Idee der Woche / 19.05.2017 | 10:24:49 Werbung

Fresenius stärkt Wachstumsmotor Kabi

DZ BANK AG / Salesteam
Autor DZ BANK AG / Salesteam

Innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe fungiert die DZ BANK als Spitzeninstitut und Zentralbank.

Der Gesundheitskonzern Fresenius ist stark ins Jahr 2017 gestartet. Insbesondere im Unternehmensbereich Fresenius Kabi rechnet der Vorstand mit einer besseren Geschäftsentwicklung als bisher. Dabei sorgen auch Zukäufe für Wachstumsperspektiven. Die Gewinnprognose für den Bereich Kabi sowie den Konzern wurden mit Vorlage der Q1-Zahlen angehoben.

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Innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe fungiert die DZ BANK als Spitzeninstitut und Zentralbank.

Q1-Zahlen überraschend stark

Fresenius, ein global diversifizierter Gesundheitskonzern mit den Unternehmensbereichen Fresenius Medical Care (FMC, Dialyse), Fresenius Kabi (Ernährungs- und Infusionstherapie), Fresenius Helios (Trägerschaft von Krankenhäusern) und Fresenius Vamed (Projekte und Management für Gesundheitseinrichtungen) ist stark ins laufende Geschäftsjahr gestartet. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stieg der Konzernumsatz von Januar bis März um 19% (währungsbereinigt: 17%) auf 8,4 Mrd. Euro (Q1 2016: 7,0 Mrd. Euro). Dabei profitierte der Konzern von dem Zukauf der spanischen Klinikkette Quirónsalud, einer Vergütungsnachzahlung von 100 Mio. Euro für FMC in den USA sowie positiven Wechselkurseffekten durch eine Aufwertung des US-Dollars gegenüber dem Euro. Das Umsatzwachstum aus eigener Kraft lag bei 7%.

Nach Einschätzung von Stephan Sturm, Vorstandsvorsitzender von Fresenius, verläuft die Integration von Quirónsalud vielversprechend. Die Klinikkette habe im Auftaktquartal mehr zum Ergebnis beigetragen als geplant. Das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) kletterte im ersten Quartal 2017 um 27% (währungsbereinigt: 25%) auf 1,2 Mrd. Euro (Q1 2016: 959 Mio. Euro), die EBIT-Marge verbesserte sich auf 14,5% (Q1 2016: 13,7%).

 

Gesamtjahresprognose angehoben

Nach der Übernahme der spanischen Klinikkette Quirónsalud war der Vorstand weiter auf Einkaufstour. Die Übernahme des US-Generikaherstellers Akorn (u.a. intravenös zu verabreichende Arzneimittel) und des Biosimilars-Geschäfts der Merck KGaA sollen die Weichen für ein breiter angelegtes und dauerhaft kräftiges Wachstum im Unternehmensbereich Kabi stellen. Konzernchef Stephan Sturm zufolge bleiben die weiteren Wachstumsperspektiven hervorragend. Nach dem starken ersten Quartal rechnet der Vorstand insbesondere bei Fresenius Kabi mit einem stärkeren Ergebnis im Gesamtjahr. Beim operativen Ergebnis wird nun ein Anstieg um 6% bis 8% erwartet (zuvor 5% bis 7%). Dadurch haben sich zugleich die Erwartungen an das Konzernergebnis für 2017 erhöht. Auf vergleichbarer Basis (d.h. ohne Berücksichtigung der Akquisitionen von Akorn sowie des Biosimilar-Geschäfts der Merck KGaA) und währungsbereinigt erwartet der Vorstand nun einen Anstieg um 19% bis 21% (zuvor 17% bis 20%). Beim Umsatz wird weiterhin ein währungsbereinigter Anstieg um 15% bis 17% angestrebt.

