Rohstoff-Trading / 12.09.2018 | 11:12:25 Werbung

Brent: Bullen machen Druck, Widerstand bei 80 USD im Fokus!

DZ BANK AG / Online-Redaktion
Autor DZ BANK AG / Online-Redaktion

Innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe fungiert die DZ BANK als Spitzeninstitut und Zentralbank.

  • OPEC-Produktion zieht an
  • US-Hurrikansaison sorgt für steigende Spritpreise
  • Iran-Embargo wirft seine Schatten voraus
DZ BANK AG / Online-Redaktion
Autor DZ BANK AG / Online-Redaktion

Innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe fungiert die DZ BANK als Spitzeninstitut und Zentralbank.

Die Lage: Steigende Öl-Produktion der OPEC-Staaten belastet

Der Ölpreis zeigte sich in den vergangenen Wochen etwas erholt, ein entscheidender Durchbruch auf ein neues Jahreshoch blieb den Bullen jedoch versagt. Dabei belasteten vor allem eine unerwartet deutlich angestiegene Ölproduktion der OPEC-Staaten. Laut einem kürzlich veröffentlichten Communiqué erhöhte sich der Öl-Output der Mitglieder des Ölkartells im August um 220.000 Barrel pro Tag und lag damit auf einem 10-Monats-Hoch. Unter anderem waren hierfür eine deutlich höhere Ölproduktion in Libyen und im Irak verantwortlich. In den USA sorgte derweil ein Rückgang bei der Zahl der aktiven Ölbohrplattformen für etwas Entspannung. Laut einer Erhebung des Ölservicedienstleisters Baker Hughes sank die Zahl der Rigs um 2 auf 860, womit der Anstieg aus der Vorwoche egalisiert wurde. Die US-Ölproduktion blieb jedoch mit knapp 10,6 Millionen Barrel pro Tag weiter auf hohem Niveau.

 

Die Perspektive: US-Sanktionen werfen ihre Schatten voraus - Hurrikansaison

Vor dem Hintergrund der Anfang November in Kraft tretenden US-Sanktionen gegen den Iran gehen die Ölexporte des drittgrößten OPEC-Produzenten früher als erwartet zurück. Unter anderem drosselten Japan und Indien ihre Ölimporte aus dem Iran zuletzt deutlich und werden Marktbeobachtern zufolge ihre Importe aus dem Iran bis Anfang November ganz einstellen, um sich nicht den angedrohten US-Sanktionen aussetzen zu müssen. Lediglich China bleibt dem Iran voraussichtlich als Großabnehmer erhalten. Da man sich ohnehin mit den USA in einem Handelskrieg befindet, sind für Peking mögliche Sanktionen der US-Regierung ohnehin keine ernstzunehmende Drohung. Der weiter eskalierende Handelsstreit zwischen den USA und China könnte sich jedoch negativ auf die globale Ölnachfrage auswirken, so die Einschätzung einiger Marktbeobachter. Das anstehende Iran-Embargo scheint hingegen bereits mehr als eingepreist zu sein. Daneben werden sich hochrangige US-Regierungsvertreter in den kommenden Tagen mit Repräsentanten aus Saudi-Arabien und Russland treffen, um die Folgen eines Iran-Embargos abzumildern. Konkret wird über eine Erhöhung der Fördermenge verhandelt, um das Ölangebot mindestens stabil zu halten.

 

Support für die Bullen könnte indessen die anstehende Hurrikansaison in den USA bringen. Denn mit „Florence“ nähert sich der wohl schwerste Wirbelsturm der vergangenen 30 Jahre der US-Ostküste und sorgt dort bei der Bevölkerung in vielen Regionen für einen regelrechten Massenexodus und steigende Benzinpreise. Bereits zuvor hatte Hurrikan „Gordon“ im Golf von Mexiko für Unruhe und die zeitweilige Stilllegung einiger Ölförderplattformen gesorgt. Sollte sich die Hurrikansaison ähnlich dramatisch entwickeln wie im vergangenen Jahr, können teils massive Förderausfälle drohen, so die Einschätzung einiger Analysten. Dieses Szenario scheint aktuell an den Terminmärkten eingepreist zu werden, da bullische Nachrichten wie etwa die in Kraft tretenden Iran-Sanktionen oder die aufkommende Hurrikansaison aktuell übergewichtet werden.

