Idee der Woche / 27.10.2017 | 11:09:53 Werbung

SAP: höhere Profitabilität erwartet

DZ BANK AG / Salesteam
Autor DZ BANK AG / Salesteam

Innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe fungiert die DZ BANK als Spitzeninstitut und Zentralbank.

SAP hat Zahlen für das dritte Quartal vorgelegt. Auch wenn die Wachstumsdynamik im Cloud-Geschäft hinter den Erwartungen zurückblieb, gehen wir von einer positiven langfristigen Entwicklung bei SAP aus. Der Vorstand hob die Ziele für das Gesamtjahr 2017 nochmals leicht an und stellt für 2018 eine Erholung der Marge in Aussicht.

DZ BANK AG / Salesteam
Autor DZ BANK AG / Salesteam

Innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe fungiert die DZ BANK als Spitzeninstitut und Zentralbank.

SAP entwickelt Software für Unternehmensanwendungen und ist gemessen am Umsatz der weltweit führende Anbieter von Software und Software-Services in diesem Bereich. Der Vorstand fokussierte sich frühzeitig auf den Einstieg in das Geschäft mit Cloud-Dienstleistungen. Inzwischen ist SAP mit mehr als 137 Mio. Anwendern eigenen Angaben zufolge das größte Unternehmen im Cloud-Bereich für Firmenkunden. Im dritten Quartal 2017 sorgten jedoch vor allem negative Währungseinflüsse dafür, dass die Entwicklung im Cloud-Geschäft hinter den Erwartungen zurückblieb, wohingegen das Softwaregeschäft eine solide Entwicklung zeigte.

 

Währungseffekte bremsen Cloud-Geschäft im dritten Quartal

Von Juli bis September 2017 legten die New Cloud Bookings (Kennzahl für den Vertriebserfolg im Cloud-Geschäft) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 14% auf 302 Mio. Euro zu (Q3 2016: 265 Mio. Euro). Die Cloud-Subskriptions- und -Supporterlöse (Non-IFRS) stiegen um 22% auf 938 Mio. Euro (Q3 2016: 769 Mio. Euro), während die Erlöse aus dem Verkauf von Softwarelizenzen und Software-Support-Services (Non-IFRS) mit 3.720 Mio. Euro um 1% zulegten (Q3 2016: 3.687 Mio. Euro). Bereinigt um Wechselkurseinflüsse lagen der Zuwächse bei 27% bzw. 4%. Die Umsatzerlöse erhöhten sich im dritten Quartal um 4% (währungsbereinigt 8%) auf 5.590 Mio. Euro (Q3 2016: 5.375 Mio. Euro). Das Betriebsergebnis (Non-IFRS) erreichte mit 1.637 Mio. Euro nahezu das Niveau des Vorjahreszeitraums (Q3 2016: 1.638 Mio. Euro), die operative Marge sank im gleichen Zeitraum jedoch von 30,5% auf 29,3%.

 

Ausblick leicht angehoben

Im kommenden Jahr rechnet der Vorstand wieder mit einer steigenden Marge. Zudem zeigte sich der Vorstandsvorsitzende Bill McDermott mit Blick auf die Produktpipeline und den Auftakt ins Schlussquartal zuversichtlich, dass die Neuabschlüsse bis Ende des Jahres nochmals zulegen werden. Man sehe Wachstum in allen Geschäftsaktivitäten. Vor diesem Hintergrund wurde auch der Ausblick für das laufende Geschäftsjahr nochmals leicht angehoben. Der Gesamtumsatz (Non-IFRS, währungsbereinigt) wird nunmehr in einer Spanne zwischen 23,4 Mrd. Euro und 23,8 Mrd. Euro erwartet (zuvor: 23,3 Mrd. Euro und 23,7 Mrd. Euro). Das Betriebsergebnis (Non-IFRS, währungsbereinigt) soll auf 6,85 Mrd. Euro bis 7,0 Mrd. Euro zulegen (zuvor: 6,8 Mrd. Euro bis 7,0 Mrd. Euro).

 

Chancen und Risiken

Auch wenn das dritte Quartal hinter unseren Erwartungen zurücklieb, erwarten wir eine positive langfristige Entwicklung bei SAP. So profitiert der Konzern vom Trend der zunehmenden Vernetzung und Digitalisierung, einem breiten Produktportfolio, einer hohen Kundenbasis sowie seiner Stellung als globaler Marktführer bei Geschäfts- und Analyseanwendungen. Neben dem Cloud-Geschäft, wo u.E. weiterhin ein starkes Wachstum zu erwarten ist, verzeichnet SAP auch eine starke Nachfrage nach der Hochleistungsanalyse-Software SAP S/4HANA. Darüber hinaus sollte das laufende Aktienrückkaufprogramm (500 Mio. Euro bis Jahresende) den Kurs der Aktie stützen.

