Idee der Woche / 29.01.2021 | 10:13:15 Werbung

E.ON: Energienetze sind die Zukunft

Marcus Landau
Autor Marcus Landau

Senior Manager Public Distribution bei der DZ BANK

E.ON hat in den vergangenen Jahren eine umfassende Transformation vollzogen. Einst Erzeuger von Energie, konzentriert sich der Konzern nun auf Netze und Kundenlösungen. Damit will er den grundlegenden Wandel in der Energieversorgung von morgen entscheidend mitgestalten.

Marcus Landau
Autor Marcus Landau

Senior Manager Public Distribution bei der DZ BANK

Energienetze und Vertrieb im Fokus

Die Performance der E.ON-Aktie im vergangenen Jahr war mäßig. Am Ende stand ein Verlust, nachdem der Kurs in der zweiten Jahreshälfte kontinuierlich gesunken ist. Dadurch haben sich unserer Einschätzung nach jedoch die relativen Bewertungsrelationen verbessert und weisen nun ein attraktives Niveau auf. Das gilt insbesondere vor dem Hintergrund der erfolgten Neuaufstellung des Unternehmens.

Deutschlands größter Energiekonzern hat in den vergangenen Jahren die Energieerzeugung mit Gas, Kohle und Wasserkraft sowie den Energiehandel abgespalten. Durch politische Entscheidungen (Atomausstieg) wurden zudem einige Kernkraftwerke der Gesellschaft vom Netz genommen. Von den drei noch betriebenen sollen zwei Ende 2021 und das letzte Ende 2022 abgeschaltet werden. Dann wird E.ON selbst keinen Strom mehr produzieren. Nach der Neuaufstellung konzentriert sich E.ON ausschließlich auf den Betrieb von Energienetzen (Strom und Erdgas) sowie den Verkauf von elektrischer Energie und Gas an private und gewerbliche Endkunden. Schlusspunkt des weitreichenden Konzernumbaus der vergangenen Jahre war die Übernahme der ehemaligen RWE-Tochter Innogy.

 

Marktführerschaft bietet Synergiepotenzial

Durch die im Juni 2020 abgeschlossene Transaktion baute E.ON seine Position als Netzbetreiber aus und ist damit auf diesem Gebiet einer der leistungsstärksten Anbieter in Europa. Und auch das Vertriebsgeschäft wurde durch den Innogy-Kauf ausgeweitet. Der Konzern zählt derzeit mehr als 52 Millionen Kunden und ist in 15 Ländern vertreten. Durch die Marktführerschaft im Vertrieb und bei den Netzen sehen wir ein hohes Synergiepotenzial aufgrund der positiven Skaleneffekte. E.ON selbst will bis 2022 die jährlichen Kosten um rund 740 Mio. Euro senken.

Darüber hinaus ergeben sich unserer Einschätzung nach positive Geschäftsperspektiven aus dem zuträglichen Sektorumfeld. Treibende Kräfte sind die zunehmende Elektrifizierung der Gesellschaft, die sich insbesondere aus der „vierten industriellen Revolution“ speist. Sie umfasst vereinfacht die intelligente Vernetzung von Maschinen und Abläufen in der Industrie mithilfe von Informations- und Kommunikationstechnologie. Dazu gehören Dinge wie z.B. Digitalisierung und E-Mobilität. Ein Kernpunkt ist zudem die Integration von erneuerbaren Energien (vor allem Solar und Wind) in die bestehende Energieinfrastruktur. Davon sollte E.ON auch durch staatliche Investitionsprogramme profitieren. Gleichzeitig ist das Geschäftsmodell relativ krisensicher, weil es größtenteils reguliert ist und es langfristige Verträge mit Kommunen gibt. Zudem zeichnet sich das Geschäft durch einen breiten Burggraben aus. Die Hürden für neue Wettbewerber, Stromnetze aufzubauen, sind hoch.

