Idee der Woche / 08.05.2020 | 08:51:25 Werbung

Symrise setzt Wachstumskurs fort

Marcus Landau
Autor Marcus Landau

Senior Manager Public Distribution bei der DZ BANK

Der Hersteller von Duft- und Geschmacksstoffen hat auch im ersten Quartal seinen Wachstumskurs fortgesetzt. Zudem blickte er zuversichtlich auf das Gesamtjahr 2020 und bestätigte seine längerfristigen Ziele.

Marcus Landau
Autor Marcus Landau

Senior Manager Public Distribution bei der DZ BANK

Robustes Geschäftsmodell

Das weltweit durch die Corona-Auswirkungen bereits im ersten Quartal 2020 angespannte wirtschaftliche Umfeld konnte den Aufwärtstrend des MDAX-Konzerns nicht stoppen. Das Unternehmen steigerte den Umsatz gegenüber dem Vorjahreswert um 8% auf 917,1 Mio. Euro. Maßgeblichen Anteil daran hatte die 2019 erfolgte Übernahme des US-Spezialisten für Tierfutterzusätze ADF/IDF. Aber auch organisch, also aus eigener Kraft, verbuchte Symrise Zuwächse. Auf dieser Basis stiegen die Einnahmen um 2,3%. Wir bewerten diese Entwicklung positiv. Sie bestätigt unsere Einschätzung hinsichtlich eines robusten und zukunftsträchtigen Geschäftsmodells.

Das ausbalancierte Portfolio von Symrise erstreckt sich über viele Produktkategorien, Geschäftsfelder, Regionen und Abnehmergruppen. Es werden mehr als 30.000 Produkte angeboten. Das Sortiment geht dabei weit über das traditionelle Geschäft mit Aromen und Duftstoffen hinaus. Zu den weltweit mehr als 6.000 Kunden zählen Parfüm-, Kosmetik-, Lebensmittel- und Getränkehersteller, die pharmazeutische Industrie sowie Produzenten von Heimtiernahrung und Nahrungsergänzungsmitteln.

 

Ziele bestätigt

Trotz der aktuellen Unwägbarkeiten hinsichtlich der konjunkturellen Entwicklung in den nächsten Monaten sehen wir Symrise weiterhin gut gerüstet. Wir sehen zwar auch hier mögliche negative Effekte in den Ergebniskennzahlen, bewerten dieses Risiko aber geringer als in anderen Branchen. Denn das Unternehmen bedient mit seiner breiten Angebotspalette in den Bereichen Nahrungsmittel, Körperpflege und Hygiene insbesondere weitgehend rezessionsresistente Sektoren.

Symrise selbst blickt zudem unverändert zuversichtlich auf das laufende Geschäftsjahr, auch wenn der Vorstand betonte, dass sich der Einfluss der Corona-Krise derzeit nur schwer abschätzen lässt. Das Unternehmen will im Jahresverlauf trotzdem weiterhin schneller wachsen als der relevante Markt. Zudem sieht man keine Notwendigkeit, an den langfristigen Zielen zu rütteln. Bis 2025 soll der Umsatz auf etwa 5,5 bis 6 Mrd. Euro steigen. Das Wachstum aus eigener Kraft von durchschnittlich jährlich 5% bis 7% soll dabei durch Übernahmen ergänzt werden.

Wir teilen die Zuversicht bezüglich der längerfristigen Perspektiven. Die Gesellschaft ist mit ihrem stabilen Geschäftsmodell in einem zukunftsträchtigen Markt tätig. Positiv bewerten wir zudem, dass es bislang keine Störungen in den Lieferketten gab und das Unternehmen in vollem Umfang seine Produktion fortsetzen und damit seine Lieferfähigkeit gewährleisten konnte. Das unterstreicht die Widerstandsfähigkeit. Risiken für das Geschäft sind steigende Rohstoffkosten und ungünstige Wechselkurse. Noch nicht abzuschätzen ist außerdem, inwieweit die Corona-Krise das Konsumentenverhalten nachhaltig ändern wird. Ein Unsicherheitsfaktor ist daher, zu welchen Verschiebungen es im Portfolio kommt und wie die damit verbundenen Auswirkungen auf die Konzernkennzahlen (vor allem die Profitabilität) ausfallen werden.

