Rohstoff-Trading / 25.09.2019 | 11:47:25 Werbung

Brent: Anschläge auf Saudi-Arabien triggern Kurssprung!

Martin Merz
Autor Martin Merz

Produktmanager bei der DZ BANK

Brent verzeichnete nach dem Drohnenangriff auf Ölförderanlagen in Saudi-Arabien einen kräftigen Kurssprung. Da sich auch im Handelsstreit zwischen den USA und China eine weitere Entspannung abzeichnet, treten Sorgen über eine möglicherweise geringere Ölnachfrage vor allem in den Emerging Markets in den Hintergrund. Auch technisch hat sich die Lage bei Brent weiter aufgehellt, was kurzfristig auf eine Fortsetzung der übergeordneten Aufwärtsbewegung hindeutet.

Martin Merz
Autor Martin Merz

Produktmanager bei der DZ BANK

Lage: Drohnenangriffe auf Förderanlagen in Saudi-Arabien triggern Aufwärtsimpuls

Die Ölpreisnotierungen reagierten nach dem unerwarteten Drohnen-Angriff auf Ölförder- und Raffinerieanlagen in Saudi-Arabien mit einem kräftigen Kurssprung von zeitweise mehr als 10%. Die heftige Reaktion an den Terminmärkten auf dieses Ereignis ist kaum verwunderlich, zumal die Ölproduktion des führenden OPEC-Produzenten quasi über Nacht auf knapp 5,5 Millionen Barrel pro Tag halbiert wurde. Bis zur kompletten Instandsetzung der beschädigten Anlagen dürften nach Einschätzung von Experten mehrere Monate vergehen, was unseres Erachtens für Support beim Ölpreis sorgen dürfte.

 

Perspektive: Krise im Nahen Osten flammt wieder auf

Im Zuge der Drohnen-Angriffe auf Saudi-Arabien sahen wir eine Verschärfung der Situation in der Golfregion. So beschuldigen die USA den Iran, Urheber der von Rebellen initiierten Drohnenangriffe zu sein, was von iranischen Diplomaten und hochrangigen Politikern in scharfer Form als Provokation zurückgewiesen wurde. Der Iran bemüht sich unterdessen, durch groß angelegte Seemanöver Stärke zu demonstrieren und warnte seinerseits vor einem möglichen Militärkonflikt. Damit scheint eine Verhandlungslösung im Streit um das vom Iran weiter forcierte Atomprogramm zunächst in weite Ferne gerückt, wobei viele Experten im Zuge des jüngsten Säbelrasselns der Konfliktparteien eine militärische Auseinandersetzung in der Krisenregion für nicht unrealistisch halten. Für diesen Fall drohen kurzfristig erhebliche Engpässe bei der Ölversorgung, was unserer Einschätzung nach für weiter steigende Ölpreisnotierungen spricht. Auch das Sentiment an den Terminmärkten bleibt unseres Erachtens weiter bullisch, zumal negative Nachrichtenimpulse wie der zuletzt unerwartet deutliche Anstieg bei den US-Öllagerbeständen kaum beachtet wurden.

 

Trading-Taktik: Long-Szenario bestätigt

Nach dem Drohnenangriff auf die Ölförderanlagen in Saudi-Arabien zeigte sich Brent im Anschluss mit deutlichen Zugewinnen. Damit wurde unser zuvor skizziertes Long-Szenario eindrucksvoll bestätigt. Brent konnte den seit Mitte Juni bestehenden kurzfristigen Abwärtstrend überwinden und dieses Niveau nach Retest erfolgreich verteidigen. Nachdem die Notierungen bei Brent im Anschluss an den Aufwärtsimpuls im Bereich der Marke von 70 USD über mehrere Handelstage konsolidiert hatten, fanden sie zuletzt Support im Bereich der Marke von 64 USD, was unseres Erachtens bullisch zu werten ist. Wir sehen unser skizziertes Long-Szenario als weiterhin intakt an. Nach Abschluss der Seitwärtskonsolidierung oberhalb der Marke von 64 USD sollte unseres Erachtens zeitnah das Verlaufshoch im Bereich der Marke von 70 USD in Angriff genommen werden.

