Rohstoff-Trading / 12.02.2020 | 09:00:00 Werbung

Brent: Abwärtsbewegung bleibt intakt!

Marcus Landau
Autor Marcus Landau

Senior Manager Public Distribution bei der DZ BANK

Die Ölpreisnotierungen haben ihre Abwärtsbewegung in den vergangenen Wochen fortgesetzt. Hintergrund sind Befürchtungen über einen deutlichen Nachfragerückgang bei Rohöl im Zuge des sich rasch ausbreitenden Coronavirus. Die zuletzt von Seiten der OPEC+-Gemeinschaft in Aussicht gestellten zusätzlichen Kürzungen der Ölfördermengen stießen an den Terminmärkten kaum auf positive Resonanz. Nachdem Brent auch den Support bei 55 USD nicht verteidigen konnte, halten wir an unserem übergeordneten Short-Szenario fest.

Marcus Landau
Autor Marcus Landau

Senior Manager Public Distribution bei der DZ BANK

Coronavirus sorgt für Nachfrage-Einbruch in China

Die rasche Ausbreitung der neuartigen Lungenerkrankung in China sorgt auch an den Terminmärkten für deutlich fallende Notierungen bei Brent Crude Oil. Nachdem mittlerweile einige größere Provinzen mit mehr als 40 Millionen Einwohnern in China unter Quarantäne gestellt und der Flugverkehr von und nach China drastisch zurückgefahren wurde, gehen Experten von einem deutlichen Einbruch der Ölnachfrage nicht nur in China aus. Jüngsten Erhebungen zufolge verringerte sich der Ölverbrauch in China seit Ausbruch des Coronavirus von 11 auf 8 Millionen Barrel pro Tag. Der britische Ölmulti BP geht davon aus, dass sich die weltweite Ölnachfrage durch den Coronavirus um 0,5 Millionen Barrel pro Tag verringern dürfte, was in Verbindung mit der anziehenden Ölproduktion vor allem der Nicht-OPEC-Länder wie den USA zu weiter sinkenden Notierungen führen dürfte.

 

OPEC+-Reaktion greift zu kurz - Katalysatoren bleiben Mangelware

Die Reaktion der OPEC+-Gemeinschaft auf den herben Kurseinbruch bei den Ölpreisen ließ nicht lange auf sich warten. In einem am vergangenen Mittwoch eilig einberufenen Krisentreffen empfahl ein Beratungs-Komitee der OPEC, weitere Förderkürzungsmaßnahmen im Gesamtvolumen von 0,6 Millionen Barrel pro Tag umzusetzen, um kurzfristig auf der Angebotsseite gegenzusteuern. Ob es tatsächlich zu weiteren Förderkürzungen der OPEC+-Allianz kommt, bleibt indessen unklar. Denn Russland als wichtigstes Nicht-OPEC-Mitglied hat vor dem Anfang März geplanten OPEC+-Treffen signalisiert, dass man eine weitere Kürzung der Ölfördermenge durch die OPEC+-Allianz angesichts der Auswirkungen des Coronavirus für verfrüht hält. Da die überwiegende Mehrheit der OPEC-Staaten weiteren Förderkürzungen ohnehin aus wirtschaftlichen Interessen sehr skeptisch gegenübersteht, dürfte aus unserer Sicht Saudi-Arabien als führendes Mitglied des Ölkartells wohl den Löwenanteil der neu geplanten Stützungsmaßnahmen allein zu tragen haben. Damit scheinen die Bären unseres Erachtens zumindest kurzfristig weiter die besseren Karten zu haben. Dafür spricht die Tatsache, dass positive News-Impulse wie deutlich rückläufige Produktionsdaten der OPEC-Staaten für Dezember wieder abverkauft wurden. Steigende US-Öllagerbestände oder Meldungen über deutlich sinkende chinesische Ölimporte wurden hingegen mit fallenden Kursen quittiert, was unserer Einschätzung nach für ein weiterhin bearisches Sentiment spricht.

 

Trading-Taktik

Brent hat seine Abwärtsbewegung nach dem Unterschreiten der psychologisch wichtigen Marke von 60 USD in den vergangenen Handelstagen weiter beschleunigt. Nachdem zuletzt auch die Marke von 55 USD unterschritten wurde, sollte sich die Abwärtsbewegung nach dem Unterschreiten des letzten Verlaufstiefs bei 54 USD nun fortsetzen. Es bietet sich aus unserer Sicht an, den Stop-Kurs bei bestehenden Short-Positionen auf 60 USD nachzuziehen.

 

Produktidee: Endlos-Turbo Short auf Brent

Mit Hebelprodukten können Anleger überproportional an allen Kursentwicklungen des zugrunde liegenden Basiswerts partizipieren. Aufgrund der Hebelwirkung reagiert das Produkt auf kleinste Kursbewegungen des Basiswerts. Da die Wertentwicklung des Basiswerts im Laufe der Zeit schwanken bzw. sich nicht entsprechend den Erwartungen des Anlegers entwickeln kann, besteht das Risiko, dass das eingesetzte Kapital nicht in allen Fällen in voller Höhe zurückgezahlt wird. Der Kapitalverlust kann ein erhebliches Ausmaß annehmen, sodass ein Totalverlust entstehen kann.

