Idee der Woche / 06.10.2017 | 10:11:54 Werbung

Manz Automation: Die Weichen sind gestellt

DZ BANK AG / Salesteam
Autor DZ BANK AG / Salesteam

Innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe fungiert die DZ BANK als Spitzeninstitut und Zentralbank.

Der Hightech-Maschinenbauer hat für den 14. November 2017 die Veröffentlichung seines 9-Monatsberichtes angesetzt. Wir erwarten, dass der Vorstand das Ziel bekräftigt, im Geschäftsjahr 2017 nach einer mehrjährigen Durststrecke operativ wieder schwarze Zahlen zu schreiben. Gründe für unsere Zuversicht sind die strategischen Weichenstellungen des Geschäftsjahres 2016 sowie die 2017 erzielten Fortschritte im Bereich der CIGS-Dünnschicht-Solartechnologie.

DZ BANK AG / Salesteam
Autor DZ BANK AG / Salesteam

Innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe fungiert die DZ BANK als Spitzeninstitut und Zentralbank.

Automation, Messtechnik, Laserbearbeitung, Nasschemie, Drucken und Beschichten sowie Rolle-zu-Rolle-Prozesse sind die Kompetenzen des 1987 gegründeten Maschinenbauers aus Baden-Württemberg. Anwendungsmöglichkeiten für diese Technologien gibt es reichlich. Konkret entwickelt und produziert Manz Anlagen, mit denen elektronische Bauteile und Geräte, Lithium-Ionen-Batterien sowie Solarmodule gefertigt werden können. Das Unternehmen konzentriert sich dabei auf die Entwicklung von integrierten Produktionslinien, die vor allem eins sein sollen: effizient. Damit will man den Kunden ermöglichen, ihre Herstellungskosten zu senken. Darüber hinaus sieht sich das Unternehmen als wichtiger Innovationstreiber für den Durchbruch von Schlüsseltechnologien. Dazu zählt der Konzern die nachhaltige Energieerzeugung und -speicherung, Displays und Geräte für die globalen Kommunikationsbedürfnisse sowie die E-Mobilität. Der Fokus auf schnell wachsende Zukunftsbranchen spiegelt sich auch in der Gliederung in die drei strategischen Geschäftsbereiche Electronics, Solar und Energy Storage wider.

 

Trotz der vielversprechenden Ausrichtung auf Zukunftsmärkte hatte der Konzern in den vergangenen Jahren mit etlichen Widrigkeiten zu kämpfen. Insbesondere die Schwierigkeiten in der Solarbranche (Überkapazitäten, Preisdruck, Investitionszurückhaltung) hinterließen deutliche Spuren in den Ertragskennzahlen. Der Konzern reagierte mit Anpassungen und Restrukturierungen. Im Geschäftsjahr 2016 erreichte er dabei eigenen Angaben zufolge wesentliche Meilensteine. Durch die Optimierung von Prozessen und Strukturen konnte die Kostenbasis deutlich verbessert werden. Ferner wurde eine Kapitalerhöhung vorgenommen, bei der die Shanghai Electric Germany Holding GmbH, eine Tochter des chinesischen Großkonzerns Shanghai Electric Group, nach Firmengründer Dieter Manz zum größten Einzelaktionär (19,67%) wurde.

 

Unterstützung aus dem Reich der Mitte

Diese strategische Beteiligung der Chinesen wurde zu Beginn 2017 mit einem Großauftrag im Geschäftsbereich Solar konkretisiert. Manz erhielt von der Shanghai Electric Group und der Shenhua Group Bestellungen für zwei CIGS-Produktionslinien im Gesamtvolumen von 263 Mio. Euro. Das war damit der bislang größte Auftrag der Firmengeschichte. Die Einnahmen daraus sollen 2017 und 2018 realisiert werden. Gleichzeitig wurde eine strategische Zusammenarbeit vereinbart. Gemeinsam mit den beiden chinesischen Partnern, beide führend in der chinesischen Energieindustrie, soll die CIGS-Dünnschicht-Solartechnologie weiterentwickelt und vermarktet werden. Firmengründer Dieter Manz sieht darin den Durchbruch in dieser eigenen Technologie, die er als überlegen ansieht. Demnach bieten CIGS-Module von Manz niedrigere Stromerzeugungskosten als die kristalline PV-Technologie. Entsprechend hoch sind die Erwartungen bezüglich des Umsatzpotenzials. Die Zusammenarbeit mit den chinesischen Partnern sowie die Aufträge schätzen wir als sehr wichtig ein. Sie könnten die Basis dafür sein, dass dem Unternehmen ein nachhaltiger Turnaround und eine künftig wieder profitable Geschäftsentwicklung gelingt.

