Rohstoff-Trading / 15.01.2020 | 10:01:02 Werbung

Brent: Bären fahren Konter

Marcus Landau
Autor Marcus Landau

Senior Manager Public Distribution bei der DZ BANK

Die Ölpreisnotierungen setzten ihre Rally zu Jahresbeginn nach der Eskalation der Lage im Nahen Osten fort. Nachdem die Notierungen von Brent zunächst bis in den Bereich der 70-USD-Marke geklettert waren, setzten zuletzt Gewinnmitnahmen ein. Technisch präsentiert sich Brent damit etwas angeschlagen, weshalb wir unser Long-Szenario revidieren und kurzfristig auf die Short-Seite wechseln.

Marcus Landau
Autor Marcus Landau

Senior Manager Public Distribution bei der DZ BANK

Ölpreis nach Nahost-Krise zunächst weiter im Höhenflug

Die Ölpreisnotierungen zeigten sich zu Jahresbeginn zunächst deutlich fester und setzten ihre Aufwärtsbewegung der vergangenen Wochen fort. Für den deutlichen Kursanstieg verantwortlich war die Liquidierung eines hochrangigen iranischen Generals durch die USA. Nachdem der Iran mit Angriffen auf mehrere US-Militärbasen geantwortet hatte, blieb eine weitere Eskalation des Konflikts zwischen dem Iran und den USA zunächst aus. US-Präsident Trump hatte in einer Rede zur Lage der Nation Militärschläge gegen den Iran ausgeschlossen und damit nach Einschätzung von Marktbeobachtern den Weg für eine diplomatische Lösung geebnet. Nachdem die Ölpreisnotierungen im Anschluss einen Teil ihrer Gewinne abgeben mussten, sorgte ein unerwartet deutlicher Anstieg der wöchentlichen US-Öllagerbestände für weitere Abschläge.

 

Iran-Konflikt schwelt weiter - Ölnachfrage bleibt schwach

Trotz der zuletzt gesehenen vorläufigen Grundsatzvereinbarung zwischen den USA und China im laufenden Handelsstreit dürfte die Ölnachfrage zunächst weiter gedämpft bleiben. Nach Einschätzung der International Energy Agency dürfte sich die Ölnachfrage im laufenden Jahr voraussichtlich lediglich um 1 Million Barrel pro Tag erhöhen, was im historischen Vergleich sehr moderat erscheint. Da die Ölproduktion der Nicht-OPEC-Staaten weiter deutlich steigt, könnten sich die zuletzt weiter verschärften Förderkürzungen der OPEC+-Allianz als wirkungslos erweisen, so die Einschätzung von Analysten. Die Lage im Nahen Osten dürfte die Terminmärkte jedoch weiter in Atem halten. Denn die USA gossen zuletzt mit weiteren Wirtschaftssanktionen gegen den Iran buchstäblich Öl ins Feuer. Auch die Ankündigung des Iran, endgültig aus dem Atomabkommen auszusteigen, birgt nach Einschätzung von Marktbeobachtern erheblichen Zündstoff, was für eine erhöhte Volatilität in den kommenden Wochen spricht. Kurzfristig haben die Bären jedoch die besseren Karten, zumal positive News-Impulse wie der für Dezember 2019 ausgewiesene Rückgang der Ölproduktion der OPEC-Länder kaum für positive Impulse gesorgt hatten.

 

Produktidee: Endlos-Turbo Short auf Brent

Nachdem die Ölpreisnotierungen nach den kräftigen Zugewinnen der vergangenen Wochen zu Jahresbeginn bis in den Bereich der Marke von 70 USD zulegen konnten, setzten im Anschluss Gewinnmitnahmen ein. Übergeordnet hat sich das Chartbild damit zuletzt deutlich eingetrübt, weshalb wir nicht mehr weiter an unserem Long-Szenario festhalten. Nachdem die Seitwärtsrange im Bereich der Marke von 65 USD unterschritten wurde, bietet es sich an, hier prozyklisch auf eine Fortsetzung des kurzfristigen übergeordneten Abwärtstrends zu setzen und eine Short-Position aufzubauen. Als Stop-Loss bietet sich in diesem Fall ein Wert im Bereich der Marke von 70 USD an.

 

Mit Hebelprodukten können Anleger überproportional an allen Kursentwicklungen des zugrunde liegenden Basiswertes partizipieren. Aufgrund der Hebelwirkung reagiert das Produkt auf kleinste Kursbewegungen des Basiswerts. Da die Wertentwicklung des Basiswerts im Laufe der Zeit schwanken bzw. sich nicht entsprechend den Erwartungen des Anlegers entwickeln kann, besteht das Risiko, dass das eingesetzte Kapital nicht in allen Fällen in voller Höhe zurückgezahlt wird. Der Kapitalverlust kann ein erhebliches Ausmaß annehmen, sodass ein Totalverlust entstehen kann.