Die positiven Argumente für eine erfolgreiche Geschäftsentwicklung in den nächsten Jahren werten wir derzeit höher als die relativ hohe Verschuldung, die einen Risikofaktor darstellt. Zudem muss E.ON weitere Investitionen in die Energieinfrastruktur tätigen. Etwa 90% der geplanten Ausgaben für die Jahre 2020 bis 2022 von rund 13 Mrd. Euro fallen dafür an. Deshalb wird der freie Cashflow in den nächsten Jahren noch im negativen Bereich bleiben. E.ON rechnet ab 2023 mit einem positiven Wert. Zu den weiteren Risiken gehört derzeit die Corona-Krise. Hieraus können sich neben negativen Volumen- und Preiseffekten insbesondere Forderungsausfälle im Energievertrieb ergeben.

 

Produktidee: Bonus-Zertifikat mit Cap auf E.ON

Eine attraktive Alternative zur Direktanlage in die Aktie sind Bonus-Zertifikate mit Cap. Anlegern steht eine Auswahl an entsprechenden Produkten auf den Basiswert E.ON SE zur Verfügung. Ein Beispiel ist ein Bonus-Zertifikat mit Cap, das am 25.03.2022 fällig wird (Rückzahlungstermin). Der Anleger erhält keine sonstigen Erträge (z.B. Dividenden) und hat keine weiteren Ansprüche aus dem Basiswert. Die Höhe der möglichen Rückzahlung wird durch den Cap bei 10,00 EUR begrenzt.

Für die Rückzahlung des Zertifikats gibt es folgende Möglichkeiten:
1. Liegt der Beobachtungspreis (jeder Kurs des Basiswerts E.ON SE an der Börse XETRA Frankfurt an einem Beobachtungstag (28.10.2020 bis 18.03.2022)) immer über der Barriere von 7,00 EUR, erhält der Anleger den Höchstbetrag von 10,00 Euro.
2. Liegt der Beobachtungspreis mindestens einmal auf oder unter der Barriere von 7,00 EUR, erhält der Anleger einen Rückzahlungsbetrag, der dem Referenzpreis multipliziert mit dem Bezugsverhältnis (1,00) entspricht. Der Rückzahlungsbetrag ist jedoch auf den Höchstbetrag von 10,00 Euro begrenzt. Der Anleger erleidet einen Verlust, wenn der Rückzahlungsbetrag unter dem Erwerbspreis des Produkts liegt.

Ein gänzlicher Verlust des eingesetzten Kapitals ist möglich (Totalverlustrisiko). Ein Totalverlust tritt ein, wenn der Beobachtungspreis null ist. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist auch möglich, wenn die DZ BANK als Emittent ihre Verpflichtungen aus dem Zertifikat aufgrund behördlicher Anordnungen oder einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit/Überschuldung) nicht mehr erfüllen kann.

 

Risikobeschreibung
Eine ausführliche Erläuterung der genannten Fachbegriffe finden Sie in unserem Glossar.

Stand: 29.01.2021
Emittentin: DZ BANK AG / Online-Redaktion

 

Hinweise auf Rechtliches, Prospekt, Werbung und Basisinformationsblatt

Hinweis auf das Basisinformationsblatt
Das von der DZ BANK erstellte Basisinformationsblatt ist in der jeweils aktuellen Fassung auf der Internetseite der DZ BANK www.dzbank-derivate.de/DFV31C (dort unter „Dokumente“) abrufbar. Dies gilt, solange das Produkt für Privatanleger verfügbar ist.

Hinweis auf den Prospekt
Der gemäß gesetzlicher Vorgaben von der DZ BANK bezüglich des öffentlichen Angebots erstellte Basisprospekt sowie etwaige Nachträge und die zugehörigen Endgültigen Bedingungen sind auf der Internetseite der DZ BANK www.dzbank-derivate.de veröffentlicht und können unter www.dzbank-derivate.de/DFV31C (dort unter „Dokumente“) abgerufen werden. Sie sollten den Prospekt lesen, bevor Sie eine Anlageentscheidung treffen, um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Prospekts von der zuständigen Behörde ist nicht als Befürwortung der angebotenen oder zum Handel an einem geregelten Markt zugelassenen Wertpapiere zu verstehen. Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann.

