Rohstoff-Trading / 29.08.2018 | 10:46:35 Werbung

Brent: Bullen melden sich mit scharfer Aufwärtskorrektur zurück!

DZ BANK AG / Online-Redaktion
Autor DZ BANK AG / Online-Redaktion

Innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe fungiert die DZ BANK als Spitzeninstitut und Zentralbank.

  • unerwartet deutlicher Rückgang der US-Öllagerbestände
  • Experten gehen bei weiterer Eskalation des Handelskonflikts zwischen China und den USA von deutlich geringeren Ölimporten im Reich der Mitte aus
DZ BANK AG / Online-Redaktion
Autor DZ BANK AG / Online-Redaktion

Innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe fungiert die DZ BANK als Spitzeninstitut und Zentralbank.

Die Lage: Unerwartet deutlicher Rückgang bei den US-Öllagerbeständen

Die Lage am US-Ölmarkt hat sich unerwartet deutlich entspannt. Dies belegt der unerwartet deutliche Rückgang der US-Öllagerbestände, die um 5,1 Millionen Barrel und damit deutlich stärker als erwartet zurückgingen. Marktbeobachtern zufolge waren vor allem die ungewöhnlich hohe Nachfrage seitens der US-Raffineriebetreiber für das deutliche Absinken der Öllagerbestände verantwortlich. In der Vorwoche hatten die US-Öllagerbestände noch einen unerwartet deutlichen Anstieg verzeichnet, was bei vielen Marktbeobachtern als Zeichen für eine schwache US-Ölnachfrage gewertet wurde. Gut ins Bild passt dabei auch die Tatsache, dass die US-Ölproduktion zwar mit einem leichten Anstieg um 100.000 Barrel wieder im Bereich ihrer Rekordstände von 11 Millionen Barrel pro Tag rangiert. Die vom US-Ölfelddienstleister Baker Hughes veröffentlichte Statistik zeigt jedoch, dass die Zahl der aktiven Ölplattformen im Vergleich zur Vorwoche um 9 auf insgesamt 860 sank, was auf ein verhalteneres Tempo beim Ausbau der US-Kapazitäten hinweist.

 

Die Perspektive: Iran-Embargo und geringere OPEC-Produktion stützen nur kurzfristig

Im Blick steht an den Terminmärkten das immer näher rückende Inkrafttreten der US-Sanktionen gegen den Iran, das den viertgrößten OPEC-Produzenten quasi vom internationalen Ölhandel ausschließt. Der Iran versucht dies derzeit mit allen Mitteln zu verhindern und kündigte kürzlich eine Klage vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag an. Allerdings dürfte der Iran nach Einschätzung von Beobachtern hier kaum den gewünschten Erfolg erzielen. Scheidet der Iran als Ölexporteur aus, sollte dies die Angebots- und Nachfragesituation weiter stützen. Allerdings haben die USA und auch andere OPEC-Staaten Maßnahmen angekündigt, um eventuelle Engpässe durch höhere Fördermengen zu kompensieren.

 

Ein weit gewichtigeres Argument für die Öl-Bullen lieferten die zuletzt deutlich gesunkenen Produktionsdaten. Hier wurde für Juli ein überraschender Rückgang um 9% bei den Teilnehmerländern des Ölförderkürzungsabkommens ermittelt. Dabei war dieses überraschende Ergebnis vor allem Rückgängen bei der Ölförderung in Venezuela sowie in einigen afrikanischen Staaten geschuldet. Nach Einschätzung der Energiebehörde IEA dürfte sich die Abwärtsspirale bei der Ölförderung in Venezuela weiter fortsetzen, wobei angesichts der maroden Ölinfrastruktur des Landes weitere Produktionsrückgänge zu erwarten sind. Nach Einschätzung der OPEC und der IEA drohen spätestens mit dem Inkrafttreten des Iran-Abkommens Lieferengpässe. Weiterhin angespannt bleibt die Ölnachfrage. Hier dürfte sich der weiter schwelende Handelskonflikt zwischen China und den USA negativ bemerkbar machen, zumal viele Marktbeobachter im Falle einer weiteren Eskalation von deutlich geringeren Ölimporten im Reich der Mitte ausgehen. Auch die Nachfragebelebung in den USA könnte sich als kurzfristiger Effekt entpuppen. Denn im Zuge der anstehenden „Maintenance Season“ in den USA dürfte sich die Nachfrage der US-Raffinerien in den kommenden Wochen deutlich abkühlen. Entsprechend stehen die Chancen gut, dass sich die zuletzt gesehene Erholungsbewegung als kurzfristiges Strohfeuer entpuppen dürfte. 

