Rohstoff-Trading / 08.01.2021 | 11:29:13 Werbung

Brent: Bullen machen weiter Druck!

Marcus Landau
Autor Marcus Landau

Senior Manager Public Distribution bei der DZ BANK

Die Ölpreisnotierungen zeigten sich zum Jahresende weiter in bullischer Verfassung und konnten sich oberhalb der psychologisch wichtigen Marke von 50 USD behaupten. Der Beginn der weltweiten Impfstoffkampagne sorgte zuletzt an den Terminmärkten für Zuversicht, dass die Pandemie in absehbarer Zeit beendet sein dürfte. Sinkende Öllagerbestände in den USA und stabile Ölimporte aus Asien deuten trotz der zuletzt weiter verschärften Quarantänemaßnahmen auf eine Stabilisierung der Ölnachfrage hin. Technisch bleibt die Ausgangssituation bei Brent Crude Oil unserer Einschätzung nach weiter bullisch, wobei ein Breakout auf ein neues Verlaufshoch die übergeordnete Trendfortsetzung einleiten dürfte.

Marcus Landau
Autor Marcus Landau

Senior Manager Public Distribution bei der DZ BANK

Quarantänemaßnahmen werden verschärft, Beginn der Impfstoffkampagne sorgt für Zuversicht

Angesichts rekordhoher Neuinfektionszahlen verschärften zuletzt viele Staaten, vor allem in Europa, ihre Quarantänemaßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie. Geschäfte mit Ausnahme von Supermärkten bleiben bis auf weiteres geschlossen, während für den internationalen Flug- und Reiseverkehr weiterhin strikte Einschränkungen gelten. Mit dem seit Ende Dezember erfolgten Start der Impfstoff-Kampagne in Europa, Asien und den USA dürfte sich die Lage nach Einschätzung vieler Experten nach und nach wieder entspannen. Da sich vor allem Risikogruppen erfolgreich gegen eine COVID-19-Infektion schützen können, dürften die zuletzt verschärften Quarantänemaßnahmen wieder gelockert werden, was sich auch positiv auf die Ölnachfrage auswirken dürfte. Entsprechend rechnet sowohl die OPEC als auch die International Energy Agency für 2021 mit einem Anstieg der globalen Ölnachfrage von 5 bis 6 Millionen Barrel pro Tag.

 

Ölnachfrage erholt sich langsam - OPEC-Stützungsmaßnahmen sorgen für Support

Die jüngsten US-Öllagerdaten deuten bereits auf eine Stabilisierung der Ölnachfrage hin, obwohl auch in Nordamerika die Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie in vielen US-Bundesstaaten nachhaltig verschärft wurden. So fiel der Rückgang der US-Öllagerbestände mit -4,8 Millionen Barrel deutlich höher aus als vom Marktkonsens erwartet. Auch die Ölimporte von China und Indien verharren trotz zuletzt gesehener leichter Rückgänge im November weiter auf hohem Niveau und dürften nach Einschätzung von Marktbeobachtern angesichts der zuletzt gesehenen robusten Wirtschaftsdaten weiter zulegen. Dank der von der OPEC+-Gemeinschaft beschlossenen Anpassung der Förderkürzungen um 500.000 Barrel anstelle der ursprünglich vorgesehenen 2 Millionen Barrel pro Tag drohen zumindest kurzfristig keine nennenswerten Gefahren durch ein Überangebot. Entsprechend bullisch zeigte sich zuletzt die Price-Action beim Ölpreis. So wurden Rücksetzer nach Meldungen, wonach sich die Impfstoffkampagne durch Produktionsengpässe bei einigen Herstellern möglicherweise verzögern könnte, mit Käufen beantwortet, was die Zuversicht der Ölbullen unterstreicht.

 

Trading Taktik: Endlos-Turbo Long auf Brent

Brent konnte sich in den vergangenen Wochen oberhalb der Marke von 50 USD erfolgreich stabilisieren. Bullisch zu werten ist dabei die Tatsache, dass Rücksetzer im Bereich der Support-Zone mit Käufen beantwortet wurden. Nach dem zuletzt erfolgreichen Test der 50-USD-Marke präsentierten sich die Notierungen zuletzt fester. Mit dem Breakout auf ein neues Verlaufshoch stehen die Zeichen hier unserer Einschätzung nach weiter auf Trendfortsetzung. Es bietet sich daher an, bei Long-Positionen weiter mit einem Stop-Loss im Bereich der Marke von 44 USD investiert zu bleiben.

Mit Hebelprodukten können Anleger überproportional an allen Kursentwicklungen des zugrunde liegenden Basiswerts partizipieren. Aufgrund der Hebelwirkung reagiert das Produkt auf kleinste Kursbewegungen des Basiswerts. Da die Wertentwicklung des Basiswerts im Laufe der Zeit schwanken bzw. sich nicht entsprechend den Erwartungen des Anlegers entwickeln kann, besteht das Risiko, dass das eingesetzte Kapital nicht in allen Fällen in voller Höhe zurückgezahlt wird. Der Kapitalverlust kann ein erhebliches Ausmaß annehmen, sodass ein Totalverlust entstehen kann.