 

Das erste Halbjahr 2017 war unterdessen noch gekennzeichnet durch die Vorbereitungen auf den CIGS-Großauftrag im Segment Solar. Zudem lag in den beiden anderen Geschäftsbereichen der Fokus auf der Entwicklung neuer Produkte und dem Aufbau von Pilotprojekten in Vorbereitung auf potenzielle Folgeaufträge für eine künftig mögliche Serienproduktion. Die damit verbundenen Kosten drückten entsprechend auf die Ertragskennziffern. Trotz eines Umsatzrückgangs von 3,5% auf 119,6 Mio. Euro konnten diese zwar zulegen. Maßgeblich dafür verantwortlich war jedoch der im Rahmen der vereinbarten Kooperation mit den beiden chinesischen Firmen erfolgte Verkauf der Forschungstochter Manz CIGS Technology GmbH. Damit wurden sonstige betriebliche Erlöse von 34,4 Mio. Euro erzielt. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verbesserte sich daher im Vergleich zum Vorjahr von -11,7 auf +7 Mio. Euro. Unter dem Strich wurde ein Profit von 4,7 Mio. Euro erzielt, nach einem Verlust von fast 17 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.

 

Bei Vorlage der Zahlen bekräftigte der Vorstand die Prognosen für das Gesamtjahr. Durch die weitere Realisierung des CIGS-Großauftrags sowie höhere Umsätze in den Segmenten Electronics und Energy Storage werden weiterhin Erlöse von mindestens 350 Mio. Euro angepeilt. Gleichzeitig zeigte sich Manz zuversichtlich, ein signifikant verbessertes, positives EBIT zu erzielen. Wir teilen diese Zuversicht. Allerdings muss das Unternehmen nun liefern und die erwarteten geschäftlichen Fortschritte sollten sich bereits im dritten Quartal zeigen. Positiv bewerten wir außerdem, dass sich die Gesellschaft künftig neben dem Geschäft mit kundenindividuellen Lösungen auch auf die Herstellung von Standardmaschinen und deren Verkettung zu kompletten, individuellen Systemlösungen aus intelligenten Baukästen konzentriert. Dadurch sollte es gelingen, die Produktionskapazitäten besser auszulasten.

 

Zu den Risiken gehören Auftragsverschiebungen, die dem Unternehmen schon in der Vergangenheit mehrmals zu schaffen machten, was zu Enttäuschungen bei den Aktionären führte und sich entsprechend im Kursverlauf niederschlug. Ferner bestehen strategische Risiken aus der Nichtdurchführung der Verträge mit Shanghai Electric und der Shenhua Group. Manz konzentriert sich zudem auf Branchen, die von einem raschen technologischen Wandel geprägt sind. Entsprechend muss das Unternehmen seine Aktivitäten in Forschung und Entwicklung ständig auf einem hohen Niveau halten, was mit den dazu notwendigen Ausgaben verbunden ist.

 

Aktie mit höheren Tiefs

Das Chartbild der Manz-Aktie ist aus unserer Sicht nach wie vor gekennzeichnet durch den übergeordneten langfristigen Abwärtstrend. In der jüngeren Vergangenheit zeigt sich dabei ausgehend vom Zwischenhoch im Mai 2015 bei 96,12 Euro ein dynamischer Abwärtsimpuls, der den Kurs bis Februar 2016 auf 22,56 Euro drückte. Anschließend bildete sich eine aufwärtsgerichtete Konsolidierung, in der sich die Aktie nach wie vor befindet. Diese Bewegung zeigt auf der Unterseite höhere Tiefs, wodurch sie unserer Ansicht nach einen grundsätzlich positiven Charakter hat. Wir gehen von einer Fortsetzung dieser Entwicklung aus. Kurspotenzial sehen wir zunächst bis zu der Marke von 43,50 Euro, die sich bislang als hartnäckiger Widerstand der Konsolidierung erwiesen hat. Sollte es gelingen, diese Hürde nachhaltig zu überwinden, könnten die Marken bei 50,66 und 59,34 Euro nächste potenzielle Ziele sein, die sich aus dem 38,2%-Fibonacci-Retracement und dem 50%-Retracement der dynamischen Abwärtsbewegung von Mai 2015 bis Februar 2016 ergeben.

