Idee der Woche / 07.02.2020 | 08:25:56 Werbung

SAP: Cloud-Geschäft wächst rasant

Oliver Saake
Autor Oliver Saake

Leiter Produktmanagement Strukturierte Produkte

Europas größter Softwarehersteller ist 2019 auf Kurs geblieben. Trotz gesunkener Gewinne untermauern die Ergebnisse sowie der Ausblick für 2020 unsere positive Einschätzung zu den geschäftlichen Perspektiven des Marktführers für Firmensoftware.

Oliver Saake
Autor Oliver Saake

Leiter Produktmanagement Strukturierte Produkte

Cloud-Geschäft wächst dynamisch

SAP hat im Geschäftsjahr 2019 die eigenen Ziele erreicht. Der Konzern setzte damit seinen profitablen Wachstumskurs fort. Beim Umsatz erzielte er ein Plus von 12% auf 27,55 Mrd. Euro. Fortschritte gab es vor allem im Cloud-Geschäft, das in den vergangenen Jahren konsequent ausgebaut wurde. Hier verzeichnete SAP ein Plus von 39% auf 6,93 Mrd. Euro, was wir als besonders positive Entwicklung bewerten. 2020 wird ein Wachstum zwischen 24% und 28% angepeilt.

Trotz steigender Umsätze im vergangenen Jahr sanken die Gewinne. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verringerte sich um 21% auf 4,5 Mrd. Euro. Beim Nachsteuergewinn wurde ein Rückgang von 17% auf 3,39 Mrd. Euro verbucht. Gründe sind zum einen überproportional zu den Einnahmen gestiegene Kosten für Forschung und Entwicklung sowie für die Verwaltung. Dazu gehören akquisitionsbedingte Aufwendungen (Qualtrics). Der Vorstand hob zum anderen Sondereffekte hervor, wie die Ausgaben im Zusammenhang mit den Anfang 2019 initiierten Restrukturierungsmaßnahmen (u.a. Personalumbau), die sich auf 1,13 Mrd. Euro beliefen. Um Sondereffekte bereinigt, verbesserten sich das EBIT um 15% auf 8,21 Mrd. Euro und der Nettogewinn um 18% auf 6,15 Mrd. Euro.

 

Effizienzkurs trägt erste Früchte

Auf bereinigter Basis konnte SAP damit die Profitabilität erhöhen. Der Konzern hatte seine EBIT-Marge von 29% auf 29,7% gesteigert. Damit scheint der zuletzt eingeschlagene Effizienzkurs aus unserer Sicht erste Früchte zu tragen. Wir begrüßen diese Entwicklung und erwarten, dass SAP nach Jahren mit sinkenden oder stagnierenden operativen Margen die eigenen Ziele erreichen wird. Angestrebt wird demnach eine kontinuierliche Steigerung auf 34% bis 2023. Damit sollte es SAP u.E. zudem gelingen, die Cashflows zu erhöhen – wobei wir eine höhere Dynamik erwarten als beim Wachstum von Umsatz und Gewinnen.

Die Basis für die guten Perspektiven sehen wir in den anhaltenden Fortschritten bei der Umstellung des Geschäftsmodells. Unserer Einschätzung nach untermauern die jüngsten Zahlen die erfolgreiche Transformation der vergangenen Jahre. SAP hat sich vom traditionellen Verkäufer von Softwarelizenzen zu einem cloudbasierten Softwareanbieter gewandelt. Dieser Umbau ist noch nicht abgeschlossen. Wir sind jedoch zuversichtlich, dass der eingeschlagene Kurs konsequent fortgeführt wird, was uns in der Annahme anhaltend positiver geschäftlicher Perspektiven bestärkt. Zu den Risiken gehört, dass das Ziel, die Produktausrichtung zu vereinfachen, zu höher als erwarteten Aufwendungen führt. Damit könnten die geplanten Effizienzsteigerungen nicht so schnell umgesetzt werden wie geplant. Als weltweit agierender Konzern, der den Großteil seiner Umsätze außerhalb des Euroraums erwirtschaftet, können zudem ungünstige Wechselkurseffekte die geschäftliche Performance negativ beeinflussen.

 

Produktidee: Aktienanleihe auf SAP

Als alternative Anlagemöglichkeit zu einer Direktanlage stehen Anlegern verschiedene Aktienanleihen mit der Aktie der SAP SE als Basiswert zur Verfügung. Ein Beispiel ist eine Aktienanleihe mit Fälligkeit am 21.12.2020 (Rückzahlungstermin), einem Basispreis von 116,279 Euro und einer Zinszahlung von 5,90% p.a. Die Zinszahlung am Zinszahlungstermin, ebenfalls der 21.12.2020, ist unabhängig von der Wertentwicklung der Aktie der SAP SE. Bei Erwerb der Aktienanleihe während der Laufzeit müssen aufgelaufene Zinsen (Stückzinsen) anteilig entrichtet werden. Aktuell belaufen sich die Stückzinsen auf 2,26 Euro. Anleger erhalten während der Laufzeit der Aktienanleihe keine sonstigen Erträge (z.B. Dividenden) und haben keine weiteren Ansprüche (z.B. Stimmrechte) aus dem Basiswert.

