Idee der Woche / 11.08.2017 | 11:36:08 Werbung

Vonovia: Dynamisches Wachstum erwartet

DZ BANK AG / Salesteam
Autor DZ BANK AG / Salesteam

Innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe fungiert die DZ BANK als Spitzeninstitut und Zentralbank.

Deutschlands größtes Wohnungsunternehmen, Vonovia, profitiert weiterhin von einem günstigen Umfeld. Steigende Mieteinnahmen, eine nahezu vollständige Vermietung sowie die Wertsteigerung des Bestands führten im ersten Halbjahr zu einem deutlichen Gewinnanstieg im operativen Geschäft.

DZ BANK AG / Salesteam
Autor DZ BANK AG / Salesteam

Innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe fungiert die DZ BANK als Spitzeninstitut und Zentralbank.

Starkes Wachstum mit wohnungsnahen Dienstleistungen

Nach einem positiven Jahresauftakt setzte sich bei Vonovia die dynamische Entwicklung im ersten Halbjahr 2017 fort. Neben dem milliardenschweren Investitionsprogramm verzeichnete Vonovia im Segment Value-add Business (wohnungsnahe Dienstleistungen) ein starkes organisches Wachstum. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf Sachanlagen und Amortisation von immateriellen Vermögensgegenständen (EBITDA) erhöhte sich hier in den ersten sechs Monaten 2017 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 75,4% auf 45,6 Mio. Euro (1. Hj. 2016: 26,0 Mio. Euro). Das Segment erfasst u.a. Dienstleistungen wie das digitale Ablesen mit Smart-Metering, den Ausbau von Photovoltaik-Anlagen auf Dächern, die Montage von Küchen und Bädern oder die Installation von TV-Kabelanschlüssen. Der Vorstand sieht in diesem Bereich Wachstumspotenzial und baut das Segment weiter aus.

 

Das FFO 1 (Funds from Operations; operatives Ergebnis nach laufenden Zinsen und Steuern) - wesentliche Kennzahl für die Beurteilung der nachhaltigen Ertragskraft von Unternehmen aus der Immobilienbranche - legte von Januar bis Juni 2017 um 18% auf 457,7 Mio. Euro zu (1. Hj. 2016: 387,8 Mio. Euro). Der nach EPRA-Empfehlungen ermittelte Netto-Vermögenswert (EPRA NAV; Immobilienvermögen ohne Schulden) erhöhte sich um 36,8% und wurde zum 30. Juni 2017 mit 18,7 Mrd. Euro (30. Juni 2016: 13,7 Mrd. Euro) angegeben, was einem EPRA NAV pro Aktie von 39,25 Euro entspricht (30. Juni 2016: 29,34 Euro). Hierbei wirkte sich die Wertsteigerung der Immobilien mit rund 1,5 Mrd. Euro positiv aus.

 

Investitionen und Modernisierung sollten sich auszahlen

Das insgesamt positive Umfeld zeigte sich auch in den um 7,6% auf 833,2 Mio. Euro gestiegenen Mieteinnahmen (1. Hj. 2016: 774,7 Mio. Euro), die sowohl aus einer marktbedingten Anhebung als auch aus Wohnwertverbesserungen und Neubau resultierten. Dazu kommt eine nahezu vollständige Vermietung des Bestands. Die Leerstandsquote lag im ersten Halbjahr bei 2,9%. Der leichte Anstieg um 0,1% gegenüber dem Vorjahreszeitraum resultiert im Wesentlichen daraus, dass Vonovia im Zuge seines umfangreichen Investitionsprogramms frei werdende Wohnungen vor der nächsten Vermietung zunächst saniert. Das für 2017 veranschlagte Investitionsvolumen von 730 Mio. Euro wurde bereits zu 98% verbaut oder in Auftrag gegeben. In den kommenden Jahren will Vonovia für Neubau, Aufstockungs- und Modernisierungsmaßnahmen 1 Mrd. Euro jährlich investieren.

