Idee der Woche / 15.03.2019 | 10:29:42 Werbung

Vonovia: Weiterer Ergebnisanstieg erwartet

DZ BANK AG / Online-Redaktion
Autor DZ BANK AG / Online-Redaktion

Innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe fungiert die DZ BANK als Spitzeninstitut und Zentralbank.

  • Zukäufe und positive Rahmenbedingungen begünstigen Geschäftsentwicklung
  • 2019 weiterer Anstieg von Mieten und FFO erwartet
  • Anlageidee: Aktienanleihe Classic auf Vonovia
DZ BANK AG / Online-Redaktion
Autor DZ BANK AG / Online-Redaktion

Innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe fungiert die DZ BANK als Spitzeninstitut und Zentralbank.

Die Lage: Milliardenmarke beim Gewinn geknackt

Mit insgesamt rund 396.000 Wohnungen in Deutschland, Österreich und Schweden ist Vonovia eines der führenden privaten Wohnungsunternehmen in Europa. Im Geschäftsjahr 2018 knackte das Unternehmen beim Gewinn erstmals die Marke von einer Milliarde Euro. Maßgeblichen Anteil an dieser positiven Entwicklung hatten insbesondere die Zukäufe von Victoria Park in Schweden und BUWOG in Österreich. Darüber hinaus kommt Vonovia die anhaltend hohe Wohnraumnachfrage zugute, was sich auch in der geringen Leerstandsquote widerspiegelt, die gegenüber 2017 nochmals leicht von 2,5% auf 2,4% gesunken ist. Investitionen in den Bestand sowie Neubau und Aufstockung trugen ebenfalls zum positiven Geschäftsergebnis bei.

Im Vergleich zum Vorjahr stieg das operative Ergebnis nach Zinsen und Steuern (FFO 1) um 15,8% auf 1,06 Mrd. Euro. Die Mieteinnahmen stiegen im gleichen Zeitraum von 1,67 Mrd. Euro auf 1,89 Mrd. Euro, wobei sich die monatliche Miete pro Quadratmeter von 6,27 Euro auf 6,52 Euro erhöhte. Den größten Anteil an der organischen Mietsteigerung von 4,4% hatten Investitionen in die Gebäude (2,9%), gefolgt vom marktbedingten Anstieg der Mieten (1,3%). Der Verkehrswert des Immobilienbestandes belief sich Ende Dezember 2018 auf 44,24 Mrd. Euro.

 

Die Perspektive: Rahmenbedingungen bleiben günstig

Die grundsätzlich positiven Rahmenbedingungen lassen Vonovia-Vorstandschef Rolf Buch optimistisch auf das laufende Geschäftsjahr blicken und einen erneuten Anstieg von Mieten und Preisen erwarten. Das operative Ergebnis soll 2019 auf 1,14 Mrd. Euro bis 1,19 Mrd. Euro ansteigen. Für Investitionen in Modernisierung und Instandhaltung sind rund 2 Mrd. Euro vorgesehen. Diese sollten eine weitere Wertsteigerung des Immobilienbestandes begünstigen. Für Zukäufe in Deutschland fehlt es dem Vorstand zufolge derzeit an geeigneten Möglichkeiten. Daher konzentriert man sich verstärkt auf Europa. Im Dezember 2018 gab Vonovia bekannt, dass das Portfolio von Victoria Park durch den Erwerb von rund 2.340 Wohnungen in den Großräumen Malmö, Stockholm und Göteborg erweitert wird. Mit dem Abschluss der Transaktion wird Anfang des zweiten Quartals 2019 gerechnet.

Nach unserer Einschätzung zeigte Vonovia 2018 eine solide Geschäftsentwicklung und wird auch in den kommenden Jahren ein signifikantes Wachstum beim FFO und der Dividende ausweisen. Neben den allgemein positiven Rahmenbedingungen des Wohnimmobiliensektors basiert unsere Einschätzung auf den verbleibenden Synergien aus den letzten Akquisitionen. Zusätzliches Wachstum bringt die Erweiterung des Serviceangebotes im Bereich der wohnungsnahen Dienstleistungen. Als weiteren Pluspunkt sehen wir die zunehmende Diversifizierung des Wohnungsbestandes und den Fokus auf Europa. Etwaige Risiken für die Geschäftsentwicklung könnten sich u.E. aus Verzögerungen bei den geplanten Neu- und Umbauten (Baugenehmigungen, verfügbare Baukapazitäten) und einem steigenden Zinsniveau ergeben, da sich damit die Refinanzierung für das Unternehmen verteuern würde. Zu einem Anstieg der Leitzinsen dürfte es nach den jüngsten Äußerungen der EZB jedoch frühestens im Laufe des Jahres 2020 kommen.

