Neues auf dzbank-derivate.de / 04.08.2017 | 10:34:48 Werbung

Beliebte Basiswerte: EUR/USD - Euro vollzieht Trendwende

DZ BANK AG / Salesteam
Autor DZ BANK AG / Salesteam

Innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe fungiert die DZ BANK als Spitzeninstitut und Zentralbank.

Wo spielt die Musik, für welche Basiswerte interessieren sich Anleger? Antwort auf diese Frage gibt die monatliche Betrachtung der am häufigsten aufgerufenen Produkte und Basiswerte auf dzbank-derivate.de.

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Trading-Event weckt Anlegerinteresse

Im Juli fiel der Startschuss zu unserem Trading-Event, bei dem Profi-Trader Simon Betschinger ein Trendfolge-Depot mit realen 100.000 Euro führt. Mit Spannung wurden die ersten Aufnahmen erwartet. Gemäß dem Regelwerk fielen die Entscheidungen zugunsten von Fraport und Aurubis. Beide Aktien fanden sich auch unter den Top 10 der am häufigsten aufgerufenen Basiswerte im Monat Juli, Aurubis auf Platz 8, Fraport schaffte es sogar auf Platz 3! Bemerkenswert, denn im Juni waren beide Aktien noch nicht einmal unter den 50 am häufigsten aufgerufenen Basiswerten vertreten. Dies kann durchaus als Beleg dafür gewertet werden, dass sich viele Anleger hierzulande zu stark auf die „üblichen Verdächtigen“ wie den DAX und große deutsche Blue Chips konzentrieren. Mit seinem Trendfolge-Depot hat Simon Betschinger auf jeden Fall das Interesse für trendstabile Aktien geweckt, die zuvor nicht so stark im Fokus standen.

 

Daimler mit Licht und Schatten

Neben Fraport und Aurubis konzentrierte sich das Interesse der Anleger einmal mehr auf Daimler. Die Aufrufe des Basiswertes schnellten gegenüber dem Vormonat um rund zwei Drittel in die Höhe. Interessant ist dabei der Blick auf die aufgerufenen Produkte: Endlos-Turbo-Puts und Endlos-Turbo-Calls auf Daimler hielten sich nahezu die Waage. Nachrichten gab es aus Stuttgart in den letzten Wochen reichlich. Die Ergebnisse des zweiten Quartals, die mit neuerlichen Rekorden bei Absatz und Umsatz sowie einem Anstieg des Konzern-EBIT um 15% aus Sicht von Daimler sehr erfreulich ausfielen, gerieten jedoch schon fast zur Nebensache. Angesichts der nicht enden wollenden Problematik um geschönte Emissionswerte, der Diskussion um Fahrverbote für bestimmte Dieselmotoren und die Zukunft des Verbrennungsmotors allgemein sowie der neu hinzugekommenen Vorwürfe möglicherweise wettbewerbswidriger Absprachen zwischen Daimler, BMW und VW wächst die Unsicherheit über die weitere Entwicklung der einstigen Vorzeigebranche der deutschen Wirtschaft. Im Aktienkurs hat sich der insgesamt negative Tenor der öffentlichen Diskussion bereits niedergeschlagen. Mit einem Minus von 16,2% war Daimler der DAX-Wert mit der schwächsten Performance in den ersten sieben Monaten des laufenden Jahres.

 

Der DAX setzte im Juli seine im Vormonat begonnene Konsolidierung fort und fiel in der Spitze auf 12.097 Punkte zurück. Der Blick auf die meistgeklickten Produkte zeigt einerseits ein stärkeres Interesse an Endlos-Turbo-Calls als an Endlos-Turbo-Puts. Andererseits lagen die Aufrufe beider Produktvarianten unter den Werten des Vormonats, bei den Calls gingen die Aufrufe dabei deutlicher zurück als bei den Puts. Ein maßgeblicher Grund für das allgemein niedrigere Niveau bei den Produktaufrufen dürfte die Ferienzeit sein. Im Juli und August befinden sich viele Marktteilnehmer im Urlaub. Interessant ist mit Blick auf die statistisch zu erwartende schwächere Kursentwicklung des DAX im August und September, dass es bei der Anzahl der aufgerufenen Short-Produktvarianten auf den DAX keinen signifikanten Anstieg gegenüber dem Vormonat gab.

