Rohstoff-Trading / 26.08.2020 | 11:14:13 Werbung

Brent bricht aus Konsolidierung aus und setzt Aufwärtsbewegung fort!

Marcus Landau
Autor Marcus Landau

Senior Manager Public Distribution bei der DZ BANK

Die Ölpreisnotierungen setzen ihre Konsolidierung im Bereich des Jahreshochs fort. Robuste Konjunkturdaten, die auf eine Erholung der Weltwirtschaft nach der Coronavirus-Pandemie hindeuten, sorgten zuletzt weiter für Support. Auch technisch bleibt die Ausgangssituation bei Brent u.E. übergeordnet bullisch, zumal zuletzt der Widerstand bei 45 USD überwunden werden konnte.

Marcus Landau
Autor Marcus Landau

Senior Manager Public Distribution bei der DZ BANK

Steigende Neuinfektionszahlen belasten, US-Öllagerbestände weiter gesunken

Die Coronavirus-Pandemie bleibt weiterhin eines der bestimmenden Themen an den Terminmärkten. Angesichts weiter steigender Neuinfektionszahlen in den USA und Europa wächst die Furcht vor einer möglichen zweiten Infektionswelle. Da viele Staaten die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie, etwa durch strengere Regelungen im Flug- und Reiseverkehr, wieder verschärfen, könnte dies nach Einschätzung vieler Marktbeobachter zumindest temporär negative Auswirkungen auf die Treibstoff- und Kerosinnachfrage haben. Die jüngsten Daten zur Entwicklung der wöchentlichen Öllagerbestände in den USA zeigen jedoch, dass sich die Ölnachfrage in den USA trotz rasant steigender Neuinfektionszahlen weiter stabilisiert. So wurde für die vergangene Woche erneut ein Rückgang der viel beachteten Öllagerbestände um -1,6 Millionen Barrel ausgewiesen.

 

Robuste Konjunkturdaten stützen, OPEC+-Allianz drängt auf schärfere Compliance

Für Support sorgten zuletzt besser als erwartete Konjunkturdaten. Die deutlich besser als erwartet ausgefallenen Einkaufsmanagerindizes in Asien, Europa und vor allem in den USA deuten auf eine Fortsetzung der konjunkturellen Erholung hin, was nach Einschätzung vieler Marktbeobachter die These einer nachhaltigen Wirtschaftserholung nach dem durch die Coronavirus-Pandemie verursachten Einbruch in der laufenden zweiten Jahreshälfte stützt. Entsprechend positiv bleiben die mittelfristigen Aussichten für die globale Ölnachfrage, die sich in den kommenden Monaten sukzessive erholen dürfte. Zwar gehen sowohl die OPEC als auch die US Energy Information Administration in 2020 von einem insgesamt deutlichen Rückgang bei der Ölnachfrage gegenüber dem Vorjahr aus. Ab 2021 wird jedoch dank des konjunkturellen Ramp-ups mit einer kräftigen Nachfragebelebung gerechnet, was für mittelfristig weiter steigende Notierungen spricht. Hier dürfte vor allem China eine Schlüsselrolle spielen, zumal die chinesische Regierung ihre Ölimporte aus den USA laut jüngsten Agenturberichten weiter nach oben fahren will. Auch die OPEC+-Allianz wird ihre Stützungsmaßnahmen fortsetzen und hat auf einem informellen Treffen in der vergangenen Woche die Mitglieder der OPEC+-Gemeinschaft zu einer strikten Einhaltung der Compliance-Vereinbarung verpflichtet.

 

Trading-Taktik: trendfolgend long nach Ausbruch über 45 USD

Die Ölpreise setzten ihre Konsolidierung im Bereich des Jahreshochs bei 45 USD in den vergangenen Wochen fort. Bullisch zu werten ist unserer Einschätzung nach die Tatsache, dass größere Rücksetzer weiterhin mit Käufen beantwortet wurden. Mit dem Ausbruch über die psychologisch wichtige Marke von 45 USD sollten die Ölpreisnotierungen ihre Aufwärtsbewegung nun fortsetzen und die Marke von 50 USD in Angriff nehmen. Es bietet sich daher aus unserer Sicht an, bei Long-Positionen mit einem Stop-Loss im Bereich der Marke von 40 USD investiert zu bleiben.