 

Aufgrund der ausgezeichneten Positionierung (FMC weltweit führender Anbieter im Bereich Dialyse, Helios führender privater Krankenhausbetreiber) und Diversifizierung des Portfolios besitzt Fresenius nach unserer Einschätzung ein hohes Umsatz- und Ergebnispotenzial in allen Geschäftsbereichen, die jüngst durch gezielte Zukäufe gestärkt wurden. Darüber hinaus ist das operative Geschäft nur wenig anfällig für eine Abschwächung der Konjunktur, da medizinische Leistungen auch in Zeiten mit einem schwächeren Wirtschaftswachstum in Anspruch genommen werden.
Risiken sehen wir in der Abhängigkeit von Rahmenbedingungen der Gesundheits- und Erstattungssysteme (Sparmaßnahmen und Gesetzesänderungen könnten den Geschäftserfolg erheblich beeinflussen), einem verschärften Wettbewerb und Preisdruck im Gesundheitssektor. Auch Schwierigkeiten bei der Integration übernommener Unternehmen können sich nachteilig auf den Unternehmenserfolg auswirken. Zudem sind die Finanzverbindlichkeiten des Konzerns maßgeblich durch die Akquisitionsfinanzierung von Quirónsalud zum Ende des ersten Quartals um 37% auf 20,2 Mrd. Euro gestiegen (31.12.2016: 14,8 Mrd. Euro).

 

Aktie mit neuem Allzeithoch

Die positive Geschäftsentwicklung der vergangenen Jahre hat sich im Kurs der Aktie der Fresenius SE & Co. KGaA niedergeschlagen, die wir in einem langfristigen Aufwärtstrend sehen. Die letzte größere Korrektur datiert vom Dezember 2015 und führte die Kursnotierung von 70,00 Euro auf 52,39 Euro zurück. Auf diesem Niveau kam verstärktes Kaufinteresse auf. Die Aktie setzte ihre übergeordnete Aufwärtsbewegung daraufhin fort. Im Dezember vergangenen Jahres gelang der Aktie der nachhaltige Ausbruch über den Widerstand bei 70,00 Euro. Einem Anstieg auf 77,45 Euro und der Ausbildung eines Tweezer Top folgte gegen Ende Februar dieses Jahres eine Konsolidierung mit einem Rücksetzer auf 72,02 Euro.

 

In Reaktion auf die Zahlen zum ersten Quartal 2017 brach die Aktie über das Vorgängerhoch bei 77,45 Euro aus und markierte letzten Freitag ein neues Allzeithoch bei 79,49 Euro. Damit setzte sie ein starkes bullisches Signal und bestätigte den langfristigen Aufwärtstrend. Das nächste Etappenziel liegt bei 80,88 Euro (161,8%-Fibonacci-Retracement der jüngsten Konsolidierung). Der ehemalige Widerstand bei 77,45 Euro kommt derweil als erste potenzielle Unterstützung für mögliche Rücksetzer der Kursnotierung in Betracht. Weitere Unterstützungen finden sich im Bereich um 76,00 Euro bzw. 73,50 Euro. Die mittelfristig bullische Einschätzung des Chartbildes würde sich erst ändern, wenn die Aktie unter das März-Tief bei 72,02 Euro zurückfällt.

 

Aktienanleihe auf Fresenius

Als alternative Anlagemöglichkeit zur Direktanlage stehen verschiedene Aktienanleihen mit dem Basiswert Fresenius SE & Co. KGaA zur Verfügung. Ein Beispiel ist eine Aktienanleihe mit Fälligkeit am 22.06.2018 (Rückzahlungstermin), einem Basispreis von 74,074 Euro und einer Zinszahlung von 5,00% p.a. Die Zinszahlung am Zinszahlungstermin, ebenfalls der 22.06.2018, ist unabhängig von der Wertentwicklung der Aktie der Fresenius SE & Co. KGaA. Dividendenansprüche aus der Aktie stehen dem Anleger nicht zu.

