Rohstoff-Trading / 04.11.2020 | 10:52:45 Werbung

Brent: Bären machen Druck!

Marcus Landau
Autor Marcus Landau

Senior Manager Public Distribution bei der DZ BANK

Die Ölpreisnotierungen kamen in den vergangenen Handelstagen deutlich unter Druck. Neben den Unsicherheiten in Zusammenhang mit der bevorstehenden US-Präsidentschaftswahl sorgte vor allem die Verschärfung der Lockdown-Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie für Verunsicherung an den Terminmärkten. Mit dem Unterschreiten des Supports bei 39 USD auf Schlusskursbasis hat sich das technische Bild bei Brent u.E. deutlich eingetrübt, was kurzfristig auf weiter fallende Ölpreisnotierungen hindeutet. Mit dem Unterschreiten des Stop-Loss bei 39 USD ist das Long-Szenario hinfällig.

Marcus Landau
Autor Marcus Landau

Senior Manager Public Distribution bei der DZ BANK

Corona-Pandemie und steigendes Ölangebot sorgen für Abgabedruck

Angesichts weiter rasant steigender Neuinfektionszahlen haben viele Industriestaaten die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie zuletzt weiter verschärft. So wurden in vielen westlichen Industriestaaten wie Frankreich, Spanien, Italien und Deutschland neue Lockdown-Maßnahmen implementiert. In Verbindung mit weiteren Restriktionen zur Einschränkung des Reise- und Flugverkehrs wird das Szenario einer nachhaltigen Erholung der Ölnachfrage nach der Coronavirus-Pandemie zunehmend unwahrscheinlicher. Schon jetzt macht sich die rasant steigende Zahl der Neuinfektionen bemerkbar, was die jüngst veröffentlichten US-Öllagerbestandsdaten belegen. Hier wurde in der vergangenen Woche mit einem Plus von 4 Millionen Barrel der höchste Anstieg der US-Öllagerbestände seit Juli dieses Jahres markiert.

 

OPEC+-Allianz in Zugzwang - Russland signalisiert Bereitschaft zu weiteren Förderkürzungen

Für zusätzlichen Abgabedruck sorgte zuletzt die Meldung, dass Libyen seine Ölproduktion schon in Kürze wieder nach oben fahren wird. Nach der Vereinbarung eines Friedensabkommens zwischen den Konfliktparteien in dem vom Bürgerkrieg geprägten OPEC-Mitgliedsland will Libyen seine Ölproduktion in den kommenden Wochen auf rund 1 Million Barrel pro Tag verdoppeln. Da auch andere OPEC-Staaten wie der Irak zuletzt ihre Produktion nach oben gefahren hatten, stieg der Gesamt-Output der OPEC-Länder jüngsten Erhebungen zufolge im Oktober trotz der weiter strikt eingehaltenen Förderkürzungen weiter an, während die weltweite Ölnachfrage aufgrund der Auswirkungen der Pandemie zuletzt weiter zurückging. Da die OPEC+-Allianz zuletzt im Rahmen des Ministertreffens der Zweckgemeinschaft zwischen der OPEC und anderen bedeutenden Ölproduzenten den Status quo beibehalten hat, steht das Zweckbündnis nach dem neuerlichen Preisverfall am Terminmarkt unter Zugzwang. Russland als führender Ölproduzent außerhalb des Ölkartells hatte zuletzt seine Bereitschaft zu weitergehenden Stützungsmaßnahmen signalisiert. Auch Saudi-Arabien als führendes OPEC-Mitglied hatte zuletzt für den Fall eines weiteren Ölpreisverfalls weitergehende Maßnahmen angekündigt. Marktbeobachter halten es daher für wahrscheinlich, dass die OPEC+-Allianz die ursprünglich vereinbarten Förderkürzungen zunächst unverändert fortsetzen wird.

 

Trading-Taktik: Erholung bietet Chance für Short-Trade

Die Notierungen bei Brent Crude Oil konnten den Support oberhalb der Marke von 40 USD zuletzt nicht verteidigen. Mit dem Unterschreiten des zuletzt markierten Verlaufstiefs bei 39 USD, den wir als Stop-Loss für potenzielle Long-Positionen definiert hatten, hat sich das Chartbild u.E. deutlich eingetrübt. Für diese These spricht die Tatsache, dass Intraday-Erholungen zuletzt zum Abbau von Positionen genutzt wurden, was kurzfristig für eine Fortsetzung der Abwärtsbewegung spricht. Es bietet sich daher an, die zuletzt gesehene technische Erholung auf 38,50 USD zum Aufbau von Short-Positionen zu nutzen. Diese lassen sich mit einem engen Stop-Loss im Bereich der Marke von 42 USD absichern.

