Idee der Woche / 04.12.2020 | 10:28:28 Werbung

Deutsche Wohnen: mit Expansion gegen den Mietendeckel

Marcus Landau
Autor Marcus Landau

Senior Manager Public Distribution bei der DZ BANK

Die Aktie der Deutsche Wohnen SE ist seit Juni im DAX gelistet. Nach einer zunächst positiven Kursentwicklung kam das Papier zuletzt unter Druck. Der Mietendeckel bleibt eine Herausforderung für den Immobilienkonzern. Wachstumsfaktor bleibt jedoch seine Expansionsstrategie.

Marcus Landau
Autor Marcus Landau

Senior Manager Public Distribution bei der DZ BANK

Geplante Aufwertung überrascht positiv

Der Trend steigender Preise für Häuser und Wohnungen in Deutschland hat sich im dritten Quartal 2020 fortgesetzt. Das Statistische Bundesamt meldete in einer ersten Schätzung ein Plus zum Vorjahreszeitraum von 7,8%. Diese Entwicklung spürte auch der Immobilienkonzern Deutsche Wohnen. Bei Vorlage der Neunmonatsbilanz stellte der Vorstand für die jährliche Bewertung des Wohnimmobilienbestands zum 31. Dezember eine signifikante Aufwertung in Aussicht. Er geht demnach von einem Plus von rund 6% auf die bislang bilanzierten Werte aus. Das entspricht einem Anstieg von 1,5 Mrd. Euro. 2019 hatte das Unternehmen seinen Bestand um 1,4 auf rund 25,4 Mrd. Euro aufgewertet.

Wir sehen die für 2020 vorgesehene deutliche Aufwertung als positive Überraschung. Das Umfeld für den Konzern blieb somit weiterhin konstruktiv und fußte auf der anhaltend hohen Nachfrage und Preisdynamik am Transaktionsmarkt für Wohnimmobilien in deutschen Metropolregionen. Sollte sich dieser Trend verlangsamen oder gar deutlicher abschwächen, wäre das aus unserer Sicht aber ein möglicher Belastungsfaktor. Derzeit sehen wir dafür aber keine Anhaltspunkte.

 

Expansion wird fortgesetzt

Die Neunmonatszahlen lagen im Rahmen unserer Erwartungen. Das Unternehmen stellte damit einmal mehr den grundsätzlich soliden Charakter seines Geschäftsmodells unter Beweis. Die Branche, insbesondere der Teilbereich Wohnimmobilien, ist bei den operativen Mieteinnahmen vergleichsweise konjunkturresistent. Trotz des gesamtwirtschaftlich schwierigen Umfelds stieg die durchschnittliche Vertragsmiete. Zudem blieb die Leerstandsquote niedrig. Insgesamt umfasst der Immobilienbestand mehr als 165.000 Einheiten, der sich auf 162.706 Wohnungen und 2.953 Gewerbeliegenschaften aufteilt. Der Fokus bei den Standorten liegt auf wachstumsstarken Metropolen und Ballungszentren.

Einer diese „Core+ Märkte“ ist Berlin (Anteil im Portfolio: 71%). Der erst kürzlich in Kraft getretene Mietendeckel in der Hauptstadt bremst in diesem Jahr jedoch die Gewinnentwicklung. Hier gab es im Vergleich zum restlichen Bundesgebiet nur geringe Mieterhöhungen. Aufgrund der erfolgten Anpassungen dürften die Berliner Mieteinnahmen im Schlussquartal sogar um rund 6% unter dem Vorjahresniveau liegen. Der Vorstand von Deutsche Wohnen ist jedoch zuversichtlich, dass der Mietendeckel im ersten Halbjahr 2021 verschwindet. Das wäre ein positiver Katalysator. Gleichwohl sehen wir in regulatorischen Maßnahmen weiterhin ein grundsätzliches Risiko für die Wachstumsambitionen. Demnach könnte bei einem anhaltenden Mietenboom im deutschen Wohnungsmarkt der politische Wille zu weiteren Beschränkungen zunehmen. Es gibt bereits Stimmen, die in dem Mietendeckel-Gesetz von Berlin ein Vorbild auch für andere Städte sehen.

Dennoch gehen wir davon aus, dass der Konzern längerfristig seinen Wachstumskurs fortsetzen kann. Er setzt seine strategische Expansion kontinuierlich fort, wozu Zukäufe und das Neubaugeschäft gehören. Als potenziellen Wachstumstreiber sehen wir zudem den Bereich Pflegeimmobilien. Hier fokussiert sich das Unternehmen künftig noch stärker auf die „Core+ Märkte“ und will dort den Ausbau der Aktivitäten verstärken.

 

Produktidee: Aktienanleihe Classic auf Deutsche Wohnen

Als alternative Anlagemöglichkeit zu einer Direktanlage stehen Anlegern verschiedene Aktienanleihen mit der Aktie der Deutsche Wohnen SE als Basiswert zur Verfügung. Ein Beispiel ist eine Aktienanleihe mit Fälligkeit am 24.09.2021 (Rückzahlungstermin), einem Basispreis von 40,00 Euro und einer Zinszahlung von 8,90% p.a. Die Zinszahlung am Zinszahlungstermin, ebenfalls der 24.09.2021, ist unabhängig von der Wertentwicklung der Aktie der Deutsche Wohnen SE. Bei Erwerb der Aktienanleihe während der Laufzeit müssen aufgelaufene Zinsen (Stückzinsen) anteilig entrichtet werden. Aktuell belaufen sich die Stückzinsen auf 7,56 Euro. Anleger erhalten während der Laufzeit der Aktienanleihe keine sonstigen Erträge (z.B. Dividenden) und haben keine weiteren Ansprüche (z.B. Stimmrechte) aus dem Basiswert.