 

Die Art und Höhe der Rückzahlung am Rückzahlungstermin ist abhängig von der Wertentwicklung der Aktie der Fresenius SE & Co. KGaA. Für die Rückzahlung der Aktienanleihe gibt es zwei Möglichkeiten: Notiert die Aktie am 15.06.2018 per Schlusskurs (Xetra) auf oder über dem Basispreis von 74,074 Euro, wird die Aktienanleihe zum Nennbetrag (1.000,00 Euro) zurückgezahlt.
Notiert die Aktie am 15.06.2018 per Schlusskurs (Xetra) unter dem Basispreis von 74,074 Euro, erhält der Anleger Aktien der Fresenius SE & Co. KGaA in der durch das Bezugsverhältnis bestimmten Zahl. Das Bezugsverhältnis beträgt 13,50. Dementsprechend erhält der Anleger 13 Aktien. Zusätzlich erhält er für den Gegenwert von 0,50 Aktien eine Ausgleichszahlung. Der Gegenwert der Aktien zuzüglich Ausgleichszahlung wird in diesem Fall unter dem Nennbetrag von 1.000,00 Euro liegen. Ein Zusammenfassen mehrerer Ausgleichsbeträge zu Ansprüchen auf Lieferung von Aktien ist ausgeschlossen.

 

Die vorliegend beschriebene Aktienanleihe richtet sich somit an Anleger, die davon ausgehen, dass der Schlusskurs der Aktie der Fresenius SE & Co. KGaA am 15.06.2018 auf oder über 74,074 Euro notieren wird. Bei Erwerb der Aktienanleihe während der Laufzeit müssen zusätzlich anteilig aufgelaufene Zinsen (Stückzinsen) entrichtet werden. Aktuell belaufen sich die Stückzinsen auf 7,67 Euro.

 

Risikobeschreibung

 

 

Stand: 19.05.2017, Emittentin: DZ BANK.
DZ BANK, Online-Vertrieb

 

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Aktienanleihe Classic 5% 2018/06: Basiswert Fresenius SE & Co. KGaA

DGV4P8 / DE000DGV4P83 // Quelle: DZ BANK: Geld 21.07. 21.07., Brief 21.07. 21.07.
96,54
Geld in %
97,22
Brief in %
-0,85%
Diff. Vortag in %
Basiswertkurs: 73,46 EUR
Quelle: Xetra, 21.07.
  • Basispreis 74,074 EUR
  • Abstand zum Basispreis in % -0,84%
  • Zinssatz in % p.a. 5,00% p.a.
  • Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 13,50
  • Max Rendite in % p.a. 8,15% p.a.
  • Seitwärtsrendite in % 6,62%
Hinweis der DZ BANK:
Das öffentliche Angebot dieses Wertpapiers ist beendet. Kursstellungen nur während der Börsenzeiten.

News / Fresenius SE & Co. KGaA

21.07.2017 | 08:26:04 (dpa-AFX)
Fresenius holt neuen Finanzvorstand von Telefonica Deutschland

BAD HOMBURG (dpa-AFX) - Beim Medizinkonzern Fresenius <DE0005785604> kann sich der amtierende Konzernchef Stephan Sturm von seinem Zweitjob als Finanzvorstand verabschieden. Die Engländerin Rachel Empey (41), die bis vor kurzem in gleicher Rolle bei Telefonica Deutschland <DE000A1J5RX9> tätig war, wird zum 1. August neuer Finanzvorstand von Fresenius, wie der Konzern am Freitag mitteilte.

Stephan Sturm hatte nach dem überraschenden Wechsel des bisherigen Konzernlenkers Ulf Mark Schneider zu Nestle <CH0038863350> seit dem vergangenen Sommer den Vorstandvorsitz und den Posten des Finanzvorstands bei Fresenius in Personalunion gestemmt./stk/stb

03.07.2017 | 05:33:44 (dpa-AFX)
TK: Pläne für Klinikinvestitionen gehen nicht weit genug
30.06.2017 | 17:04:49 (dpa-AFX)
DGAP-Gesamtstimmrechtsmitteilung: Fresenius SE & Co. KGaA (deutsch)
26.06.2017 | 13:30:14 (dpa-AFX)
DGAP-Stimmrechte: Fresenius SE & Co. KGaA (deutsch)
23.06.2017 | 12:27:34 (dpa-AFX)
RTL unterliegt im Streit um 'Team Wallraff'-Sendung gegen Klinik
21.06.2017 | 14:32:22 (dpa-AFX)
DGAP-Stimmrechte: Fresenius SE & Co. KGaA (deutsch)
21.06.2017 | 06:14:17 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Sorgen unzufriedener Klinikpatienten werden oft nicht gehört

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