Rohstoff-Trading / 23.10.2019 | 11:28:06 Werbung

Brent: Bären weiter am Drücker!

Martin Merz
Autor Martin Merz

Produktmanager bei der DZ BANK

Die Unsicherheiten im Zusammenhang mit den schleppend verlaufenden Handelsgesprächen zwischen den USA und China sowie schwache Konjunkturdaten aus China, Europa und den USA sorgten zuletzt für schlechte Stimmung beim Ölpreis. Noch zeigen sich die Notierungen angesichts der weiterhin angespannten Situation im Persischen Golf behauptet, jedoch wurden zuletzt Kurserholungen oberhalb der Marke von 60 USD mit Gewinnmitnahmen beantwortet, was unseres Erachtens für eine Fortsetzung des seit Mitte September bestehenden Abwärtstrends spricht.

Martin Merz
Autor Martin Merz

Produktmanager bei der DZ BANK

Lage: Sinkende Ölnachfrage und schwache Konjunkturdaten belasten

Angesichts der wachsenden konjunkturellen Unsicherheiten dürfte sich die Nachfrage nach Öl in den kommenden Monaten eher verhalten entwickeln, so die Einschätzung der International Energy Agency (IEA). Entsprechend wurde die Prognose bei der Ölnachfrage für 2019 erneut nach unten revidiert. Der unerwartet deutliche Rückgang beim Wirtschaftswachstum in China im dritten Quartal sowie schwache Konjunkturdaten aus Europa und den USA bestätigten diese Einschätzung und sorgten zuletzt für verhaltene Reaktionen an den Terminmärkten. Die jüngst veröffentlichten US-Lagerdaten, die ein mit knapp 9,1 Millionen Barrel deutlich über den Erwartungen (+4,1 Millionen Barrel) liegendes Plus ausgewiesen hatten, ließen erneut Sorgen über ein steigendes Ölangebot aufkommen. Zuvor hatte bereits die Meldung, wonach Saudi-Arabien die nach den Terrorangriffen beschädigten Ölanlagen früher als erwartet wieder instand setzen kann, für deutliche Gewinnmitnahmen bei Brent gesorgt.

 

Perspektive: Handelsstreit und mögliche OPEC+-Intervention dominieren das Geschehen

Hoffnung für die Öl-Bullen bietet eine mögliche Einigung im Handelskonflikt zwischen China und den USA. Denn ein umfassendes Handelsabkommen zwischen beiden Wirtschaftsnationen würde die konjunkturellen Unsicherheiten beseitigen und für eine höhere Ölnachfrage sorgen, so die Einschätzung vieler Analysten. Die Verhandlungen zwischen den beiden führenden Wirtschaftsmächten gestalten sich jedoch nach wie vor schwierig, wobei nach den jüngsten politischen Querelen im Zuge der US-Unterstützung für die Demokratiebewegung in Hongkong ein umfassendes Handelsabkommen unserer Einschätzung nach kaum realistisch sein dürfte. Ob die Ölpreise nach den jüngsten Kursrücksetzern eine nachhaltige Erholung starten, hängt unserer Ansicht nach im Wesentlichen vom weiteren Vorgehen der OPEC+-Staatengemeinschaft ab. Der Generalsekretär der OPEC, Mohammed Barkindo, ließ im Vorfeld des am 5. Dezember stattfindenden Treffens der OPEC und weiterer bedeutender Förderländer außerhalb des Ölkartells wie Russland durchblicken, dass man sich bezüglich einer weiteren Verlängerung der Förderkürzungen bis hin zu weiteren Stützungsmaßnahmen alle Optionen offenhalten will. Kurzfristig dürften nach unserer Einschätzung jedoch die Bären weiter die besseren Karten haben. Dies belegt die Tatsache, dass kurze Erholungsbewegungen etwa nach einem weiteren Zwischenfall im Persischen Golf mit Gewinnmitnahmen beantwortet wurden.

 

Trading-Taktik: Short-Szenario intakt

Brent bewegte sich in den vergangenen Wochen in einer vergleichsweise engen Trading-Range im Bereich zwischen 58 und 60 USD. Da zuletzt Kursavancen oberhalb der Marke von 60 USD mit Gewinnmitnahmen beantwortet wurden, sehen wir unser Short-Szenario weiterhin als intakt an. Gelingt es den Bären, den Support bei 58 USD signifikant zu unterschreiten, sollte der seit Mitte September bestehende Abwärtstrend fortgesetzt werden. Es bietet sich aus unserer Sicht an, den Stop-Loss bei bestehenden Short-Positionen auf 64 USD anzupassen.

 

Produktidee: Endlos-Turbo Short auf Brent

Mit Hebelprodukten können Anleger überproportional an allen Kursentwicklungen des zugrunde liegenden Basiswertes partizipieren. Aufgrund der Hebelwirkung reagiert das Produkt auf kleinste Kursbewegungen des Basiswerts. Da die Wertentwicklung des Basiswerts im Laufe der Zeit schwanken bzw. sich nicht entsprechend den Erwartungen des Anlegers entwickeln kann, besteht das Risiko, dass das eingesetzte Kapital nicht in allen Fällen in voller Höhe zurückgezahlt wird. Der Kapitalverlust kann ein erhebliches Ausmaß annehmen, sodass ein Totalverlust entstehen kann.