Auf den Basiswert Brent Crude Oil Contract stehen verschiedene Endlos-Turbos zur Verfügung. Ein Beispiel ist der Endlos-Turbo Long mit einem Basispreis von 36,872 USD sowie einer Knock-Out-Barriere von 36,872 USD. Das Produkt eignet sich für Anleger, die auf steigende Kurse des Basiswerts setzen wollen. Der Endlos-Turbo Long auf den Brent Crude Oil Contract hat keine feste Laufzeit, kann aber während der Laufzeit verfallen, sofern ein Knock-Out-Ereignis eintritt. Ein Knock-Out-Ereignis tritt ein, wenn der Beobachtungspreis (jeder Kurs des Basiswerts an einem Beobachtungstag, wie er von der maßgeblichen Börse berechnet wird) mindestens einmal auf oder unter der Knock-Out-Barriere liegt. Tritt ein solches Knock-Out-Ereignis ein, verfällt das Produkt ohne weiteres Tätigwerden des Anlegers wertlos, sodass es zu einem Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommt.

Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist auch möglich, wenn die DZ BANK als Emittent ihre Verpflichtungen aus dem Zertifikat aufgrund behördlicher Anordnungen oder einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit/Überschuldung) nicht mehr erfüllen kann.

 

Risikobeschreibung
Eine ausführliche Erläuterung der genannten Fachbegriffe finden Sie in unserem Glossar.

Stand: 08.01.2021
Emittentin: DZ BANK AG / Online-Redaktion

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(Bewertungen: 2)

Endlos Turbo Long 36,893 open end: Basiswert Brent Crude Future Contract

DFW05G / //
Quelle: DZ BANK: Geld 15.01., Brief 15.01.
DFW05G // Quelle: DZ BANK: Geld 15.01., Brief 15.01.
14,96 EUR
Geld in EUR
14,97 EUR
Brief in EUR
-6,44%
Diff. Vortag in %
Basiswertkurs: 55,00 USD
Quelle : ICE Fut Eur , 15.01.
  • Basispreis
    (Stand 15.01. 04:11 Uhr)
    36,893 USD
  • Abstand zum Basispreis in %

    32,92%
  • Knock-Out-Barriere
    (Stand 15.01. 04:11 Uhr)
    36,893 USD
  • Abstand zum Knock-Out in % 32,92%
  • Hebel 3,04x
  • Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 1,00

News / Brent Crude Future Contract

15.01.2021 | 19:24:13 (dpa-AFX)
Ölpreise geben kräftig nach

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Freitag erheblich unter Druck geraten. Marktbeobachter nannten vor allem den steigenden US-Dollar und die allgemein schlechte Finanzmarktstimmung als Gründe. Hinzu kam die Sorge wegen der zunehmend angespannten Corona-Lage in vielen Ländern. In der Summe lasteten die Faktoren spürbar auf der Stimmung am Rohölmarkt.

Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Abend 55,05 US-Dollar. Das waren 1,37 Dollar weniger als am Donnerstag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 1,32 Dollar auf 52,25 Dollar. Zeitweise waren die Notierungen noch stärker abgerutscht.

Die Finanzmarktstimmung war vor dem Wochenende schlecht und zog die Rohölpreise mit nach unten. Es wurden mehrere Auslöser genannt, darunter enttäuschend aufgenommene Quartalszahlen großer US-Banken, anhaltend hohe Corona-Infektionen in vielen Ländern sowie eine verzögerte Lieferung von Corona-Impfstoffen in Europa. Der Dollar als Weltreservewährung wurde deshalb angesteuert, er stieg daraufhin im Kurs. Dies verteuerte Erdöl für viele Interessenten außerhalb des Dollarraums und ermäßigte deren Nachfrage.

Getrübt wurde die Finanzmarktstimmung auch von schwachen Konjunkturdaten aus den USA. Zahlen vom Einzelhandel enttäuschten ebenso wie die von der Uni Michigan erhobene Konsumstimmung. Richard Curtin, für die Erhebung der Verbraucherstimmung zuständiger Chefökonom, führte die Eintrübung auf die angespannte Corona-Lage und den politischen Streit über den scheidenden US-Präsidenten Donald Trump zurück. Wenige Tage vor seinem Amtsende soll dieser nach dem Willen der Demokraten seines Amtes enthoben werden./bgf/stw

15.01.2021 | 12:48:03 (dpa-AFX)
Ölpreise weiten Verluste aus - Corona-Sorgen
15.01.2021 | 07:35:54 (dpa-AFX)
Ölpreise sinken - Gegenbewegung nach Höhenflug
14.01.2021 | 19:18:40 (dpa-AFX)
Ölpreise drehen in die Gewinnzone
14.01.2021 | 13:09:47 (dpa-AFX)
Ölpreise sinken leicht
14.01.2021 | 07:58:20 (dpa-AFX)
Ölpreise geben etwas nach
13.01.2021 | 19:17:17 (dpa-AFX)
Ölpreise drehen in die Verlustzone

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