Rohstoff-Trading / 20.05.2020 | 09:27:08 Werbung

Brent: Bullen gelingt wichtiger Befreiungsschlag!

Marcus Landau
Autor Marcus Landau

Senior Manager Public Distribution bei der DZ BANK

Die Ölpreisnotierungen konnten sich in den vergangenen Wochen deutlich von ihren Verlaufstiefs erholen. Für positive Impulse sorgte vor allem die Aussicht auf eine Stabilisierung der Ölnachfrage, nachdem viele Staaten den Ramp-up der Wirtschaft nach der Coronavirus-Pandemie weiter forcieren. In Verbindung mit den seit Anfang Mai in Kraft getretenen Förderkürzungen der OPEC+-Allianz scheint sich die Lage an den Terminmärkten nun weiter aufzuhellen, was unserer Einschätzung nach für eine weitere Fortsetzung der Aufwärtsbewegung spricht.

Marcus Landau
Autor Marcus Landau

Senior Manager Public Distribution bei der DZ BANK

Hoffnung auf eine Nachfragebelebung stützt den Ölpreis

Dank der konsequent umgesetzten Quarantänemaßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie konnte die Zahl der Neuinfektionen weltweit deutlich reduziert werden. Entsprechend fahren viele Staaten ihre Wirtschaft langsam wieder hoch, was sich positiv bei der Ölnachfrage bemerkbar macht. Dies belegen unter anderem die kürzlich veröffentlichten Daten aus China, bei denen für April ein überraschender Anstieg von +0,8% beim Raffinerie-Durchsatz ausgewiesen wurde. Auch die jüngsten Daten zur Entwicklung der wöchentlichen US-Öllagerbestände deuten auf eine Erholung der zuletzt sehr schwachen Ölnachfrage in Nordamerika hin. Mit einem von der Energy Information Administration (EIA) ausgewiesenen Rückgang der US-Öllagerbestände um -700.000 Barrel gegenüber der Vorwoche deutet sich nun erstmals seit dem Ausbruch der Coronavirus-Pandemie eine Trendwende an. Analysten waren im Vorfeld von einem deutlichen Anstieg der Lagerbestände um -4,8 Millionen Barrel ausgegangen.

 

Goldman Sachs sieht Talsohle durchschritten

Der weiter forcierte Ramp-up der Wirtschaft in Europa und vor allem in Nordamerika sollte die Nachfrage nach Kraftstoffen und Kerosin weiter ankurbeln. Die Mobilität nimmt dank der Lockerungen der Quarantänemaßnahmen wieder zu, und auch der Touristik-Sektor und der Flugreiseverkehr scheinen sich mittlerweile wieder langsam auf niedrigem Niveau zu stabilisieren. Daher geht die renommierte Investment-Bank Goldman Sachs davon aus, dass der Ölpreis seine Talsohle nach den herben Abschlägen seit Jahresbeginn mittlerweile durchschritten haben dürfte. In Verbindung mit den mittlerweile in Kraft getretenen Förderkürzungen der OPEC+-Allianz rechnen die Analysten für den Monat Juni damit, dass die globale Ölnachfrage das mittlerweile deutlich gesunkene Ölangebot übersteigen könnte. Auch die Internationale Energieagentur rechnet angesichts der langsamen Rückkehr zur wirtschaftlichen Normalität mit einer graduellen Stabilisierung und erwartet für die zweite Jahreshälfte einen Rückgang der Öllagerbestände um 5,5 Millionen Barrel pro Tag. Die jüngste Price-Action an den Terminmärkten bestätigt unseres Erachtens die These einer Fortsetzung der Erholungsbewegung beim Ölpreis. So wurden Rücksetzer nach Meldungen über einen überraschenden Anstieg der Infektionszahlen in einer chinesischen Großstadt in Jilin mit Käufen beantwortet.

 

Trading-Taktik: Endlos-Turbo Long auf Brent

Brent Crude Oil konnte zuletzt aus einer mehrwöchigen Seitwärtsrange oberhalb der Marke von 30 USD nach oben ausbrechen. Damit stehen die Zeichen unserer Einschätzung nach auf einer Fortsetzung der übergeordneten Erholungsbewegung. Es bietet sich daher an, den Stop-Loss für bestehende Long-Positionen auf 28 USD nachzuziehen.

Mit Hebelprodukten können Anleger überproportional an allen Kursentwicklungen des zugrunde liegenden Basiswerts partizipieren. Aufgrund der Hebelwirkung reagiert das Produkt auf kleinste Kursbewegungen des Basiswerts. Da die Wertentwicklung des Basiswerts im Laufe der Zeit schwanken bzw. sich nicht entsprechend den Erwartungen des Anlegers entwickeln kann, besteht das Risiko, dass das eingesetzte Kapital nicht in allen Fällen in voller Höhe zurückgezahlt wird. Der Kapitalverlust kann ein erhebliches Ausmaß annehmen, sodass ein Totalverlust entstehen kann.