Auf den Basiswert Brent Crude Oil Contract stehen verschiedene Endlos-Turbos zur Verfügung. Ein Beispiel ist der Endlos-Turbo Short mit einem Basispreis von 80,468 USD sowie einer Knock-Out-Barriere von 80,468 USD. Das Produkt reagiert grundsätzlich in die entgegengesetzte Richtung zur Wertentwicklung des Basiswerts und eignet sich für Anleger, die auf fallende Kurse des Basiswerts setzen wollen. Der Endlos-Turbo Short auf den Brent Crude Oil Contract hat keine feste Laufzeit, kann aber während der Laufzeit verfallen, sofern ein Knock-Out-Ereignis eintritt. Ein Knock-Out-Ereignis tritt ein, wenn der Beobachtungspreis (jeder Kurs des Basiswerts an einem Beobachtungstag, wie er von der maßgeblichen Börse berechnet wird) mindestens einmal auf oder über der Knock-Out-Barriere liegt. Tritt ein solches Knock-Out-Ereignis ein, verfällt das Produkt ohne weiteres Tätigwerden des Anlegers wertlos, sodass es zu einem Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommt.

Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist auch möglich, wenn die DZ BANK als Emittent ihre Verpflichtungen aus dem Zertifikat aufgrund behördlicher Anordnungen oder einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit/Überschuldung) nicht mehr erfüllen kann.

 

Risikobeschreibung
Eine ausführliche Erläuterung der genannten Fachbegriffe finden Sie in unserem Glossar.

Stand: 15.01.2020
Emittentin: DZ BANK AG / Online-Redaktion

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Endlos Turbo Short 79,216 open end: Basiswert Brent Crude Future Contract

DF1J3U / //
Quelle: DZ BANK: Geld 20.02. 14:49:21, Brief 20.02. 14:49:21
DF1J3U // Quelle: DZ BANK: Geld 20.02. 14:49:21, Brief 20.02. 14:49:21
18,78 EUR
Geld in EUR
18,79 EUR
Brief in EUR
-1,52%
Diff. Vortag in %
Basiswertkurs: 58,90 USD
Quelle : ICE Fut Eur , 14:39:23
  • Basispreis
    79,216 USD
  • Abstand zum Basispreis in %
    34,49%
  • Knock-Out-Barriere
    79,216 USD
  • Abstand zum Knock-Out in %
    34,49%
  • Hebel 2,91x
  • Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 1,00
Hinweis der DZ BANK:
Das öffentliche Angebot dieses Wertpapiers ist beendet. Kursstellungen nur während der Börsenzeiten.

News / Brent Crude Future Contract

20.02.2020 | 12:41:17 (dpa-AFX)
Ölpreise geben frühe Gewinne ab

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Erholung der Ölpreise ist am Donnerstag ins Stocken geraten. Bis zum Mittag gaben sie Gewinne aus dem frühen Handel ab und waren kaum verändert. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete zuletzt 59,13 US-Dollar. Das war ein Cent mehr als am Vortag. Der Preis für amerikanisches Rohöl der Sorte WTI fiel geringfügig um sechs Cent auf 53,23 Dollar.

Die Erholung der vergangenen Tage wird mit Entwicklungen sowohl auf der Nachfrage- als auch auf der Angebotsseite erklärt. Für eine etwas stabilere Nachfrage sprechen die Bemühungen der chinesischen Regierung, die Coronavirus-Krise in den Griff zu bekommen. Die Zahl der neuen Infektionen mit der neuartigen Lungenkrankheit war in den vergangenen Tagen deutlich gesunken. Um die wirtschaftlichen Folgen der Virus-Krise abzufedern, hat die chinesische Zentralbank ihre Geldpolitik etwas gelockert. Der Staat greift darüber hinaus mit gezielten Finanzhilfen ein.

Nach Einschätzung des Rohstoffexperten Carsten Fritsch von der Commerzbank wächst am Ölmarkt die Hoffnung, dass die virusbedingte Bremswirkung auf die chinesische Ölnachfrage demnächst nachlassen könnte. Trotz der Aussicht auf eine Entspannung der Lage erkannte Fritsch "beträchtliche" Auswirkungen auf die Nachfrage nach Rohöl in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt. Der Rohstoffexperte verwies auf jüngste Medienberichte, denen zufolge die Raffinerien in China derzeit etwa zehn Millionen Barrel Rohöl pro Tag weniger verarbeiten./jkr/bgf/mis

20.02.2020 | 08:00:26 (dpa-AFX)
Ölpreise setzen Erholung fort
19.02.2020 | 12:42:02 (dpa-AFX)
Ölpreise bauen frühe Gewinne etwas aus
19.02.2020 | 08:04:14 (dpa-AFX)
Ölpreise legen zu - Angebotsrisiken dominieren
18.02.2020 | 17:37:39 (dpa-AFX)
Ölpreise gefallen - Schwache Aktienmärkte belasten
18.02.2020 | 12:49:35 (dpa-AFX)
Ölpreise geben mit Aktienmärkten nach
18.02.2020 | 08:06:31 (dpa-AFX)
Ölpreise geben nach

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