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Idee der Woche / Archiv: 04.10.2022 | 12:00:40 Werbung

Hannover Rück - Rückversicherer dank Preiserhöhungen mit attraktiven Aussichten!

Marcus Landau
Redakteur Marcus Landau

Senior Manager Derivate Sales

Rückversicherer profitieren derzeit von weiter steigenden Prämieneinnahmen und Preiserhöhungen zur Absicherung von Erstversicherungsrisiken. Einer der Favoriten in diesem Segment ist die Hannover Rück, zumal die Aktie mit einem 10er-KGV auf Basis der Schätzungen für 2023 zu den attraktivsten Werten in diesem Segment gehört.

Marcus Landau
Redakteur Marcus Landau

Senior Manager Derivate Sales

Rückversicherer profitieren von steigenden Prämieneinnahmen und höheren Preisen!

Nachdem Überschwemmungen, Naturkatastrophen und eine der schlimmsten Hurricane-Seasons in den USA im vergangenen Jahr für rekordhohe Schadensbelastungen gesorgt hatten, profitiert der gesamte Rückversicherungs-Sektor derzeit nicht nur von einer deutlich gestiegenen Nachfrage bei der Abdeckung von Elementar- und Unfallschäden. Da sich die Kapitalausstattung vieler Rückversicherern im Zuge der Turbulenzen an den Finanzmärkten und weiter steigenden Zinsen zuletzt verschlechtert hat, sahen sich viele Schwergewichte aus der Branche gezwungen, ihr Angebot zuletzt deutlich zurückzufahren. Angesichts des sich weiter verknappenden Angebots dürften die Preise zur Deckung von Rückversicherungs-Risiken im Zuge der Anfang kommenden Jahres anstehenden Vertragserneuerungen weiter anziehen. Hinzu kommt, dass viele Experten aufgrund der Auswirkungen des weltweiten Klimawandels mit einer deutlichen Zunahme der durch Wirbelstürme, Überschwemmungen und lang anhaltenden Dürreperioden verursachten Schäden rechnen. Dies belegen die jüngst durch den Wirbelsturm "Ian" an der US-Ostküste hervorgerufenen schweren Verwüstungen und Überschwemmungen, deren Gesamtschadensbelastungen derzeit noch nicht abzuschätzen sind. Da laut Schadens-Statistik in 2021 lediglich 120 Mrd. USD der Gesamtschadenssumme von 280 Mrd. USD versichert war und die Risiken weiter zunehmen, dürfte auch die Nachfrage nach entsprechenden Policen mittelfristig deutlich anziehen. Dies verspricht Branchengrößen wie der Hannover Rück, in den kommenden Jahren exzellente Aussichten im operativen Geschäft.

 

Branchentreffen in Monte Carlo - Hannover Rück erwartet deutlich steigende Prämien!

Angesichts der Vielzahl von neuen Großschadensereignissen und der wachsenden Nachfrage nach Versicherungs-Schütz für Elementar- und Unfallschäden dürften Erstversicherer wie die Allianz oder AXA künftig für die Absicherung von Versicherungs-Risiken noch tiefer in die Tasche greifen müssen. Beim turnusmäßigen Tête-à-Tête der Rückversicherungsbranche in Monte Carlo Mitte November dieses Jahres zeigte sich der Vorstandschef der Hannover Rück, Jean-Jacques Henchoz optimistisch bezüglich der Anfang kommenden Jahres anstehenden Vertragserneuerungen. Neben höheren Risiken und der weiter steigenden Nachfrage sieht der Vorstandschef der Hannover Rück auch weitere Faktoren, die für deutlich steigende Rückversicherungs-Prämien sprechen. Neben den Auswirkungen des Unkraine-Konflikts und der nach wie vor anhaltenden Pandemie verwies der Manager vor allem auf die weiter steigende Inflation, die den langjährigen Trend zu immer höheren Belastungen für Erst- und Rückversicherer weiter befeuere. Entsprechend rechnet Henchoz auch in Versicherungs-Segmenten, die zuletzt in punkto Schadensbelastung vergleichsweise glimpflich davon gekommen sind, mit deutlich steigenden Preisen.

 

Hannover Rück - Rückversicherer überzeugt mit unerwartet starken Q2-Zahlen!

