Idee der Woche / 22.05.2020 | 09:06:41 Werbung

RWE: starker Wind bläst Corona-Sorgen davon

Marcus Landau
Autor Marcus Landau

Senior Manager Public Distribution bei der DZ BANK

Der Energiekonzern ist positiv in das Geschäftsjahr 2020 gestartet. Er profitierte unter anderem von einem erhöhten Windaufkommen. Das grundsätzlich wenig konjunkturanfällige Stromgeschäft präsentierte sich damit auch in der Corona-Krise widerstandsfähig.

Marcus Landau
Autor Marcus Landau

Senior Manager Public Distribution bei der DZ BANK

Geringe Risiken durch Wirtschaftsflaute

RWE ist im ersten Quartal 2020 profitabel gewachsen. Trotz der globalen Corona-Krise legten Umsatz und bereinigte Gewinne zu. Zudem bestätigte der Konzern die Prognosen für das Gesamtjahr. Zwar dürften die negativen wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise zu einer sinkenden Stromnachfrage führen, was sich bereits in sinkenden Strompreisen niedergeschlagen hat. Ungewiss ist auch, wann sich die Preise wieder erholen werden. RWE sieht darin aber nur geringe Risiken. Der Konzern hatte seine Stromproduktion 2020 nahezu vollständig auf Termin verkauft. Diese Transaktionen wurden teilweise mit einem Vorlauf von drei Jahren getätigt.

Die Entwicklung zu Jahresbeginn zeugt unserer Einschätzung nach weiterhin von dem robusten Charakter des Geschäftsmodells. Die in den vergangenen Jahren konsequent verfolgte Strategie, sich auf die Stromproduktion zu konzentrieren, zahlt sich aus. Ein Pluspunkt ist dabei der gezielte Fokus auf die Erneuerbaren Energien (Wind, Solar, Wasser, Biomasse). Der damit erzeugte Strom wird zum Großteil (ca. 70%) über feste und regulierte Abnahmeverträge verkauft. Auch dieser Punkt hatte im ersten Quartal einen stabilisierenden Einfluss. Wir sehen keine Anzeichen dafür, dass sich dies im Jahresverlauf ändern sollte. Der strategische Fokus auf die Erneuerbaren Energien spiegelt sich in einer neuen Berichtsstruktur wider. Seit Januar bilden die folgenden vier Segmente das Kerngeschäft: Offshore Wind, Onshore Wind/Solar, Wasser/Biomasse/Gas und Energiehandel. Zusätzlich gibt es das Segment Kohle/Kernenergie, welches sukzessive zurückgefahren wird.

 

Windkraft ist die tragende Ergebnissäule

Darüber hinaus bewerten wir nach wie vor die längerfristigen Perspektiven positiv. RWE ist inzwischen einer der weltweit führenden Anbieter im Bereich der wachstumsträchtigen Erneuerbaren Energien. Die Stellung wird kontinuierlich gestärkt. Bis 2022 sollen netto rund 5 Mrd. Euro in den Portfolioausbau investiert werden. Die Produktionskapazität in den Bereichen Wind und Solar soll damit von zuletzt rund 9 auf 13 Gigawatt (GW) steigen. Dazu beitragen wird in erster Linie die Stärkung des Windgeschäfts. Seit Januar laufen z.B. die Bauarbeiten für den Offshore-Windpark Triton Knoll in Großbritannien.

Die Windkraft ist bei RWE bereits die tragende Säule im Geschäft mit den Erneuerbaren. Ihr Anteil an den Kernportfoliokapazitäten liegt bei knapp 40%. Der hohe Stellenwert hat sich im ersten Quartal ausgezahlt. Überdurchschnittlich positive Windverhältnisse führten zu einer sehr guten Auslastung der Anlagen (insbesondere Offshore). Der Bereich Offshore Wind ist derzeit zudem die mit Abstand größte Ertragsquelle im Kernportfolio.

Als Risiken sehen wir weiterhin niedrige Strompreise bei einer länger anhaltenden konjunkturellen Schwächephase, was künftig zu niedrigen Verkaufspreisen führen könnte. Darüber hinaus bleibt das Geschäft von RWE in einem großen Umfang von regulatorischen Entwicklungen in den jeweiligen Absatzmärkten abhängig. Wie die Vergangenheit gezeigt hat, kann das zu einem ungünstig veränderten Geschäftsumfeld führen.

 

Produktidee: Aktienanleihe Classic auf RWE

Als alternative Anlagemöglichkeit zu einer Direktanlage stehen Anlegern verschiedene Aktienanleihen mit der Aktie der RWE AG St als Basiswert zur Verfügung. Ein Beispiel ist eine Aktienanleihe mit Fälligkeit am 21.06.2021 (Rückzahlungstermin), einem Basispreis von 25,707 Euro und einer Zinszahlung von 5,70% p.a. Die Zinszahlung am Zinszahlungstermin, ebenfalls der 21.06.2021, ist unabhängig von der Wertentwicklung der Aktie der RWE AG St. Bei Erwerb der Aktienanleihe während der Laufzeit müssen aufgelaufene Zinsen (Stückzinsen) anteilig entrichtet werden. Aktuell belaufen sich die Stückzinsen auf 8,11 Euro. Anleger erhalten während der Laufzeit der Aktienanleihe keine sonstigen Erträge (z.B. Dividenden) und haben keine weiteren Ansprüche (z.B. Stimmrechte) aus dem Basiswert.