 

Risiken sehen wir in negativen Währungseffekten durch eine weitere Aufwertung des Euro (2016 entfielen rund 73% des Konzernumsatzes auf Geschäfte in Fremdwährungen). Des Weiteren ist SAP einem starken Wettbewerb sowie möglichen Risiken im Zusammenhang mit Rechten an geistigem Eigentum (Rechtsstreitigkeiten) ausgesetzt. Ein schwächeres Wachstum der globalen Wirtschaft könnte Unternehmen zudem zu geringeren Investitionen in den IT-Bereich veranlassen, mit entsprechend negativen Folgen für die Geschäftsentwicklung von SAP.

 

Aktie erklimmt neues Rekordhoch

Die Aktie der SAP SE sehen wir in einer übergeordneten Aufwärtsbewegung. Nach einer längeren Konsolidierungsphase von März 2013 bis Oktober 2014 startete im Oktober 2014 ausgehend von 50,08 Euro eine Aufwärtsbewegung, in deren Verlauf die Kursnotierung Anfang Juni 2017 ein Rekordhoch bei 96,38 Euro markierte. Anschließend korrigierte die Aktie rund 50% des vorangegangenen Aufwärtsimpulses. Ende August startete bei 86,24 Euro ein neuer Aufwärtsimpuls, der die Aktie Ende letzter Woche auf 96,49 Euro führte. Erweist sich der Ausbruch auf ein neues Rekordhoch als nachhaltig, werten wir dies als starkes bullisches Signal und Bestätigung des übergeordneten Aufwärtstrends. Mittelfristig bildet dann die Marke von 107,10 Euro (100%-Projektion des vorangegangenen Aufwärtsimpulses) ein potenzielles Kursziel. Unterstützungen für den Fall, dass sich die Aktie nicht sofort oberhalb des alten Rekordhochs etablieren kann, sehen wir im Bereich um 92,00 Euro sowie mit der 200-Tage-Linie bei 90,72 Euro. Sollte die Aktie unter die 200-Tage-Linie zurückfallen, muss u.E. mit weiteren Abgaben zu den Unterstützungen bei 88,50 bzw. 86,24 Euro gerechnet werden. Unterhalb von 85,95 Euro würde sich das mittelfristig bullische Chartbild eintrüben.

 

Aktienanleihe auf SAP SE

Als alternative Anlagemöglichkeit zur Direktanlage stehen verschiedene Aktienanleihen mit dem Basiswert SAP SE zur Verfügung. Ein Beispiel ist eine Aktienanleihe mit Fälligkeit am 27.04.2018 (Rückzahlungstermin), einem Basispreis von 100,00 Euro und einer Zinszahlung von 10,75% p.a. Die Zinszahlung am Zinszahlungstermin, ebenfalls der 27.04.2018, ist unabhängig von der Wertentwicklung der Aktie der SAP SE. Dividendenansprüche aus der Aktie stehen dem Anleger nicht zu.

Die Art und Höhe der Rückzahlung am Rückzahlungstermin ist abhängig von der Wertentwicklung der Aktie der SAP SE. Für die Rückzahlung der Aktienanleihe gibt es zwei Möglichkeiten: Notiert die Aktie am 20.04.2018 per Schlusskurs (Xetra) auf oder über dem Basispreis von 100,00 Euro, wird die Aktienanleihe zum Nennbetrag (1.000,00 Euro) zurückgezahlt.

Notiert die Aktie am 20.04.2018 per Schlusskurs (Xetra) unter dem Basispreis von 100,00 Euro, erhält der Anleger Aktien der SAP SE in der durch das Bezugsverhältnis bestimmten Zahl. Das Bezugsverhältnis beträgt 10,00. Dementsprechend erhält der Anleger 10 Aktien. Der Gegenwert der Aktien wird in diesem Fall unter dem Nennbetrag von 1.000,00 Euro liegen.

Die vorliegend beschriebene Aktienanleihe richtet sich somit an Anleger, die davon ausgehen, dass der Schlusskurs der Aktie der SAP SE am 20.04.2018 auf oder über 100,00 Euro notieren wird. Bei Erwerb der Aktienanleihe während der Laufzeit müssen zusätzlich anteilig aufgelaufene Zinsen (Stückzinsen) entrichtet werden. Aktuell belaufen sich die Stückzinsen auf 2,06 Euro.