Die Art und Höhe der Rückzahlung am Rückzahlungstermin ist abhängig von der Wertentwicklung der Aktie der SAP SE. Am Rückzahlungstermin gibt es folgende Rückzahlungsmöglichkeiten:
1. Liegt der Schlusskurs der Aktie der SAP SE an der Börse XETRA Frankfurt am 14.12.2020 (Referenzpreis) auf oder über dem Basispreis von 116,279 Euro, wird die Aktienanleihe zum Nennbetrag (1.000,00 Euro) zurückgezahlt.
2. Liegt der Referenzpreis unter dem Basispreis, erhält der Anleger eine durch das Bezugsverhältnis (8,60) bestimmte Anzahl von Aktien der SAP SE. Es werden keine Bruchteile von Aktien geliefert. Für diese erhält der Anleger eine Zahlung eines Ausgleichsbetrags pro Aktienanleihe. Ein Zusammenfassen mehrerer Ausgleichsbeträge zu Ansprüchen auf Lieferung von Aktien ist ausgeschlossen. Der Gegenwert der Aktien zuzüglich des Ausgleichsbetrags wird unter dem Nennbetrag liegen. Der Anleger erleidet einen Verlust, wenn der Wert der gelieferten Aktien der SAP SE am Rückzahlungstermin zzgl. des Ausgleichsbetrags und der Zinszahlung unter dem Erwerbspreis der Aktienanleihe liegt.

Ein gänzlicher Verlust des eingesetzten Kapitals ist möglich (Totalverlustrisiko). Ein Totalverlust tritt ein, wenn der Schlusskurs der Aktie, die der Aktienanleihe zugrunde liegt (Basiswert), an der maßgeblichen Börse am Bewertungstag (Referenzpreis) null ist. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist auch möglich, wenn die DZ BANK als Emittent ihre Verpflichtungen aus dem Zertifikat aufgrund behördlicher Anordnungen oder einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit/Überschuldung) nicht mehr erfüllen kann.

 

Risikobeschreibung
Eine ausführliche Erläuterung der genannten Fachbegriffe finden Sie in unserem Glossar.

Stand: 07.02.2020
Emittentin: DZ BANK AG / Online-Redaktion

Hinweise auf Rechtliches, Prospekt, Werbung und Basisinformationsblatt

Hinweis auf das Basisinformationsblatt
Das von der DZ BANK erstellte Basisinformationsblatt ist in der jeweils aktuellen Fassung auf der Internetseite der DZ BANK www.dzbank-derivate.de/DF9NMF (dort unter „Dokumente“) abrufbar. Dies gilt, solange das Produkt für Privatanleger verfügbar ist.

Hinweis auf den Prospekt
Der gemäß gesetzlicher Vorgaben von der DZ BANK bezüglich des öffentlichen Angebots erstellte Basisprospekt sowie etwaige Nachträge und die zugehörigen Endgültigen Bedingungen sind auf der Internetseite der DZ BANK www.dzbank-derivate.de veröffentlicht und können unter www.dzbank-derivate.de/DF9NMF (dort unter „Dokumente“) abgerufen werden. Sie sollten den Prospekt lesen, bevor Sie eine Anlageentscheidung treffen, um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Prospekts von der zuständigen Behörde ist nicht als Befürwortung der angebotenen oder zum Handel an einem geregelten Markt zugelassenen Wertpapiere zu verstehen. Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann.

Rechtliche Hinweise: Dieses Dokument ist eine Werbemitteilung und dient ausschließlich Informationszwecken. Dieses Dokument wurde durch die DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank („DZ BANK“) erstellt und ist zur Verteilung in der Bundesrepublik Deutschland bestimmt. Dieses Dokument richtet sich nicht an Personen mit Wohn- und/oder Gesellschaftssitz und/oder Niederlassungen im Ausland, vor allem in den Vereinigten Staaten von Amerika, Kanada, Großbritannien oder Japan. Dieses Dokument darf im Ausland nur in Einklang mit den dort geltenden Rechtsvorschriften verteilt werden und Personen, die in den Besitz dieser Informationen und Materialien gelangen, haben sich über die dort geltenden Rechtsvorschriften zu informieren und diese zu befolgen. Dieses Dokument stellt weder ein öffentliches Angebot noch eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebotes zum Erwerb von Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar. Die DZ BANK ist insbesondere nicht als Anlageberater oder aufgrund einer Vermögensbetreuungspflicht tätig. Dieses Dokument ist keine Finanzanalyse. Dieses Dokument stellt eine unabhängige Bewertung der entsprechenden Emittentin bzw. Wertpapiere durch die DZ BANK dar. Alle hierin enthaltenen Bewertungen, Stellungnahmen oder Erklärungen sind diejenigen des Verfassers des Dokuments und stimmen nicht notwendigerweise mit denen der Emittentin oder dritter Parteien überein. Die DZ BANK hat die Informationen, auf die sich das Dokument stützt, aus als zuverlässig erachteten Quellen übernommen, ohne jedoch alle diese Informationen selbst zu verifizieren. Dementsprechend gibt die DZ BANK keine Gewährleistungen oder Zusicherungen hinsichtlich der Genauigkeit, Vollständigkeit oder Richtigkeit der hierin enthaltenen Informationen oder Meinungen ab. Die DZ BANK übernimmt keine Haftung für unmittelbare oder mittelbare Schäden, die durch die Verteilung und/oder Verwendung dieses Dokuments verursacht werden und/oder mit der Verteilung und/oder Verwendung dieses Dokuments im Zusammenhang stehen. Eine Investitionsentscheidung bezüglich irgendwelcher Wertpapiere oder sonstiger Finanzinstrumente sollte auf der Grundlage eines Beratungsgesprächs sowie Prospekts oder Informationsmemorandums erfolgen und auf keinen Fall auf der Grundlage dieses Dokuments. Unsere Bewertungen können je nach den speziellen Anlagezielen, dem Anlagehorizont oder der individuellen Vermögenslage für einzelne Anleger nicht oder nur bedingt geeignet sein. Die Informationen und Meinungen entsprechen dem Stand zum Zeitpunkt der Erstellung des Dokuments. Sie können aufgrund künftiger Entwicklungen überholt sein, ohne dass das Dokument geändert wurde.

