Idee der Woche / 01.11.2019 | 09:05:20 Werbung

SAP: Kooperationen geben Impulse

Alexander Dickel
Autor Alexander Dickel

Leiter Produktmanagement Internet Plattformen bei der DZ BANK AG

SAP meldete starke Zahlen für das dritte Quartal. Wachstumstreiber war erneut das Cloud-Geschäft. Frische Impulse versprechen eine neue Konzernführung sowie die Kooperationen, die der Softwarekonzern jüngst eingegangen ist.

Alexander Dickel
Autor Alexander Dickel

Leiter Produktmanagement Internet Plattformen bei der DZ BANK AG

Lage: starkes drittes Quartal, neue Führung

Mit der Veröffentlichung der vorläufigen Zahlen zum dritten Quartal gab SAP zugleich einen Wechsel an der Konzernspitze bekannt: Nach dem langjährigen SAP-Chef Bill McDermott, der sich einer neuen Herausforderung bei einem kleineren Cloud-Anbieter in den USA widmet, übernimmt mit Jennifer Morgan und Christian Klein ein Duo die Führung von SAP. Morgan leitete zuletzt das wichtige Cloud-Geschäft bei den Walldorfern, während Klein unter anderem für die Weiterentwicklung der Datenbank S/4HANA zuständig war.

Auf dem Kapitalmarkttag am 12. November wird das neue Führungsduo seine Pläne für die kommenden Jahre vorstellen. Dabei geht es mit Rückenwind in die Veranstaltung, denn die Zahlen für das dritte Quartal fielen nach unserer Ansicht überraschend gut aus. Von Juli bis September stiegen die Umsatzerlöse um 13% auf 6,8 Mrd. Euro, das Betriebsergebnis legte um 20% auf rund 2,1 Mrd. Euro zu. Besonders dynamisch wuchs erneut das Cloud-Geschäft, wo die Erlöse um 37% auf 1,8 Mrd. Euro kletterten und die New Cloud Bookings um 39% stiegen. Die erhöhte Nachfrage im Cloud-Geschäft ist nicht zuletzt auf Vertriebsvereinbarungen zurückzuführen, die SAP z.B. mit Microsoft geschlossen hat und die einen Verkauf der SAP-Produkte über die Vertriebskanäle von Microsoft vorsieht. Der Ausblick für das Gesamtjahr 2019 wurde mit Vorlage der Quartalszahlen bestätigt.

 

Perspektive: Digitalisierung und Kooperationen als Wachstumstreiber

Vergangene Woche vereinbarte SAP eine strategische Partnerschaft mit Porsche, die eine Kooperation bei der Entwicklung neuer Software für die Automobilindustrie zum Ziel hat. Die Bedeutung von Software wird insbesondere mit Blick auf die Vernetzung der Fahrzeuge - Stichwort autonomes Fahren - in den nächsten Jahren weiter steigen. Konkret wollen SAP und Porsche im Bereich der künstlichen Intelligenz und bei solchen Geschäftsmodellen zusammenarbeiten, die auf der Aggregation und Auswertung von Daten aufbauen. Die zeitnahe Analyse von Daten kann Wettbewerbsvorteile schaffen, wenn Unternehmen dadurch z.B. schneller auf Kundenwünsche oder Änderungen im Nachfrageverhalten reagieren können. Ziel der Kooperation ist es, standardisierte IT-Lösungen zu entwickeln, die auch anderen Unternehmen zur Verfügung stehen sollen.