Die Art und Höhe der Rückzahlung am Rückzahlungstermin ist abhängig von der Wertentwicklung der Aktie der RWE AG St. Am Rückzahlungstermin gibt es folgende Rückzahlungsmöglichkeiten:
1. Liegt der Schlusskurs der Aktie der RWE AG St an der Börse XETRA Frankfurt am 14.06.2021 (Referenzpreis) auf oder über dem Basispreis von 25,707 Euro, wird die Aktienanleihe zum Nennbetrag (1.000,00 Euro) zurückgezahlt.
2. Liegt der Referenzpreis unter dem Basispreis, erhält der Anleger eine durch das Bezugsverhältnis (38,90) bestimmte Anzahl von Aktien der RWE AG St. Es werden keine Bruchteile von Aktien geliefert. Für diese erhält der Anleger eine Zahlung eines Ausgleichsbetrags pro Aktienanleihe. Ein Zusammenfassen mehrerer Ausgleichsbeträge zu Ansprüchen auf Lieferung von Aktien ist ausgeschlossen. Der Gegenwert der Aktien zuzüglich des Ausgleichsbetrags wird unter dem Nennbetrag liegen. Der Anleger erleidet einen Verlust, wenn der Wert der gelieferten Aktien der RWE AG St am Rückzahlungstermin zzgl. des Ausgleichsbetrags und der Zinszahlung unter dem Erwerbspreis der Aktienanleihe liegt.

Ein gänzlicher Verlust des eingesetzten Kapitals ist möglich (Totalverlustrisiko). Ein Totalverlust tritt ein, wenn der Schlusskurs der Aktie, die der Aktienanleihe zugrunde liegt (Basiswert), an der maßgeblichen Börse am Bewertungstag (Referenzpreis) null ist. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist auch möglich, wenn die DZ BANK als Emittent ihre Verpflichtungen aus dem Zertifikat aufgrund behördlicher Anordnungen oder einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit/Überschuldung) nicht mehr erfüllen kann.

 

Risikobeschreibung
Eine ausführliche Erläuterung der genannten Fachbegriffe finden Sie in unserem Glossar.

Stand: 22.05.2020
Emittentin: DZ BANK AG / Online-Redaktion

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(Bewertungen: 10)

Aktienanleihe Classic 5,7% 2021/06: Basiswert RWE

DF91CZ / //
Quelle: DZ BANK: Geld 02.06. 18:58:23, Brief 02.06. 18:58:23
DF91CZ // Quelle: DZ BANK: Geld 02.06. 18:58:23, Brief 02.06. 18:58:23
97,66 %
Geld in %
98,06 %
Brief in %
0,52%
Diff. Vortag in %
Basiswertkurs: 30,410 EUR
Quelle : Xetra , 17:35:01
  • Basispreis 25,707 EUR
  • Abstand zum Basispreis in % 15,47%
  • Zinssatz in % p.a. 5,70% p.a.
  • Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 38,90
  • Max Rendite in % p.a. 7,67% p.a.
  • Seitwärtsrendite in % 8,00%

News / RWE AG

02.06.2020 | 16:05:08 (dpa-AFX)
Energieverbrauch deutlich gesunken - großes Minus bei der Kohle

BERLIN (dpa-AFX) - Schon vor den großen Produktionseinschränkungen in der Corona-Krise ist der Energieverbrauch in Deutschland gesunken. In den ersten drei Monaten des laufenden Jahres lag er nach Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen um 6,8 Prozent unter dem vergleichbaren Vorjahreswert. Gründe für den Rückgang seien der schon vor Corona konjunkturbedingt geringere Verbrauch der energieintensiven Industrien, die wärmere Witterung im Januar und Februar sowie erste Auswirkungen der Pandemie, teilten die Energiestatistiker am Dienstag mit.

Mit Ausnahme der Erneuerbaren seien alle Energieträger vom Rückgang betroffen gewesen. Der Verbrauch von Braunkohle verringerte sich um mehr als 30 Prozent, bei der Steinkohle betrug das Minus 22 Prozent. Das sei vor allem eine Folge der deutlich höheren Stromeinspeisung aus Wind- und Solaranlagen. Die erneuerbaren Energien steigerten ihren Beitrag zum Gesamtverbrauch im ersten Quartal 2020 um insgesamt 6 Prozent.

Am gesamten Verbrauch hatten Mineralöl und Erdgas einen Anteil von jeweils etwa 31 Prozent. Die Erneuerbaren steuerten rund 17 Prozent bei. Die Verschiebungen machen sich den Angaben zufolge auch beim CO2-Ausstoß bemerkbar. Hier sei mit einem Minus von knapp 11 Prozent zu rechnen./hff/DP/men

02.06.2020 | 13:11:50 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Eon schluckt Innogy - Milliardendeal in Strombranche abgeschlossen
02.06.2020 | 10:59:23 (dpa-AFX)
Eon bei Innogy am Ziel - Verschmelzung eingetragen
30.05.2020 | 10:35:29 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Trotz Kohleausstiegs: Kraftwerk Datteln 4 geht in den Regelbetrieb
29.05.2020 | 13:28:35 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Breite Kohle-Konsens-Front gegen Grüne - keine Rettung für die Dörfer
29.05.2020 | 11:02:29 (dpa-AFX)
NRW-Grüne: RWE-Kohleinteressen für Laschet wichtiger als Betroffene
28.05.2020 | 14:51:14 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Störfeuer gegen RWE-Deal: Eon sieht Klage der Konkurrenz gelassen

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