 

Trading-Taktik: Short am übergeordneten Abwärtstrend

Die Öl-Bullen konnten zuletzt den Angriff auf die wichtige Support-Zone im Bereich von 71 bis 72 USD überzeugend parieren. Nachdem die Unterstützung verteidigt werden konnte, leitete Brent Crude Oil in der Folge eine dynamische mehrtägige Erholungsbewegung ein, welche die Notierungen über den kurzfristigen Abwärtstrend im Bereich der 76-USD-Marke katapultierte. Damit wurde der empfohlene Stop-Loss für das Short-Szenario getriggert. Gestern wurden die Kursavancen bei Brent Crude Oil jedoch erneut im Bereich oberhalb der Marke von 77 USD abverkauft. Dies ist insofern relevant, da in diesem Bereich der seit Mitte Mai gültige übergeordnete Abwärtstrend verläuft, an dem Kurserholungen zuletzt in schöner Regelmäßigkeit abverkauft wurden. Wir sehen damit weiterhin ein gutes CRV für einen Short-Einstieg mit enger Risikotoleranz. Als Stop-Loss bietet sich hier ein Wert im Bereich des 52-Wochen-Hochs bei 80 USD an.

 

Die Produktidee: Endlos-Turbo Short auf Brent

Mit einem Hebelprodukt können Anleger überproportional an der Kursentwicklung des jeweiligen Basiswertes partizipieren. So vollzieht z.B. ein Endlos-Turbo Short auf den Brent Crude Future Contract steigende, aber auch fallende Kursnotierungen des Brent Crude Future Contract gehebelt nach. Wird die Knock-Out-Barriere (aktuell 113,72 USD) berührt, verfällt das Zertifikat allerdings wertlos.

 

Risikobeschreibung

 

Glossar

Hebelprodukt: Hebelprodukte sind Zertifikate, die überproportional auf Kursveränderungen des zugrunde liegenden Basiswertes reagieren. Durch einen Hebel und einen geringeren Kapitaleinsatz kann eine relativ überproportionale Wertentwicklung gegenüber dem Basiswert erzielt werden.

Hebel: Der Hebel ist ein Faktor, der anzeigt, wie stark der Preis eines Zertifikats auf eine Kursänderung des zugrunde liegenden Basiswertes reagiert. Der Hebel wirkt dabei in beide Richtungen und verstärkt sowohl steigende als auch fallende Kursnotierungen.

Knock-Out-Barriere: Eine Knock-Out-Barriere findet sich bei sogenannten Knock-Out-Produkten wie Turbo-Optionsscheinen und Mini-Futures. Wird diese Knock-Out-Barriere berührt oder durchbrochen, verfällt das Knock-Out-Produkt wertlos (Turbo-Optionsscheine) bzw. nahezu wertlos (Mini-Futures).

 

Stand: 29.08.2018
Emittentin: DZ BANK AG / Online-Redaktion

 

Hinweis auf das Basisinformationsblatt
Sie können das von der DZ BANK für dieses Zertifikat erstellte Basisinformationsblatt in der jeweils aktuellen Fassung im Internet unter www.dzbank-derivate.de abrufen. Dies ist so lange möglich, wie das Zertifikat für Privatanleger verfügbar ist.

Hinweis auf den Prospekt
Der bezüglich des öffentlichen Angebots von der DZ BANK erstellte Basisprospekt wird zusammen mit den zugehörigen Endgültigen Bedingungen sowie etwaigen Nachträgen zum Basisprospekt im Internet unter www.dzbank-derivate.de veröffentlicht. Kopien der vorgenannten Unterlagen in gedruckter Form sind außerdem auf Verlangen kostenlos bei der DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank, Frankfurt am Main, F/GTDR, Platz der Republik, 60265 Frankfurt am Main, Deutschland, erhältlich.

