Rohstoff-Trading / 28.01.2020 | 08:46:54 Werbung

Brent: Abwärtstrend beschleunigt sich!

Marcus Landau
Autor Marcus Landau

Senior Manager Public Distribution bei der DZ BANK

Die Abwärtsbewegung bei Brent hat sich in den vergangenen Wochen weiter beschleunigt. Angesichts wachsender Sorgen über eine schwächer als erwartete Nachfrage im laufenden und im kommenden Jahr gaben die Ölpreise zuletzt weiter nach. Nachdem positive Nachrichtenimpulse wie zuletzt vermeldete Produktionsausfälle in Libyen mit Gewinnmitnahmen beantwortet wurden, deutet unserer Einschätzung nach alles auf eine Fortsetzung der Abwärtsbewegung hin.

Marcus Landau
Autor Marcus Landau

Senior Manager Public Distribution bei der DZ BANK

Die Lage: Sorgen über geringere Ölnachfrage belasten

Brent Crude Oil hatte seit Jahresbeginn einen schweren Stand an den Terminmärkten. Nachdem sich die Lage im Nahen Osten nach der Konfrontation zwischen dem Iran und den USA wieder entspannt hat und sich eine diplomatische Lösung des Konflikts abzeichnet, rücken wieder verstärkt    fundamentale Aspekte in den Vordergrund. So hatte der IWF kürzlich seine Nachfrageprognose nach unten revidiert, nachdem zuvor bereits die International Energy Agency (IEA) ernsthafte Bedenken über ein deutlich zu hohes Ölangebot geäußert hatte. Angesichts der steigenden Produktion der Nicht-OPEC-Mitglieder erwartet die IEA einen Angebotsüberhang von rund 1 Million Barrel pro Tag in der ersten Jahreshälfte. Produktionsausfälle wie etwa in Libyen oder die zuletzt von der OPEC+-Allianz verschärften Stützungsmaßnahmen dürften dies kaum ausgleichen, so die Einschätzung vieler Analysten.

 

Die Perspektive: China-Sorgen belasten weiter - OPEC+-Allianz im Fokus

Für zusätzlichen Abgabedruck sorgt derzeit an den Terminmärkten die Sorge über eine mögliche Pandemie in Zusammenhang mit dem in China grassierenden Coronavirus. Sollte sich die Lage weiter verschärfen, könnte dies nach Einschätzung von Experten zu einem Rückgang des internationalen Touristik- und Reise-Flugverkehrs führen, mit entsprechend negativen Konsequenzen für die Ölnachfrage. Die OPEC+-Allianz scheint in Zusammenhang mit der schwierigen Gemengelage am Ölmarkt über weitere Maßnahmen zur Stützung der Ölpreisnotierungen nachzudenken. Entsprechend wurde ein Treffen der Allianz auf März vorverlegt und scheint nach Informationen der russischen Nachrichtenagentur TASS eine Verlängerung der zuletzt beschlossenen Kürzungsmaßnahmen ins Auge zu fassen. Weiteren Agenturberichten zufolge drängen außerdem hochrangige OPEC-Mitglieder wie Saudi-Arabien auf eine weitere Ausweitung der Förderkürzungen, um eine nachhaltige Stabilisierung zu erreichen.

 

Trading-Taktik

Brent Crude Oil setzte seine Abwärtsbewegung nach dem Unterschreiten der Support-Zone bei 65 USD weiter fort, wobei die Korrekturbewegung in den vergangenen Handelstagen weiter an Dynamik gewann. Nachdem es den Bären gelang, die Notierungen unter die psychologisch wichtige Marke von 60 USD zu drücken, sollte sich die Abwärtsbewegung unserer Einschätzung nach  weiter beschleunigen. Entsprechend könnten die Notierungen bei Brent Crude Oil unserer Einschätzung nach nun das Anfang Oktober markierte Verlaufstief bei 56 USD ansteuern. Es bietet sich an, den Stop-Loss bei bestehenden Short-Positionen auf 65 USD nachzuziehen.

 

Produktidee: Endlos-Turbo Short auf Brent

Mit Hebelprodukten können Anleger überproportional an allen Kursentwicklungen des zugrunde liegenden Basiswertes partizipieren. Aufgrund der Hebelwirkung reagiert das Produkt auf kleinste Kursbewegungen des Basiswerts. Da die Wertentwicklung des Basiswerts im Laufe der Zeit schwanken bzw. sich nicht entsprechend den Erwartungen des Anlegers entwickeln kann, besteht das Risiko, dass das eingesetzte Kapital nicht in allen Fällen in voller Höhe zurückgezahlt wird. Der Kapitalverlust kann ein erhebliches Ausmaß annehmen, sodass ein Totalverlust entstehen kann.

