Neues auf dzbank-derivate.de / 10.03.2017 | 11:43:16 Werbung

Beliebte Basiswerte: Daimler - besser kann es kaum laufen!

DZ BANK AG
Autor DZ BANK AG

Die DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank, ist Spitzeninstitut der Genossenschaftlichen FinanzGruppe.

Wo spielt die Musik, für welche Basiswerte interessieren sich Anleger? Antwort auf diese Frage gibt die monatliche Betrachtung der am häufigsten aufgerufenen Produkte und Basiswerte auf dzbank-derivate.de.

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Die DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank, ist Spitzeninstitut der Genossenschaftlichen FinanzGruppe.

DAX - zu viel des Guten?

Der Blick auf die Top-Produkte im Februar ist sehr interessant. Wie angesichts der Vorliebe der Anleger für den Deutschen Aktienindex zu erwarten war, zählten auch im Februar Endlos Turbo Puts und Endlos Turbo Calls auf den DAX zu den am häufigsten aufgerufenen Produkten. Ebenso wie im Dezember 2016 und Januar 2017 überwog dabei das Interesse an den Puts das Interesse an den Calls deutlich. Die Zahl der geklickten Puts lag sowohl über dem Vergleichswert vom Januar als auch vom Dezember. Im Gegenzug ließ das Interesse an den Calls weiter nach und blieb deutlich hinter den Vergleichswerten der beiden Vormonate zurück.
Nachdem sich der DAX im Zuge der Trump-Rally allmählich wieder seinem Rekordhoch nähert, scheinen unseres Erachtens immer mehr Anleger nach Möglichkeiten zur Absicherung gegen bzw. zur Partizipation an fallenden Kursnotierungen zu suchen. Offensichtlich trauen sie dem deutschen Leitindex nach dem Anstieg der letzten Monate nicht mehr allzu viel Aufwärtspotenzial zu.
In diese Richtung deuten auch die Sentiment-Daten. So sinken die Erwartungen für die Entwicklung des DAX in den kommenden sechs Monaten seit Jahresbeginn und gingen zuletzt nochmals deutlich zurück. Wer mittelfristig aber mit sinkenden Notierungen rechnet, wird kaum bereit sein, aktuell noch groß einzusteigen. Vor diesem Hintergrund dürfte es nach unserer Einschätzung für den DAX schwierig werden, nachhaltig auf ein neues Rekordhoch auszubrechen.

 

Unter den Top 5 der am häufigsten aufgerufenen Produkte fanden sich im Februar zudem Endlos Turbo Puts auf den Euro-Bund-Future. Ein Grund dafür könnte unseres Erachtens in der seit Jahresbeginn deutlich gestiegenen Inflation hierzulande sowie in der Eurozone liegen. Wer allerdings darauf spekulierte, dass die EZB vor diesem Hintergrund Signale in Richtung eines früheren Ausstiegs aus der extrem gelockerten Geldpolitik sendet und damit für Abgabedruck bei langlaufenden Anleihen sorgt, wurde enttäuscht. Auf der Sitzung des EZB-Rats am 9. März 2017 bekräftigte EZB-Präsident Mario Draghi, dass die EZB das Anleihekaufprogramm wie geplant bis Ende 2017 fortsetzen wird. Darüber hinaus werden die Leitzinsen noch weit über Ende 2017 hinaus auf dem derzeitigen Niveau von 0,0% verharren.

