Idee der Woche / 01.12.2017 | 10:03:03 Werbung

LANXESS auf Kurs zu Rekordjahr

DZ BANK AG / Salesteam
Autor DZ BANK AG / Salesteam

Innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe fungiert die DZ BANK als Spitzeninstitut und Zentralbank.

Die chemische Industrie in Deutschland profitiert derzeit von günstigen Rahmenbedingungen. Dies geht aus dem Bericht des Verbandes der chemischen Industrie e.V. zum dritten Quartal hervor und zeigt sich ebenfalls in den Quartalsberichten der Unternehmen. So auch bei LANXESS. Der Vorstand sieht den Spezialchemie-Konzern nach den Ergebnissen des dritten Quartals auf Kurs, 2017 das beste Ergebnis in der Unternehmensgeschichte zu erreichen.

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Innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe fungiert die DZ BANK als Spitzeninstitut und Zentralbank.

Erhöhte Nachfrage aus der Industrie

Das dritte Quartal 2017 verlief für die Unternehmen der chemischen Industrie gut. Insbesondere bei den Herstellern von Fein- und Spezialchemikalien standen alle Zeichen auf Wachstum. Sie profitierten von der weiter anziehenden globalen und deutschen Industriekonjunktur, was zu einer dynamischen Entwicklung der Nachfrage im In- und Ausland führte. Die Produktion von Juli bis September fiel dadurch sowohl im Vorquartals- als auch im Vorjahresvergleich deutlich höher aus. Ein Unternehmen aus dieser Sparte ist LANXESS. Der Spezialchemie-Konzern ist international präsent und widmet sich in seinem Kerngeschäft der Entwicklung, Herstellung und dem Vertrieb von chemischen Zwischenprodukten, Additiven (Hilfs- oder Zusatzstoffe, die für die Herstellung von Produkten mit bestimmten Eigenschaften benötigt werden), Spezialchemikalien und Kunststoffen. Darüber hinaus ist LANXESS mit ARLANXEO, einem Joint Venture mit Saudi Aramco, der führende Anbieter für synthetischen Kautschuk.

 

Umsatzzuwächse in allen Segmenten im dritten Quartal

Im dritten Quartal 2017 profitierte LANXESS von höheren Absatzmengen, zudem wirkte sich die Akquisition von Chemtura positiv aus. In allen Unternehmenssegmenten lagen die Umsätze über den Vorjahreswerten. Ein ähnliches Bild zeigt sich beim EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) vor Sondereinflüssen, das nur im Segment ARLANXEO aufgrund stark schwankender Rohstoffpreise sowie eines schwachen US-Dollar unter dem Vorjahreswert lag. Dementsprechend stieg der Konzernumsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum kräftig um 25,1% auf 2,4 Mrd. Euro. Das EBITDA vor Sondereinflüssen erhöhte sich um 35,0% Prozent auf 347 Mio. Euro.

 

Der Vorstand stellte mit Blick auf die Ergebnisse des dritten Quartals fest, dass sich der strategische Fokus auf die margenstarke Spezialchemie zunehmend auszahlt. Zudem sei man in der neuen Aufstellung operativ sehr gut unterwegs. Die Prognose für das Gesamtjahr 2017 wurde mit Vorlage der Quartalszahlen präzisiert: das EBITDA vor Sondereinflüssen wird nun in einer Spanne zwischen 1,25 und 1,3 Mrd. Euro erwartet.

 

Ausbau der weltweiten Präsenz

Durch die geplante Übernahme des Geschäfts mit phosphorbasierten Spezialchemikalien des belgischen Chemiekonzerns Solvay an einem Produktionsstandort in den USA will der Vorstand das Geschäft mit Additiven und zugleich die Stellung von LANXESS im Wachstumsmarkt Nordamerika ausbauen. An dem Standort werden u.a. Flammschutz-Additive oder Zwischenprodukte für Agrochemikalien hergestellt. Die Zustimmung der Kartellbehörden vorausgesetzt, soll die Transaktion im ersten Halbjahr 2018 abgeschlossen werden. Mit der Errichtung eines neuen Werks in Changzhou stärkt LANXESS zudem seine Präsenz im Wachstumsmarkt China. In dem Werk sollen ab dem zweiten Quartal 2019 Hochleistungs-Kunststoffe produziert werden, die in der Automobilindustrie (Verringerung von Gewicht, Kraftstoffverbrauch und Emissionen) sowie der Elektro- und Elektronikindustrie zum Einsatz kommen.

 

Wir beurteilen die laufende Restrukturierung - das Joint Venture ARLANXEO wird ab dem zweiten Quartal 2018 als nichtfortgeführtes Geschäft ausgewiesen, Wertsteigerung durch Chemtura-Übernahme, geplanter Zukauf der Phosphor-Additive von Solvay - positiv, da das Geschäft von LANXESS dadurch weniger zyklisch wird. Für das laufende Geschäftsjahr erwarten wir, dass das Unternehmen das obere Ende der Spanne der Prognose für das EBITDA vor Sondereinflüssen erreicht. Als mögliche Belastungsfaktoren sehen wir negative Währungseinflüsse sowie eine Abschwächung der weltweiten Konjunktur.

 

Aktienanleihe auf LANXESS interessant

Als alternative Anlagemöglichkeit zur Direktanlage stehen verschiedene Aktienanleihen mit der Aktie der LANXESS AG als Basiswert zur Verfügung. Ein Beispiel ist eine Aktienanleihe mit Fälligkeit am 02.01.2019 (Rückzahlungstermin), einem Basispreis von 60,606 Euro und einer Zinszahlung von 7,25% p.a. Die Zinszahlung am Zinszahlungstermin, ebenfalls der 02.01.2019, ist unabhängig von der Wertentwicklung der Aktie der LANXESS AG. Dividendenansprüche aus der Aktie stehen dem Anleger nicht zu.