 

Risikobeschreibung

 

Stand: 27.10.2017, Emittentin: DZ BANK.
DZ BANK, Online-Vertrieb

 

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Aktienanleihe Classic 10,75% 2018/04: Basiswert SAP

DD2L55 / //
Quelle: DZ BANK: Geld 22.02. 22.02., Brief 22.02. 22.02.
DD2L55 // Quelle: DZ BANK: Geld 22.02. 22.02., Brief 22.02. 22.02.
85,85
Geld in %
86,73
Brief in %
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Diff. Vortag in %
Basiswertkurs: 84,50 EUR
Quelle : Xetra, 22.02.
  • Basispreis 100,00 EUR
  • Abstand zum Basispreis in % -18,34%
  • Zinssatz in % p.a. 10,75% p.a.
  • Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 10,00
  • Max Rendite in % p.a. 145,43% p.a.
  • Seitwärtsrendite in % -0,38%
Hinweis der DZ BANK:
Das öffentliche Angebot dieses Wertpapiers ist beendet. Kursstellungen nur während der Börsenzeiten.

News / SAP SE

21.02.2018 | 15:13:30 (dpa-AFX)
ROUNDUP: SAP schüttet mehr Geld an Aktionäre aus

WALLDORF (dpa-AFX) - Europas größter Softwarehersteller SAP <DE0007164600> lässt seine Anteilseigner am gestiegenen Gewinn teilhaben. Die Aktionäre sollen für das vergangene Jahr eine Dividende von 1,40 Euro je Aktie erhalten. Das ist eine Erhöhung um 15 Cent, wie das Dax <DE0008469008>-Schwergewicht am Mittwoch mitteilte. Die Aktionäre müssen dem Vorschlag der Geschäftsführung auf der Hauptversammlung Mitte Mai noch zustimmen.

Zudem will SAP die Dividendenpolitik ändern und künftig 40 Prozent oder mehr des Konzerngewinns nach Steuern an die Anleger ausschütten. Bisher galten mehr als 35 Prozent als Maßgabe für Finanzchef Luka Mucic. Im vergangenen Jahr war der Nettogewinn um 12 Prozent auf 4,1 Milliarde Euro gestiegen. Davon sollen nun 41 Prozent an die Aktionäre fließen.

Der Konzern kann sich das leisten: SAP hatte den milliardenschweren Zukauf des Reisekostendienstleisters Concur 2014 vorwiegend über Schulden finanziert und diese in der Folge wieder abgebaut und sich strategisch auf kleinere Übernahmen verlagert. Vergangenes Jahr hatte der Konzern dann einen Aktienrückkauf für bis zu eine halbe Milliarde Euro gestartet, weil sich die Kassen füllten.

Trotz des jüngsten Zukaufs Callidus aus dem Januar, der nach längerer Pause mit einem Preis von 2,4 Milliarden Dollar wieder ein etwas größerer Brocken war, wollte SAP-Chef Bill McDermott nicht von einer Kehrtwende hin zu mehr Zukäufen sprechen.

Finanzchef Mucic hatte mit den Jahresergebnissen und dem gestiegenen Gewinn bereits eine höhere Dividende in Aussicht gestellt. Allerdings fällt die Erhöhung nun etwas geringer aus als am Markt gedacht. Die SAP-Aktie verringerte ihr Minus am Mittwochnachmittag dennoch leicht und lag zuletzt rund 0,3 Prozent unter dem Vortagesschluss./men/das/jha/

21.02.2018 | 14:48:09 (dpa-AFX)
SAP erhöht Dividende - Ausschüttunsgquote soll steigen
18.02.2018 | 14:21:50 (dpa-AFX)
Steigende Nachfrage bringt lange Lieferzeiten für E-Autos
14.02.2018 | 12:24:47 (dpa-AFX)
Digitalwirtschaft boomt in Deutschland - Großer Facharbeitermangel
11.02.2018 | 14:24:02 (dpa-AFX)
Immer noch wenige Dax-Chefs in sozialen Netzwerken vertreten
07.02.2018 | 17:01:41 (dpa-AFX)
Deutsch-russische Kooperation für Industrie 4.0
04.02.2018 | 18:48:54 (dpa-AFX)
SAP-Finanzchef sieht operative Marge von 30 Prozent in Reichweite

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