Mit den Zahlen für das dritte Quartal konnte SAP positiv überraschen und die Margen verbessern. Dies ist aus unserer Sicht ein gutes Signal im Hinblick auf Zweifel seitens der Marktbeobachter, ob SAP seine Margenziele erreichen kann. Die relative Stärke des US-Dollars gegenüber dem Euro stärkt nach unserer Einschätzung die Wettbewerbsposition des Konzerns, bei dem mit dem Vorstandswechsel zugleich ein Generationswechsel eingeleitet wurde. Mögliche Risiken für die Geschäfte sehen wir in einem verschärften Wettbewerb mit Unternehmen wie Oracle oder Salesforce, insbesondere, da sich die SAP-Kunden mit dem Umstieg auf die cloudbasierte Datenbanklösung S/4HANA Zeit lassen. Im Rahmen der Vertriebskooperation mit Microsoft sollen Komplexität und Kosten von S/4HANA optimiert und die Kundenzufriedenheit verbessert werden, um mehr Kunden zum Umstieg auf die Cloud-Version zu bewegen. Weitere Risiken könnten aus unserer Sicht von einer Abschwächung der Konjunktur ausgehen, in deren Folge Unternehmen ihre Ausgaben für IT-Lösungen drosseln. Zudem können Währungseffekte, die im dritten Quartal positiv zu Buche schlugen, in kommenden Quartalen auch negativen Einfluss auf die Bilanz haben.

 

Produktidee: Aktienanleihe Protect auf SAP SE

Als alternative Anlagemöglichkeit zu einer Direktanlage stehen Anlegern verschiedene Aktienanleihen mit der Aktie der SAP SE als Basiswert zur Verfügung. Ein Beispiel ist eine Aktienanleihe Protect mit Fälligkeit am 23.12.2020 (Rückzahlungstermin), einer Barriere von 100,00 Euro, einem Basispreis von 125,00 Euro und einer Zinszahlung von 7,00% p.a. Die Zinszahlung am Zinszahlungstermin, ebenfalls der 23.12.2020, ist unabhängig von der Wertentwicklung der Aktie der SAP SE. Bei Erwerb der Aktienanleihe während der Laufzeit müssen aufgelaufene Zinsen (Stückzinsen) anteilig entrichtet werden. Aktuell belaufen sich die Stückzinsen auf 0,77 Euro. Anleger erhalten während der Laufzeit der Aktienanleihe keine sonstigen Erträge (z.B. Dividenden) und haben keine weiteren Ansprüche (z.B. Stimmrechte) aus dem Basiswert.

Die Art und Höhe der Rückzahlung am Rückzahlungstermin ist abhängig von der Wertentwicklung der Aktie der SAP SE. Am Rückzahlungstermin gibt es folgende Rückzahlungsmöglichkeiten:
1. Jeder Kurs der Aktie der SAP SE liegt während der Beobachtungstage vom 30.10.2019 bis zum 16.12.2020 (Beobachtungspreis) immer über der Barriere von 100,00 Euro oder der Schlusskurs der Aktie der SAP SE liegt an der maßgeblichen Börse (Xetra Frankfurt) am 16.12.2020 (Referenzpreis) auf oder über dem Basispreis von 125,00 Euro. In diesem Fall wird die Aktienanleihe zum Nennbetrag (1.000,00 Euro) zurückgezahlt.
2. Mindestens ein Beobachtungspreis liegt auf oder unter der Barriere von 100,00 Euro und der Referenzpreis liegt unter dem Basispreis von 125,00 Euro. In diesem Fall erfolgt die Lieferung einer durch das Bezugsverhältnis (8,00) bestimmten Anzahl von Aktien der SAP SE. Es werden keine Bruchteile von Aktien geliefert. Für diese erhält der Anleger eine Zahlung eines Ausgleichsbetrags. Dieser entspricht dem Referenzpreis multipliziert mit dem Bruchteil des Basiswerts. Ein Zusammenfassen mehrerer Ausgleichsbeträge zu Ansprüchen auf Lieferung von Aktien des Basiswerts ist ausgeschlossen. Der Anleger erleidet einen Verlust, wenn der Wert der gelieferten Aktien des Basiswerts SAP SE am Rückzahlungstermin zzgl. des Ausgleichsbetrags und der Zinszahlung unter dem Erwerbspreis der Aktienanleihe liegt.