Der nach Prämieneinnahmen weltweit drittgrößte Rückversicherer überraschte zuletzt trotz der schwierigen Rahmenbedingungen mit einem unerwartet starken Q2-Ergebnis. Trotz hoher Einmalbelastungen in Zusammenhang mit dem Russland-Ukraine-Konflikt und deutlich gestiegener Schadensbelastungen in Zusammenhang mit zahlreichen Naturkatastrophen und Unwettern lag man beim operativen Konzernergebnis mit trotz eines Gewinnrückgangs von 552,3 auf 522,9 Mio. Euro leicht über den Konsensewartungen (533,7 Mio. Euro). Da die Hannover Rück mit einer deutlichen Verbesserung beim Kapitalanlageergebnis überzeugen konnte, verzeichnete man unter dem Strich mit einem unerwartet deutlichen Anstieg beim Nettogewinn von 364,7 auf 385,1 Mio. Euro. Überraschend deutliche Zuwächse hatte die Hannover Rück bei den Brutto-Prämieneinnahmen vorzuweisen. Hier lag man mit einem Anstieg von +20% auf 8,01 Mrd. Euro deutlich über dem Branchendurchschnitt.

 

Neugeschäft wird deutlich ausgebaut - Wachstumsinitiative Asien/Pazifik sorgt für Schwung!

Das unerwartet deutliche Plus bei den Prämieneinnahmen hatte die Hannover Rück einer Kehrtwende in der Konzernstrategie zu verdanken. So zeigt sich die Hannover Rück bei der Zeichnung von Neugeschäft vor allem im Bereich Schadensrückversicherung deutlich offensiver und dringt dabei in neue Märkte vor. Deutlich ausgebaut hat man in diesem Zusammenhang seine Präsenz in der Region Asien/Pazifik, was sich als strategisch sinnvoll erweist. Denn die APAC-Region wächst nicht nur schneller als die klassischen Kernmärkte in Europa und Nordamerika wächst, sondern weist gleichzeitig eine deutlich geringere Versicherungs-Dichte auf. Entsprechend rechnet kann sich die Hannover Rück sowohl in der Schadens- als auch in der Personen-Rückversicherung gute Chancen auf ein weiterhin überdurchschnittliches Wachstum bei den Prämieneinnahmen ausrechnen. Das Engagement der Hannover Rück in dieser Region macht sich für den Rückversicherer bezahlt: Denn seit der Auflegung der APAC-Initiative verzeichnete man in dieser Region in den vergangenen Jahren deutlich zweistellige Zuwächse bei den Prämieneinnahmen. Allein in 2020 kletterten die Bruttoprämien in der Schadensrückversicherung hier um 25.7 % und in der Personen-Rückversicherung um 14.8 %. Auch mittelfristig will die Hannover Rück ihr Engagement in dieser Region weiter ausbauen. In diesem Zusammenhang wird künftig Sharon Ooi, die man vom Wettbewerber Swiss Re abwerben im Rahmen eines eigens geschaffenen Vorstandsressorts für die Region verantwortlich zeichnen.

 

Hannover Rück: Angehobene Jahresprognose bestätigt - Attraktive Bewertungskennzahlen!

Nach dem besser als erwarteten Abschneiden in der ersten Jahreshälfte sieht sich die Hannover Rück weiter auf Kurs, seine ambitionierten Jahresziele sicher erreichen zu können. So peilt man beim Nettoergebnis von 1,4 bis 1,5 Mrd. Euro den zweiten Milliarden-Gewinn der Firmengeschichte an, nachdem man im Vorjahr bei 1,23 Mrd. Euro gelegen hatte. Deutlich optimistischer zeigt sich der Rückversicherer beim Wachstum der Brutto-Prämieneinnahmen, wobei man sich mit einem Anstieg von mehr als 7,5% (zuvor: mehr als 5%) deutlich ambitioniertere Ziele setzt. Fundamental ist die Hannover Rück attraktiv bewertet. So liegen die Konsenserwartungen laut einer Erhebung von FactSet für 2022 bei 12,16 Euro, während der Gewinn je Aktie in 2023 bereits bei 15,29 Euro erwartet wird. Damit weist die Hannover Rück auf Basis der Schätzungen für 2023 ein KGV von knapp 10 auf, was auch im Branchenvergleich moderat erscheint.

