Idee der Woche / 15.02.2019 | 08:47:32 Werbung

Unilever: Margenausweitung im Blick

DZ BANK AG / Online-Redaktion
Autor DZ BANK AG / Online-Redaktion

Innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe fungiert die DZ BANK als Spitzeninstitut und Zentralbank.

  • Nettogewinn 2018 um 51,2% gesteigert
  • Region Asien zeigt anhaltend dynamisches Wachstum
  • Anlageidee: Aktienanleihe Classic auf Unilever
DZ BANK AG / Online-Redaktion
Autor DZ BANK AG / Online-Redaktion

Innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe fungiert die DZ BANK als Spitzeninstitut und Zentralbank.

Die Lage: Veräußerung führt zu Gewinnsprung

In Zeiten, in denen eine Abschwächung des Wirtschaftswachstums erwartet wird, sehen sich Anleger verstärkt nach Unternehmen um, die über ein vergleichsweise konjunkturresistentes Geschäftsmodell verfügen. In diesem Zusammenhang werden oft Produzenten von Nahrungsmitteln, Getränken oder Verbrauchsgütern genannt, getreu dem Motto „Gegessen und getrunken wird immer“, und auch auf Körperpflege wird nicht verzichtet. Vollständig immun gegen ein schwächeres wirtschaftliches Umfeld sind die Unternehmen gleichwohl nicht, wie ein Blick auf die Jahresergebnisse von Unilever zeigt.

 

Der niederländisch-britische Konsumgüterproduzent setzte im Geschäftsjahr 2018 mit seinen drei Geschäftsbereichen Beauty & Personal Care (u.a. Dove, Rexona), Foods & Refreshment (u.a. Knorr, Magnum) und Home Care (u.a. Coral, Domestos) insgesamt 51,0 Mrd. Euro um - 5,1% weniger als im Vorjahr. Das Management führte die schwächere Umsatzentwicklung auf negative Währungseffekte und Probleme in lateinamerikanischen Märkten (Argentinien, Brasilien, Venezuela) zurück. Zudem ist der Rückgang auch durch den Verkauf des Geschäfts mit Brotaufstrichen (u.a. Rama, Becel) an den Finanzinvestor KKR bedingt. Bereinigt um Zu- und Verkäufe, Währungseffekte und die Auswirkungen der Hyperinflation in Argentinien und Venezuela erreichte Unilever ein organisches Umsatzwachstum von 3,1%. Gut lief es in den Geschäftsbereichen Home Care (+4,2%) und Beauty & Personal Care (+3,1%), im Bereich Foods & Refreshment (+2,3%) fielen die Zuwächse dagegen etwas schwächer aus. Beim Nettogewinn verbuchte Unilever gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg um 51,2% auf 9,8 Mrd. Euro, begünstigt durch den Verkauf des Geschäfts mit Brotaufstrichen für rund 6,8 Mrd. Euro. Die operative Marge verbesserte sich auf Konzernebene um 90 Basispunkte auf 18,4%.

 

Die Perspektive: mittelfristig weitere Margensteigerungen angestrebt

Konzernchef Alan Jope, der seit Anfang des Jahres an der Spitze von Unilever steht, sagte mit Blick auf die Zukunft, dass die Beschleunigung des Wachstums oberste Priorität genieße. So soll das Programm für digitale Transformation dazu beitragen, ein höheres Maß an Geschwindigkeit und Flexibilität zu erreichen, während Sparprogramme die Produktivität verbessern und Möglichkeiten für weitere Zukäufe eröffnen sollen. Für das laufende Jahr geht Unilever von weiterhin schwierigen Marktbedingungen aus, insbesondere in Lateinamerika. Das zugrunde liegende Umsatzwachstum wird daher in der unteren Hälfte der mehrjährigen Spanne von 3% bis 5% liegen, wobei sich die zugrunde liegende operative Marge weiter verbessern und ein hoher freier Cashflow erzielt werden soll. Zugleich bekräftigte Jope, dass man weiterhin auf dem Weg zu den 2020-Zielen sei. Für das Jahr 2020 avisiert Unilever eine bereinigte operative Marge von 20%. Die im Zuge des Konzernumbaus angestrebte Verlagerung des Firmensitzes von London nach Rotterdam, mit der die Verwaltungsstruktur gestrafft und weitere Kosten eingespart werden sollten, scheiterte vergangenes Jahr indes am Widerstand von institutionellen Anteilseignern. Aufsichtsratschef Marijn Dekkers zufolge werde man nun über weitere Schritte beraten.

 

Nachdem wir infolge des schwierigen Geschäfts in Lateinamerika 2018 eine leicht enttäuschende Umsatzentwicklung sahen, dürfte es 2019 nach unserer Einschätzung wieder bergauf gehen. So erwarten wir ein weiterhin anziehendes Asien-Geschäft (Umsatzzuwachs 2018: +6,2%). Für zusätzlichen Auftrieb dürfte die Akquisition und Integration schnell wachsender Unternehmen sorgen. Darüber hinaus sprechen unseres Erachtens die positive Margenentwicklung, das konjunkturresistente Geschäftsmodell und die starke Marktposition in attraktiven Schwellenländern wie China und Indien sowie die im Peer-Group-Vergleich günstige Bewertung für Unilever. Mögliche Risiken für die Geschäftsentwicklung sind u.E. anhaltend negative Währungseinflüsse, steigende Rohstoffkosten, die Schwäche in einigen lateinamerikanischen Märkten sowie eine stärkere Abschwächung der Weltwirtschaft infolge einer weiteren Verschärfung bestehender Handelskonflikte.

