Idee der Woche / 07.06.2019 | 09:49:33 Werbung

thyssenkrupp: Neue Strategie, neues Potenzial?

DZ BANK AG / Online-Redaktion
Autor DZ BANK AG / Online-Redaktion

Innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe fungiert die DZ BANK als Spitzeninstitut und Zentralbank.

Nach dem Aus für die Stahlspartenfusion mit Tata Steel verabschiedete sich der Vorstand auch von der geplanten Aufspaltung des Konzerns. Mit einer schlankeren Holding-Struktur soll das Unternehmen zurück in die Erfolgsspur gebracht werden. Der zuletzt sehr volatile Aktienkurs ermöglicht bei Anlagezertifikaten auf thyssenkrupp attraktive Konditionen.

DZ BANK AG / Online-Redaktion
Autor DZ BANK AG / Online-Redaktion

Innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe fungiert die DZ BANK als Spitzeninstitut und Zentralbank.

Die Lage: Konjunkturelles Umfeld verhindert Konzernaufspaltung

Nach einem Gespräch mit der EU-Wettbewerbskommission gaben thyssenkrupp und Tata Steel am 10. Mai bekannt, dass sie nicht mehr von einem Zustandekommen des Joint Ventures ihrer europäischen Stahlaktivitäten ausgehen. Um die wettbewerbsrechtlichen Bedenken der Kommission aus dem Weg zu räumen, hätten beide Konzerne weitere Zusagen tätigen sollen, die jedoch die wirtschaftliche Logik des Vorhabens insgesamt infrage gestellt hätten. Der Zusammenschluss zum zweitgrößten Stahlkonzern Europas nach ArcelorMittal sollte zu Synergien von 400-500 Mio. Euro p.a. und bei thyssenkrupp zu einer Entlastung der Bilanz führen.

Mit der Absage des Joint Ventures gab Konzernchef Guido Kerkhoff zugleich den Plan für eine Aufspaltung von thyssenkrupp in zwei eigenständige, unabhängige Unternehmen für Industriegüter und Werkstoffe auf. Als Gründe führte der Vorstand die konjunkturelle Eintrübung und deren Auswirkungen auf die geschäftliche Entwicklung sowie das schwierige Kapitalmarktumfeld an.

 

Die Perspektive: Börsengang der Aufzugssparte und Restrukturierung

Anstelle der Aufspaltung plant der Vorstand nun, den einzelnen Geschäftsbereichen (Components Technology, Elevator Technology, Industrial Solutions, Materials Services, Steel Europe) im Rahmen einer schlankeren Holding-Struktur mehr Freiheit für die Weiterentwicklung einzuräumen. Zugleich soll sich die operative Leistungsfähigkeit verbessern. Der für eine Restrukturierung notwendige finanzielle Spielraum soll durch den Börsengang der Aufzugssparte gewonnen werden. Für die anderen Sparten sieht der Vorstand Partnerschaften als eine Option. An der Werftentochter hat die französische Staatswerft Naval Group bereits Interesse bekundet.

Nach unserer Einschätzung könnte insbesondere die Kooperation mit starken Partnern die Wettbewerbsfähigkeit der einzelnen Bereiche verbessern. Im laufenden Geschäftsjahr 2018/2019 werden die Reintegration von Steel Europe und die Restrukturierungsaufwendungen unter dem Strich zu einem Verlust führen. Das schwierigere Umfeld für die Stahlproduktion (schwächere Nachfrage aus Automobilindustrie und Maschinenbau) wird für den Konzern u.E. eine anhaltende Herausforderung darstellen.

 

Die Anlageidee: Aktienanleihe Protect auf thyssenkrupp

Der angekündigte Strategiewechsel löste bei der Aktie von thyssenkrupp kurzzeitig einen starken Kursanstieg aus. Nach der ersten Euphorie gab der Aktienkurs allerdings wieder nach. Der damit einhergehende starke Anstieg der Volatilität der Aktie ermöglicht bei Zertifikaten wie Aktienanleihen attraktive Konditionen.