Rechtliche Hinweise: Dieses Dokument ist eine Werbemitteilung und dient ausschließlich Informationszwecken. Dieses Dokument wurde durch die DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank („DZ BANK“) erstellt und ist zur Verteilung in der Bundesrepublik Deutschland bestimmt. Dieses Dokument richtet sich nicht an Personen mit Wohn- und/oder Gesellschaftssitz und/oder Niederlassungen im Ausland, vor allem in den Vereinigten Staaten von Amerika, Kanada, Großbritannien oder Japan. Dieses Dokument darf im Ausland nur in Einklang mit den dort geltenden Rechtsvorschriften verteilt werden und Personen, die in den Besitz dieser Informationen und Materialien gelangen, haben sich über die dort geltenden Rechtsvorschriften zu informieren und diese zu befolgen. Dieses Dokument stellt weder ein öffentliches Angebot noch eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebotes zum Erwerb von Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar. Die DZ BANK ist insbesondere nicht als Anlageberater oder aufgrund einer Vermögensbetreuungspflicht tätig. Dieses Dokument ist keine Finanzanalyse. Dieses Dokument stellt eine unabhängige Bewertung der entsprechenden Emittentin bzw. Wertpapiere durch die DZ BANK dar. Alle hierin enthaltenen Bewertungen, Stellungnahmen oder Erklärungen sind diejenigen des Verfassers des Dokuments und stimmen nicht notwendigerweise mit denen der Emittentin oder dritter Parteien überein. Die DZ BANK hat die Informationen, auf die sich das Dokument stützt, aus als zuverlässig erachteten Quellen übernommen, ohne jedoch alle diese Informationen selbst zu verifizieren. Dementsprechend gibt die DZ BANK keine Gewährleistungen oder Zusicherungen hinsichtlich der Genauigkeit, Vollständigkeit oder Richtigkeit der hierin enthaltenen Informationen oder Meinungen ab. Die DZ BANK übernimmt keine Haftung für unmittelbare oder mittelbare Schäden, die durch die Verteilung und/oder Verwendung dieses Dokuments verursacht werden und/oder mit der Verteilung und/oder Verwendung dieses Dokuments im Zusammenhang stehen. Eine Investitionsentscheidung bezüglich irgendwelcher Wertpapiere oder sonstiger Finanzinstrumente sollte auf der Grundlage eines Beratungsgesprächs sowie Prospekts oder Informationsmemorandums erfolgen und auf keinen Fall auf der Grundlage dieses Dokuments. Unsere Bewertungen können je nach den speziellen Anlagezielen, dem Anlagehorizont oder der individuellen Vermögenslage für einzelne Anleger nicht oder nur bedingt geeignet sein. Die Informationen und Meinungen entsprechen dem Stand zum Zeitpunkt der Erstellung des Dokuments. Sie können aufgrund künftiger Entwicklungen überholt sein, ohne dass das Dokument geändert wurde.

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(Bewertungen: 58)

Bonus Cap 7 2022/03: Basiswert E.ON

DFV31C / //
Quelle: DZ BANK: Geld 05.03., Brief 05.03.
DFV31C // Quelle: DZ BANK: Geld 05.03., Brief 05.03.
8,37 EUR
Geld in EUR
8,47 EUR
Brief in EUR
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Diff. Vortag in %
Basiswertkurs: 8,436 EUR
Quelle : Xetra , 05.03.
  • Bonus-Schwelle / Bonuslevel 10,00 EUR
  • Bonuszahlung 10,00 EUR
  • Barriere 7,00 EUR
  • Abstand zur Barriere in % 17,02%
  • Barriere gebrochen Nein
  • Bonusrenditechance in % p.a. 17,49% p.a.

News / E.ON SE

05.03.2021 | 18:44:16 (dpa-AFX)
ROUNDUP: OVG stoppt Einbaupflicht von intelligenten Stromzählern

(Im dritten Absatz, erster Satz, wurde ein falsches Wort ersetzt: für rpt für.)