 

Die Anlageidee: Aktienanleihe Classic auf Unilever

Als alternative Anlagemöglichkeit zu einer Direktanlage in die Aktie stehen verschiedene Aktienanleihen mit der Aktie der Unilever NV als Basiswert zur Verfügung. Ein Beispiel ist eine Aktienanleihe Classic mit Fälligkeit am 25.03.2020 (Rückzahlungstermin), einem Basispreis von 47,619 Euro und einer Zinszahlung von 5,50% p.a. Die Zinszahlung am Zinszahlungstermin, ebenfalls der 25.03.2020, ist unabhängig von der Wertentwicklung der Aktie der Unilever NV. Dividendenansprüche aus der Aktie stehen dem Anleger nicht zu.

 

Die Art und Höhe der Rückzahlung am Rückzahlungstermin ist abhängig von der Wertentwicklung der Aktie der Unilever NV. Am Rückzahlungstermin gibt es folgende Rückzahlungsmöglichkeiten:

1. Liegt der Schlusskurs der Aktie der Unilever NV an der Börse Euronext Amsterdam am 18.03.2020 (Referenzpreis) auf oder über dem Basispreis von 47,619 Euro, wird die Aktienanleihe zum Nennbetrag (1.000,00 Euro) zurückgezahlt.

2. Liegt der Referenzpreis unter dem Basispreis, erhalten Anleger eine durch das Bezugsverhältnis (21,00) bestimmte Anzahl von Aktien der Unilever NV. Anleger erleiden einen Verlust, wenn der Wert der gelieferten Aktien der Unilever NV am Rückzahlungstermin zzgl. der Zinszahlung unter dem Erwerbspreis der Aktienanleihe liegt.

 

Die vorliegend beschriebene Aktienanleihe richtet sich somit an Anleger, die davon ausgehen, dass der Schlusskurs der Aktie der Unilever NV am 18.03.2020 auf oder über 47,619 Euro notieren wird. Bei Erwerb der Aktienanleihe während der Laufzeit müssen aufgelaufene Zinsen (Stückzinsen) anteilig entrichtet werden. Aktuell belaufen sich die Stückzinsen auf 3,16 Euro.

 

Risikobeschreibung

Eine ausführliche Erläuterung der genannten Fachbegriffe finden Sie in unserem Glossar.

 

Stand: 15.02.2019
Emittentin: DZ BANK AG / Online-Redaktion

 

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(Bewertungen: 26)

Aktienanleihe Classic 5,5% 2020/03: Basiswert Unilever

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Quelle: DZ BANK: Geld 22.03. 11:59:18, Brief 22.03. 11:59:18
DDU40Y // Quelle: DZ BANK: Geld 22.03. 11:59:18, Brief 22.03. 11:59:18
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Geld in %
102,70 %
Brief in %
0,18%
Diff. Vortag in %
Basiswertkurs: 51,24 EUR
Quelle : Euronext Ams , 11:43:39
  • Basispreis 47,619 EUR
  • Abstand zum Basispreis in % 7,07%
  • Zinssatz in % p.a. 5,50% p.a.
  • Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 21,00
  • Max Rendite in % p.a. 2,76% p.a.
  • Seitwärtsrendite in % 2,77%

News / Unilever N.V.

14.03.2019 | 12:38:21 (dpa-AFX)
Lebensmittelhersteller wehren sich gegen 'Kriminalisierung'

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Die Lebensmittelhersteller wehren sich gegen die digitale Veröffentlichung von Unternehmen, die gegen das Lebensmittelgesetz verstoßen haben. "Damit findet eine Kriminalisierung des gesamten Lebensmittelhandwerks statt", sagte der Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Lebensmittelhandwerk, Herbert Dohrmann, zum Auftakt der Internationalen Handwerksmesse am Donnerstag in München. Der Arbeitsgemeinschaft gehören Metzger, Bäcker, Konditoren, Privatbrauer, Speiseeishersteller und Müller an.

Die Bundesländer handhaben die Online-Veröffentlichung von Verstößen gegen das Lebensmittelrecht. Unter anderem in Baden-Württemberg und Berlin gibt es die Verbraucherinformationen, in Bayern dagegen nicht.

Verstöße gegen das Lebenmittelgesetz sollten konsequent bestraft werden, sagte Dohrmann. "Unternehmen aber öffentlich an den Pranger zu stellen", sei unverhältnismäßig und habe für Betriebe unvorhersehbare wirtschaftliche Folgen. Das Bundesverfassungsgericht hat dem Bund aufgetragen, die Fristen für die Online-Veröffentlichung von Verstößen gegen das Lebensmittelrecht zu regeln, doch ist die Gesetzesänderung bisher nicht verabschiedet.

Essen werde zunehmend zum Politikum, sagte Dohrmann. "Lebensmittel und Lebensmittelhersteller werden in der Öffentlichkeit immer kritischer gesehen." Obwohl das Angebot so reichhaltig, vielfältig und gesund wie nie sei, kämpfe das Lebensmittelhandwerk mit immer mehr Regulierungen und Vorurteilen./mre/DP/zb

13.03.2019 | 05:43:31 (dpa-AFX)
Koalition für schnelle Infos über Lebensmittelverstöße
22.02.2019 | 11:04:28 (dpa-AFX)
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