 

Die Anlageidee: Aktienanleihe Classic auf Vonovia

Als alternative Anlagemöglichkeit zu einer Direktanlage in die Aktie stehen verschiedene Aktienanleihen mit der Aktie der Vonovia SE als Basiswert zur Verfügung. Ein Beispiel ist eine Aktienanleihe Classic mit Fälligkeit am 25.03.2020 (Rückzahlungstermin), einem Basispreis von 45,455 Euro und einer Zinszahlung von 6,25% p.a. Die Zinszahlung am Zinszahlungstermin, ebenfalls der 25.03.2020, ist unabhängig von der Wertentwicklung der Aktie der Vonovia SE. Dividendenansprüche aus der Aktie stehen dem Anleger nicht zu.

Die Art und Höhe der Rückzahlung am Rückzahlungstermin ist abhängig von der Wertentwicklung der Aktie der Vonovia SE. Am Rückzahlungstermin gibt es folgende Rückzahlungsmöglichkeiten:
1. Liegt der Schlusskurs der Aktie Vonovia SE an der Börse Xetra Frankfurt am 18.03.2020 (Referenzpreis) auf oder über dem Basispreis von 45,455 Euro, wird die Aktienanleihe zum Nennbetrag (1.000,00 Euro) zurückgezahlt.
2. Liegt der Referenzpreis unter dem Basispreis, erhalten Anleger eine durch das Bezugsverhältnis (22,00) bestimmte Anzahl von Aktien der Vonovia SE. Der Anleger erleidet einen Verlust, wenn der Wert der gelieferten Aktien der Vonovia SE am Rückzahlungstermin zzgl. der Zinszahlung unter dem Erwerbspreis der Aktienanleihe liegt.

Die vorliegend beschriebene Aktienanleihe richtet sich somit an Anleger, die davon ausgehen, dass der Schlusskurs der Aktie der Vonovia SE am 18.03.2020 auf oder über 45,455 Euro notieren wird. Bei Erwerb der Aktienanleihe während der Laufzeit müssen aufgelaufene Zinsen (Stückzinsen) anteilig entrichtet werden. Aktuell belaufen sich die Stückzinsen auf 3,59 Euro.

 

Risikobeschreibung

Eine ausführliche Erläuterung der genannten Fachbegriffe finden Sie in unserem Glossar.

 

Stand: 15.03.2019
Emittentin: DZ BANK AG / Online-Redaktion

 

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(Bewertungen: 22)

Aktienanleihe Classic 6,25% 2020/03: Basiswert Vonovia

DDW5C7 / //
Quelle: DZ BANK: Geld 22.03. 11:58:52, Brief 22.03. 11:58:52
DDW5C7 // Quelle: DZ BANK: Geld 22.03. 11:58:52, Brief 22.03. 11:58:52
100,89 %
Geld in %
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Brief in %
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Diff. Vortag in %
Basiswertkurs: 46,360 EUR
Quelle : Xetra , 11:43:48
  • Basispreis 45,455 EUR
  • Abstand zum Basispreis in % 1,95%
  • Zinssatz in % p.a. 6,25% p.a.
  • Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 22,00
  • Max Rendite in % p.a. 5,21% p.a.
  • Seitwärtsrendite in % 5,25%

News / Vonovia SE

18.03.2019 | 08:35:01 (dpa-AFX)
VONOVIA IM FOKUS: Mit Immobilienboom und Zukäufen zum Branchenprimus

BOCHUM (dpa-AFX) - Deutschlands größter Immobilienkonzern Vonovia <DE000A1ML7J1> - die frühere Deutsche Annington - profitiert wie die Konkurrenz auch von steigenden Mieten vor allem in den deutschen Großstädten. Zudem wächst das im Dax <DE0008469008> notierte Unternehmen kräftig über Zukäufe, die sich aufgrund der seit Jahren anhaltenden Niedrigzinsphase im Euroraum billig finanzieren lassen. Die steigenden Gewinne zahlen sich auch für die Aktionäre aus, denen Vonovia jedes Jahr deutlich mehr an Dividende ausschüttet.

DAS IST LOS BEI VONOVIA:

Die Geschäfte für Deutschlands größten Immobilienkonzern Vonovia laufen schon seit längerem aufgrund der hohen Nachfrage nach Mietwohnungen in Metropolen gut. Die Mieten steigen dort schon seit Jahren, und ein Ende ist nicht in Sicht. Wegen der Wohnungsnot setzt der Konzern neben Modernisierung auch auf Neubau und Aufstockung bestehender Gebäude. Zudem wächst Vonovia schon seit längerem über Großübernahmen, zuletzt expandierte das Unternehmen aus Bochum auch nach Österreich und Schweden.