 

Produktidee: Discount-Zertifikat Classic auf Symrise

Eine attraktive Alternative zur Direktanlage in die Aktie sind Discount-Zertifikate. Anlegern steht eine Auswahl an entsprechenden Produkten auf den Basiswert Symrise AG zur Verfügung. Ein Beispiel ist ein Discount-Zertifikat, das am 25.06.2021 fällig wird (Rückzahlungstermin) und aktuell mit einem Discount von rund 9,4% zum Kurs der Aktie der Symrise AG notiert. Der Anleger erhält keine sonstigen Erträge (z.B. Dividenden) und hat keine weiteren Ansprüche aus dem Basiswert. Die Höhe der möglichen Rückzahlung wird durch den Cap bei 90,00 Euro begrenzt.

Für die Rückzahlung des Zertifikats gibt es zwei Möglichkeiten:
1. Liegt der Schlusskurs der Symrise AG an der Börse Xetra Frankfurt am 18.06.2021 (Referenzpreis) auf oder über dem Cap, erhält der Anleger den Höchstbetrag von 90,00 Euro.
2. Liegt der Referenzpreis unter dem Cap, erhält der Anleger einen Rückzahlungsbetrag, der dem Referenzpreis multipliziert mit dem Bezugsverhältnis (1,00) entspricht. Der Anleger erleidet einen Verlust, wenn der Rückzahlungsbetrag unter dem Erwerbspreis des Produkts liegt.

Ein gänzlicher Verlust des eingesetzten Kapitals ist möglich (Totalverlustrisiko). Ein Totalverlust tritt ein, wenn der Referenzpreis null ist. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist auch möglich, wenn die DZ BANK als Emittent ihre Verpflichtungen aus dem Zertifikat aufgrund behördlicher Anordnungen oder einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit/Überschuldung) nicht mehr erfüllen kann.

Das vorliegend beschriebene Discount-Zertifikat richtet sich an Anleger, die einen Anlagehorizont bis zum 25.06.2021 haben und davon ausgehen, dass der Basiswert Symrise AG am 18.06.2021 auf oder über 90,00 Euro liegen wird.

Risikobeschreibung
Eine ausführliche Erläuterung der genannten Fachbegriffe finden Sie in unserem Glossar.

Stand: 08.05.2020
Emittentin: DZ BANK AG / Online-Redaktion

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(Bewertungen: 26)

Discount 90 2021/06: Basiswert Symrise

DFD64X / //
Quelle: DZ BANK: Geld 14.07. 13:24:12, Brief 14.07. 13:24:12
DFD64X // Quelle: DZ BANK: Geld 14.07. 13:24:12, Brief 14.07. 13:24:12
86,98 EUR
Geld in EUR
87,03 EUR
Brief in EUR
0,02%
Diff. Vortag in %
Basiswertkurs: 106,80 EUR
Quelle : Xetra , 13:12:52
  • Max Rendite 3,40%
  • Max Rendite in % p.a. 3,59% p.a.
  • Discount in % 18,50%
  • Cap 90,00 EUR
  • Abstand zum Cap in % -15,73%
  • Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 1,00
Hinweis der DZ BANK:
Das öffentliche Angebot dieses Wertpapiers ist beendet. Kursstellungen nur während der Börsenzeiten.

News / Symrise AG

09.07.2020 | 15:24:58 (dpa-AFX)
SYMRISE IM FOKUS: Nächste Haltestelle Dax?

HOLZMINDEN (dpa-AFX) - Das Unternehmen Symrise <DE000SYM9999> dürfte vielen Menschen vielleicht gar kein Begriff sein, wenngleich sie sich täglich mit seinen Produkten parfümieren oder sie essen. Am Kapitalmarkt ist der Düfte- und Aromenhersteller jedoch längst ein Star. Knapp 14 Jahre nach dem Börsengang könnte Symrise, das seit elf Jahren von Heinz-Jürgen Bertram geführt wird, in den Dax <DE0008469008> aufsteigen. Was bei dem Unternehmen los ist, was die Aktie macht und wie Experten die Lage einschätzen.