Die Art und Höhe der Rückzahlung am Rückzahlungstermin ist abhängig von der Wertentwicklung der Aktie der Deutsche Wohnen SE. Am Rückzahlungstermin gibt es folgende Rückzahlungsmöglichkeiten:
1. Liegt der Schlusskurs der Aktie der Deutsche Wohnen SE an der Börse XETRA Frankfurt am 17.09.2021 (Referenzpreis) auf oder über dem Basispreis von 40,00 Euro, wird die Aktienanleihe zum Nennbetrag (1.000,00 Euro) zurückgezahlt.
2. Liegt der Referenzpreis unter dem Basispreis, erhält der Anleger eine durch das Bezugsverhältnis (25,00) bestimmte Anzahl von Aktien der Deutsche Wohnen SE.
Der Anleger erleidet einen Verlust, wenn der Wert der gelieferten Aktien der Deutsche Wohnen SE am Rückzahlungstermin zzgl. der Zinszahlung unter dem Erwerbspreis der Aktienanleihe liegt.

Ein gänzlicher Verlust des eingesetzten Kapitals ist möglich (Totalverlustrisiko). Ein Totalverlust tritt ein, wenn der Schlusskurs der Aktie, die der Aktienanleihe zugrunde liegt (Basiswert), an der maßgeblichen Börse am Bewertungstag (Referenzpreis) null ist. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist auch möglich, wenn die DZ BANK als Emittent ihre Verpflichtungen aus dem Zertifikat aufgrund behördlicher Anordnungen oder einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit/Überschuldung) nicht mehr erfüllen kann.

 

Risikobeschreibung
Eine ausführliche Erläuterung der genannten Fachbegriffe finden Sie in unserem Glossar.

Stand: 04.12.2020
Emittentin: DZ BANK AG / Online-Redaktion

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(Bewertungen: 36)

Aktienanleihe Classic 8,9% 2021/09: Basiswert Deutsche Wohnen

DFV6EH / //
Quelle: DZ BANK: Geld 22.01., Brief 22.01.
DFV6EH // Quelle: DZ BANK: Geld 22.01., Brief 22.01.
99,11 %
Geld in %
99,36 %
Brief in %
-0,24%
Diff. Vortag in %
Basiswertkurs: 41,720 EUR
Quelle : Xetra , 22.01.
  • Basispreis 40,00 EUR
  • Abstand zum Basispreis in % 4,12%
  • Zinssatz in % p.a. 8,90% p.a.
  • Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 25,00
  • Max Rendite in % p.a. 10,08% p.a.
  • Seitwärtsrendite in % 6,50%

News / Deutsche Wohnen SE

13.01.2021 | 10:31:09 (dpa-AFX)
Bundesregierung kommt im Streit um CO2-Kosten für Mieter voran

BERLIN (dpa-AFX) - Innerhalb der Bundesregierung gibt es Bewegung im Streit um die Aufteilung der Zusatzkosten durch den neuen CO2-Preis zwischen Mietern und Vermietern. Es werde über ein differenziertes Modell beraten, bei dem sich die Aufteilung der Kosten an der Energieeffizienz von Gebäuden orientiere, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch aus Regierungskreisen. Von einem "Durchbruch" war noch nicht die Rede, es solle aber nun bald eine Lösung gefunden werden. Zuerst hatte der "Spiegel" berichtet, in einer Runde der Staatssekretäre der beteiligten Ministerien am Dienstag habe es einen Durchbruch gegeben.

Demnach sollen bei schlecht renovierten Gebäuden Vermieter mehr als 50 Prozent der Mehrkosten aus der CO2-Bepreisung übernehmen, bei gut sanierten Gebäuden weniger als 50 Prozent. So sollten Vermieter belohnt werden, die schon Geld in die Erhöhung der Energieeffizienz ihrer Objekte gesteckt hätten.

Seit Jahresbeginn gibt es eine CO2-Bepreisung im Verkehr sowie bei Gebäuden, dies verteuert fossile Energieträger. Damit soll ein Anreiz geschaffen werden, auf klimafreundlichere Alternativen umzusteigen.

SPD-geführte Ministerien hatten eine 50/50-Lösung vorgeschlagen. Bislang ist es rechtlich so geregelt, dass Vermieter die Zusatzkosten in voller Höhe auf die Mieter umlegen können. Aus der Union war deutliche Kritik an dem SPD-Vorschlag gekommen./hoe/DP/mis

11.01.2021 | 09:05:39 (dpa-AFX)
DGAP-Stimmrechte: Deutsche Wohnen SE (deutsch)
08.01.2021 | 14:01:52 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Deutsche Wohnen verkauft weitere Wohnungen an Berlin
31.12.2020 | 15:00:11 (dpa-AFX)
DGAP-Gesamtstimmrechtsmitteilung: Deutsche Wohnen SE (deutsch)
21.12.2020 | 15:40:16 (dpa-AFX)
Studie: Kaum noch freie Wohnungen in Städten - 'Reserven erschöpft'
17.12.2020 | 11:11:14 (dpa-AFX)
Baubranche erwartet schwierigere Zeiten - Wohnungsbau boomt
16.12.2020 | 15:00:53 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Kabinett beschließt neue Regeln für Mietspiegel

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