 

Produktidee: Endlos-Turbo Long auf Brent

Mit Hebelprodukten können Anleger überproportional an allen Kursentwicklungen des zugrunde liegenden Basiswertes partizipieren. Aufgrund der Hebelwirkung reagiert das Produkt auf kleinste Kursbewegungen des Basiswerts. Da die Wertentwicklung des Basiswerts im Laufe der Zeit schwanken bzw. sich nicht entsprechend den Erwartungen des Anlegers entwickeln kann, besteht das Risiko, dass das eingesetzte Kapital nicht in allen Fällen in voller Höhe zurückgezahlt wird. Der Kapitalverlust kann ein erhebliches Ausmaß annehmen, sodass ein Totalverlust entstehen kann.

Auf den Basiswert Brent Crude Oil Contract stehen verschiedene Endlos-Turbos zur Verfügung. Ein Beispiel ist der Endlos-Turbo Long mit einem Basispreis von 36,149 USD sowie einer Knock-Out-Barriere von 36,149 USD. Das Produkt eignet sich für Anleger, die auf steigende Kurse des Basiswerts setzen wollen. Der Endlos-Turbo Long auf den Brent Crude Oil Contract hat keine feste Laufzeit, kann aber während der Laufzeit verfallen, sofern ein Knock-Out-Ereignis eintritt. Ein Knock-Out-Ereignis tritt ein, wenn der Beobachtungspreis (jeder Kurs des Basiswerts an einem Beobachtungstag, wie er von der maßgeblichen Börse berechnet wird) mindestens einmal auf oder unter der Knock-Out-Barriere liegt. Tritt ein solches Knock-Out-Ereignis ein, verfällt das Produkt ohne weiteres Tätigwerden des Anlegers wertlos, sodass es zu einem Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommt.

Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist auch möglich, wenn die DZ BANK als Emittent ihre Verpflichtungen aus dem Zertifikat aufgrund behördlicher Anordnungen oder einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit/Überschuldung) nicht mehr erfüllen kann.

 

Risikobeschreibung
Eine ausführliche Erläuterung der genannten Fachbegriffe finden Sie in unserem Glossar.

 

Stand: 26.08.2020
Emittentin: DZ BANK AG / Online-Redaktion

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Endlos Turbo Long 36,218 open end: Basiswert Brent Crude Future Contract

DFM8M0 / //
Quelle: DZ BANK: Geld 18.09., Brief 18.09.
DFM8M0 // Quelle: DZ BANK: Geld 18.09., Brief 18.09.
5,70 EUR
Geld in EUR
5,71 EUR
Brief in EUR
-5,16%
Diff. Vortag in %
Basiswertkurs: 43,04 USD
Quelle : ICE Fut Eur , 18.09.
  • Basispreis
    (Stand 18.09. 04:08 Uhr)
    36,218 USD
  • Abstand zum Basispreis in %

    15,85%
  • Knock-Out-Barriere
    (Stand 18.09. 04:08 Uhr)
    36,218 USD
  • Abstand zum Knock-Out in %

    15,85%
  • Hebel 6,36x
  • Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 1,00

News / Brent Crude Future Contract

18.09.2020 | 17:41:35 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Einflussreicher libyscher General Haftar will Ölblockade beenden

TRIPOLIS (dpa-AFX) - Der einflussreiche libysche General Chalifa Haftar hat das Ende einer vor acht Monaten begonnenen Blockade der Ölausfuhr verkündet. In einer Fernsehansprache kritisierte er am Freitag aber zugleich Gespräche zwischen den libyschen Konfliktparteien in der vergangenen Woche, die den Weg für ein Ende des langen Bürgerkriegs ebnen sollen. Sämtliche Initiativen hätten in einem "Fiasko" geendet und nur dazu beigetragen, die Krise zu verlängern, sagte Haftar.