DAS IST LOS BEI SYMRISE:

Güter, bei denen es auf Geruch oder Geschmack ankommt, gibt es viele. Der Konzern aus Niedersachsen mischt mit seinen mehr als 30 000 Produkten fast überall mit: Ob Babynahrung, Fertiggerichte, Getränke, Kosmetik, Reinigungsmittel, Süßwaren oder Tierfutter - all das und mehr peppt Symrise mit seinen Duft-, Geschmacks- und sonstigen Inhaltsstoffen auf.

Und weil das so ist, bekommt Symrise die Corona-Pandemie natürlich auch zu spüren, aber dank des breiten Portfolios kommt das Unternehmen vergleichsweise gut durch die aktuelle Krise. So erwarten Experten wie die JPMorgan-Analystin Celine Pannuti auch im zweiten Quartal Wachstum - die anziehenden Mengen dürften dabei den Preisdruck abfedern.

Derzeit gehen die von Bloomberg erfassten Experten davon aus, dass der Umsatz von Symrise im ersten Halbjahr auf etwas mehr als 1,8 Milliarden Euro gestiegen ist. Das wäre ein Plus von mehr als acht Prozent, wobei der Großteil des Zuwachses aus den jüngsten Zukäufen stammen sollte. Aber auch ohne diesen Effekt dürfte Symrise zugelegt haben. Damit würde Symrise trotz der Corona-Krise an das Ergebnis der ersten Monate anknüpfen. Das Unternehmen legt die Zahlen für das erste Halbjahr am 6. August vor.

Dann wird sich Symrise auch zu den Jahreszielen äußern. Bisher lautet das Ziel für 2020, schneller zu wachsen als der globale Duftstoffe- und Aromenmarkt, für den ein Plus von rund 4 Prozent erwartet wird. Mit den Halbjahreszahlen dürfte es dann auch - wie immer erst zum Halbjahr - Aussagen zur Gewinnentwicklung geben.

Alles in allem sollten die Resultate für die ersten sechs Monate des Jahres trotz der Corona-Spuren die Erfolgsgeschichte des Konzerns, die 1874 ihren Anfang genommen hat, untermauern. Damals hatten zwei Chemiker aus Holzminden ein Verfahren zur Herstellung von künstlichem Vanillearoma, dem Vanillin, entwickelt. Sie gründeten das Unternehmen Haarmann & Reimer, das 1953 von Bayer <DE000BAY0017> gekauft wurde.

Von Bayer wechselte Haarman & Reimer zum schwedischen Finanzinvestor EQT, der das Unternehmen mit Dragoco zusammenlegte. Heraus kam Symrise, 2006 folgte der damals größte Börsengang des Jahres in Europa. Symrise setzte von Anfang an neben Zuwächsen aus eigener Kraft auf Übernahmen. So griff der von Experten geschätzte Konzernchef Bertram 2013 beim US-Dufthersteller Belmay zu. Das Jahr darauf erwarb Symrise dann die Mehrheit am schwedischen Probiotika-Hersteller Probi.

Im gleichen Jahr gab es dann noch einen Paukenschlag: Symrise kaufte den französischen Anbieter von Nahrungsmittelinhaltsstoffen Diana für 1,3 Milliarden Euro. 2017 kam der britische Säfte-Hersteller Cobell hinzu. Der jüngste Zugang heißt ADF/IDF. 2019 ließ sich Symrise den US-Hersteller von Tierfutterzusätzen 900 Millionen US-Dollar kosten. Der Schritt verdeutlicht, dass sich das Management einiges vom Geschäft mit Tierfutterzusätzen verspricht.

