Idee der Woche / 25.09.2020 | 09:09:53 Werbung

Unilever: aus 2 mach 1

Marcus Landau
Autor Marcus Landau

Senior Manager Public Distribution bei der DZ BANK

Der Konsumgüterhersteller hat im ersten Halbjahr 2020 erneut die Widerstandsfähigkeit seines Geschäftsmodells unterstrichen. Perspektivisch bieten die starke Stellung in Schwellenländern sowie die Beendigung der Doppelstruktur Chancen.

Marcus Landau
Autor Marcus Landau

Senior Manager Public Distribution bei der DZ BANK

Widerstandsfähig und krisenresistent

Die Erzeugnisse des britisch-niederländischen Konsumgüterherstellers sind weltweit bekannt. Er verkauft sie in 190 Ländern. Etwa 2,5 Milliarden Menschen verwenden sie jeden Tag. Zum Portfolio gehören Produkte für die Körperpflege, die mit 42% den größten Anteil zum Konzernumsatz beisteuern. Nahrungsmittel und Getränke (Anteil: 37%) sowie Reinigungsmittel und Textilpflegeprodukte (21%) sind weitere Tätigkeitsfelder. Einen Namen hat sich Unilever vor allem als Markenhersteller gemacht. Mehr als 400 weltweite und lokale Marken gehören zum Sortiment (u.a. Lipton, Knorr, Langnese, Dove, Pfanni, Signal, Domestos).

Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2020 hatte Unilever aus unserer Sicht eine solide Geschäftsentwicklung gezeigt und damit die Widerstandsfähigkeit seines Geschäftsmodells unterstrichen. Die Corona-Krise war dabei insbesondere im Hygiene-Geschäft (u.a. Hautreinigung, Desinfektion) eine treibende Kraft. Wir sehen aber auch Fortschritte in den Profilfeldern, wie der Haarpflege. Zudem ist das Geschäftsmodell vergleichsweise wenig konjunktursensitiv, weil Unilever Verbrauchsgüter herstellt, die auch in wirtschaftlichen Schwächephasen benötigt werden. Abgesehen von der grundsätzlichen Krisenresistenz sehen wir in der starken Marktstellung sowie den soliden Cashflows Pluspunkte. Ein Belastungsfaktor ist jedoch der wachsende Wettbewerb durch die „Hausmarken“ der Discounter.

 

Starke Stellung in Schwellenländern

Perspektivisch bewerten wir insbesondere die starken Marktpositionen in Schwellenländern (Umsatzanteil bereits 60%) als gute Grundlage, um künftig den moderaten Wachstumskurs fortzusetzen. Unilever hatte dort in den vergangenen Jahren regional die größten Wachstumsraten erzielt, wobei die wichtigsten Märkte für den Konzern Indien, Brasilien, China und Indonesien sind. Wegen der großen internationalen Präsenz sind jedoch ungünstige Währungseffekte ein Risiko für die Geschäftsentwicklung. Ein Manko sind zudem die grundsätzlich geringen konzernweiten Wachstumsraten in den vergangenen Jahren. Dafür verantwortlich sind aber auch die kontinuierlichen Portfolioanpassungen. Seit 2015 hatte Unilever 34 Zukäufe getätigt und 14 Geschäftsteile abgestoßen. Deshalb sollte man seinen Fokus auf die organische Umsatzentwicklung legen, die sich aus Volumensteigerungen und Preiserhöhungen des Kernportfolios speist. Hier hatte Unilever in den letzten Jahren im Durchschnitt 3% erreicht und damit in der längerfristig angestrebten Wachstumsrate von 3% bis 5% gelegen. Aus unserer Sicht ist das ein akzeptables Ziel, vor allem weil wir weiterhin Potenzial sehen, die Profitabilität zu steigern. Diesbezüglich hatte Unilever in den letzten drei Jahren weitere Fortschritte gemacht und insgesamt 6 Mrd. Euro eingespart.

In diesem Zusammenhang begrüßen wir die zuletzt angestoßene Initiative zur Beendigung der Doppelstruktur. Unilever ist eine Dual-listed Company (DLC). Dabei handelt es sich um eine Firmenstruktur mit zwei registrierten Gesellschaften. Beide bestehen als separate Unternehmen, betreiben aber gemeinsam ihr operatives Geschäft. Künftig soll es nur noch die Unilever PLC geben. Dazu wird die Unilever N.V. mit der Unilever PLC fusioniert. Durch diesen Schritt erwarten wir weitere Effizienzgewinne, aber auch eine Forcierung bei der Portfoliooptimierung.

 

Produktidee: Aktienanleihe Classic auf Unilever

Als alternative Anlagemöglichkeit zu einer Direktanlage stehen Anlegern verschiedene Aktienanleihen mit der Aktie der Unilever N.V. als Basiswert zur Verfügung. Ein Beispiel ist eine Aktienanleihe mit Fälligkeit am 25.06.2021 (Rückzahlungstermin), einem Basispreis von 50,00 Euro und einer Zinszahlung von 7,80% p.a. Die Zinszahlung am Zinszahlungstermin, ebenfalls der 25.06.2021, ist unabhängig von der Wertentwicklung der Aktie der Unilever N.V. Bei Erwerb der Aktienanleihe während der Laufzeit müssen aufgelaufene Zinsen (Stückzinsen) anteilig entrichtet werden. Aktuell belaufen sich die Stückzinsen auf 20,27 Euro. Anleger erhalten während der Laufzeit der Aktienanleihe keine sonstigen Erträge (z.B. Dividenden) und haben keine weiteren Ansprüche (z.B. Stimmrechte) aus dem Basiswert.