 

Euro weiter im Fokus

Das Währungspaar EUR/USD landete im Ranking der am häufigsten aufgerufenen Basiswerte an vierter Stelle nach dem DAX, Daimler und Fraport. Dabei nahm das Interesse an dem Währungspaar gegenüber dem Vormonat nochmals zu. Die Gemeinschaftswährung konnte seit Jahresbeginn insbesondere gegenüber dem US-Dollar deutlich aufwerten. Nach unserer Einschätzung gibt es dafür mehrere Gründe. So scheinen die Marktteilnehmer allmählich die Zuversicht zu verlieren, dass Donald Trump tatsächlich noch der große Wurf in Sachen Steuererleichterungen gelingt. Nachdem der US-Präsident selbst mit dem Vorhaben gescheitert ist, die Gesundheitsreform seines Vorgängers nur in Teilen rückgängig zu machen, halten es führende Republikaner für wenig wahrscheinlich, dass Trump sein Ziel einer Senkung der Körperschaftsteuer für Unternehmen von 35% auf 15% umsetzen kann. Ohne zusätzliche Anreize könnte das Wachstum der US-Wirtschaft indes weniger dynamisch ausfallen, was die Fed wiederum dazu veranlassen könnte, bei den Zinserhöhungen vom Gas zu gehen, zumal die Inflation nach wie vor niedrig ist.

 

Darüber hinaus wird darauf spekuliert, dass die EZB einen baldigen Kurswechsel in ihrer extrem gelockerten Geldpolitik ankündigt. Auch wenn EZB-Präsident Mario Draghi im Anschluss an die jüngste Sitzung des EZB-Rats wiederholt darauf hinwies, dass die EZB bei Bedarf die Anleihekäufe jederzeit ausweiten könne, werteten die Marktteilnehmer das Ausbleiben einer kritischen Äußerung, dass die Euro-Aufwertung zu schnell gegangen sei oder das Erreichen der Preisstabilität gefährde, positiv für die Gemeinschaftswährung, die daraufhin weiter zulegte. Langfristig spricht unserer Ansicht nach vieles für eine weitere Euro-Aufwertung, kurzfristig sehen wir jedoch Korrekturpotenzial. Interessant wird es im Herbst dieses Jahres, dann erwarten viele Marktteilnehmer von der EZB die Ankündigung von Veränderungen in Sachen Geldpolitik.

 

Aussichtsreiches Chartbild

Das charttechnische Bild des Währungspaares EUR/USD hat sich nach unserer Einschätzung zugunsten des Euro aufgehellt. Im Zuge des langfristigen, seit Juli 2008 bestehenden Abwärtstrends markierte der Euro im März 2015 einen markanten Tiefpunkt bei 1,0462 USD. Anschließend bewegte er sich in einer Schiebezone zwischen 1,0462 und 1,1450/1,1713 USD seitwärts. Anfang Januar fiel der Euro kurzzeitig auf 1,0340 USD zurück. Allerdings wurde die Marke von 1,04 USD nicht nachhaltig unterschritten. Vielmehr begann der Euro kurz darauf wieder zu steigen, sodass der Ausbruch vom Anfang des Jahres als Fehlausbruch qualifiziert werden musste. Solchen folgen in der Regel starke Bewegungen in die Gegenrichtung. Zu dieser kam es in den darauffolgenden Monaten. Im April stieg der Euro über die 200-Tage-Linie an und stieß Ende Juni auf den Widerstandsbereich um 1,1450 USD. Dieser wurde Mitte Juli überwunden, und inzwischen ist der Euro auch über das Hoch vom 24.08.2015 bei 1,1713 USD angestiegen.
 

Damit hat der Euro unserer Einschätzung nach eine untere Trendwende vollzogen, aus der sich ein längerfristiges Kursziel von 1,24 USD ableiten lässt. Der Anstieg über das bei 1,1736 USD liegende 38,2%-Fibonacci-Retracement der letzten größeren Abwärtsbewegung (von 1,3993 auf 1,0340 USD) lässt ebenfalls einen weiteren Anstieg zum 50%-Retracement bei 1,2167 USD erwarten. Vor diesem Hintergrund können Kursrücksetzer des Euro zum Aufbau einer Long-Position genutzt werden. Die früheren Hochpunkte bei 1,1713/1,1616 stellen dabei erste Anlaufpunkte dar. Auch ein Pullback zum Widerstandsbereich um 1,1450 USD ist möglich, wobei dieser in eine Unterstützung gewandelt werden sollte. Um das Szenario einer erfolgreichen Trendwende nicht in Frage zu stellen, sollte der Euro allerdings nicht mehr nachhaltig unter 1,1450 USD zurückfallen. Long-Positionen sollten spätestens bei einem Rückfall unter 1,1110 USD aufgelöst werden.