 

Mit Blick auf die Ergebnisse des ersten Halbjahres 2017 bestätigte der Vorstand die Prognose für das Gesamtjahr und rechnet mit einem FFO 1 zwischen 900 und 920 Mio. Euro (2016: 760,8 Mio. Euro). Zudem werden weitere Wertsteigerungen des Immobilienbestandes erwartet, die sich in einem ebenfalls höheren NAV niederschlagen.

 

Wir rechnen angesichts der positiven Rahmenbedingungen des Wohnimmobiliensektors mit einer anhaltend hohen Geschäftsdynamik bei Vonovia. Das Unternehmen besitzt rund 356.000 Wohnungen (Stand 30. Juni 2017) in attraktiven Lagen mit sehr guten Entwicklungsperspektiven. Der Bestand ist nahezu vollständig vermietet. Wachstumspotenzial sehen wir in den verbleibenden Synergien aus den letzten Akquisitionen sowie aus der Erweiterung des Serviceangebotes mit wohnungsnahen Dienstleistungen und der industriellen Modernisierungsstrategie. Die Investitionen in Instandhaltung, Modernisierung und Neubau ermöglichen zudem höhere Mieten und wirken sich positiv auf den Wert des Bestands aus.

 

Mögliche Risiken können aus Änderungen der Rahmenbedingungen (z.B. Verschärfung der Vorschriften zum Miet-, Bau- oder Steuerrecht) resultieren. Zudem können sich Risiken in Bezug auf die Werthaltigkeit des bilanziellen Goodwills früherer Akquisitionen sowie falsche Annahmen bei der Ermittlung des Verkehrswerts des Wohnungsbestands ergeben.

 

Allzeithoch rückt in Reichweite

Die Aktie der Vonovia SE reagierte auf die Quartalszahlen mit steigenden Notierungen und strebt nun dem Widerstand bei 36,70/37,00 Euro entgegen, der durch die beiden Hochs vom 15.06.2017 und 15.08.2015 definiert wird. Zuvor sahen wir eine Aufwärtsbewegung der Aktie, die der Korrektur von 35,28 Euro auf 23,81 Euro im ersten Halbjahr 2015 folgte. Ausgehend von dem im Juni 2015 markierten Tief bei 23,81 Euro erholte sich die Aktie und wir sahen die Etablierung einer neuen Aufwärtsbewegung. In deren Verlauf erreicht die Aktie im August 2016 ein Hoch bei 37,00 Euro, korrigierte anschließend bis auf 28,66 Euro, ehe sich die vorangegangene Aufwärtsbewegung fortsetzte.

 

Anfang Juni 2017 stieß die Aktie bei 36,56/36,70 Euro und damit knapp unter dem Hoch vom August 2015 auf Widerstand. Während der folgenden Konsolidierung sahen wir einen Rücksetzer der Kursnotierung auf 33,74 Euro. Seither sehen wir wieder steigende Notierungen und inzwischen nähert sich die Aktie den Widerständen bei 36,56/36,70 Euro und 37,00 Euro. Ein nachhaltiger Ausbruch über 36,70/37,00 Euro würde nach unserer Einschätzung die übergeordnete Aufwärtsbewegung der Aktie bestätigen und mittelfristig Aufwärtspotenzial bis 42,16 Euro eröffnen (161,8%-Fibonacci-Extension der Korrektur von 37,00 auf 28,66 Euro). Unterstützungen finden sich bei 35,03 Euro und 34,20/33,74 Euro. Sollte die Aktie unter 33,74 Euro zurückfallen, wären weitere Abgaben in den Bereich um 33,30 Euro bzw. zur 200-Tage-Linie (aktuell 32,82 Euro) zu erwarten. Ein Durchbruch unter den langfristigen gleitenden Durchschnitt wäre ein deutliches bärisches Signal. In diesem Fall drohen weitere Abgaben auf 31,92/31,75 Euro.