 

Daimler fährt von Rekord zu Rekord

Bei den am meisten aufgerufenen Basiswerten folgte Daimler im Februar auf den DAX. Der Premium-Automobilhersteller vermeldete für 2016 Bestwerte bei Absatz, Umsatz und Ergebnis. Auch im laufenden Jahr bleibt der Konzern auf der Überholspur und setzt seine Rekordjagd fort. Nachdem Mercedes-Benz bereits im Januar weltweit so viele Fahrzeuge auslieferte wie noch nie zuvor in einem Januar (178.467 Fahrzeuge, +18,3% ggü. VJ), wuchs der Absatz auch im Februar prozentual zweistellig (153.862 Fahrzeuge, +15% ggü. VJ). In beiden Monaten stiegen die Verkäufe vor allem in China sehr stark. Der Februar war zugleich der 48. Monat in Folge, in dem Mercedes-Benz einen Rekord erzielte.
Auch im Vergleich mit der Konkurrenz aus München haben die Schwaben die Nase inzwischen vorn, wenn man sich die Absätze der Marken Mercedes-Benz (2016: 2,08 Mio. Pkw) und BMW (2016: 2,0 Mio. Pkw) anschaut. Zudem war Mercedes-Benz mit einer EBIT-Marge von 9,1% im vergangenen Jahr profitabler als BMW, wo die EBIT-Marge auf 8,9% sank.

 

Das charttechnische Bild der Daimler-Aktie hat sich aus unserer Sicht zuletzt aufgehellt. Nachdem die Kursnotierung Mitte März 2015 ein Hoch bei 96,07 Euro markierte, kam es zu einer längerfristigen Abwärtsbewegung, die die Aktie bis Juli 2016 auf 50,83 Euro führte. Seitdem sehen wir steigende Notierungen. Nach dem Anstieg über die 200-Tage-Linie im September 2016 stieß die Kursnotierung Mitte Januar 2017 bei 73,23 Euro auf das 50%-Retracement der vorangegangenen Korrektur.
Nach einem Rücksetzer auf 66,13 Euro, durch den der frühere Widerstand in diesem Bereich in eine Unterstützung gewandelt wurde, gewann die Aktie in den letzten Wochen wieder an Wert. Rückenwind erhält die Aktie aus unserer Sicht dabei vom trendfolgenden MACD, der auf Monatsbasis im Februar ein neues Kaufsignal generiert hat. In den kommenden Monaten erwarten wir daher weiter steigende Notierungen. Nach einem Anstieg über 73,23/73,45 Euro liegen die nächsten Kursziele bei 78,79 Euro (61,8%-Fibonacci-Retracement) sowie 85,50 Euro (Hoch vom 01.12.2015). Um das bullische Szenario nicht zu gefährden, sollte die Notierung möglichst nicht mehr nachhaltig unter 66,13 Euro bzw. die bei 64,12 Euro verlaufende 200-Tage-Linie fallen. Spätestens mit einem Unterschreiten der Unterstützung bei 60,00 Euro sollten Long-Positionen geschlossen werden.

 

Mit einem Hebelzertifikat können Anleger überproportional an der Kursentwicklung des jeweiligen Basiswertes partizipieren. So vollzieht z.B. ein Mini Future Long auf Daimler die positive, aber auch die negative Kursentwicklung der Aktie gehebelt nach. Wird die Knock-out-Schwelle (aktuell bei 53,76 Euro) berührt, verfällt das Zertifikat wertlos.

 

Risikobeschreibung

Stand: 10.03.2017, Emittentin DZ BANK.
DZ BANK, Online-Vertrieb

 

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Mini-Future Long 51,194 open end: Basiswert Daimler

DGQ8NQ / DE000DGQ8NQ1 // Quelle: DZ BANK: Geld 26.05. 26.05., Brief 26.05. 26.05.
1,66
Geld in EUR
1,68
Brief in EUR
--
Diff. Vortag in %
Basiswertkurs: 65,38 EUR
Quelle: Xetra, 26.05.
  • Basispreis 48,706 EUR
  • Abstand zum Basispreis in % 25,50%
  • Knock-Out-Schwelle 51,194 EUR
  • Abstand zum Knock-Out in % 21,70%
  • Hebel 3,89x
  • Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 0,10

News / Daimler AG

26.05.2017 | 18:24:32 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Trump: Habe kein Problem mit den Deutschen, aber mit ihrem Handel

TAORMINA (dpa-AFX) - US-Präsident Donald Trump hat mit neuer Kritik an den deutschen Handelsüberschüssen für erhebliche Irritationen gesorgt. Vor dem G7-Gipfel in Taormina auf Sizilien hatte sich Trump vor der EU-Spitze mit den Worten "very bad" über die hohen Exportüberschüsse Deutschlands beschwert. In deutschen Medien wurde dies mit "sehr böse" oder "sehr schlecht" übersetzt.