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(Bewertungen: 50)

Aktienanleihe Classic 5,9% 2020/12: Basiswert SAP

DF9NMF / //
Quelle: DZ BANK: Geld , Brief
DF9NMF // Quelle: DZ BANK: Geld , Brief
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Basiswertkurs: 121,24 EUR
Quelle : Xetra , 17:35:06
  • Basispreis 116,279 EUR
  • Abstand zum Basispreis in % 4,09%
  • Zinssatz in % p.a. 5,90% p.a.
  • Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 8,60
  • Max Rendite in % p.a. --
  • Seitwärtsrendite in % 6,09%

News / SAP SE

20.02.2020 | 18:23:51 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Frauenquote im Infineon-Aufsichtsrat steigt auf 50 Prozent

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Infineon <DE0006231004> hat als drittes Dax <DE0008469008>-Unternehmen einen mit Frauen und Männern gleichermaßen besetzten Aufsichtsrat erreicht. Nach der Wahl von sechs Mitgliedern bei der Hauptversammlung am Donnerstag in München steigt die Frauenquote auf 50 Prozent. Nach Auskunft der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) ist Infineon nach SAP <DE0007164600> und Wirecard <DE0007472060> der dritte Dax-Konzern mit einer solchen Quote im Kontrollgremium. Dem Vorstand von Infineon gehört keine Frau an.

Zu den ausscheidenden Aufsichtsräten gehört neben VW <DE0007664039>-Chef Herbert Diess auch Peter Bauer, der in seinen Jahren als Infineon-Chef das Unternehmen durch seine schwerste Krise führte.

Die Anteilseigner zeigten sich beim Aktionärstreffen skeptisch gegenüber der laufenden Übernahme des US-Halbleiterherstellers Cypress für 9 Milliarden Euro durch Infineon. "Der Preis ist hoch. Ist er möglicherweise zu hoch", sagte Daniela Bergdolt von der DSW. Markus Golinski von Union Investment, kritisierte die Übernahme als "riskante Wette".

Infineon-Chef Reinhard Ploss verteidigte die Akquisition dagegen als "wichtigen Schritt in der Evolution von Infineon". Er geht davon aus, dass sie gegen Ende des laufenden oder Anfang des nächsten Quartals abgeschlossen werden kann.

Zur aktuellen Geschäftsentwicklung äußerte sich Ploss positiv: "Jetzt, in der Mitte des zweiten Quartals des Geschäftsjahres 2020, erkennen wir erste Anzeichen einer Stabilisierung im Markt." Man habe sich in den vergangenen Monaten gut behauptet und bereite sich jetzt auf den Aufschwung vor. Eine breite Erholung sieht Ploss in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres, die bei Infineon am 1. April beginnt. Zudem kündigte Infineon an, bis 2030 CO2-neutral werden zu wollen./ruc/DP/zb

20.02.2020 | 17:05:13 (dpa-AFX)
ROUNDUP 2: Verzögerung bei Tesla-Fabrik - Wirtschaft für schnellere Großprojekte
20.02.2020 | 15:06:42 (dpa-AFX)
Softwarekonzern SAP baut Führungsriege um - Zwei Vorstände gehen
20.02.2020 | 13:36:48 (dpa-AFX)
Frauenquote im Infineon-Aufsichtsrat soll auf 50 Prozent steigen
20.02.2020 | 12:39:21 (dpa-AFX)
SAP-Mitgründer Plattner hält Tesla-Ansiedlung für bedeutend
19.02.2020 | 17:38:14 (dpa-AFX)
SAP erhöht trotz Gewinnrückgangs die Dividende
16.02.2020 | 14:26:26 (dpa-AFX)
Industrie arbeitet an eigenem Siegel für fair hergestellte Batterien

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