Mit einem Hebelprodukt können Anleger überproportional an der Kursentwicklung des jeweiligen Basiswertes partizipieren. So vollzieht z.B. ein Endlos-Turbo Long auf den Brent Crude Oil Contract steigende, aber auch fallende Kursnotierungen des Basiswerts gehebelt nach. Auf den Basiswert Brent Crude Oil Contract stehen verschiedene Endlos-Turbos Long zur Verfügung. Ein Beispiel ist der Endlos-Turbo Long mit einem Basispreis von 41,294 USD und einer Knock-Out-Barriere von 41,294 USD. Wird die Knock-Out-Barriere berührt, kommt es jedoch zu einem Totalverlust des eingesetzten Kapitals.

 

Risikobeschreibung
Eine ausführliche Erläuterung der genannten Fachbegriffe finden Sie in unserem Glossar.

Stand: 24.09.2019
Emittentin: DZ BANK AG / Online-Redaktion

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(Bewertungen: 1)

Endlos Turbo Long 41,363 open end: Basiswert Brent Crude Future Contract

DF1J3G / //
Quelle: DZ BANK: Geld 18.10., Brief 18.10.
DF1J3G // Quelle: DZ BANK: Geld 18.10., Brief 18.10.
16,06 EUR
Geld in EUR
16,07 EUR
Brief in EUR
-3,49%
Diff. Vortag in %
Basiswertkurs: 59,30 USD
Quelle : ICE Fut Eur , 18.10.
  • Basispreis
    (Stand 18.10. 04:09 Uhr)
    41,363 USD
  • Abstand zum Basispreis in %

    30,25%
  • Knock-Out-Barriere
    (Stand 18.10. 04:09 Uhr)
    41,363 USD
  • Abstand zum Knock-Out in %

    30,25%
  • Hebel 3,31x
  • Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 1,00

News / Brent Crude Future Contract

18.10.2019 | 18:29:12 (dpa-AFX)
Ölpreise wenig verändert

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben sich am Freitag nur wenig bewegt. Bis zum Mittag konnten die Preise noch etwas zulegen. Im Verlauf des Nachmittags mussten sie die Aufschläge aber wieder abgeben und hielten sich zuletzt kaum verändert.

Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete zuletzt 59,69 US-Dollar. Das waren 22 Cent weniger als am Donnerstag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg hingegen geringfügig um sechs Cent auf 53,99 Dollar.

Auch auf Wochensicht bewegten sich die Ölpreise vergleichsweise wenig. Nur zur Wochenmitte hatte die Entwicklung der Ölreserven in den USA die Preise zeitweise belastet. In der größten Volkswirtschaft der Welt waren die Lagerbestände unerwartet stark gestiegen, was die Sorgen um die globale Ölnachfrage verstärkte.

Rohstoffexperte Carsten Fritsch von der Commerzbank begründete den jüngsten deutlichen Anstieg der amerikanischen Lagerbestände an Rohöl mit einem Rückgang der Rohölverarbeitung. Dies sei im Herbst nicht unüblich, weil die Raffinerien Wartungsarbeiten vor Beginn der Wintersaison durchführten./jkr/he

18.10.2019 | 13:41:30 (dpa-AFX)
Preis für Opec-Öl gestiegen
18.10.2019 | 13:37:49 (dpa-AFX)
Ölpreise drehen in die Gewinnzone
18.10.2019 | 08:19:22 (dpa-AFX)
Ölpreise geben leicht nach
17.10.2019 | 17:42:04 (dpa-AFX)
Ölpreise sinken etwas - US-Ölreserven belasten
17.10.2019 | 12:48:05 (dpa-AFX)
Ölpreise sinken etwas - US-Ölreserven belasten
17.10.2019 | 08:16:45 (dpa-AFX)
Ölpreise geben leicht nach

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