Rohstoff-Trading / 06.11.2019 | 08:54:48 Werbung

Brent: Bullen schlagen eindrucksvoll zurück!

Martin Merz
Autor Martin Merz

Produktmanager bei der DZ BANK

Die Notierungen bei Brent konnten sich in den vergangenen Handelstagen wieder stabilisieren, nachdem die Aussicht auf eine zumindest vorläufige Einigung im Handelsstreit zwischen den USA und China für Optimismus an den Terminmärkten gesorgt hatte. Nachdem die Notierungen zuletzt wieder die Marke von 60 USD überzeugend zurückerobern konnten, bietet sich der Wechsel zu einem Long-Szenario an.

Martin Merz
Autor Martin Merz

Produktmanager bei der DZ BANK

Lage: OPEC-Produktion steigt deutlich an

Angesichts der unerwartet raschen Instandsetzung der durch Terroranschläge Mitte September stark in Mitleidenschaft gezogenen Förderanlagen in Saudi-Arabien markierte die Ölproduktion der OPEC-Staaten im Oktober gegenüber dem Vormonat ein unerwartet deutliches Plus. Angesichts der zuletzt schwachen Konjunkturdaten aus China, den USA und Europa zeigte sich auch die OPEC zurückhaltend bei der Ölnachfrage für das laufende und das kommende Jahr und revidierte daher ihre Prognosen wie zuvor die IEA ebenfalls nach unten.

 

Perspektive: Mögliche Einigung im Handelskonflikt und Stützungsmaßnahmen der OPEC

Für frische Impulse an den Terminmärkten sorgte der sich abzeichnende Kompromiss zwischen China und den USA im weiter schwelenden Handelskonflikt. Nach Aussage von US-Präsident Trump könnte demnach bereits Mitte November ein Teilabkommen zwischen den beiden Wirtschaftsnationen geschlossen werden. Damit wären die Befürchtungen über eine konjunkturell bedingt weiter rückläufige Ölnachfrage nach Einschätzung von Marktbeobachtern zunächst vom Tisch, was auch an den Terminmärkten für Erleichterung sorgte. Für zusätzlichen Support sorgten Medienberichte, wonach die OPEC und ihre Verbündeten außerhalb des Ölkartells angesichts der zuletzt rückläufigen globalen Ölnachfrage weitergehende Stützungsmaßnahmen in Erwägung ziehen. Zunächst soll demnach sichergestellt werden, dass sich alle Unterzeichnerstaaten an die zuletzt vereinbarten Förderkürzungen halten, zumal einige Teilnehmerstaaten der OPEC+-Allianz wie Nigeria oder der Irak diese Ziele bislang nicht vollständig eingehalten haben. Danach werde man im Rahmen des im Dezember stattfindenden OPEC-Meetings über mögliche weitergehende Maßnahmen beraten. Neben Saudi-Arabien scheint vor allem Russland an neuen Stützungsmaßnahmen interessiert, um die klammen Staatskassen zu entlasten. Da negative Nachrichten wie ein deutlich höher als erwarteter Öl-Output der OPEC-Staaten zuletzt mit Käufen beantwortet wurden, hat sich das Sentiment zugunsten der Bullen verschoben, was unserer Einschätzung nach weiter steigende Notierungen wahrscheinlich macht.

 

Trading-Taktik

Nachdem sich die Marke von 58 USD zuletzt als tragfähiger Support erwiesen hatte, konnten die Ölpreisnotierungen die psychologische Marke von 60 USD nachhaltig überwinden. Dabei ist die Tatsache, dass kurzfristige Rücksetzer mit Käufen beantwortet wurden, unseres Erachtens bullisch zu werten. Daher revidieren wir unser zuletzt skizziertes Short-Szenario und gehen von einer weiteren Fortsetzung der Erholungsbewegung aus. Es bietet sich an, prozyklisch im Bereich oberhalb der Marke von 62 USD Long-Positionen aufzubauen. Als Stop-Loss bietet sich u.E. ein Wert im Bereich der Marke von 57 USD an.

 

Produktidee: Endlos-Turbo Long auf Brent

Mit Hebelprodukten können Anleger überproportional an allen Kursentwicklungen des zugrunde liegenden Basiswerts partizipieren. Aufgrund der Hebelwirkung reagiert das Produkt auf kleinste Kursbewegungen des Basiswerts. Da die Wertentwicklung des Basiswerts im Laufe der Zeit schwanken bzw. sich nicht entsprechend den Erwartungen des Anlegers entwickeln kann, besteht das Risiko, dass das eingesetzte Kapital nicht in allen Fällen in voller Höhe zurückgezahlt wird. Der Kapitalverlust kann ein erhebliches Ausmaß annehmen, sodass ein Totalverlust entstehen kann.