 

Produktidee: Discount-Zertifikat Classic auf Hannover Rück

Eine attraktive Alternative zur Direktanlage in die Aktie sind Discount-Zertifikate. Anlegern steht eine Auswahl an entsprechenden Produkten auf den Basiswert Hannover Rück AG zur Verfügung. Ein Beispiel ist ein Discount-Zertifikat, das am 28.06.2024 fällig wird (Rückzahlungstermin) und mit einem Discount zum Kurs der Aktie der Hannover Rück AG notiert. Der Anleger erhält keine sonstigen Erträge (z.B. Dividenden) und hat keine weiteren Ansprüche aus dem Basiswert. Die Höhe der möglichen Rückzahlung wird durch den Cap bei 150,00 Euro begrenzt.

Für die Rückzahlung des Zertifikats gibt es zwei Möglichkeiten:
1. Liegt der Schlusskurs der Hannover Rück AG an der Börse XETRA Frankfurt am 20.06.2024 (Referenzpreis) auf oder über dem Cap, erhält der Anleger den Höchstbetrag von 150,00 Euro.

2. Liegt der Referenzpreis unter dem Cap, erhält der Anleger einen Rückzahlungsbetrag, der dem Referenzpreis multipliziert mit dem Bezugsverhältnis (1,00) entspricht. Der Anleger erleidet einen Verlust, wenn der Rückzahlungsbetrag unter dem Erwerbspreis des Produkts liegt.

 

Ein gänzlicher Verlust des eingesetzten Kapitals ist möglich (Totalverlustrisiko). Ein Totalverlust tritt ein, wenn der Referenzpreis null ist. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist auch möglich, wenn die DZ BANK als Emittent ihre Verpflichtungen aus dem Zertifikat aufgrund behördlicher Anordnungen oder einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit/Überschuldung) nicht mehr erfüllen kann.

Das vorliegend beschriebene Discount-Zertifikat richtet sich an Anleger, die einen Anlagehorizont bis zum 28.06.2023 haben und davon ausgehen, dass der Basiswert Hannover Rück AG am 16.06.2023 auf oder über 150,00 Euro liegen wird. 

 

Eine ausführliche Erläuterung der genannten Fachbegriffe finden Sie in unserem Glossar.

 

Stand: 04.10.2022, DZ BANK AG / Online-Redaktion

Hinweis auf Rechtliches, Prospekt und Basisinformationsblatt

Hinweis auf das Basisinformationsblatt
Das von der DZ BANK erstellte Basisinformationsblatt ist in der jeweils aktuellen Fassung auf der Internetseite der DZ BANK http://www.dzbank-derivate.de/DW3L85 (dort unter „Dokumente“) abrufbar. Dies gilt, solange das Produkt für Privatanleger verfügbar ist.

Hinweis auf den Prospekt
Der gemäß gesetzlicher Vorgaben von der DZ BANK bezüglich des öffentlichen Angebots erstellte Basisprospekt sowie etwaige Nachträge und die zugehörigen Endgültigen Bedingungen sind auf der Internetseite der DZ BANK www.dzbank-derivate.de veröffentlicht und können unter http://www.dzbank-derivate.de/DW3L85 (dort unter „Dokumente“) abgerufen werden. Sie sollten den Prospekt lesen, bevor Sie eine Anlageentscheidung treffen, um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Prospekts von der zuständigen Behörde ist nicht als Befürwortung der angebotenen oder zum Handel an einem geregelten Markt zugelassenen Wertpapiere zu verstehen. Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann.