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker bestätigte vor dem G7-Gipfel am Freitag in Taormina die Kritik Trumps und gab indirekt wieder, dass die Worte "bad, very bad" gefallen seien. Allerdings sei das von Trump in keiner Weise aggressiv vorgetragen worden.

Juncker sprach von übertriebener Darstellung. Er sei "kein Spezialist im Englischen", sagte der Kommissionspräsident und fügte hinzu: ""Bad" heißt nicht böse, schlecht reicht." Juncker fügte hinzu: "Er hat nicht gesagt, die Deutschen benehmen sich schlecht. Er hat gesagt, wir haben ein Problem." Trump hatte sich bereits mehrfach über den Handelsüberschuss beklagt.

Nach Angaben seines Wirtschaftsberaters sowie Pressesprechers hat Trump kein Problem mit den Deutschen, sehr wohl aber mit dem Handelsüberschuss. Wirtschaftsberater Gary Cohn sagte am Freitag vor Reportern, dass in der Diskussion mit der EU-Spitze in Brüssel über den deutschen Handelsüberschuss mit den USA die Worte "very bad" über Deutschland gefallen seien. Laut Cohn sagte Trump: "Ich habe kein Problem mit Deutschland, ich habe ein Problem mit dem deutschen Handel." Trump habe auch auf seine deutschen Wurzeln verwiesen.

Trumps Pressesprecher Sean Spicer sagte vor Journalisten, Trump habe großen Respekt vor Deutschland. Berichte, der US-Präsident habe von "schlechten Deutschen" gesprochen, seien falsch. Trump habe aber das "Ungleichgewicht" in den deutsch-amerikanischen Handelsbeziehungen als "unfair" bezeichnet.

EU-Ratspräsident Donald Tusk wollte die Äußerung Trumps gar nicht kommentieren. "Ich will nicht Teil dieser neuen politischen Kultur des ständigen Durchsickerns sein", sagte er. "Die heutige Diplomatie benötigt professionelle Klempner statt indiskreter Diplomaten."

Trump soll bei seiner Kritik erneut die deutschen Autobauer als Beispiel genannt haben. Der "Spiegel" zitierte Trump laut Teilnehmern mit den Worten: "Schauen Sie sich die Millionen von Autos an, die sie in den USA verkaufen. Fürchterlich. Wir werden das stoppen." Die Äußerungen drückten die Aktien deutscher Autobauer. BMW <DE0005190003> verloren 1,24 Prozent, für Volkswagen <DE0007664039> und Daimler <DE0007100000> ging es um je knapp 1 Prozent abwärts./sl/mfi/lw/du/vsr/DP/she

26.05.2017 | 13:41:39 (dpa-AFX)
Autoverband VDA nach Trump-Kritik: USA wichtiger Produktionsstandort
26.05.2017 | 13:03:16 (dpa-AFX)
Trump: Habe kein Problem mit den Deutschen, aber mit ihrem Handel
26.05.2017 | 11:04:09 (dpa-AFX)
Trumps Wirtschaftsberater mahnt vor G7-Gipfel faire Handelsregeln an
26.05.2017 | 08:57:47 (dpa-AFX)
AKTIE IM FOKUS: Autowerte geraten nach mutmaßlicher Trump-Kritik unter Druck
26.05.2017 | 06:39:58 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Nach Streetscooter kommt elektrisches Stadtauto aus Aachen
26.05.2017 | 05:43:51 (dpa-AFX)
Nach Streetscooter soll elektrisches Stadtauto aus Aachen kommen

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