 

Aktienanleihe auf Manz Automation

Als alternative Anlagemöglichkeit zur Direktanlage stehen verschiedene Aktienanleihen mit dem Basiswert Manz AG zur Verfügung. Ein Beispiel ist eine Aktienanleihe mit Fälligkeit am 27.07.2018 (Rückzahlungstermin), einem Basispreis von 31,25 Euro und einer Zinszahlung von 8,00% p.a. Die Zinszahlung am Zinszahlungstermin, ebenfalls der 27.07.2018, ist unabhängig von der Wertentwicklung der Aktie der Manz AG. Dividendenansprüche aus der Aktie stehen dem Anleger nicht zu.

 

Die Art und Höhe der Rückzahlung am Rückzahlungstermin ist abhängig von der Wertentwicklung der Aktie der Manz AG. Für die Rückzahlung der Aktienanleihe gibt es zwei Möglichkeiten: Notiert die Aktie am 20.07.2018 per Schlusskurs (Xetra) auf oder über dem Basispreis von 31,25 Euro, wird die Aktienanleihe zum Nennbetrag (1.000,00 Euro) zurückgezahlt. Notiert die Aktie am 20.07.2018 per Schlusskurs (Xetra) unter dem Basispreis von 31,25 Euro, erhält der Anleger Aktien der Manz AG in der durch das Bezugsverhältnis bestimmten Zahl. Das Bezugsverhältnis beträgt 32,00. Dementsprechend erhält der Anleger 32 Aktien. Der Gegenwert der Aktien wird in diesem Fall unter dem Nennbetrag von 1.000,00 Euro liegen.

 

Die vorliegend beschriebene Aktienanleihe richtet sich somit an Anleger, die davon ausgehen, dass der Schlusskurs der Aktie der Manz AG am 20.07.2018 auf oder über 31,25 Euro notieren wird. Bei Erwerb der Aktienanleihe während der Laufzeit müssen zusätzlich anteilig aufgelaufene Zinsen (Stückzinsen) entrichtet werden. Aktuell belaufen sich die Stückzinsen auf 19,95 Euro.

 

Risikobeschreibung

 

Stand: 06.10.2017, Emittentin: DZ BANK.
DZ BANK, Online-Vertrieb

 

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(Bewertungen: 13)

Aktienanleihe Classic 8% 2018/07: Basiswert Manz Automation

DD00RU / DE000DD00RU5 //
Quelle: DZ BANK: Geld 21.11. 12:43:43, Brief 21.11. 12:43:43
DD00RU DE000DD00RU5 // Quelle: DZ BANK: Geld 21.11. 12:43:43, Brief 21.11. 12:43:43
99,33
Geld in %
99,53
Brief in %
-0,78%
Diff. Vortag in %
Basiswertkurs: 35,100 EUR
Quelle: Xetra, 12:21:52
  • Basispreis 31,25 EUR
  • Abstand zum Basispreis in % 10,97%
  • Zinssatz in % p.a. 8,00% p.a.
  • Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 32,00
  • Max Rendite in % p.a. 8,59% p.a.
  • Seitwärtsrendite in % 5,76%

News / Manz Automation AG

15.11.2017 | 11:31:19 (dpa-AFX)
Original-Research: Manz AG (von Montega AG): Kaufen

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Original-Research: Manz AG - von Montega AG

Einstufung von Montega AG zu Manz AG

Unternehmen: Manz AG

ISIN: DE000A0JQ5U3

Anlass der Studie: Update

Empfehlung: Kaufen

seit: 15.11.2017

Kursziel: 55,00

Kursziel auf Sicht von: 12 Monaten

Letzte Ratingänderung: -

Analyst: Robert-Jan van der Horst

Mittelfristpotenzial gewinnt Visibilität

Manz hat gestern die Q3-Zahlen vorgelegt und die Guidance für das

Gesamtjahr bestätigt. Die wesentlichen Kennzahlen sind in der folgenden

Tabelle zusammengefasst.