 

Mit einem Hebelzertifikat können Anleger überproportional an der Kursentwicklung des jeweiligen Basiswertes partizipieren. So vollzieht z.B. ein Mini-Future Long auf das Währungspaar EUR/USD die positive, aber auch die negative Kursentwicklung des Euro gegenüber dem US-Dollar gehebelt nach. Wird jedoch die Knock-out-Schwelle (aktuell bei 1,0941 USD) berührt, verfällt das Zertifikat wertlos.

 

Risikobeschreibung

 

Stand: 04.08.2017, Emittentin DZ BANK.
DZ BANK, Online-Vertrieb

 

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(Bewertungen: 13)

Mini-Future Long 1,1063 open end: Basiswert EUR/USD

DGY159 / DE000DGY1595 //
Quelle: DZ BANK: Geld 11.12. 11.12., Brief 11.12. 11.12.
DGY159 DE000DGY1595 // Quelle: DZ BANK: Geld 11.12. 11.12., Brief 11.12. 11.12.
6,81
Geld in EUR
6,82
Brief in EUR
0,44%
Diff. Vortag in %
Basiswertkurs: 1,17640 USD
Quelle: FX and PM, 03:27:47
  • Basispreis 1,0973 USD
  • Abstand zum Basispreis in % 6,72%
  • Knock-Out-Barriere 1,1063 USD
  • Abstand zum Knock-Out in % 5,96%
  • Hebel 14,68x
  • Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 100,00

News / EUR/USD

11.12.2017 | 21:05:27 (dpa-AFX)
Devisen: Eurokurs wieder etwas unter 1,18 US-Dollar

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro <EU0009652759> ist am Montag im US-Handel wieder etwas unter 1,18 US-Dollar gefallen. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,1785 Dollar. Am Freitag jedoch war der Eurokurs noch auf ein Zwei-Wochen-Tief bei 1,1730 Dollar abgerutscht. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1796 (Freitag: 1,1742) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8477 (0,8516) Euro.

In der Vorwoche war der Handel noch von einer Dollar-Stärke geprägt und der Euro wurde im Gegenzug belastet. Marktbeobachter sprachen zuletzt von einer leichten Gegenbewegung bei einem insgesamt eher impulsarmen Handel.

Mittlerweile richtet sich das Interesse der Anleger zunehmend auf Zinsentscheidungen der Notenbanken des Euroraums am Donnerstag und der USA am Mittwoch. Während von der US-Notenbank Fed die dritte Zinsanhebung in diesem Jahr erwartet wird, dürfte die EZB keine großen Entscheidungen treffen, was den Zinsunterschied vergrößert. Während die Europäische Zentralbank den Leitzins auf Null Prozent halten sollte, rechnen Experten fest mit einem Anstieg des US-Leitzinses in eine Spanne zwischen 1,25 und 1,50 Prozent.

Unter Druck stand dagegen die norwegische Krone. Händler begründeten dies mit aktuellen Daten zur Preisentwicklung. Im November war die Inflation überraschend schwach ausgefallen. Von der norwegischen Zentralbank wird zwar ohnehin längere Zeit keine Zinsanhebung erwartet. Sollte die schwache Inflation aber andauern, könnte sich der Zeitpunkt einer ersten Anhebung noch weiter nach hinten verschieben. Diese Möglichkeit schwächt die Krone./la/das

11.12.2017 | 17:07:00 (dpa-AFX)
Devisen: Euro steigt über 1,18 US-Dollar
11.12.2017 | 13:02:28 (dpa-AFX)
Devisen: Euro steigt über 1,18 US-Dollar
11.12.2017 | 10:35:14 (dpa-AFX)
Devisen: Euro steigt auf knapp 1,18 US-Dollar
11.12.2017 | 07:33:21 (dpa-AFX)
Devisen: Euro steigt in Richtung 1,18 US-Dollar
08.12.2017 | 21:16:51 (dpa-AFX)
Devisen: Euro gibt im Zuge des starken Dollars nach
08.12.2017 | 16:58:17 (dpa-AFX)
Devisen: Euro gibt nach - Dollar legt zu

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