch wieder deutlich an. Am Ölmarkt bleibt die Entwicklung der Fördermenge in den USA und der amerikanischen Ölreserven ein beherrschendes Thema. Bereits am Vortag hatte die US-Regierung einen überraschenden Rückgang der amerikanischen Ölreserven gemeldet und damit einen starken Anstieg der Ölpreise ausgelöst. Der US-Ölpreis war in kurzer Zeit um mehr als zwei Prozent nach oben geschossen, nachdem bekannt geworden war, dass die Lagerbestände gefallen waren.

Es sei allerdings fraglich, ob das rekordniedrige Niveau der Netto-Importe in den nächsten Wochen bestanden haben werden, hieß es von der Commerzbank. Zudem befindet sich die US-Fördermenge mit 10,27 Millionen Barrel pro Tag weiter auf Rekordniveau./jsl/he

23.02.2018 | 13:11:41 (dpa-AFX)
Ölpreise geben nach
23.02.2018 | 07:47:47 (dpa-AFX)
Ölpreise sind stabil nach starken Vortagesgewinnen
22.02.2018 | 18:55:32 (dpa-AFX)
Ölpreise steigen nach gesunkenen US-Lagerbeständen
22.02.2018 | 13:19:07 (dpa-AFX)
Ölpreise gesunken
22.02.2018 | 12:50:22 (dpa-AFX)
Preis für Opec-Rohöl gesunken
22.02.2018 | 07:44:57 (dpa-AFX)
Ölpreise sinken - US-Lagerdaten im Fokus

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