Aktuell steht Symrise auf drei Säulen: In der "Flavor" genannten Sparte produziert es Geschmacksstoffe für Lebensmittel und Getränke, im Segment "Scent & Care" geht es vornehmlich um Düfte und Zusätze für Körperpflegeprodukte, Kosmetik und Reinigungsmittel. Im Bereich "Nutrition", der etwa halb so groß ist wie die beiden anderen, bietet Symrise weitere Inhaltsstoffe für Lebensmittel und Tierfutter.

DAS MACHT DIE AKTIE:

Seit ihrem Start an der Börse im Jahr 2006 hat sich der Wert der Symrise-Aktie in etwa versechsfacht. Damit schnitt die Aktie in diesem Zeitraum deutlich besser ab als der MDax <DE0008467416>. Einen deutlichen Rückschlag gab es eigentlich nur während der Finanzkrise 2008.

In den vergangenen Jahren kam es zwar immer mal wieder zu kleineren Dämpfern - etwa wegen gestiegenen Rohstoffkosten oder Investitionen - am langfristigen Aufwärtstrend änderten die aber nichts. Der Aufwärtstrend seit Anfang 2009 ist unverkennbar. Allein 2019 ging es für die Aktie um mehr als 45 Prozent nach oben, womit Symrise zu den besten Chemieaktien in Europa gehörte.

Und 2020 setzte sich der Trend trotz der Corona-Pandemie fort. Das Papier erholte sich nach dem Dämpfer im coronabedingten Crash an den Börsen schnell. Inzwischen liegt der Kurs fast 15 Prozent über dem Schlusskurs vom Ende des vergangenen Jahres - mit 107,20 Euro war die Aktie am Mittwochvormittag so teuer wie noch nie.

Die Marktkapitalisierung ist inzwischen auf fast 15 Milliarden Euro angestiegen und da sich der Großteil der Anteile im Streubesitz befindet, gilt das Papier neben den Anteilsscheinen von Delivery Hero <DE000A2E4K43> als heißer Anwärter auf den wahrscheinlich im September durch die Wirecard-Pleite <DE0007472060> frei werdenden Dax-Platz <DE0008469008>.

DAS SAGEN ANALYSTEN:

Die meisten von dpa-AFX erfassten Analysten sind vom Geschäftsmodell des Düfte- und Aromenherstellers überzeugt, allerdings bereitet vielen auch die inzwischen hohe Bewertung etwas Kummer. So empfehlen derzeit nur vier der 14 von dpa-AFX erfassten Experten das Papier noch zum Kauf. Das durchschnittliche Kursziel liegt mit etwas über 90 Euro deutlich unter dem aktuellen Niveau.

Mit acht Experten hält sich das Gros der Analysten mit einem neutralem Votum zurück, zwei raten zum Verkauf. Eine von ihnen ist die JPMorgan-Expertin Celine Pannuti, obwohl sie erst ihre Umsatzerwartung für das laufende und kommende Jahr leicht erhöht hat und das Unternehmen grundsätzlich auf einem sehr guten Weg sieht.

Allerdings sei das Unternehmen sowohl im Vergleich zur Konkurrenz als auch mit Blick auf den langjährigen Schnitt zu hoch bewertet. Sie bekräftigte daher ihre "Underweight"-Einstufung mit einem Kursziel von 75 Euro. Damit liegt Pannuti, die die Papiere allerdings schon seit Herbst 2018 mit "Underweight" einstuft, am unteren Rand der Kursziel-Bandbreite, die bis zu 110 Euro herauf geht. Das höchste Kursziel kommt von der Deutschen Bank.

Deren Analystin Virginie Boucher-Ferte erhöhte dieses erst Anfang Juli um sechs auf 110 Euro. Sie rechnet für das erste Halbjahr beim Umsatz mit einem Anstieg um knapp vier Prozent aus eigener Kraft - also ohne Effekte aus Übernahmen oder Wechselkursveränderungen. Das operative Ergebnis dürfte sogar um elf Prozent gestiegen ein. Zudem rechnet sie mit einem robusten Barmittelzufluss und einer Bestätigung der Ziele./zb/mis/men

02.07.2020 | 12:08:24 (dpa-AFX)
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26.06.2020 | 19:51:30 (dpa-AFX)
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