 

Die Trading-Taktik: Long bei Ausbruch auf 80 USD

Brent Crude Oil zeigte sich in den vergangenen Handelstagen deutlich fester. Im Bereich knapp unterhalb der Marke von 80 USD kam es jedoch zu Gewinnmitnahmen, wobei unser Stop-Loss für die bestehende Short-Position nicht getriggert wurde. Der anschließende Pullback wurde jedoch bereits im Bereich der Marke von 76 USD wieder aufgefangen, was bullisch zu werten ist. Der anschließende Anstieg über den bei 78 USD verlaufenden kurzfristigen Abwärtstrend macht einen dynamischen Eindruck, zumal Brent Crude Oil sich im Anschluss oberhalb der Marke von 79 USD stabilisieren konnte. Vor diesem Hintergrund bietet es sich u.E. an, Short-Positionen zu beenden. Gelingt Brent Crude Oil der Breakout auf 80 USD, bietet sich der Aufbau von Long-Positionen an. Wird das Long-Szenario getriggert, empfiehlt sich hier ein enger Stop-Loss im Bereich der Marke von 75 USD.

 

Die Produktidee: Mini-Future Long auf Brent Crude Oil

Mit einem Hebelprodukt können Anleger überproportional an der Kursentwicklung des jeweiligen Basiswertes partizipieren. So vollzieht z.B. ein Mini-Future Long auf den Brent Crude Future Contract steigende, aber auch fallende Kursnotierungen des Brent Crude Future Contract gehebelt nach. Auf den Basiswert Brent Crude Future Contract stehen verschiedene Mini-Futures Long zur Verfügung. Ein Beispiel ist der Mini-Future Long mit einem aktuellen Basispreis von 41,996 USD und einer aktuellen Knock-Out-Barriere von 44,969 USD. Wird die Knock-Out-Barriere berührt, kommt es jedoch zu sehr hohen Verlusten des eingesetzten Kapitals.

 

Risikobeschreibung

 

Glossar

Hebelprodukt: Hebelprodukte sind Zertifikate, die überproportional auf Kursveränderungen des zugrunde liegenden Basiswertes reagieren. Durch einen Hebel und einen geringeren Kapitaleinsatz kann eine relativ überproportionale Wertentwicklung gegenüber dem Basiswert erzielt werden.

Hebel: Der Hebel ist ein Faktor, der anzeigt, wie stark der Preis eines Zertifikats auf eine Kursänderung des zugrunde liegenden Basiswertes reagiert. Der Hebel wirkt dabei in beide Richtungen und verstärkt sowohl steigende als auch fallende Kursnotierungen.

Knock-Out-Barriere: Eine Knock-Out-Barriere findet sich bei sogenannten Knock-Out-Produkten wie Turbo-Optionsscheinen und Mini-Futures. Wird diese Knock-Out-Barriere berührt oder durchbrochen, verfällt das Knock-Out-Produkt wertlos (Turbo-Optionsscheine) bzw. nahezu wertlos (Mini-Futures).

Mini-Future: Im Gegensatz zu Turbos sind bei Mini-Futures Basispreis und Knock-Out-Barriere nicht identisch. Berührt der Kurs des Basiswerts die im Voraus definierte Knock-Out-Barriere, kann die Emittentin nach billigem Ermessen den Mini-Future fällig stellen und innerhalb einer Bewertungsfrist einen noch vorhandenen Restbetrag errechnen und dem Zertifikateinhaber auszahlen. Dadurch kann ein Totalverlust vermieden werden. Trotz dieser „Stop-Loss“-Einrichtung kann es jedoch zu sehr hohen Verlusten des eingesetzten Kapitals kommen.

 

Stand: 12.09.2018
Emittentin: DZ BANK AG / Online-Redaktion

 

Hinweis auf das Basisinformationsblatt
Sie können das von der DZ BANK für dieses Zertifikat erstellte Basisinformationsblatt in der jeweils aktuellen Fassung im Internet unter www.dzbank-derivate.de abrufen. Dies ist so lange möglich, wie das Zertifikat für Privatanleger verfügbar ist.