Der General und seine selbst ernannte Libysche Nationalarmee (LNA) kämpfen in dem Konflikt gegen die international anerkannte Regierung von Fajis al-Sarradsch. Anhänger des Generals hatten im Januar eine Blockade der Ölproduktion begonnen. Damit wollten sie Druck auf die Regierung in Tripolis ausüben. Die Blockade brachte das Krisenland um Einnahmen in Milliardenhöhe. Vom Ölexport hängt Libyens Wirtschaft ab. Zuletzt kam es mehrfach zu Demonstrationen gegen die schlechte Lage im Land.

Das Oberkommando der LNA habe beschlossen, Produktion und Export von Öl wieder aufzunehmen, sagte Haftar am Freitag. Dies geschehe im Schatten der schlechten wirtschaftlichen Lebensverhältnisse, unter denen die Libyer litten. Bedingung für die Wiederaufnahme des Exports sei, dass die Einnahmen gerecht verteilt würden. Sie dürften nicht zur "Unterstützung von Terror" eingesetzt oder geplündert werden.

Haftar hatte seinen Truppen im vergangenen Jahr eine Offensive auf Tripolis befohlen. Al-Sarradschs Verbündete konnten seinen Vormarsch jedoch mit türkischer Hilfe stoppen. Die wichtigsten Ölvorräte des Landes werden aber weiter von Haftars Verbündeten kontrolliert.

Allerdings mehren sich die Anzeichen, dass Haftar an Einfluss verliert. Der Regierungschef und der Sprecher des eigentlichen mit Haftar verbündeten Parlaments im Osten Libyens erklärten im August eine Waffenruhe. Haftar selbst sah darin nur ein Manöver.

Auch Haftars Widersacher Al-Sarradsch steht unter Druck und kündigte am Mittwoch seinen Rücktritt an. Er wolle sein Amt spätestens Ende Oktober an einen Nachfolger übergeben. Die Türkei reagierte mit Bedauern auf die Rücktrittsankündigung Al-Sarradschs. Man sei traurig über die Nachricht gewesen, sagte Präsident Recep Tayyip Erdogan.

In der vergangenen Woche hatte es in Marokko und in der Schweiz parallel Gespräche zwischen Vertretern der Regierung in Tripolis und des Parlaments im Osten Libyens gegeben. Dabei herrschte prinzipiell Einigkeit, dass eine Einheitsregierung gebildet werden soll und am Ende einer 18 Monate langen Phase Wahlen abgehalten werden müssen.

Die UN und Deutschland planen für Anfang nächsten Monat einen neuen Gipfel zu Libyen. Berlin war bereits im vergangenen Januar Gastgeber eines internationalen Spitzentreffens gewesen.

Der Bürgerkrieg hatte 2011 nach dem Tod von Langzeitherrscher Muammar al-Gaddafi begonnen. Befeuert wird er von außen. Während Sarradsch von der Türkei unterstützt wird, hat Haftar Hilfe aus Ägypten, den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) und Russland erhalten.

Die EU will am Montag Sanktionen wegen Verstößen gegen das UN-Waffenembargo für Libyen verhängen. Wie Diplomaten berichteten, haben sich die Mitgliedstaaten auf eine Liste mit Unternehmen und Personen verständigt, die Schiffe, Flugzeuge oder andere Logistik für den Transport von Kriegsmaterial bereitstellt haben./jku/DP/stw

18.09.2020 | 17:20:33 (dpa-AFX)
Ölpreise legen etwas zu - Opec+ fordert Disziplin
18.09.2020 | 13:03:20 (dpa-AFX)
Ölpreise bauen Gewinne leicht aus - Opec+ fordert Disziplin
18.09.2020 | 12:58:25 (dpa-AFX)
Preis für Opec-Öl steigt weiter
18.09.2020 | 07:48:41 (dpa-AFX)
Ölpreise bauen Gewinne aus - Opec+ fordert Disziplin
17.09.2020 | 19:29:36 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Saudi-Arabien mahnt Förderdisziplin bei Opec+-Treffen an
17.09.2020 | 17:54:47 (dpa-AFX)
Saudi-Arabien mahnt Förder-Disziplin bei Treffen der Opec+ an

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