Auf den Basiswert thyssenkrupp AG stehen verschiedene Aktienanleihen als Alternative zur Direktanlage in die Aktie zur Verfügung. Ein Beispiel ist eine Aktienanleihe Protect mit Fälligkeit (Rückzahlungstermin) am 25.03.2020, einer Barriere von 7,00 Euro, einem Basispreis von 11,628 Euro und einer Zinszahlung von 8,00% p.a. Die Zinszahlung am Zinszahlungstermin, ebenfalls der 25.03.2020, ist unabhängig von der Wertentwicklung der Aktie der thyssenkrupp AG. Der Anleger erhält während der Laufzeit der Aktienanleihe keine sonstigen Erträge (z.B. Dividenden) aus dem Basiswert. Die Art und Höhe der Rückzahlung am Rückzahlungstermin ist abhängig von der Wertentwicklung der Aktie der thyssenkrupp AG. Die vorliegend beschriebene Aktienanleihe Protect richtet sich an Anleger, die davon ausgehen, dass die Aktie der thyssenkrupp AG während der Beobachtungstage (09.05.2019 bis 18.03.2020) immer über der Barriere von 7,00 Euro liegen wird. Bei Erwerb der Aktienanleihe während der Laufzeit müssen aufgelaufene Zinsen (Stückzinsen) anteilig entrichtet werden. Aktuell belaufen sich die Stückzinsen auf 5,47 Euro.

 

Risikobeschreibung
Eine ausführliche Erläuterung der genannten Fachbegriffe finden Sie in unserem Glossar.

Stand: 07.06.2019
Emittentin: DZ BANK AG / Online-Redaktion

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(Bewertungen: 18)

Aktienanleihe Protect 8% 2020/03: Basiswert ThyssenKrupp

DF2S8M / //
Quelle: DZ BANK: Geld 18.06., Brief 18.06.
DF2S8M // Quelle: DZ BANK: Geld 18.06., Brief 18.06.
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Diff. Vortag in %
Basiswertkurs: 12,375 EUR
Quelle : Xetra , 18.06.
  • Basispreis 11,628 EUR
  • Abstand zum Basispreis in % 6,04%
  • Barriere 7,00 EUR
  • Abstand zur Barriere in % 43,43%
  • Zinssatz in % p.a. 8,00% p.a.
  • Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 86,00

News / ThyssenKrupp AG

17.06.2019 | 05:38:54 (dpa-AFX)
Fabriken am Rhein arbeiten an Konzepten gegen Niedrigwasser

DUISBURG (dpa-AFX) - Unternehmen mit Fabriken am Rhein stellen sich auf Engpässe bei der Rohstoffversorgung durch Niedrigwasser ein. So hat sich der Stahlkonzern Thyssenkrupp <DE0007500001> zusätzliche Transportkapazität auf der Schiene gesichert, um bei der Belieferung seines Hüttenwerks in Duisburg mit Kohle und Erz nicht ausschließlich auf Binnenschiffe angewiesen zu sein. Auch der Einsatz von Schiffen mit geringerem Tiefgang wird geprüft. In den Logistik-Abteilungen anderer Unternehmen wird ebenfalls an Konzepten für den Fall gearbeitet, dass sich extrem niedrige Wasserstände wie im vergangenen Jahr wiederholen sollten.

Monatelange Trockenheit hatte im Sommer und Herbst 2018 die Wasserstände des Rheins und der anderen großen Flüsse immer tiefer sinken lassen. Frachtschiffe konnten nur noch zu zwei Dritteln der Kapazitäten oder weniger beladen werden. Vor allem Fabriken, die über den Rhein mit Rohstoffen versorgt werden, mussten ihre Produktion drosseln und fuhren Millionenverluste ein. Niedrige Pegelstände am Rhein dürften nach Einschätzung von Experten auch künftig keine Ausnahme bleiben./hff/DP/zb

14.06.2019 | 14:09:52 (dpa-AFX)
Neuer Stahlchef von Thyssenkrupp kommt aus den eigenen Reihen
13.06.2019 | 08:37:25 (dpa-AFX)
Thyssenkrupp: Künstliche Intelligenz entscheidend für Werkstoffhandel
12.06.2019 | 15:57:21 (dpa-AFX)
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12.06.2019 | 12:52:54 (dpa-AFX)
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11.06.2019 | 13:07:33 (dpa-AFX)
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11.06.2019 | 11:53:27 (dpa-AFX)
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