 

Aktienanleihe auf Vonovia

Als alternative Anlagemöglichkeit zur Direktanlage stehen verschiedene Aktienanleihen mit dem Basiswert Vonovia SE zur Verfügung. Ein Beispiel ist eine Aktienanleihe mit Fälligkeit am 26.01.2018 (Rückzahlungstermin), einem Basispreis von 37,037 Euro und einer Zinszahlung von 11,00% p.a. Die Zinszahlung am Zinszahlungstermin, ebenfalls der 26.01.2018, ist unabhängig von der Wertentwicklung der Aktie der Vonovia SE. Dividendenansprüche aus der Aktie stehen dem Anleger nicht zu.

 

Die Art und Höhe der Rückzahlung am Rückzahlungstermin ist abhängig von der Wertentwicklung der Aktie der Vonovia SE. Für die Rückzahlung der Aktienanleihe gibt es zwei Möglichkeiten: Notiert die Aktie am 19.01.2018 per Schlusskurs (Xetra) auf oder über dem Basispreis von 37,037 Euro, wird die Aktienanleihe zum Nennbetrag (1.000,00 Euro) zurückgezahlt.
Notiert die Aktie am 19.01.2018 per Schlusskurs (Xetra) unter dem Basispreis von 37,037 Euro, erhält der Anleger Aktien der Vonovia SE in der durch das Bezugsverhältnis bestimmten Zahl. Das Bezugsverhältnis beträgt 27,00. Dementsprechend erhält der Anleger 27 Aktien. Der Gegenwert der Aktien wird in diesem Fall unter dem Nennbetrag von 1.000,00 Euro liegen.

 

Die vorliegend beschriebene Aktienanleihe richtet sich somit an Anleger, die davon ausgehen, dass der Schlusskurs der Aktie der Vonovia SE am 19.01.2018 auf oder über 37,037 Euro notieren wird. Bei Erwerb der Aktienanleihe während der Laufzeit müssen zusätzlich anteilig aufgelaufene Zinsen (Stückzinsen) entrichtet werden. Aktuell belaufen sich die Stückzinsen auf 12,66 Euro.

 

Risikobeschreibung

 

Stand: 11.08.2017, Emittentin: DZ BANK.
DZ BANK, Online-Vertrieb

 

> Zum Archiv

  •  
  •  
  •  
  •  
(20 Bewertungen)

Aktienanleihe Classic 11% 2018/01: Basiswert Vonovia

DD0TP7 / DE000DD0TP78 // Quelle: DZ BANK: Geld 18.08. 18.08., Brief 18.08. 18.08.
99,62
Geld in %
99,81
Brief in %
-0,58%
Diff. Vortag in %
Basiswertkurs: 35,255 EUR
Quelle: Xetra, 18.08.
  • Basispreis 37,037 EUR
  • Abstand zum Basispreis in % -5,05%
  • Zinssatz in % p.a. 11,00% p.a.
  • Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 27,00
  • Max Rendite in % p.a. 11,64% p.a.
  • Seitwärtsrendite in % 0,20%

News / Vonovia SE

18.08.2017 | 14:09:00 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Studie: Großstädte hängen bei Mieten Land weiter ab

FRANKFURT/BONN (dpa-AFX) - Die vielerorts ungebrochene Nachfrage nach Immobilien treibt die Wohnungsmieten in Deutschland immer höher. Im ersten Halbjahr legten sie bei Neuverträgen im Schnitt um 4,4 Prozent zu, wie eine am Freitag veröffentlichte Auswertung des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) zeigte. Damit werden durchschnittlich 7,90 Euro pro Quadratmeter ohne Nebenkosten fällig. Indes wächst das Gefälle zwischen Stadt und Land weiter. Angesichts der Bundestagswahl werden Stimmen zu Bekämpfung des Mietanstiegs lauter.