Rechtliche Hinweise: Dieses Dokument ist eine Werbemitteilung und dient ausschließlich Informationszwecken. Dieses Dokument wurde durch die DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank („DZ BANK“) erstellt und ist zur Verteilung in der Bundesrepublik Deutschland bestimmt. Dieses Dokument richtet sich nicht an Personen mit Wohn- und/oder Gesellschaftssitz und/oder Niederlassungen im Ausland, vor allem in den Vereinigten Staaten von Amerika, Kanada, Großbritannien oder Japan. Dieses Dokument darf im Ausland nur in Einklang mit den dort geltenden Rechtsvorschriften verteilt werden und Personen, die in den Besitz dieser Informationen und Materialien gelangen, haben sich über die dort geltenden Rechtsvorschriften zu informieren und diese zu befolgen. Dieses Dokument stellt weder ein öffentliches Angebot noch eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebotes zum Erwerb von Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar. Die DZ BANK ist insbesondere nicht als Anlageberater oder aufgrund einer Vermögensbetreuungspflicht tätig. Dieses Dokument ist keine Finanzanalyse. Dieses Dokument stellt eine unabhängige Bewertung der entsprechenden Emittentin bzw. Wertpapiere durch die DZ BANK dar. Alle hierin enthaltenen Bewertungen, Stellungnahmen oder Erklärungen sind diejenigen des Verfassers des Dokuments und stimmen nicht notwendigerweise mit denen der Emittentin oder dritter Parteien überein. Die DZ BANK hat die Informationen, auf die sich das Dokument stützt, aus als zuverlässig erachteten Quellen übernommen, ohne jedoch alle diese Informationen selbst zu verifizieren. Dementsprechend gibt die DZ BANK keine Gewährleistungen oder Zusicherungen hinsichtlich der Genauigkeit, Vollständigkeit oder Richtigkeit der hierin enthaltenen Informationen oder Meinungen ab. Die DZ BANK übernimmt keine Haftung für unmittelbare oder mittelbare Schäden, die durch die Verteilung und/oder Verwendung dieses Dokuments verursacht werden und/oder mit der Verteilung und/oder Verwendung dieses Dokuments im Zusammenhang stehen. Eine Investitionsentscheidung bezüglich irgendwelcher Wertpapiere oder sonstiger Finanzinstrumente sollte auf der Grundlage eines Beratungsgesprächs sowie Prospekts oder Informationsmemorandums erfolgen und auf keinen Fall auf der Grundlage dieses Dokuments. Unsere Bewertungen können je nach den speziellen Anlagezielen, dem Anlagehorizont oder der individuellen Vermögenslage für einzelne Anleger nicht oder nur bedingt geeignet sein. Die Informationen und Meinungen entsprechen dem Stand zum Zeitpunkt der Erstellung des Dokuments. Sie können aufgrund künftiger Entwicklungen überholt sein, ohne dass das Dokument geändert wurde.

 

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(Bewertungen: 12)

Endlos Turbo Short 111,626 open end: Basiswert Brent Crude Future Contract

DD8F1G / //
Quelle: DZ BANK: Geld 22.01. 21:59:59, Brief 22.01. 21:59:59
DD8F1G // Quelle: DZ BANK: Geld 22.01. 21:59:59, Brief 22.01. 21:59:59
44,22 EUR
Geld in EUR
44,23 EUR
Brief in EUR
2,67%
Diff. Vortag in %
  • Basispreis 111,626 USD
  • Abstand zum Basispreis in % 81,51%
  • Knock-Out-Barriere 111,626 USD
  • Abstand zum Knock-Out in % 81,51%
  • Hebel 1,22x
  • Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 1,00

News / Brent Crude Future Contract

22.01.2019 | 17:42:09 (dpa-AFX)
Ölpreise fallen deutlich - Konjunktursorgen belasten

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Dienstag stark unter Druck geraten. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete zuletzt 60,91 US-Dollar. Das waren 1,83 Dollar weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 1,78 Dollar auf 52,02 Dollar.

Der wachsende Konjunkturpessimismus und die schwachen Aktienmärkte lasteten auf den Ölpreise. Michael Poulsen, Analyst beim Industriesachversicherer Global Risk Management, sah auch in den jüngsten Wachstumsdaten aus China eine Ursache für die Kursverluste. In der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt hatte sich das Wachstum im vergangenen Jahr abgeschwächt. Mit einem Abflauen der Konjunktur in führenden Volkswirtschaften dürfte auch die Nachfrage nach Rohöl auf dem Weltmarkt sinken. Am Nachmittag verstärkten schwache Daten vom US-Häusermarkt die trübe Stimmung./jsl/he

22.01.2019 | 13:20:52 (dpa-AFX)
Ölpreise bauen Verluste aus - Konjunkturflaute belastet
22.01.2019 | 07:40:28 (dpa-AFX)
Ölpreise geben nach - IWF-Prognosen belasten weiter
21.01.2019 | 17:50:25 (dpa-AFX)
Ölpreise bewegen sich wenig
21.01.2019 | 13:19:31 (dpa-AFX)
Ölpreise drehen in die Verlustzone
21.01.2019 | 08:01:35 (dpa-AFX)
Ölpreise legen etwas zu
18.01.2019 | 18:40:58 (dpa-AFX)
Ölpreise bauen Gewinne aus - Hoffnung auf Ende des Handelsstreits

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