Hinweis auf den Prospekt
Auf der Internetseite der DZ BANK www.dzbank-derivate.de werden aufgrund gesetzlicher Bestimmungen der von der DZ BANK bezüglich des öffentlichen Angebots erstellte Basisprospekt sowie etwaige Nachträge (www.dzbank-derivate.de/dokumentencenter) und die zugehörigen Endgültigen Bedingungen (www.dzbank-derivate.de (Rubrik Produkte)) veröffentlicht. Während des öffentlichen Angebots sind Kopien der vorgenannten Unterlagen in gedruckter Form außerdem auf Verlangen kostenlos bei der DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank, Frankfurt am Main, F/GTDR, Platz der Republik, 60265 Frankfurt am Main, Deutschland, erhältlich.

Rechtliche Hinweise: Dieses Dokument ist eine Werbemitteilung und dient ausschließlich Informationszwecken. Dieses Dokument wurde durch die DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank („DZ BANK“) erstellt und ist zur Verteilung in der Bundesrepublik Deutschland bestimmt. Dieses Dokument richtet sich nicht an Personen mit Wohn- und/oder Gesellschaftssitz und/oder Niederlassungen im Ausland, vor allem in den Vereinigten Staaten von Amerika, Kanada, Großbritannien oder Japan. Dieses Dokument darf im Ausland nur in Einklang mit den dort geltenden Rechtsvorschriften verteilt werden und Personen, die in den Besitz dieser Informationen und Materialien gelangen, haben sich über die dort geltenden Rechtsvorschriften zu informieren und diese zu befolgen. Dieses Dokument stellt weder ein öffentliches Angebot noch eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebotes zum Erwerb von Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar. Die DZ BANK ist insbesondere nicht als Anlageberater oder aufgrund einer Vermögensbetreuungspflicht tätig. Dieses Dokument ist keine Finanzanalyse. Dieses Dokument stellt eine unabhängige Bewertung der entsprechenden Emittentin bzw. Wertpapiere durch die DZ BANK dar. Alle hierin enthaltenen Bewertungen, Stellungnahmen oder Erklärungen sind diejenigen des Verfassers des Dokuments und stimmen nicht notwendigerweise mit denen der Emittentin oder dritter Parteien überein. Die DZ BANK hat die Informationen, auf die sich das Dokument stützt, aus als zuverlässig erachteten Quellen übernommen, ohne jedoch alle diese Informationen selbst zu verifizieren. Dementsprechend gibt die DZ BANK keine Gewährleistungen oder Zusicherungen hinsichtlich der Genauigkeit, Vollständigkeit oder Richtigkeit der hierin enthaltenen Informationen oder Meinungen ab. Die DZ BANK übernimmt keine Haftung für unmittelbare oder mittelbare Schäden, die durch die Verteilung und/oder Verwendung dieses Dokuments verursacht werden und/oder mit der Verteilung und/oder Verwendung dieses Dokuments im Zusammenhang stehen. Eine Investitionsentscheidung bezüglich irgendwelcher Wertpapiere oder sonstiger Finanzinstrumente sollte auf der Grundlage eines Beratungsgesprächs sowie Prospekts oder Informationsmemorandums erfolgen und auf keinen Fall auf der Grundlage dieses Dokuments. Unsere Bewertungen können je nach den speziellen Anlagezielen, dem Anlagehorizont oder der individuellen Vermögenslage für einzelne Anleger nicht oder nur bedingt geeignet sein. Die Informationen und Meinungen entsprechen dem Stand zum Zeitpunkt der Erstellung des Dokuments. Sie können aufgrund künftiger Entwicklungen überholt sein, ohne dass das Dokument geändert wurde.

 

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(Bewertungen: 9)

Mini-Future Long 44,469 open end: Basiswert Brent Crude Future Contract

Mini-Future Long 44,469 open end: Basiswert Brent Crude Future Contract

DD8L62 / //
Quelle: DZ BANK: Geld 25.09. 16:00:10, Brief 25.09. 16:00:10
DD8L62 // Quelle: DZ BANK: Geld 25.09. 16:00:10, Brief 25.09. 16:00:10
33,63 EUR
Geld in EUR
33,64 EUR
Brief in EUR
0,78%
Diff. Vortag in %
Basiswertkurs: 81,96 USD
Quelle : ICE Fut Eur, 15:50:27
  • Basispreis 41,54 USD
  • Abstand zum Basispreis in % 49,32%
  • Knock-Out-Barriere 44,469 USD
  • Abstand zum Knock-Out in % 45,74%
  • Hebel 2,05x
  • Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 1,00