Die Art und Höhe der Rückzahlung am Rückzahlungstermin ist abhängig von der Wertentwicklung der Aktie der Unilever N.V. Am Rückzahlungstermin gibt es folgende Rückzahlungsmöglichkeiten:
1. Liegt der Schlusskurs der Aktie der Unilever N.V. an der Börse Euronext Amsterdam am 18.06.2021 (Referenzpreis) auf oder über dem Basispreis von 50,00 Euro, wird die Aktienanleihe zum Nennbetrag (1.000,00 Euro) zurückgezahlt.
2. Liegt der Referenzpreis unter dem Basispreis, erhält der Anleger eine durch das Bezugsverhältnis (20,00) bestimmte Anzahl von Aktien der Unilever N.V. Der Anleger erleidet einen Verlust, wenn der Wert der gelieferten Aktien der Unilever N.V. am Rückzahlungstermin zzgl. der Zinszahlung unter dem Erwerbspreis der Aktienanleihe liegt.

Ein gänzlicher Verlust des eingesetzten Kapitals ist möglich (Totalverlustrisiko). Ein Totalverlust tritt ein, wenn der Schlusskurs der Aktie, die der Aktienanleihe zugrunde liegt (Basiswert), an der maßgeblichen Börse am Bewertungstag (Referenzpreis) null ist. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist auch möglich, wenn die DZ BANK als Emittent ihre Verpflichtungen aus dem Zertifikat aufgrund behördlicher Anordnungen oder einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit/Überschuldung) nicht mehr erfüllen kann.

 

Risikobeschreibung
Eine ausführliche Erläuterung der genannten Fachbegriffe finden Sie in unserem Glossar.

Stand: 25.09.2020
Emittentin: DZ BANK AG / Online-Redaktion

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(Bewertungen: 34)

Aktienanleihe Classic 7,8% 2021/06: Basiswert Unilever N.V. Aandelen

DFL0B4 / //
Quelle: DZ BANK: Geld 26.10., Brief 26.10.
DFL0B4 // Quelle: DZ BANK: Geld 26.10., Brief 26.10.
97,99 %
Geld in %
98,39 %
Brief in %
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Diff. Vortag in %
Basiswertkurs: 50,60 EUR
Quelle : Euronext Ams , 26.10.
  • Basispreis 50,00 EUR
  • Abstand zum Basispreis in % 1,19%
  • Zinssatz in % p.a. 7,80% p.a.
  • Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 20,00
  • Max Rendite in % p.a. 10,58% p.a.
  • Seitwärtsrendite in % 6,68%

News / Unilever N.V. Aandelen

25.09.2020 | 12:50:26 (dpa-AFX)
Niederländer übernehmen Pfanni-Werk von Unilever in Mecklenburg-Vorpommern

STAVENHAGEN (dpa-AFX) - Unilever verkauft sein Pfanni-Werk in Mecklenburg-Vorpommern an den niederländischen Kartoffelprodukte-Spezialisten Aviko Rixona. Der Kauf beinhalte die Übernahme des Standortes Stavenhagen (Mecklenburgische Seenplatte) und eine "strategische Partnerschaft" mit der Unilever-Gruppe, zu der das Werk bisher gehörte, wie Aviko Rixona am Freitag mitteilte. Die Übernahme sei beim Bundeskartellamt angemeldet und soll bis Ende 2020 vollzogen werden. Zur Kaufsumme gab es keine Angaben.

Die Marken Pfanni und Knorr, die neben anderen bisher von den 210 Mitarbeitern in Stavenhagen produziert werden, sollen Eigentum von Unilever bleiben, hieß es weiter. Auch der Vertrieb der entsprechenden Produkte verbleibe bei dem niederländisch-britischen Konsumgüterkonzern. Aviko Rixona werde für Unilever zum langfristigen Lieferanten.

Ziel sei es, die Kapazität der Kartoffelverarbeitung in Stavenhagen besser auszuschöpfen, hieß es in der Mitteilung von Aviko Rixona. Ein Grund sei die steigende Nachfrage nach Kartoffelflocken und Kartoffelgranulat in der Welt. Die Firma, die zum niederländischen Konzern Royal Consun gehört, ist nach eigenen Angaben eines der vier größten kartoffelverarbeitenden Unternehmen weltweit. Dazu gehören Produtionsstandorte in den Niederlanden, Deutschland, Belgien, Schweden, Polen und China mit rund 1600 Mitarbeitern sowie nach eigenen Angaben "Aktivitäten" in 110 Ländern.

Zur Muttergesellschaft Royal Consun gehört in Mecklenburg-Vorpommern bereits die einzige Zuckerfabrik, die in Anklam in Vorpommern produziert. Royal Consun hat nach eigenen Angaben weltweit rund 3800 Beschäftigte./ww/DP/men

21.09.2020 | 17:39:33 (dpa-AFX)
Hamburg: Speiseeis nach Gewicht und nicht nach Volumen verkaufen
19.08.2020 | 13:19:28 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Gesunder Einkauf leichter gemacht: Neues Nährwertlogo rückt näher
19.08.2020 | 11:33:13 (dpa-AFX)
Nährwertlogo Nutri-Score rückt näher - Info-Kampagne geplant
18.08.2020 | 17:04:03 (dpa-AFX)
ROUNDUP/'Zigeunersauce': Weitere Anbieter planen Umbenennung
30.06.2020 | 10:41:05 (dpa-AFX)
Streamingplattform Twitch sperrt Account von Trumps Wahlkampfteam
26.06.2020 | 22:03:45 (dpa-AFX)
ROUNDUP 2/Boykott weitet sich aus: Unilever und Honda stoppen Facebook-Werbung

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