Rechtliche Hinweise: Diese Information ist eine Werbemitteilung und dient ausschließlich Informationszwecken. Diese Information wurde von dem Redakteur im Auftrag der DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank („DZ BANK“) erstellt und ist zur Verteilung in der Bundesrepublik Deutschland bestimmt. Diese Werbemitteilung richtet sich nicht an Personen mit Wohn- und/oder Gesellschaftssitz und/oder Niederlassungen im Ausland, vor allem in den Vereinigten Staaten von Amerika, Kanada, Großbritannien oder Japan. Diese Werbemitteilung darf im Ausland nur in Einklang mit den dort geltenden Rechtsvorschriften verteilt werden und Personen, die in den Besitz dieser Informationen und Materialien gelangen, haben sich über die dort geltenden Rechtsvorschriften zu informieren und diese zu befolgen. Diese Werbemitteilung stellt weder ein öffentliches Angebot noch eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebotes zum Erwerb von Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar. Die DZ BANK ist insbesondere nicht als Anlageberater oder aufgrund einer Vermögensbetreuungspflicht tätig. Diese Werbemitteilung ist keine Finanzanalyse. Diese Werbemitteilung stellt eine unabhängige Bewertung der entsprechenden Emittentin bzw. Wertpapiere durch den Redakteur dar. Alle hierin enthaltenen Bewertungen, Stellungnahmen oder Erklärungen sind diejenigen des Redakteurs der Werbemitteilung und stimmen nicht notwendigerweise mit denen der Emittentin oder dritter Parteien überein. Angaben zu künftigen Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für die tatsächliche künftige Wertentwicklung. Der Redakteur hat die Informationen, auf die sich die Werbemitteilung stützt, aus als zuverlässig erachteten Quellen übernommen, ohne jedoch alle diese Informationen selbst zu verifizieren. Dementsprechend gibt die DZ BANK keine Gewährleistungen oder Zusicherungen hinsichtlich der Genauigkeit, Vollständigkeit oder Richtigkeit der hierin enthaltenen Informationen oder Meinungen ab. Die DZ BANK übernimmt keine Haftung für unmittelbare oder mittelbare Schäden, die durch die Verteilung und/oder Verwendung dieser Werbemitteilung verursacht werden und/oder mit der Verteilung und/oder Verwendung dieser Werbemitteilung im Zusammenhang stehen. Eine Investitionsentscheidung bezüglich irgendwelcher Wertpapiere oder sonstiger Finanzinstrumente sollte auf der Grundlage eines Beratungsgesprächs sowie Prospekts oder Informationsmemorandums erfolgen und auf keinen Fall auf der Grundlage dieser Werbemitteilung. Die Bewertungen können je nach den speziellen Anlagezielen, dem Anlagehorizont oder der individuellen Vermögenslage für einzelne Anleger nicht oder nur bedingt geeignet sein. Die Informationen und Meinungen entsprechen dem Stand zum Zeitpunkt der Erstellung der Werbemitteilung. Sie können aufgrund künftiger Entwicklungen überholt sein, ohne dass die Werbemitteilung geändert wurde.

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Discount 150 2024/06: Basiswert Hannover Rück

DW3L85 / //
Quelle: DZ BANK: Geld 29.11. 16:16:22, Brief 29.11. 16:16:22
DW3L85 // Quelle: DZ BANK: Geld 29.11. 16:16:22, Brief 29.11. 16:16:22
133,50 EUR
Geld in EUR
133,54 EUR
Brief in EUR
0,53%
Diff. Vortag in %
Basiswertkurs: 180,50 EUR
Quelle : Xetra , 16:01:20
  • Max Rendite 12,33%
  • Max Rendite in % p.a. 7,63% p.a.
  • Discount in % 26,02%
  • Cap 150,00 EUR
  • Abstand zum Cap in % -16,90%
  • Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 1,00

News / Hannover Rück SE

14.11.2022 | 12:29:53 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Talanx erwartet trotz Katastrophen Milliardengewinn

HANNOVER (dpa-AFX) - Ein Jahr nach der teuren Flutkatastrophe in Deutschland hat der Versicherungskonzern Talanx (HDI) <DE000TLX1005> seinen Gewinn im dritten Quartal deutlich gesteigert. Trotz Belastungen durch Hurrikan "Ian" und Russlands Angriffskrieg in der Ukraine rechnet Vorstandschef Torsten Leue für 2022 daher weiterhin mit einem Überschuss zwischen 1,05 und 1,15 Milliarden Euro. So will der Vorstand die Prämieneinnahmen noch stärker nach oben treiben als zuletzt geplant. HDI-Kunden müssen derweil mit deutlichen Preiserhöhungen rechnen - wegen der hohen Inflation.

An der Börse wurden die Nachrichten unter dem Strich eher neutral aufgenommen. Nachdem die Talanx-Aktie seit Mitte Oktober deutlich zugelegt hatte, war sie gegen Mittag mit 39,04 Euro wenig verändert. Damit wurde das im MDax notierte Papier rund neun Prozent billiger gehandelt als zum vergangenen Jahreswechsel.