Auf den Basiswert Brent Crude Oil Contract stehen verschiedene Endlos-Turbos zur Verfügung. Ein Beispiel ist der Endlos-Turbo Short mit einem Basispreis von 82,893 USD sowie einer Knock-Out-Barriere von 82,893 USD. Das Produkt reagiert grundsätzlich in die entgegengesetzte Richtung zur Wertentwicklung des Basiswerts und eignet sich für Anleger, die auf fallende Kurse des Basiswerts setzen wollen. Der Endlos-Turbo Short auf den Brent Crude Oil Contract hat keine feste Laufzeit, kann aber während der Laufzeit verfallen, sofern ein Knock-Out-Ereignis eintritt. Ein Knock-Out-Ereignis tritt ein, wenn der Beobachtungspreis (jeder Kurs des Basiswerts an einem Beobachtungstag, wie er von der maßgeblichen Börse berechnet wird) mindestens einmal auf oder über der Knock-Out-Barriere liegt. Tritt ein solches Knock-Out-Ereignis ein, verfällt das Produkt ohne weiteres Tätigwerden des Anlegers wertlos, sodass es zu einem Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommt.

 

Risikobeschreibung
Eine ausführliche Erläuterung der genannten Fachbegriffe finden Sie in unserem Glossar.

Stand: 22.10.2019
Emittentin: DZ BANK AG / Online-Redaktion

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(Bewertungen: 1)

Endlos Turbo Short 81,667 open end: Basiswert Brent Crude Future Contract

DF1J3U / //
Quelle: DZ BANK: Geld 09.12., Brief 09.12.
DF1J3U // Quelle: DZ BANK: Geld 09.12., Brief 09.12.
15,76 EUR
Geld in EUR
15,77 EUR
Brief in EUR
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Basiswertkurs: 64,04 USD
Quelle : ICE Fut Eur , 09.12.
  • Basispreis
    (Stand 09.12. 05:11 Uhr)
    81,667 USD
  • Abstand zum Basispreis in %

    27,52%
  • Knock-Out-Barriere
    (Stand 09.12. 05:11 Uhr)
    81,667 USD
  • Abstand zum Knock-Out in %

    27,52%
  • Hebel 3,68x
  • Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 1,00

News / Brent Crude Future Contract

09.12.2019 | 18:10:45 (dpa-AFX)
Ölpreise reduzieren Verluste

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Montag leicht nachgegeben. Zwischenzeitlich deutlichere Verluste wurden bis zum frühen Abend deutlich reduziert. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete zuletzt 64,20 US-Dollar. Das waren 18 Cent weniger als am Freitag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 21 Cent auf 58,99 Dollar.

Belastet wurden die Ölpreise zum Wochenauftakt durch Konjunkturdaten aus China. Unerwartet schwache Exportdaten hätten am Markt die Sorge über die weitere konjunkturelle Entwicklung der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt verstärkt, hieß es. China ist mit den USA der weltgrößte Verbraucher von Rohöl.

Marktbeobachter sprachen aber auch von einer Gegenbewegung. Am Freitag hatten die Ölpreise ihre höchsten Stände seit September erreicht. Das führende Opec-Land Saudi-Arabien hatte den Markt überrascht. Saudi-Arabien hatte angekündigt, seine freiwilligen Förderkürzungen fortzusetzen. Zudem beschloss die Opec gemeinsam mit Russland und anderen Förderern (Opec+) eine zusätzliche Verringerung der Produktion.

Ob alle beteiligten Länder die vereinbarten Kürzungen tatsächlich umsetzen, bleibe abzuwarten, kommentierte Commerzbank-Experte Carsten Fritsch. Die bisherigen Erfahrungen mit derartigen Kürzungsabsprachen sind negativ. Länder wie Irak oder Russland produzieren seit längerem deutlich mehr als zugesagt. Dies ist der Grund, warum Saudi-Arabien seine Förderung "freiwillig" verringert hat./bgf/fba

09.12.2019 | 13:13:45 (dpa-AFX)
Ölpreise bauen Verluste etwas aus
09.12.2019 | 09:52:08 (dpa-AFX)
WDH/Ölpreise verlieren leicht nach starken Gewinnen der Vorwoche
09.12.2019 | 09:40:57 (dpa-AFX)
Ölpreise verlieren leicht nach starken Gewinnen der Vorwoche
08.12.2019 | 14:54:47 (dpa-AFX)
Wegen Atomwaffen: Israel sieht Bombardierung des Irans als Option
08.12.2019 | 14:42:19 (dpa-AFX)
USA und Iran tauschen Gefangene aus
06.12.2019 | 18:26:53 (dpa-AFX)
Ölpreise legen zu - 'Opec+' einigt sich auf schärfere Förderkürzung

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