 

Produktidee: Endlos-Turbo Short auf Brent

Mit Hebelprodukten können Anleger überproportional an allen Kursentwicklungen des zugrunde liegenden Basiswerts partizipieren. Aufgrund der Hebelwirkung reagiert das Produkt auf kleinste Kursbewegungen des Basiswerts. Da die Wertentwicklung des Basiswerts im Laufe der Zeit schwanken bzw. sich nicht entsprechend den Erwartungen des Anlegers entwickeln kann, besteht das Risiko, dass das eingesetzte Kapital nicht in allen Fällen in voller Höhe zurückgezahlt wird. Der Kapitalverlust kann ein erhebliches Ausmaß annehmen, sodass ein Totalverlust entstehen kann.

Auf den Basiswert Brent Crude Oil Contract stehen verschiedene Endlos-Turbos zur Verfügung. Ein Beispiel ist der Endlos-Turbo Short mit einem Basispreis von 46,646 USD sowie einer Knock-Out-Barriere von 46,646 USD. Das Produkt reagiert grundsätzlich in die entgegengesetzte Richtung zur Wertentwicklung des Basiswerts und eignet sich für Anleger, die auf fallende Kurse des Basiswerts setzen wollen. Der Endlos-Turbo Short auf den Brent Crude Oil Contract hat keine feste Laufzeit, kann aber während der Laufzeit verfallen, sofern ein Knock-Out-Ereignis eintritt. Ein Knock-Out-Ereignis tritt ein, wenn der Beobachtungspreis (jeder Kurs des Basiswerts an einem Beobachtungstag, wie er von der maßgeblichen Börse berechnet wird) mindestens einmal auf oder über der Knock-Out-Barriere liegt. Tritt ein solches Knock-Out-Ereignis ein, verfällt das Produkt ohne weiteres Tätigwerden des Anlegers wertlos, sodass es zu einem Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommt.

Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist auch möglich, wenn die DZ BANK als Emittent ihre Verpflichtungen aus dem Zertifikat aufgrund behördlicher Anordnungen oder einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit/Überschuldung) nicht mehr erfüllen kann.

 

Risikobeschreibung
Eine ausführliche Erläuterung der genannten Fachbegriffe finden Sie in unserem Glossar.

Stand: 04.11.2020
Emittentin: DZ BANK AG / Online-Redaktion

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Endlos Turbo Short 46,676 open end: Basiswert Brent Crude Future Contract

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Quelle: DZ BANK: Geld 24.11., Brief
DFS68N // Quelle: DZ BANK: Geld 24.11., Brief
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Basiswertkurs: 47,85 USD
Quelle : ICE Fut Eur , 10:06:18
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    46,676 USD
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    (Stand 24.11. 04:08 Uhr)
    46,676 USD
  • Hebel --
  • Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 1,00

News / Brent Crude Future Contract

27.11.2020 | 08:00:30 (dpa-AFX)
Ölpreise uneinheitlich - Opec-Treffen im Blick

SINGAPUR (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Freitag zunächst keine klare Richtung gefunden. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordsee-Sorte Brent 47,81 US-Dollar. Das waren zwei Cent mehr als zum Handelsschluss am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel dagegen um 70 Cent auf 45,01 Dollar.

Zuletzt sind die Ölpreise wieder etwas gefallen, nachdem sie im Laufe der Woche den höchsten Stand seit der ersten Corona-Welle im Frühjahr erreicht hatten. Für Auftrieb sorgt am Ölmarkt die Aussicht auf bald verfügbare Virus-Impfstoffe. Die Hoffnung lautet, dass dann Beschränkungen zur Eindämmung der Pandemie wegfallen könnten, was der Konjunktur zugute käme und den Ölverbrauch steigen ließe. Rasche und flächendeckende Impfungen sind aber unwahrscheinlich.

In dieser Gemengelage müssen die großen Ölförderländer Anfang kommender Woche über ihre Förderpolitik entscheiden. Es wird damit gerechnet, dass der Ölverbund Opec+ seine Produktion entgegen der bisherigen Planung Anfang 2021 nicht anhebt, sondern bestehende Fördergrenzen weiterführt. Damit würde der Verbund auf die kurzfristigen Konjunkturdämpfer infolge der aktuellen Virus-Welle reagieren./bgf/mis

26.11.2020 | 18:09:35 (dpa-AFX)
Ölpreise gefallen - Höhenflug unterbrochen
26.11.2020 | 12:49:50 (dpa-AFX)
Ölpreise entfernen sich von Vor-Corona-Hoch
26.11.2020 | 07:59:36 (dpa-AFX)
Ölpreise halten sich bei Vor-Corona-Hoch
25.11.2020 | 18:12:02 (dpa-AFX)
ROUNDUP 2: Mine explodiert an Öltanker vor Küste Saudi-Arabiens
25.11.2020 | 18:03:44 (dpa-AFX)
Ölpreise erneut gestiegen - Neue Höchststände seit März
25.11.2020 | 16:57:22 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Mine explodiert an Öltanker vor Küste Saudi-Arabiens

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