Auf den Basiswert Brent Crude Oil Contract stehen verschiedene Endlos-Turbos zur Verfügung. Ein Beispiel ist der Endlos-Turbo Short mit einem Basispreis von 79,617 USD sowie einer Knock-Out-Barriere von 79,617 USD. Das Produkt reagiert grundsätzlich in die entgegengesetzte Richtung zur Wertentwicklung des Basiswerts und eignet sich für Anleger, die auf fallende Kurse des Basiswerts setzen wollen. Der Endlos-Turbo Short auf den Brent Crude Oil Contract hat keine feste Laufzeit, kann aber während der Laufzeit verfallen, sofern ein Knock-Out-Ereignis eintritt. Ein Knock-Out-Ereignis tritt ein, wenn der Beobachtungspreis (jeder Kurs des Basiswerts an einem Beobachtungstag, wie er von der maßgeblichen Börse berechnet wird) mindestens einmal auf oder über der Knock-Out-Barriere liegt. Tritt ein solches Knock-Out-Ereignis ein, verfällt das Produkt ohne weiteres Tätigwerden des Anlegers wertlos, sodass es zu einem Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommt.

Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist auch möglich, wenn die DZ BANK als Emittent ihre Verpflichtungen aus dem Zertifikat aufgrund behördlicher Anordnungen oder einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit/Überschuldung) nicht mehr erfüllen kann.

Risikobeschreibung
Eine ausführliche Erläuterung der genannten Fachbegriffe finden Sie in unserem Glossar.

Stand: 28.01.2020
Emittentin: DZ BANK AG / Online-Redaktion

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(Bewertungen: 21)

Endlos Turbo Short 79,216 open end: Basiswert Brent Crude Future Contract

DF1J3U / //
Quelle: DZ BANK: Geld 20.02. 14:36:05, Brief 20.02. 14:36:05
DF1J3U // Quelle: DZ BANK: Geld 20.02. 14:36:05, Brief 20.02. 14:36:05
18,74 EUR
Geld in EUR
18,75 EUR
Brief in EUR
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Diff. Vortag in %
Basiswertkurs: 58,94 USD
Quelle : ICE Fut Eur , 14:25:54
  • Basispreis
    79,216 USD
  • Abstand zum Basispreis in %
    34,40%
  • Knock-Out-Barriere
    79,216 USD
  • Abstand zum Knock-Out in %
    34,40%
  • Hebel 2,92x
  • Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 1,00
Hinweis der DZ BANK:
Das öffentliche Angebot dieses Wertpapiers ist beendet. Kursstellungen nur während der Börsenzeiten.

News / Brent Crude Future Contract

20.02.2020 | 12:41:17 (dpa-AFX)
Ölpreise geben frühe Gewinne ab

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Erholung der Ölpreise ist am Donnerstag ins Stocken geraten. Bis zum Mittag gaben sie Gewinne aus dem frühen Handel ab und waren kaum verändert. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete zuletzt 59,13 US-Dollar. Das war ein Cent mehr als am Vortag. Der Preis für amerikanisches Rohöl der Sorte WTI fiel geringfügig um sechs Cent auf 53,23 Dollar.

Die Erholung der vergangenen Tage wird mit Entwicklungen sowohl auf der Nachfrage- als auch auf der Angebotsseite erklärt. Für eine etwas stabilere Nachfrage sprechen die Bemühungen der chinesischen Regierung, die Coronavirus-Krise in den Griff zu bekommen. Die Zahl der neuen Infektionen mit der neuartigen Lungenkrankheit war in den vergangenen Tagen deutlich gesunken. Um die wirtschaftlichen Folgen der Virus-Krise abzufedern, hat die chinesische Zentralbank ihre Geldpolitik etwas gelockert. Der Staat greift darüber hinaus mit gezielten Finanzhilfen ein.

Nach Einschätzung des Rohstoffexperten Carsten Fritsch von der Commerzbank wächst am Ölmarkt die Hoffnung, dass die virusbedingte Bremswirkung auf die chinesische Ölnachfrage demnächst nachlassen könnte. Trotz der Aussicht auf eine Entspannung der Lage erkannte Fritsch "beträchtliche" Auswirkungen auf die Nachfrage nach Rohöl in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt. Der Rohstoffexperte verwies auf jüngste Medienberichte, denen zufolge die Raffinerien in China derzeit etwa zehn Millionen Barrel Rohöl pro Tag weniger verarbeiten./jkr/bgf/mis

20.02.2020 | 08:00:26 (dpa-AFX)
Ölpreise setzen Erholung fort
19.02.2020 | 12:42:02 (dpa-AFX)
Ölpreise bauen frühe Gewinne etwas aus
19.02.2020 | 08:04:14 (dpa-AFX)
Ölpreise legen zu - Angebotsrisiken dominieren
18.02.2020 | 17:37:39 (dpa-AFX)
Ölpreise gefallen - Schwache Aktienmärkte belasten
18.02.2020 | 12:49:35 (dpa-AFX)
Ölpreise geben mit Aktienmärkten nach
18.02.2020 | 08:06:31 (dpa-AFX)
Ölpreise geben nach

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