Rohstoff-Trading / 10.05.2017 | 09:38:54 Werbung

Bären drücken Brent Crude Oil unter den 50-USD-Support!

DZ BANK AG / Salesteam
Autor DZ BANK AG / Salesteam

Innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe fungiert die DZ BANK als Spitzeninstitut und Zentralbank.

Deutlich schwächer präsentierten sich zuletzt die Notierungen bei Brent Crude Oil. Die Sorge über eine deutliche Ausweitung des Ölangebots drückte auf die Stimmung und ließ die Notierungen bei Brent Crude Oil deutlich einbrechen. Damit ist unser zuletzt skizziertes Short-Szenario voll aufgegangen. Mittlerweile befindet sich Brent Crude Oil jedoch in einem kurzfristig überverkauften Zustand, wobei der übergeordnete scharfe kurzfristige Abwärtstrend unserer Einschätzung nach noch immer voll intakt ist.

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Innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe fungiert die DZ BANK als Spitzeninstitut und Zentralbank.

US-Öllagerbestände bereiten Ölbullen Kopfzerbrechen

Weiter auf Rekordniveau befinden sich die vielbeachteten US-Öllagerbestände. Dies geht aus der in der vergangenen Woche veröffentlichten Mitteilung des US-Energieministeriums hervor. So verringerten sich die Öllagerbestände im Vergleich zur Vorwoche lediglich um 900.000 Barrel, was auf eine nach wie vor sehr moderate Nachfrage nach dem „schwarzen Gold“ in Nordamerika hindeutet. Auch bei den Destillaten wurde mit einem Minus von 600.000 Barrel ein deutlich geringerer Rückgang ausgewiesen als von einigen Marktteilnehmern im Vorfeld erwartet.

 

US-Ölproduktion läuft weiter auf Hochtouren

Die sehr verhaltene Nachfrage nach US-Rohöl trifft dabei auf ein weiter anziehendes Ölangebot. Jüngsten Produktionsdaten zufolge erhöhte sich der Output der US-Produzenten weiter und erreichte mit 9,29 Millionen Barrel pro Tag den höchsten Stand seit dem Peak im April 2015. Die jüngsten Daten des Ölservicedienstleisters Baker Hughes deuten darauf hin, dass die Ölindustrie ihre Aktivitäten weiter ausbaut und noch lange nicht am Limit angekommen ist. Denn mit 697 Bohrplattformen hat sich die Zahl der in Betrieb genommenen Rigs binnen 12-Monats-Frist mehr als verdoppelt. Daher sollte sich das Angebot von US-Rohöl auch in den kommenden Monaten weiter dynamisch nach oben entwickeln, was bei vielen Analysten für Kopfzerbrechen sorgt.

 

Ist die OPEC-Strategie gescheitert?

Die von der OPEC und anderen bedeutenden Förderländern wie Russland im vergangenen November implementierten Förderkürzungen haben, im Nachhinein betrachtet, beim Ölpreis kaum für eine nachhaltige Stabilisierung gesorgt. Vielmehr sehen einige Analysten wie die Experten des bekannten US-Researchhauses Bernstein die von der OPEC implementierte Strategie als gescheitert an. Die auf sechs Monate ausgelegten Förderkürzungen greifen laut Bernstein zu kurz und verfehlen damit ihre Wirkung. Daher sei eine Ausweitung der bis Mitte des Jahres terminierten Maßnahmen unbedingt notwendig, um überhaupt eine Chance auf Erfolg zu haben, hieß es in einem kürzlich veröffentlichten Kommentar. Ob es bei dem am 25. Mai stattfindenden Treffen tatsächlich zu einer Verlängerung der Stützungsmaßnahmen kommt, steht derzeit jedoch noch in den Sternen. Vieles wird von Russland abhängen. Denn das größte Nicht-OPEC-Mitglied der Allianz scheint sich derzeit mit verbindlichen Zusagen zurückzuhalten. Anfang Mai hatte Russland immerhin einen Teilerfolg zu vermelden, wobei das ursprünglich zugesagte Kürzungsziel vollständig erreicht werden konnte.