News / Brent Crude Future Contract

25.09.2018 | 12:56:06 (dpa-AFX)
Ölpreise weiter im Höhenflug - Brent-Öl über 82 Dollar

NEW YORK/LONDON/FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Preise für Rohöl haben ihren Höhenflug fortgesetzt. Am Dienstag wurde ein Barrel (159 Liter) der Nordsee-Sorte Brent gegen Mittag bei 81,80 US-Dollar gehandelt, nachdem zuvor bei 82,20 Dollar der höchste Stand seit November 2014 erreicht worden war. Damit hat sich Nordseeöl seit Mitte August um etwa 15 Prozent verteuert. Der Preisanstieg am Weltmarkt zeigt auch bei den Treibstoffpreisen Wirkung. Nach Angaben des Verbraucherportals "clever-tanken.de" hat sich an den Tankstellen der Preisanstieg der vergangenen Monate bis in diese Woche fortgesetzt. Der Durchschnittspreis für Super E10 lag demnach zuletzt zeitweise über 1,50 Euro je Liter.

Zeitgleich mit dem Anstieg beim Brent-Öl ging es auch mit dem Preis von US-Rohöl weiter aufwärts. Die Notierung für die amerikanische Sorte West Texas Intermediate (WTI) setzte den Höhenflug der vergangenen Tage ebenfalls fort. Zuletzt kostete ein Barrel US-Öl im Mittagshandel 72,48 Dollar. Bei dieser Sorte beträgt der Anstieg seit Mitte August etwas mehr als zehn Prozent.

Nach Einschätzung von Rohstoffexperten der Commerzbank sorgt immer noch die Entscheidung der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) gemeinsam mit anderen wichtigen Förderländern wie Russland vom Wochenende für Auftrieb. Die unter dem Namen "Opec+" zusammengefassten Länder hatten am Sonntag bei einem Treffen in der algerischen Hauptstadt Algier beschlossen, vorerst nichts gegen die steigenden Ölpreise zu unternehmen und ihre Fördermengen unverändert zu lassen.

Nach der Entscheidung "befürchten nicht wenige Marktteilnehmer Angebotsengpässe", hieß es in der Analyse der Commerzbank. Anfang November treten die US-Sanktionen gegen den Iran in Kraft, die den Ölsektor betreffen. Bereits mit der Ankündigung der Sanktionen kam es zu einem Rückgang der Ölexporte aus dem Iran, der sich in den kommenden Monaten verstärken dürfte.

Sollte die Opec nicht nur unwillig, sondern möglicherweise auch nicht in der Lage sein, die Produktion kurzfristig zu erhöhen, könnten die Ölpreise noch wesentlich stärker steigen, kommentierte Stephen Innes vom Handelshaus Oanda. Zuletzt hatten der Mineralölhändler Mercuria Energy Group mit Sitz in Genf und das niederländische Handelsunternehmen Trafigura Group einen Anstieg der Ölpreise bis an die Marke von 100 Dollar je Barrel nicht ausgeschlossen. Bereits in der Vorwoche hatte eine starke Anhebung der Preisprognose durch die US-Investmentbank JPMorgan den Ölpreisen Auftrieb verliehen./jkr/bgf/tav

25.09.2018 | 08:12:34 (dpa-AFX)
Ölpreise halten Gewinne - Brent bei Vierjahreshoch
24.09.2018 | 18:01:37 (dpa-AFX)
Ölpreise stark gestiegen - Brent auf höchstem Stand seit knapp 4 Jahren
24.09.2018 | 12:47:13 (dpa-AFX)
Ölpreise im Höhenflug - Brent steigt auf 4-Jahres-Hoch
24.09.2018 | 07:59:29 (dpa-AFX)
Ölpreise steigen deutlich - Brent wieder über 80 Dollar je Barrel
21.09.2018 | 18:36:54 (dpa-AFX)
Ölpreise uneinheitlich
21.09.2018 | 14:05:49 (dpa-AFX)
KORREKTUR: Ölpreise legen zu - JPMorgan erhöht Preisprognose deutlich

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