Auf den Basiswert Brent Crude Oil Contract stehen verschiedene Endlos-Turbos zur Verfügung. Ein Beispiel ist der Endlos-Turbo Long mit einem Basispreis von 41,14 USD sowie einer Knock-Out-Barriere von 41,14 USD. Der Endlos-Turbo Long auf den Brent Crude Oil Contract hat keine feste Laufzeit, kann aber während der Laufzeit verfallen, sofern ein Knock-Out-Ereignis eintritt. Ein Knock-Out-Ereignis tritt ein, wenn der Beobachtungspreis (jeder Kurs des Basiswerts an einem Beobachtungstag, wie er von der maßgeblichen Börse berechnet wird) mindestens einmal auf oder unter der Knock-Out-Barriere liegt. Tritt ein solches Knock-Out-Ereignis ein, verfällt das Produkt ohne weiteres Tätigwerden des Anlegers wertlos, sodass es zu einem Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommt.

Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist auch möglich, wenn die DZ BANK als Emittent ihre Verpflichtungen aus dem Zertifikat aufgrund behördlicher Anordnungen oder einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit/Überschuldung) nicht mehr erfüllen kann.

 

Risikobeschreibung
Eine ausführliche Erläuterung der genannten Fachbegriffe finden Sie in unserem Glossar.

Stand: 06.11.2019
Emittentin: DZ BANK AG / Online-Redaktion

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(Bewertungen: 1)

Endlos Turbo Long 41,167 open end: Basiswert Brent Crude Future Contract

DF1J3G / //
Quelle: DZ BANK: Geld 15.11., Brief 15.11.
DF1J3G // Quelle: DZ BANK: Geld 15.11., Brief 15.11.
20,06 EUR
Geld in EUR
20,07 EUR
Brief in EUR
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Diff. Vortag in %
Basiswertkurs: 63,33 USD
Quelle : ICE Fut Eur , 03:06:42
  • Basispreis
    (Stand 15.11. 04:09 Uhr)
    41,167 USD
  • Abstand zum Basispreis in %

    35,00%
  • Knock-Out-Barriere
    (Stand 15.11. 04:09 Uhr)
    41,167 USD
  • Abstand zum Knock-Out in %

    35,00%
  • Hebel 2,85x
  • Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 1,00

News / Brent Crude Future Contract

15.11.2019 | 17:31:27 (dpa-AFX)
Ölpreise legen zu - Hoffnung auf Handelsabkommen stützt

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Freitag zugelegt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete zuletzt 62,82 US-Dollar. Das waren 54 Cent mehr als am Donnerstag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 49 Cent auf 57,26 Dollar.

An den Finanzmärkten herrschte kurz vor dem Wochenende eine breitangelegte Kauflaune nach Äußerungen von Larry Kudlow, Wirtschaftsberater von US-Präsident Donald Trump. Kudlow hatte am späten Donnerstagabend vor Journalisten gesagt, man nähere sich einem ersten Handelsabkommen mit China. Dies sorgte für eine allgemein freundlichen Stimmung an den Märkten, von der auch die Ölpreise profitieren konnten. Der Handelskonflikt zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt gilt als großes Konjunktur- und Nachfragerisiko am Ölmarkt.

Aussagen der Internationale Energieagentur (IEA) konnten die Ölpreise nur zeitweise belasten. Der Interessenverband führender Industriestaaten erwartet im kommenden Jahr keine Engpässe bei der Versorgung der Weltwirtschaft mit Rohöl. Der Ölmarkt werde weiterhin gut versorgt sein und es sei mit einer insgesamt "ruhigen" Lage zu rechnen, hieß es im Monatsbericht der IEA.

Bei den Ländern außerhalb der Opec erwartet die IEA im kommenden Jahr einen Zuwachs der Fördermenge um durchschnittlich 2,3 Millionen Barrel pro Tag. Damit liegt die aktuelle Prognose um 100 000 Barrel pro Tag höher als im Monat zuvor. Außerdem sei auch im kommenden Jahr mit vergleichsweise hohen Lagerbeständen an Rohöl zu rechnen./jkr/he

15.11.2019 | 12:54:57 (dpa-AFX)
Preis für Opec-Öl gestiegen
15.11.2019 | 12:37:50 (dpa-AFX)
Ölpreise drehen in die Verlustzone - IEA-Bericht belastet
15.11.2019 | 12:25:07 (dpa-AFX)
IEA sieht globalen Ölmarkt 2020 gut versorgt
15.11.2019 | 07:56:19 (dpa-AFX)
Ölpreise legen etwas zu
14.11.2019 | 17:48:42 (dpa-AFX)
Ölpreise geben frühen Gewinne teilweise ab - US-Lagerdaten belasten
14.11.2019 | 13:20:46 (dpa-AFX)
Ölpreise legen weiter zu

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