Auf den Basiswert Brent Crude Oil Contract stehen verschiedene Endlos-Turbos zur Verfügung. Ein Beispiel ist der Endlos-Turbo Long mit einem Basispreis von 20,842 USD sowie einer Knock-Out-Barriere von 20,842 USD. Das Produkt eignet sich für Anleger, die auf steigende Kurse des Basiswerts setzen wollen. Der Endlos-Turbo Long auf den Brent Crude Oil Contract hat keine feste Laufzeit, kann aber während der Laufzeit verfallen, sofern ein Knock-Out-Ereignis eintritt. Ein Knock-Out-Ereignis tritt ein, wenn der Beobachtungspreis (jeder Kurs des Basiswerts an einem Beobachtungstag, wie er von der maßgeblichen Börse berechnet wird) mindestens einmal auf oder unter der Knock-Out-Barriere liegt. Tritt ein solches Knock-Out-Ereignis ein, verfällt das Produkt ohne weiteres Tätigwerden des Anlegers wertlos, sodass es zu einem Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommt.

Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist auch möglich, wenn die DZ BANK als Emittent ihre Verpflichtungen aus dem Zertifikat aufgrund behördlicher Anordnungen oder einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit/Überschuldung) nicht mehr erfüllen kann.

 

Risikobeschreibung
Eine ausführliche Erläuterung der genannten Fachbegriffe finden Sie in unserem Glossar.

Stand: 20.05.2020
Emittentin: DZ BANK AG / Online-Redaktion

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(Bewertungen: 7)

Endlos Turbo Long 20,868 open end: Basiswert Brent Crude Future Contract

DFH19S / //
Quelle: DZ BANK: Geld 02.06. 19:51:00, Brief 02.06. 19:51:00
DFH19S // Quelle: DZ BANK: Geld 02.06. 19:51:00, Brief 02.06. 19:51:00
16,44 EUR
Geld in EUR
16,45 EUR
Brief in EUR
10,04%
Diff. Vortag in %
Basiswertkurs: 39,29 USD
Quelle : ICE Fut Eur , 19:41:01
  • Basispreis 20,868 USD
  • Abstand zum Basispreis in % 46,89%
  • Knock-Out-Barriere 20,868 USD
  • Abstand zum Knock-Out in % 46,89%
  • Hebel 2,14x
  • Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 1,00
Hinweis der DZ BANK:
Das öffentliche Angebot dieses Wertpapiers ist beendet. Kursstellungen nur während der Börsenzeiten.

News / Brent Crude Future Contract

02.06.2020 | 19:35:39 (dpa-AFX)
Ölpreise steigen mit Hoffnung auf längere Förderkürzung

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Dienstag mit der Hoffnung auf ein längere Zeit begrenztes Angebot gestiegen. Zuletzt kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 39,31 US-Dollar. Das waren 99 Cent mehr als am Montag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 1,07 Dollar auf 36,51 Dollar.

Die in dem Verbund Opec+ zusammengefassten Ölförderstaaten hatten sich im April darauf verständigt, die Produktion um 9,7 Millionen Barrel pro Tag zu reduzieren. Diese Kürzung gilt eigentlich nur für Mai und Juni, könnte jetzt aber um einem Monat verlängert werden. Dies berichten mit der Diskussion vertraute Personen.

Allerdings gibt es offenbar noch Abstimmungsbedarf zwischen den beiden Ölriesen Saudi-Arabien und Russland, die unterschiedliche Zeiträume im Auge haben sollen. Während Russland die jetzige Kürzungsregelung allenfalls für einen Monat verlängern will, plädiert Saudi-Arabien offenbar für einen längeren Zeitraum.

Nachdem sich die Erdölpreise in den vergangenen Wochen erholt haben, notieren sie aktuell auf dem Niveau von Anfang März. Neben der Aussicht auf ein geringeres Angebot stützt auch die Hoffnung auf eine wieder anziehende Nachfrage die Ölpreise. Hintergrund dafür ist der Wegfall von Corona-Beschränkungen in vielen Ländern, der das Wirtschaftsgeschehen wieder aufleben lassen könnte./bgf/he

02.06.2020 | 18:24:28 (dpa-AFX)
Russland hat nach Opec+-Einigung Ölproduktion im Mai gedrosselt
02.06.2020 | 13:14:12 (dpa-AFX)
Ölpreise ziehen an - Hoffnung auf Ausweitung der Produktionskürzungen
02.06.2020 | 07:42:32 (dpa-AFX)
Ölpreise etwas gestiegen
01.06.2020 | 17:58:33 (dpa-AFX)
Ölpreise geben nach - Unsicherheit bei Produktionskürzungen belastet
01.06.2020 | 10:56:38 (dpa-AFX)
Ölpreise gefallen - Unruhen in den USA belasten
31.05.2020 | 16:22:16 (dpa-AFX)
Venezuela öffnet Treibstoffmarkt und erhöht Preise

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