Ein gänzlicher Verlust des eingesetzten Kapitals ist möglich (Totalverlustrisiko). Ein Totalverlust tritt ein, wenn der Schlusskurs der Aktie, die der Aktienanleihe Protect zugrunde liegt (Basiswert), an der maßgeblichen Börse am Bewertungstag (Referenzpreis) null ist. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist auch möglich, wenn die DZ BANK als Emittent ihre Verpflichtungen aus dem Zertifikat aufgrund behördlicher Anordnungen oder einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit/Überschuldung) nicht mehr erfüllen kann.

Die vorliegend beschriebene Aktienanleihe Protect richtet sich an Anleger, die einen Anlagehorizont bis zum 23.12.2020 (Rückzahlungstermin) haben und davon ausgehen, dass der Basiswert SAP SE während der Beobachtungstage (30.10.2019 bis 16.12.2020) immer über der Barriere von 100,00 Euro liegen wird.

 

Risikobeschreibung
Eine ausführliche Erläuterung der genannten Fachbegriffe finden Sie in unserem Glossar.

Stand: 05.11.2019
Emittentin: DZ BANK AG / Online-Redaktion

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(Bewertungen: 37)

Aktienanleihe Protect 7% 2020/12: Basiswert SAP

DF8DQD / //
Quelle: DZ BANK: Geld 13.12., Brief 13.12.
DF8DQD // Quelle: DZ BANK: Geld 13.12., Brief 13.12.
101,36 %
Geld in %
101,86 %
Brief in %
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Diff. Vortag in %
Basiswertkurs: 124,16 EUR
Quelle : Xetra , 13.12.
  • Basispreis 125,00 EUR
  • Abstand zum Basispreis in % -0,68%
  • Barriere 100,00 EUR
  • Abstand zur Barriere in % 19,46%
  • Zinssatz in % p.a. 7,00% p.a.
  • Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 8,00

News / SAP SE

13.12.2019 | 09:01:29 (dpa-AFX)
ANALYSE-FLASH: Baader Bank belässt SAP auf 'Hold' - Ziel 125 Euro

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Die Baader Bank hat die Einstufung für SAP <DE0007164600> nach enttäuschenden Quartalszahlen des Konkurrenten Oracle auf "Hold" mit einem Kursziel von 125 Euro belassen. SAP habe sich in den vergangenen Jahren mit seiner S4/Hana-Lösung etwas von Oracle abgekoppelt und so seien die Rückschlüsse auf die Walldorfer nur begrenzt, schrieb Analyst Knut Woller in einer am Freitag vorliegenden Studie. Die Schwäche von Oracle im Wirtschaftsraum Europa, Nahost und Afrika sei aber ein Hinweis auf ein schwierigeres Konjunkturumfeld./tih/mis

Veröffentlichung der Original-Studie: 13.12.2019 / 08:26 / CET

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 13.12.2019 / Uhrzeit in Studie nicht angegeben / Zeitzone in Studie nicht angegeben

12.12.2019 | 22:37:08 (dpa-AFX)
SAP-Konkurrent Oracle enttäuscht beim Umsatz
10.12.2019 | 15:55:12 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Studie: 5G braucht viel Strom - Abwärme zum Heizen nutzen
10.12.2019 | 15:39:34 (dpa-AFX)
WDH/Studie: 5G treibt Stromverbrauch in Rechenzentren kräftig nach oben
10.12.2019 | 14:47:34 (dpa-AFX)
DGAP-DD: SAP SE (deutsch)
10.12.2019 | 14:03:08 (dpa-AFX)
Studie: 5G treibt Stromverbrauch in Rechenzentren kräftig nach oben
04.12.2019 | 12:42:58 (dpa-AFX)
AKTIE IM FOKUS: SAP in positivem Techwerte-Umfeld weit vorne im Dax

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