[Tabelle]

Deutliches Wachstum durch Solar-Großauftrag: Der Umsatz in Q3 lag mit 73,0

Mio. Euro 68,5% über dem Vorjahreswert. Treiber waren im Wesentlichen der

Solar-Großauftrag (Solar 21,3 Mio. Euro, +572,9% yoy) und das weiterhin

starke OEM-Geschäft (Contract Manufacturing 21,8 Mio. Euro, +116,4%). Das

Electronics Subsegment Electronic Components (FPD, PCB) entwickelt sich

weiter stabil. In den Bereichen Energy Storage und dem Electronics

Subsegment Electronic Devices konnten erste Erfolge bei der

Neukundenakquise erzielt werden, die jedoch noch nicht ausreichen um den

Wegfall der Großaufträge aus der Smartphone-Industrie vollständig zu

kompensieren.

Neuausrichtung des Konzerns schreitet erfolgreich voran: Die Abkehr von

Großprojekten mit hohem Cluster-Risiko hin zu einem breiteren

Produktportfolio mit wiederkehrenden Service-Umsätzen schreitet weiter

voran. Neben der Markteinführung zahlreicher Serienmaschinen im Bereich

Electronics entwickelt Manz im Segment Energy Storage weitere Produkte um

die Abhängigkeit von der E-Mobility zu reduzieren. Die Produktentwicklungen

sowie die Etablierung eines korrespondierenden Vertriebs- und

Service-Apparats belasten die Profitabilität zwar weiterhin, die operativen

Verluste (EBIT) auf Konzernebene konnten aber durch die gute Entwicklung in

Solar und Contract Manufacturing mit -6,2 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr

mehr als halbiert werden.

Mid-term Potenzial noch nicht eingepreist: Die Guidance von über 350 Mio.

Euro Top-Line impliziert einen Q4 Umsatz von knapp 160 Mio. Euro und ein

ausgeglichenes EBIT, was wir vor dem Hintergrund der visiblen Solar Umsätze

aber für realistisch halten. Im Bereich Electronics sollte die Einführung

der neuen Serienprodukte ab 2018 bereits einen spürbaren Einfluss auf die

Umsatzentwicklung haben und nachhaltig die Rückkehr zur Profitabilität

ermöglichen. Die Projektakquisitionen für die E-Mobilität liegen ebenfalls

im Plan. So konnte Manz bereits ein erstes Pilotprojekt vom Kunden final

qualifizieren lassen. Bei vier weiteren Projekten wird eine Entscheidung in

den nächsten Quartalen erwartet. Wir gehen vom Start der Serienproduktion

in 2019 aus.

Fazit: Manz liegt bei den kurz- wie mittelfristigen Zielen weiter voll im

Plan. Die hieraus erwachsenden Potenziale sind auf dem aktuellen Kursniveau

noch in keiner Weise eskomptiert. Wir bestätigen unser Kursziel von 55,00

Euro und unsere Kaufempfehlung.

+++ Diese Meldung ist keine Anlageberatung oder Aufforderung zum Abschluss

bestimmter Börsengeschäfte. Bitte lesen Sie unseren RISIKOHINWEIS /

HAFTUNGSAUSSCHLUSS unter http://www.montega.de +++

Über Montega:

Die Montega AG zählt zu den größten unabhängigen Research-Häusern in

Deutschland. Zum Coverage-Universum des Hamburger Unternehmens gehören eine

Vielzahl von Small- und MidCaps aus unterschiedlichsten Sektoren. Montega

unterhält umfangreiche Kontakte zu institutionellen Investoren,

Vermögensverwaltern und Family Offices mit dem Fokus 'Deutsche Nebenwerte'

und zeichnet sich durch eine aktive Pressearbeit aus. Die

Veröffentlichungen der Analysten werden regelmäßig von der Fach- und

Wirtschaftspresse zitiert. Neben der Erstellung von Research-Publikationen

gehört die Organisation von Roadshows, Fieldtrips und Sektorkonferenzen zum

Leistungsspektrum der Montega AG.

Die vollständige Analyse können Sie hier downloaden:

http://www.more-ir.de/d/15885.pdf

Kontakt für Rückfragen

Montega AG - Equity Research

Tel.: +49 (0)40 41111 37-80

web: www.montega.de

E-Mail: research@montega.de

-------------------übermittelt durch die EQS Group AG.-------------------

Für den Inhalt der Mitteilung bzw. Research ist alleine der Herausgeber bzw.

Ersteller der Studie verantwortlich. Diese Meldung ist keine Anlageberatung

oder Aufforderung zum Abschluss bestimmter Börsengeschäfte.

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