Rohstoff-Trading / 18.12.2019 | 08:36:37 Werbung

Brent: Ausweitung der Förderkürzungen sorgt für Aufwärtsimpuls!

Marcus Landau
Autor Marcus Landau

Senior Manager Public Distribution bei der DZ BANK

Die überraschende Ausweitung der Förderkürzungen durch die OPEC+-Allianz sorgte an den Terminmärkten zuletzt für weiter steigende Ölpreisnotierungen. Da sich die USA und China außerdem über ein erstes Teilabkommen im Handelskonflikt geeinigt haben, rechnen viele Marktteilnehmer mit einer weiter anziehenden Ölnachfrage, was für weiteren Support an den Terminmärkten sorgte. Übergeordnet bleibt das Chartbild bei Brent Crude Oil damit unserer Einschätzung nach weiterhin bullisch, was steigende Notierungen wahrscheinlich macht.

Marcus Landau
Autor Marcus Landau

Senior Manager Public Distribution bei der DZ BANK

Die Lage: OPEC+-Allianz beschließt überraschend Ausweitung der Stützungsmaßnahmen

Mit einer faustdicken Überraschung endete das jüngste Treffen der OPEC und weiterer bedeutender Förderländer außerhalb des Kartells in Wien. So einigte sich die OPEC+-Allianz im Rahmen ihres turnusmäßigen Treffens über eine Anhebung der Förderkürzungen um weitere 500.000 Barrel pro Tag. Marktbeobachter hatten im Vorfeld lediglich mit einer weiteren Verlängerung der bereits seit letztem Jahr bestehenden Förderkürzungen gerechnet. Demnach werden die erweiterten Förderkürzungen, die nunmehr bei 1,7 Millionen Barrel anstelle der bereits bestehenden 1,2 Millionen Barrel pro Tag liegen, bereits ab Januar 2020 in Kraft treten. Mit den vor allem auf Druck von Saudi-Arabien umgesetzten zusätzlichen Kürzungsmaßnahmen will die OPEC+-Allianz nach Einschätzung vieler Rohstoffanalysten sicherstellen, dass sich die Ölpreise trotz der bestehenden konjunkturellen Unsicherheiten nachhaltig oberhalb der psychologisch wichtigen Marke von 60 USD pro Barrel stabilisieren.

 

Die Perspektiven: Handelsabkommen zwischen China und den USA sorgt für Schwung

Weiteren Support für die Notierungen an den Terminmärkten verspricht die überraschende Einigung zwischen den USA und China im Handelskonflikt. Demnach haben sich die führenden Wirtschaftsnationen am vergangenen Wochenende nach monatelangen Verhandlungen in einem ersten Teilabkommen über wichtige Grundsatzvereinbarungen geeinigt. Der wichtigste Kernpunkt des am Freitag vergangener Woche offiziell verkündeten Handelsdeals beinhaltet den schrittweisen Abbau bestehender US-Schutzzölle auf chinesische Warenimporte. Da die Gefahr einer weiteren Eskalation des Handelskonflikts zwischen China und den USA nun vom Tisch zu sein scheint, dürfte sich nun auch die globale Ölnachfrage vor allem in den Industrieländern und den Emerging Markets wieder deutlich erholen, so die Einschätzung vieler Marktbeobachter. In den vergangenen Monaten hatten viele Staaten angesichts der schwelenden konjunkturellen Unsicherheiten ihre Ölimporte deutlich zurückgefahren, was in Verbindung mit einem steigenden Ölangebot für Verunsicherung an den Terminmärkten gesorgt hatte.

 

Trading-Taktik

Die Ölpreisnotierungen konnten ihre Aufwärtsbewegung zuletzt weiter fortsetzen. Nach dem Überwinden des Widerstands im Bereich der Marke von 63 USD stehen die Zeichen unserer Einschätzung nach weiter auf einer Fortsetzung der übergeordneten Aufwärtsbewegung. Nachdem die Widerstandszone im Bereich der Marke von 65 USD überwunden werden konnte, dürfte sich die Aufwärtsbewegung unserer Einschätzung nach kurzfristig bis in den Bereich des Anfang September markierten Verlaufshochs bei knapp 70 USD ausdehnen. Aus unserer Sicht bietet es sich daher an, den Stopp-Kurs bei bestehenden Long-Positionen auf 60 USD nachzuziehen.

 

Produktidee: Endlos-Turbo Long auf Brent

Mit Hebelprodukten können Anleger überproportional an allen Kursentwicklungen des zugrunde liegenden Basiswertes partizipieren. Aufgrund der Hebelwirkung reagiert das Produkt auf kleinste Kursbewegungen des Basiswerts. Da die Wertentwicklung des Basiswerts im Laufe der Zeit schwanken bzw. sich nicht entsprechend den Erwartungen des Anlegers entwickeln kann, besteht das Risiko, dass das eingesetzte Kapital nicht in allen Fällen in voller Höhe zurückgezahlt wird. Der Kapitalverlust kann ein erhebliches Ausmaß annehmen, sodass ein Totalverlust entstehen kann.

Auf den Basiswert Brent Crude Oil Contract stehen verschiedene Endlos-Turbos zur Verfügung. Ein Beispiel ist der Endlos-Turbo Long mit einem Basispreis von 40,376 USD sowie einer Knock-Out-Barriere von 40,376 USD. Das Produkt eignet sich für Anleger, die auf steigende Kurse des Basiswerts setzen wollen. Der Endlos-Turbo Long auf den Brent Crude Oil Contract hat keine feste Laufzeit, kann aber während der Laufzeit verfallen, sofern ein Knock-Out-Ereignis eintritt. Ein Knock-Out-Ereignis tritt ein, wenn der Beobachtungspreis (jeder Kurs des Basiswerts an einem Beobachtungstag, wie er von der maßgeblichen Börse berechnet wird) mindestens einmal auf oder unter der Knock-Out-Barriere liegt. Tritt ein solches Knock-Out-Ereignis ein, verfällt das Produkt ohne weiteres Tätigwerden des Anlegers wertlos, sodass es zu einem Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommt.

Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist auch möglich, wenn die DZ BANK als Emittent ihre Verpflichtungen aus dem Zertifikat aufgrund behördlicher Anordnungen oder einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit/Überschuldung) nicht mehr erfüllen kann.

Risikobeschreibung
Eine ausführliche Erläuterung der genannten Fachbegriffe finden Sie in unserem Glossar.

Stand: 18.12.2019
Emittentin: DZ BANK AG / Online-Redaktion

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Endlos Turbo Long 38,796 open end: Basiswert Brent Crude Future Contract

DF1J3G / //
Quelle: DZ BANK: Geld 27.01. 16:08:17, Brief 27.01. 16:08:17
DF1J3G // Quelle: DZ BANK: Geld 27.01. 16:08:17, Brief 27.01. 16:08:17
17,98 EUR
Geld in EUR
17,99 EUR
Brief in EUR
-6,79%
Diff. Vortag in %
Basiswertkurs: 58,63 USD
Quelle : ICE Fut Eur , 15:47:58
  • Basispreis
    38,796 USD
  • Abstand zum Basispreis in %
    33,83%
  • Knock-Out-Barriere
    38,796 USD
  • Abstand zum Knock-Out in %
    33,83%
  • Hebel 2,96x
  • Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 1,00

News / Brent Crude Future Contract

27.01.2020 | 13:18:02 (dpa-AFX)
Coronavirus belastet Ölmarkt - Heizölpreise auf Talfahrt

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die rasante Ausbreitung des Coronavirus hat am Ölmarkt Nachfragesorgen verstärkt und die Preise erneut stark belastet. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Montagmittag 58,96 US-Dollar. Das waren 1,73 Dollar weniger als am Freitag. Der Preis für amerikanisches Rohöl der Sorte WTI fiel um 1,60 Dollar auf 52,59 Dollar.

"Das Virus schürt Sorgen vor einer Abschwächung der Ölnachfrage, womit der globale Ölmarkt ohne weitere angebotseinschränkende Maßnahmen noch stärker überversorgt wäre", sagte Rohstoffexperte Carsten Fritsch von der Commerzbank. Im Verlauf einer Woche ist der Preis für US-Öl bereits mehr als fünf Dollar je Barrel und der Preis für Nordsee-Öl, das für den deutschen Markt wichtig ist, um mehr als sechs Dollar je Fass gefallen.

Der starke Preisrückgang auf dem Weltmarkt zeigt auch bei den Ölprodukten Wirkung. Zu Beginn der Woche verbilligte sich Heizöl regional unterschiedlich um zwei bis drei Euro je 100 Liter, heißt es auf der Internet-Seite des Messgeräte-Herstellers Tecson. Für 100 Liter Heizöl müssen die Verbraucher nun im bundesweiten Durchschnitt 61,10 Euro bezahlen (inklusive MwSt, bei Abnahme von 3000 Litern). So günstig war Heizöl zuletzt im März 2018.

Ein starker Preisrückgang ist auch an den Tankstellen zu beobachten. Dieselkraftstoff lag nach den Daten der Markttransparenzstelle am Montag gegen Mittag mit einem Preis von 1,25 Euro je Liter um acht Cent je Liter unter seinem Preishoch von 1,33 Euro am Anfang des Jahres.

Eine weitere Ausbreitung des Coronavirus könnte laut Ökonomen gravierende wirtschaftliche Auswirkungen haben und die Nachfrage nach Rohöl dämpfen. In China sind mittlerweile für mehrere Metropolregionen Verkehrs- und Reisebeschränkungen erlassen worden. Die Einschränkungen im Reiseverkehr konnten die Nachfrage nach Kraftstoff bremsen.

Der saudi-arabische Ölminister Abdulaziz bin Salman versicherte, dass sein Land als weltweit größter Öllieferant die weitere Entwicklung sehr genau verfolgen werde. Derzeit erkenne er den gleichen "extremen Pessimismus", der den Markt im Zuge der Sars-Krise 2003 beherrscht habe. Allerdings habe die Lage damals "keine deutliche Senkung der Nachfrage nach Rohöl ausgelöst", sagte der Minister.

Rohstoffexperte Fritsch verwies außerdem auf die Handlungsmöglichkeiten der Opec-Staaten zur Stabilisierung der Ölpreise. Das Ölkartell könnte demnach mit verbündeten Staaten eine Ausweitung der Förderbegrenzung beschließen. "Die Opec und ihre Verbündeten würden falls erforderlich reagieren, um die Stabilität des Ölmarktes zu gewährleisten", sagte Fritsch./jkr/egi/bgf/jha/

27.01.2020 | 13:04:04 (dpa-AFX)
Preis für Opec-Öl gefallen
27.01.2020 | 11:17:21 (dpa-AFX)
Heizölpreise stürzen ab - Coronavirus drückt den Ölpreis
27.01.2020 | 10:09:53 (dpa-AFX)
Ruhani warnt vor niedriger Beteiligung bei Irans Parlamentswahl
27.01.2020 | 06:50:49 (dpa-AFX)
ROUNDUP 2/Irakische Regierung: Rakete trifft Gelände der US-Botschaft in Bagdad
27.01.2020 | 06:47:53 (dpa-AFX)
Ölpreise geben weiter nach - Ausbreitung des Coronavirus belastet Märkte
24.01.2020 | 18:41:18 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Verhandlungen zur Rettung des Atomabkommens werden verlängert

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