Dabei hat Talanx die hohen Katastrophenschäden des laufenden Jahres bisher gut verkraftet und erwartet für 2022 den zweiten Milliardengewinn seiner Geschichte. In den ersten neun Monaten verdiente der Versicherer 785 Millionen Euro und damit knapp neun Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Dabei summierten sich die Großschäden im bisherigen Jahresverlauf bereits auf 1,9 Milliarden Euro - und damit fast eine halbe Milliarde über dem vorgesehenen Budget. Den Großteil machten mit 1,4 Milliarden Euro die Folgen von Naturkatastrophen aus, weitere 361 Millionen legte der Konzern für erwartete Versicherungsschäden durch den russischen Angriffskrieg in der Ukraine zur Seite. In den Zahlen enthalten ist der weltweit drittgrößte Rückversicherer Hannover Rück <DE0008402215>, an dem Talanx die Mehrheit hält.

Im dritten Quartal sprang Talanx' Überschuss sogar um 27 Prozent auf 225 Millionen Euro nach oben - obwohl der Konzern wegen der Schäden durch Hurrikan "Ian" in den USA eine Nettobelastung von 350 Millionen Euro verbuchte. Ein Jahr zuvor hatten die Folgen der verheerenden Flutkatastrophe in Deutschland und mehreren Nachbarländern am Ergebnis gezehrt. Talanx war in den von der Flut am stärksten getroffenen Gebieten in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen mit seiner Marke HDI stark vertreten, hatte aber geschickterweise einen großen Teil seiner Risiken bei anderen Unternehmen rückversichert.

Diesmal ging Talanx eine andere Wette ein und beließ mehr Risiken in den eigenen Büchern. "Da hatten wir kein Glück", räumte Finanzvorstand Jan Wicke in einer Telefonkonferenz ein. Im deutschen Privat- und Firmenkundengeschäft von HDI reichten die Beitragseinnahmen erneut nicht aus, um die Aufwendungen für Schäden, Verwaltung und Vertrieb zu decken. Wicke erklärte dies auch mit der Verteuerung von Schäden infolge der Inflation. In anderen Bereichen lief es hingegen deutlich besser - so in der Industrieversicherung, die bei HDI einen deutlich größeren Teil des Geschäfts ausmacht.

Unterdessen will der Konzern wie andere Versicherer bei seinen Kunden an der Preisschraube drehen. So hatte Hannover-Rück-Deutschlandchef Michael Pickel für die Kfz-Versicherung Beitragserhöhungen von mindestens zehn Prozent als notwendig bezeichnet, um die Verteuerung der Schäden auszugleichen. In der Wohngebäudeversicherung seien Erhöhungen um mindestens 15 Prozent zu erwarten, sagte Wicke mit Verweis auf den deutlich gestiegenen Baukostenindex.

In anderen Bereichen hat Talanx die Prämienrechnungen seiner Kunden bereits erhöht. Zusammen mit einem Ausbau des Geschäfts und dem schwachen Euro führte das im dritten Quartal zu einem Anstieg der Bruttoprämieneinnahmen um mehr als ein Fünftel auf gut 13,3 Milliarden Euro. Im gesamten Schaden- und Unfallgeschäft reichten die Prämien zudem im Gegensatz zum Vorjahreszeitraum wieder aus, um die Aufwendungen für Schäden, Verwaltung und Vertrieb zu decken: Die kombinierte Schaden-Kosten-Quote verbesserte sich von 100,9 auf 99,1 Prozent.

Im Gesamtjahr erwartet der Vorstand jetzt eine währungsbereinigte Steigerung der Bruttoprämieneinnahmen um rund zehn Prozent auf mehr als 50 Milliarden Euro - so viel wie nie zuvor. Der Überschuss soll mit 1,05 bis 1,15 Milliarden Euro den Vorjahreswert von 1,01 Milliarden Euro aus dem Vorjahr übertreffen./stw/mis/stk

14.11.2022 | 07:57:28 (dpa-AFX)
Versicherer Talanx hält trotz Katastrophenschäden an Gewinnziel fest
10.11.2022 | 17:17:07 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Hurrikan 'Nicole' trifft in Florida auf Land und schwächt sich ab
10.11.2022 | 12:33:55 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Hurrikan 'Nicole' trifft in Florida auf Land und schwächt sich ab
10.11.2022 | 09:42:14 (dpa-AFX)
Hurrikan 'Nicole' trifft in Florida auf Land
10.11.2022 | 05:47:14 (dpa-AFX)
Hurrikan zieht über Bahamas und auf Florida zu
09.11.2022 | 16:51:57 (dpa-AFX)
Starker Tropensturm steuert auf Bahamas und Florida zu

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