Mittlerweile gehören Vonovia mehr als 400 000 Wohnungen. Die Bochumer sind in den vergangenen Jahren vor allem durch Großübernahmen von Rivalen wie Gagfah, Süddeutsche Wohnen (Südewo), Franconia und Wiener Conwert stark gewachsen. 2018 kamen Buwog aus Österreich und Victoria Park aus Schweden hinzu. Aber es gab auch Rückschläge. Vor gut drei Jahren etwa scheiterte die Übernahme des Konkurrenten Deutsche Wohnen <DE000A0HN5C6>. Nun hat der Konzern sein Aktienpaket, das er im Zuge des vergeblichen Übernahmeversuchs erworben hatte, auf den Markt geworfen. Dabei machte Vonovia dank der Kurszuwächse einen dicken Millionen-Gewinn.

Im Jahr 2018 trieben derweil Zukäufe sowie höhere Mieteinnahmen das operative Ergebnis mit einem Plus von 16 Prozent erstmals über die Marke von einer Milliarde Euro. Die Dividende soll um 12 Cent auf 1,44 Euro je Aktie steigen. Im laufenden Jahr soll das operative Ergebnis weiter zulegen auf bis zu 1,19 Milliarden Euro.

Wegen seiner Modernisierungsumlagen steht Vonovia schon seit längerem in der Kritik und Konzernchef Rolf Buch kündigte deshalb im Dezember einen Strategieschwenk an. Zukünftig steckt Vonovia deutlich weniger in energetische Modernisierungen deutscher Wohnungen wie Dämmung oder Austausch alter Fenster, sondern nimmt unter anderem mehr Geld für den Neubau und für die zugekauften Wohnungen in Schweden in die Hand. Insgesamt will Vonovia die Investitionen noch einmal deutlich anheben. Damit reagiert Konzernchef Rolf Buch auf heftige Proteste von Mietern nach Modernisierungen wegen der teilweise kräftigen Mieterhöhungen.

Die Koalitionsfraktionen von Union und SPD verschärften denn auch erst vor kurzem das Mietrecht zugunsten von Mietern. Seit Anfang des Jahres dürfen Hausbesitzer nach Modernisierungen nur noch 8 Prozent der Kosten im Jahr statt bisher 11 Prozent auf die Miete umlegen. Pro Quadratmeter sind dann Erhöhungen bis zu drei Euro erlaubt. Wo die Miete weniger als sieben Euro pro Quadratmeter beträgt, dürfen Vermieter je nur zwei Euro aufschlagen.

DAS SAGEN DIE ANALYSTEN:

Die meisten Analysten zeigen sich bezüglich der Vonovia-Aktie optimistisch. Von den elf im dpa-AFX-Analyser seit der Vorlage der Jahreszahlen erfassten Experten raten nur zwei zum Halten der Papiere und alle anderen zum Kauf.

Der Immobilienkonzern habe 2018 ein Rekordmietwachstum und Effizienzgewinne verzeichnet und abermals die Wettbewerber hinter sich gelassen, schrieb Analyst Julius Stinauer von der Privatbank Hauck & Aufhäuser. Dieses Potenzial dürfte 2019 weiter ausgeschöpft werden, auch begünstigt durch die Aktivitäten in Schweden.

Analyst Kai Klose von der Privatbank Berenberg betonte mit Blick auf den jüngsten Geschäftsbericht die höhere Profitabilität und die geringere Verschuldung. Etwas skeptischer beurteilte Analyst Thomas Rothäusler vom Analysehaus Jefferies die Jahresbilanz des Wohnungskonzerns. Er hält die Verschuldung noch immer für recht hoch.

Für Thomas Neuhold vom Analysehaus Kepler Cheuvreux bietet die Aktie von Vonovia immer noch eine attraktive Wachstumsstory. Auch Analyst Wan Zhang von der Schweizer Bank Credit Suisse sieht beim Konzern noch Wachstumspotenzial. Die zuletzt negative Anlegerstimmung für die europäischen Immobilienwerte dürfte sich aufhellen. Und für Neil Green von der US-Bank JPMorgan gibt es im europäischen Immobiliensektor kaum bessere Investmentchancen als deutsche Wohnimmobilien-Aktien.

DAS MACHT DIE AKTIE:

Die Aktien von Vonovia kennen seit dem Börsengang im Juli 2013 (noch unter dem Namen Deutsche Annington) im Prinzip nur den Weg nach oben. Die seinerzeit bei rund 17 Euro gestarteten Papiere stiegen von Hoch zu hoch. Nennenswerte Rückschläge gab es zwar in den Jahren 2015 und 2016, doch auf lange Sicht fallen diese Verluste kaum ins Gewicht. Erst in der vergangenen Woche gab der Milliardengewinn den Anteilsscheinen einen neuen Schub. Hinzu kommt die Aussicht auf noch lange Zeit niedrige Zinsen der Europäischen Zentralbank./mne/tav/mis

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Gutachter erwarten weiter steigende Immobilienumsätze

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