Auf den Basiswert Brent Crude Oil Contract stehen verschiedene Endlos-Turbos zur Verfügung. Ein Beispiel ist der Endlos-Turbo Short mit einem Basispreis von 70,072 USD sowie einer Knock-Out-Barriere von 70,072 USD. Das Produkt reagiert grundsätzlich in die entgegengesetzte Richtung zur Wertentwicklung des Basiswerts und eignet sich für Anleger, die auf fallende Kurse des Basiswerts setzen wollen. Der Endlos-Turbo Short auf den Brent Crude Oil Contract hat keine feste Laufzeit, kann aber während der Laufzeit verfallen, sofern ein Knock-Out-Ereignis eintritt. Ein Knock-Out-Ereignis tritt ein, wenn der Beobachtungspreis (jeder Kurs des Basiswerts an einem Beobachtungstag, wie er von der maßgeblichen Börse berechnet wird) mindestens einmal auf oder über der Knock-Out-Barriere liegt. Tritt ein solches Knock-Out-Ereignis ein, verfällt das Produkt ohne weiteres Tätigwerden des Anlegers wertlos, sodass es zu einem Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommt.

Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist auch möglich, wenn die DZ BANK als Emittent ihre Verpflichtungen aus dem Zertifikat aufgrund behördlicher Anordnungen oder einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit/Überschuldung) nicht mehr erfüllen kann.

 

Risikobeschreibung
Eine ausführliche Erläuterung der genannten Fachbegriffe finden Sie in unserem Glossar.

Stand: 12.02.2020
Emittentin: DZ BANK AG / Online-Redaktion

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(Bewertungen: 3)

Endlos Turbo Short 69,778 open end: Basiswert Brent Crude Future Contract

DF9X8E / //
Quelle: DZ BANK: Geld 24.02. 21:21:48, Brief 24.02. 21:21:48
DF9X8E // Quelle: DZ BANK: Geld 24.02. 21:21:48, Brief 24.02. 21:21:48
12,88 EUR
Geld in EUR
12,89 EUR
Brief in EUR
16,35%
Diff. Vortag in %
Basiswertkurs: 55,87 USD
Quelle : ICE Fut Eur , 21:12:00
  • Basispreis
    (Stand 21.02. 04:10 Uhr)
    69,778 USD
  • Abstand zum Basispreis in %

    24,89%
  • Knock-Out-Barriere
    (Stand 21.02. 04:10 Uhr)
    69,778 USD
  • Abstand zum Knock-Out in %

    24,89%
  • Hebel 3,99x
  • Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 1,00

News / Brent Crude Future Contract

24.02.2020 | 17:48:50 (dpa-AFX)
Ölpreise stark unter Druck - Virus-Krise sorgt für Talfahrt

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Montag stark unter Verkaufsdruck geraten. Die Preise für europäisches als auch amerikanisches Rohöl brachen wegen Konjunktursorgen angesichts der internationalen Ausbreitung des Coronavirus um jeweils mehr als vier Prozent ein. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete zuletzt 55,61 US-Dollar. Das waren 2,89 Dollar weniger als am Freitag. Der Preis für amerikanisches Rohöl der Sorte WTI fiel um 2,48 Dollar auf 50,90 Dollar.

Die Coronavirus-Krise hat sich am Wochenende spürbar verschärft. Am Ölmarkt sorgte zum Wochenstart vor allem die zunehmende Ausbreitung des Virus für Nachfragesorgen. Aufsehen erregten zuletzt vor allem steigende Infektionszahlen in Südkorea und Italien. Damit einher geht die Befürchtung einer schwächeren Weltwirtschaft mit fallendem Erdölverbrauch.

Mittlerweile hat der Internationale Währungsfonds (IWF) wegen der Auswirkungen der Lungenkrankheit die Wachstumsprognose für China gesenkt. Der Fonds erwarte für 2020 ein Wachstum der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt von 5,6 Prozent statt der noch im Januar vorhergesagten 6,0 Prozent, sagte IWF-Chefin Kristalina Georgiewa am Wochenende bei einem Treffen der Finanzminister der führenden Industrie- und Schwellenländern (G20) in Riad.

"Wenn mehr und mehr Länder und Kontinente von dem Virus betroffen sind, dürfte dies erhebliche Bremsspuren bei der Wirtschaftsaktivität und der Reisetätigkeit hinterlassen", kommentierte Rohstoffexperte Carsten Fritsch von der Commerzbank. Bei einer schwächeren Ölnachfrage falle das ohnehin schon bestehende Überangebot am Ölmarkt noch größer aus, warnte der Experte.

Die fallenden Rohölpreise setzen das Ölkartell Opec unter Druck. Bisher hatten sich die Erdölpreise im Februar erholt, nachdem sie seit Jahresbeginn wegen der Virus-Krise in China deutlich gefallen waren. Die Opec-Staaten treffen sich Anfang März mit anderen großen Ölproduzenten, um über ihre Förderpolitik zu beraten. Eine zusätzliche Verringerung der bereits gedeckelten Förderung gilt als Option./jkr/he

24.02.2020 | 13:08:42 (dpa-AFX)
Ölpreise auf Talfahrt - Virus-Krise belastet
24.02.2020 | 07:58:32 (dpa-AFX)
VIRUS: Ölpreise geben wegen Virus-Krise deutlich nach
21.02.2020 | 18:01:30 (dpa-AFX)
Ölpreise geben deutlich nach - Virussorgen
21.02.2020 | 13:22:11 (dpa-AFX)
Ölpreise weiten frühe Verluste aus - Virussorgen
21.02.2020 | 08:48:38 (dpa-AFX)
Sprecher: US-Sanktionen gegen iranischen Wächterrat 'große Ehre'
21.02.2020 | 08:00:38 (dpa-AFX)
Ölpreise brechen Erholung vorerst ab

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