 

Die Art und Höhe der Rückzahlung am Rückzahlungstermin ist abhängig von der Wertentwicklung der Aktie der LANXESS AG. Für die Rückzahlung der Aktienanleihe gibt es zwei Möglichkeiten: Notiert die Aktie am 21.12.2018 per Schlusskurs (Xetra) auf oder über dem Basispreis von 60,606 Euro, wird die Aktienanleihe zum Nennbetrag (1.000,00 Euro) zurückgezahlt. Notiert die Aktie am 21.12.2018 per Schlusskurs (Xetra) unter dem Basispreis von 60,606 Euro, erhält der Anleger Aktien der LANXESS AG in der durch das Bezugsverhältnis bestimmten Zahl. Das Bezugsverhältnis beträgt 16,500016. Dementsprechend erhält der Anleger 16 Aktien. Zusätzlich erhält er für den Gegenwert von 0,500016 Aktien eine Ausgleichszahlung. Der Gegenwert der Aktien zuzüglich der Ausgleichszahlung wird in diesem Fall unter dem Nennbetrag (1.000,00 Euro) liegen. Ein Zusammenfassen mehrerer Ausgleichsbeträge zu Ansprüchen auf Lieferung von Aktien ist ausgeschlossen.

 

Die vorliegend beschriebene Aktienanleihe richtet sich somit an Anleger, die davon ausgehen, dass der Schlusskurs der Aktie der LANXESS AG am 21.12.2018 auf oder über 60,606 Euro notieren wird. Bei Erwerb der Aktienanleihe während der Laufzeit müssen zusätzlich anteilig aufgelaufene Zinsen (Stückzinsen) entrichtet werden. Aktuell belaufen sich die Stückzinsen auf 1,39 Euro.

 

Risikobeschreibung

 

Stand: 27.11.2017, Emittentin: DZ BANK.
DZ BANK, Online-Vertrieb

 

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Aktienanleihe Classic 7,25% 2018/12: Basiswert Lanxess

DD3CYB / DE000DD3CYB9 //
Quelle: DZ BANK: Geld 11.12. 11.12., Brief 11.12. 11.12.
DD3CYB DE000DD3CYB9 // Quelle: DZ BANK: Geld 11.12. 11.12., Brief 11.12. 11.12.
100,93
Geld in %
101,33
Brief in %
0,33%
Diff. Vortag in %
Basiswertkurs: 63,44 EUR
Quelle: Xetra, 11.12.
  • Basispreis 60,606 EUR
  • Abstand zum Basispreis in % 4,47%
  • Zinssatz in % p.a. 7,25% p.a.
  • Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 16,50
  • Max Rendite in % p.a. 5,88% p.a.
  • Seitwärtsrendite in % 6,23%

News / Lanxess AG

11.12.2017 | 20:29:49 (dpa-AFX)
Kreise: Lanxess ist an Spezialchemie-Geschäft von Akzo Nobel interessiert

KÖLN (dpa-AFX) - Der Lanxess <DE0005470405>-Konzern hat nach Informationen aus Kreisen ein Auge auf das Spezialchemie-Geschäft des niederländischen Farben- und Lackkonzerns Akzo Nobel <NL0000009132> geworfen. Lanxess habe sich mit dem Finanzinvestor Apollo zusammengetan, um ein gemeinsames Angebot für die Sparte vorzulegen, schrieb die Nachrichtenagentur Bloomberg am Montag unter Berufung auf eingeweihte Personen.

Akzos Spezialchemie-Sparte könnte demnach mit mehr als 9 Milliarden Euro bewertet werden. Bloomberg schränkte allerdings ein, dass sich der Verkaufsprozess noch in einem frühen Stadium befinde und keine endgültigen Entscheidungen getroffen worden seien. Die Unternehmen selbst lehnten Stellungnahmen ab. "Marktgerüchte kommentieren wir grundsätzlich nicht", sagte ein Lanxess-Sprecher.

Akzo hat mit einer Reihe von geschäftlichen Problemen zu kämpfen, unter anderem mit Gegenwind bei Schiffslacken und -farben. Das Unternehmen hatte seine Jahresprognose wiederholt senken müssen. Das zum Verkauf stehende Spezialchemiegeschäft ist noch einer der profitabelsten Bereiche. Dem Vernehmen nach sind eine ganze Reihe an Finanzinvestoren interessiert.

Akzo Nobel hatte im April bekanntgegeben, das Spezialchemie-Geschäft binnen zwölf Monaten abspalten und das Geld an die Aktionäre ausschütten zu wollen. Dabei wurde sowohl ein Verkauf, als auch ein Börsengang als Möglichkeiten genannt. Der Schritt war Teil des Abwehrkampfs gegen die Komplettübernahme durch den US-Konzern PPG. Spätere Fusionsgespräche mit dem US-Wettbewerber Axalta wurden ergebnislos beendet./das

07.12.2017 | 12:07:04 (dpa-AFX)
ANALYSE/UBS wechselt im Chemiesektor die Zugpferde - Kurse reagieren
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ANALYSE-FLASH: UBS hebt Lanxess auf 'Buy' und Ziel auf 75 Euro
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ROUNDUP: Deutsche Chemie- und Pharmabranche peilt 2018 Umsatzrekord an
06.12.2017 | 11:05:13 (dpa-AFX)
Deutsche Chemie erwartet 2018 Umsatzrekord
05.12.2017 | 17:57:23 (dpa-AFX)
DGAP-Stimmrechte: LANXESS Aktiengesellschaft (deutsch)
05.12.2017 | 10:58:08 (dpa-AFX)
DGAP-Stimmrechte: LANXESS Aktiengesellschaft (deutsch)

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