MÜNSTER (dpa-AFX) - Das nordrhein-westfälische Oberverwaltungsgericht in Münster hat eine Verpflichtung zum Einbau von intelligenten Stromzählern vorerst gestoppt. Laut OVG ist eine Verfügung des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) mit Sitz in Bonn voraussichtlich rechtswidrig, wie das Gericht am Freitag mitteilte. Die Entscheidung fiel in einem Eilverfahren. Das Hauptsacheverfahren ist noch am Verwaltungsgericht Köln anhängig (Az.: 21 B 1162/20, 9 L 663/20, VG Köln).

Smarte Stromzähler sind ein wichtiger Baustein in der Energiepolitik in Deutschland. Damit können nicht nur die Zählerstände automatisch digital und verschlüsselt an die Stromerzeuger ermittelt werden. Denkbar ist auch eine Steuerung des Stromverbrauchs je nach Versorgungslage. Bis zum Jahr 2032 sollen nach den gesetzlichen Bestimmungen zur Energiewende alle analogen Stromzähler durch digitale Stromzähler ersetzt werden. Dafür ist eine Lizenzierung der neuartigen Stromzähler durch das BSI notwendig, damit Hacker nicht über die vernetzten Zähler die Stromversorgung lahmlegen können.

Bundesweit hatte die für den Start des Smart-Meter-Rollouts notwendige Lizenzierungsentscheidung aus Bonn die Pflicht ausgelöst, Messstellen von bestimmten Herstellern zu verbauen. Dagegen hatte ein Unternehmen aus Aachen geklagt und vor dem OVG Recht bekommen. Die Firma vertreibt andere Messsysteme und wäre auf diesen Produkten sitzen geblieben.

Das BSI zeigte sich überrascht von der Entscheidung. Die Hauptsacheentscheidung stehe noch aus. "Das BSI wird daher die Entscheidungsgründe des OVG eingehend prüfen und hofft, die Bedenken des OVG im Hauptsacheverfahren umfassend entkräften zu können", teilte eine Sprecherin mit.

Das OVG ist der Meinung, die am Markt verfügbaren intelligenten Messsysteme genügten nicht den gesetzlichen Anforderungen. Sie seien nicht wie vorgeschrieben auf geltende Anforderungen zur technischen Zusammenarbeit mit anderen Systemen hin zertifiziert worden. "Diese Messsysteme könnten auch nicht zertifiziert werden, weil sie die Interoperabilitätsanforderungen nicht erfüllten."

"Die dem BSI zustehende Kompetenz, technische Richtlinien entsprechend dem technischen Fortschritt abzuändern, gehe nicht so weit, dadurch gesetzlich festgelegte Mindestanforderungen zu unterschreiten. Seien die dortigen Mindestanforderungen nicht erfüllbar, müsse der Gesetzgeber tätig werden", heißt es zur Begründung. Beim OVG in Münster sind noch rund 50 vergleichbare Beschwerden von Messstellenbetreibern, darunter mehrere Stadtwerke, anhängig./lic/cd/DP/stw

05.03.2021 | 18:44:10 (dpa-AFX)
WDH: OVG stoppt Einbaupflicht von intelligenten Stromzählern
05.03.2021 | 18:42:09 (dpa-AFX)
WDH/ROUNDUP 2/Durchbruch: Bund zahlt AKW-Betreibern 2,4 Milliarden
05.03.2021 | 18:28:31 (dpa-AFX)
ROUNDUP: OVG stoppt Einbaupflicht von intelligenten Stromzählern
05.03.2021 | 17:44:40 (dpa-AFX)
KORREKTUR/ROUNDUP 2/Durchbruch: Bund zahlt AKW-Betreibern 2,4 Milliarden
05.03.2021 | 16:41:29 (dpa-AFX)
OVG stoppt Einbaupflicht von intelligenten Stromzählern
05.03.2021 | 16:24:16 (dpa-AFX)
ROUNDUP 2/Durchbruch nach zehn Jahren: Bund zahlt AKW-Betreibern 2,4 Milliarden

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