Wie die Auswertung zeigt, mussten Mieter gerade in Metropolen deutlich mehr bezahlen. In Städten mit über 500 000 Einwohnern verzeichnete das BBSR bei Neu- und Wiedervermietungen ein Plus von im Schnitt 5,6 Prozent auf 10,39 Euro je Quadratmeter. In ländlichen Kreisen ergab sich nur ein Zuwachs von 3,4 Prozent auf 6,03 Euro.

Spitzenreiter bei Neuverträgen bleibt demnach München mit einer durchschnittlichen Kaltmiete von 16,40 Euro pro Quadratmeter, gefolgt von Frankfurt (12,95 Euro) und Stuttgart (12,44 Euro). In den Landkreisen Lüchow-Dannenberg (Niedersachsen) und Wunsiedel (Bayern) wurden indes Wohnungen für unter 4,40 Euro pro Quadratmeter angeboten, so das BBSR, das Inserate aus Immobilienplattformen und Tageszeitungen im Internet ausgewertet hatte.

"In den Ballungsräumen treiben die Nachfrage, der Wettbewerb um knappes Bauland und damit verbundene hohe Grundstückspreise weiter die Preise", erklärte BBSR-Wohnungsmarktexperte Matthias Waltersbacher. Auf dem Land blieben die Mieten hingegen erschwinglich und würden auch künftig nur moderat steigen.

Die gute Konjunktur, die relativ starke Zuwanderung und niedrige Zinsen treiben den Immobilienboom seit längerem an. Da Geld billig ist, können Investoren günstig Kredite aufnehmen. Zugleich legen sie verstärkt in Immobilien an, da andere Anlagen kaum Rendite abwerfen.

Grund für die steigenden Mieten und Kaufpreise ist auch ein Mangel an Wohnungen. So wurden in Deutschland zuletzt erstmals seit 2009 in einem ersten Halbjahr weniger Wohnungen genehmigt, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitgeteilt hatte. Demnach fielen die Bewilligungen gemessen am Vorjahreszeitraum um 7,3 Prozent.

Steigende Mieten sind auch Thema im Wahlkampf. Während die SPD die von der großen Koalition eingeführt Mietpreisbremse mit Transparenzregeln verschärfen will, möchte die FDP sie abschaffen. Dass das Instrument in seiner jetzigen Form nicht wirkt wie erhofft, ist jedenfalls Konsens. Bundesbauministerin Barbara Hendricks (SPD) stellte am Freitag fest: "Wir brauchen dringend eine Verschärfung der Mietpreisbremse, eine Grundgesetzänderung für mehr Sozialwohnungen und beim Neubau insgesamt eine Konzentration auf das bezahlbare Segment." In den nächsten Jahren müssten mindesten 350 000 Wohnungen pro Jahr gebaut werden./als/DP/stb

18.08.2017 | 11:15:57 (dpa-AFX)
Studie: Frankfurt für Mieter zweitteuerste Stadt Deutschlands
18.08.2017 | 10:43:18 (dpa-AFX)
Immobilienboom treibt Wohnungsmieten weiter an
11.08.2017 | 13:53:03 (dpa-AFX)
ROUNDUP 2: Immobilienboom treibt Deutsche Wohnen an
11.08.2017 | 08:28:57 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Immobilienboom treibt Deutsche Wohnen an
09.08.2017 | 13:50:04 (dpa-AFX)
ANALYSE-FLASH: JPMorgan hebt Ziel für Vonovia auf 41 Euro - 'Neutral'
04.08.2017 | 10:02:35 (dpa-AFX)
DGAP-News: Vonovia SE: Gerald Klinck wird Vorstand von Vonovia im Mai 2018 verlassen (deutsch)

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Jede Woche gibt es die dzbank-derivate-Newsletter für angemeldete Nutzer per E-Mail direkt auf Ihren Bildschirm: das Neueste zum Marktgeschehen an den internationalen Börsenplätzen mit Markt- und DAX-Analysen, einem speziellen Strategieteil und der Knowhow-Rubrik dzbank-derivate-Expertenlounge.