 

Trading-Taktik: Das im letzten Update skizzierte Short-Szenario bei Brent Crude Oil ist voll aufgegangen. Nachdem Erholungen konsequent zu Gewinnmitnahmen genutzt wurden, entfaltete der übergeordnete kurzfristige Abwärtstrend zuletzt seine volle Wirkung: Denn nach Veröffentlichung der US-Lagerbestände sackten die Notierungen deutlich ein, wobei wichtige Support-Marken im Bereich der psychologisch wichtigen 52-USD-Marke nach unten durchbrochen wurden. Kurzfristig ist das Chartbild deutlich überverkauft, was die Wahrscheinlichkeit technischer Gegenreaktionen hoch erscheinen lässt. Daher bietet es sich an, die Short-Position zu halbieren. Das übergeordnete Chartbild bei Brent Crude Oil bleibt unserer Einschätzung nach angeschlagen und lässt eine weitere kurzfristige Abwärtsbewegung vermuten. Das Short-Szenario bleibt daher weiterhin intakt.

 

Mit einem Hebelzertifikat können Anleger überproportional an der Kursentwicklung des jeweiligen Basiswertes partizipieren. So vollzieht z.B. ein Optionsschein Classic Short auf den Brent Crude Future Contract sowohl fallende als auch steigende Kurse des Basiswerts gehebelt nach. Sollte der Brent Crude Future Contract am 26.10.2018 jedoch auf oder über dem Basispreis von 52,00 USD schließen, kommt es zu einem Totalverlust des eingesetzten Kapitals.

 

Risikobeschreibung

 

Stand: 09.05.2017, Emittentin: DZ BANK
DZ BANK, Online-Vertrieb

 

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Optionsschein Classic Short 52 2018/10: Basiswert Brent Crude Future Contract

DGF42Q / DE000DGF42Q3 // Quelle: DZ BANK: Geld 20.09. 09:19:18, Brief 20.09. 09:19:18
0,39
Geld in EUR
0,40
Brief in EUR
-2,50%
Diff. Vortag in %
Basiswertkurs: 55,47 USD
Quelle: ICE Fut Eur, 09:19:43
  • Basispreis 52,00 USD
  • Abstand zum Basispreis in % 6,26%
  • Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 0,10
  • Omega -4,12x
  • Delta -0,356172
  • Letzter Bewertungstag 26.10.2018
Hinweis der DZ BANK:
Das öffentliche Angebot dieses Wertpapiers ist beendet. Kursstellungen nur während der Börsenzeiten.

News / Brent Crude Future Contract

20.09.2017 | 07:42:03 (dpa-AFX)
Ölpreise legen etwas zu - US-Ölreserven im Fokus

FRANKFURT/SINGAPUR (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Mittwoch leicht gestiegen. Ein geringerer Anstieg der US-Ölreserven als zuletzt habe für etwas Auftrieb gesorgt, hieß es von Marktbeobachtern. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im November kostete am Morgen 55,33 Dollar. Das waren 19 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Oktober stieg um 27 Cent auf 49,75 Dollar.

Am Ölmarkt richtet sich das Interesse der Anleger vor allem auf die Entwicklung der amerikanischen Ölreserven. Nachdem der Hurrikan Harvey Ausfälle in der Ölindustrie an der Südküste der USA zur Folge hatte, kam es zu einem vergleichsweise starken Anstieg der US-Ölreserven.

Mittlerweile scheint sich die Lage wieder ein Stück weit zu entspannen. Der Interessenverband American Petroleum Institute (API) hatte am Vorabend gemeldet, dass die Ölreserven in den USA in der vergangenen Woche nur noch um 1,44 Millionen Barrel gestiegen waren. Am Nachmittag wird die US-Regierung die offiziellen Daten veröffentlichen. Hier rechnen Experten mit einem Zuwachs um 3,90 Millionen Barrel, nachdem sie in der Woche zuvor um 5,89 Millionen Barrel gestiegen waren./jkr/jha/

19.09.2017 | 18:05:19 (dpa-AFX)
Ölpreise: Leichte Kursverluste
19.09.2017 | 12:55:54 (dpa-AFX)
Ölpreise steigen
19.09.2017 | 12:32:23 (dpa-AFX)
Preis für Opec-Rohöl legt zu
19.09.2017 | 07:43:50 (dpa-AFX)
Ölpreise bewegen sich kaum
18.09.2017 | 19:10:42 (dpa-AFX)
Ölpreise etwas gefallen
18.09.2017 | 12:50:31 (dpa-AFX)
Ölpreise nahezu unverändert

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