Idee der Woche / 16.05.2018 | 11:06:28 Werbung

Deutsche Post: zentraler Wachstumstreiber intakt

DZ BANK AG / Online-Redaktion
Autor DZ BANK AG / Online-Redaktion

Innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe fungiert die DZ BANK als Spitzeninstitut und Zentralbank.

  • erstes Quartal 2018 mit gemischten Ergebnissen
  • zentraler Wachstumstreiber eCommerce intakt, Fokus auf Kostensenkungen
  • Anlageidee: Aktienanleihe Protect auf Deutsche Post
DZ BANK AG / Online-Redaktion
Autor DZ BANK AG / Online-Redaktion

Innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe fungiert die DZ BANK als Spitzeninstitut und Zentralbank.

Die Lage: Erhöhte Kosten und Sondereffekt belasten im ersten Quartal

Die Deutsche Post DHL ist ein weltweit führender Post- und Logistikdienstleister, dessen Geschäftstätigkeit in die vier Segmente PeP (Post-eCommerce-Parcel, Brief- und Paketgeschäft), Express (Expressgeschäft), Global Forwarding, Freight (internationale Logistikdienstleistungen) und Supply Chain (Informationslösungen) unterteilt ist. Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres fiel die Entwicklung von Umsatz und Ergebnis gemischt aus: Der Konzernumsatz erreichte 14,7 Mrd. Euro, was um 0,9% unter dem Wert des Vorjahreszeitraums lag. Die Umsatzerlöse wurden einerseits durch den schwachen Dollar belastet, darüber hinaus hatte auch der Verkauf der Tochter Williams Lea Tag einen negativen Einfluss. Bereinigt um diese Effekte erreichte der Umsatz einen organischen Zuwachs von 6,4%.

 

Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) erhöhte sich von Januar bis März 2018 um 2,3% auf 905 Mio. Euro. Hierin enthalten waren positive Sondereffekte durch die Umstellung auf den neuen Bilanzierungsstandard IFRS 16 und die Neubewertung von Pensionsverpflichtungen sowie negative Einmaleffekte im Segment Supply Chain. Sowohl das Segment Supply Chain als auch das Segment PeP verbuchten im ersten Quartal Rückgänge beim EBIT. Als Ursache für die rückläufige Entwicklung im Segment PeP machte der Vorstand höhere Kosten für Personal und Transport sowie Investitionen in die Ausweitung der Produktion des StreetScooter und des internationalen Paketnetzes aus. Eine positive Entwicklung verzeichneten dagegen die Segmente Global Forwarding, Freight sowie Express.

 

Post-Vorstandschef Frank Appel bestätigte mit der Vorlage der Quartalszahlen die Prognosen für das Gesamtjahr und erwartet für 2018 weiterhin ein EBIT von ca. 4,15 Mrd. Euro (inkl. positiver Effekte aus IFRS 16). Am mittelfristigen Ziel, im Jahr 2020 ein EBIT von mehr als 5 Mrd. Euro zu erwirtschaften, hält der Vorstand ebenfalls fest.

 

Die Perspektiven: eCommerce bleibt zentraler Wachstumstreiber

Der grundlegende Wachstumstrend des Paket-Geschäfts in Deutschland und darüber hinaus ist dem Vorstand zufolge ungebrochen. Weiteres Marktpotenzial für das Paketgeschäft bietet u.a. der Online-Handel mit Lebensmitteln. So würde sich dem Vorstand zufolge ein großes Wachstumspotenzial ergeben, wenn nur 10% der Deutschen ihre Lebensmittel online kaufen würden. Entsprechend fiel auch das Fazit zur jüngsten Entwicklung der Sparte PeP aus. Man habe hier kein Umsatz-, sondern ein Kosten-Thema. Dieses will man intensiv angehen. Dabei werden auch Preiserhöhungen für Inlandssendungen geprüft. Das Briefporto kann ab 2019 wieder erhöht werden, ein Schritt, den Vorstandschef Frank Appel befürwortet. Bezüglich der Paketpreise seien noch keine endgültigen Entscheidungen gefallen. Zusätzlich zu möglichen Preiserhöhungen sollen die Kosten in der Sparte gesenkt werden.

 

Unserer Einschätzung nach ist das Erreichen der bestätigten Ziele für 2018 mit Blick auf den verhaltenen Jahresauftakt nun anspruchsvoller geworden. Die übergeordneten langfristigen Treiber sehen wir jedoch weiter intakt. So profitiert die Deutsche Post u.E. von der Globalisierung und dem wachsenden Onlinehandel. Letzterer schafft den Bedarf für Transportdienstleistungen und bleibt damit der zentrale Wachstumstreiber für den Konzern. Inwieweit mögliche Preiserhöhungen im Briefgeschäft die zu erwartende weiter rückläufige Volumenentwicklung kompensieren können, muss sich indes noch zeigen. Der gleichzeitige Fokus auf Kostensenkungsmaßnahmen erscheint uns der richtige Weg.

 

Die Anlageidee: Aktienanleihe Protect auf Deutsche Post AG

Als alternative Anlagemöglichkeit zu einer Direktanlage in die Aktie der Deutsche Post AG stehen verschiedene Aktienanleihen mit der Aktie Deutsche Post AG als Basiswert zur Verfügung. Ein Beispiel ist eine Aktienanleihe Protect mit Fälligkeit am 26.06.2019 (Rückzahlungstermin), einer Barriere von 26,00 Euro, einem Basispreis von 38,462 Euro und einer Zinszahlung von 5,25% p.a. Die Zinszahlung am Zinszahlungstermin, ebenfalls der 26.06.2019, ist unabhängig von der Wertentwicklung der Aktie der Deutsche Post AG. Anleger erhalten während der Laufzeit der Aktienanleihe keine sonstigen Erträge (z.B. Dividenden) und haben keine weiteren Ansprüche (z.B. Stimmrechte) aus dem Basiswert.

 

Die Art und Höhe der Rückzahlung am Rückzahlungstermin ist abhängig von der Wertentwicklung der Aktie der Deutsche Post AG. Am Rückzahlungstermin gibt es folgende Rückzahlungsmöglichkeiten:

1. Jeder Kurs der Aktie der Deutsche Post AG während der Beobachtungstage vom 09.05.2018 bis zum 19.06.2019 (Beobachtungspreis) liegt immer über der Barriere von 26,00 Euro, oder der Schlusskurs der Aktie der Deutsche Post AG auf Xetra Frankfurt am 19.06.2019 (Referenzpreis) liegt auf oder über dem Basispreis von 38,462 Euro. In diesem Fall wird die Aktienanleihe zum Nennbetrag (1.000,00 Euro) zurückgezahlt.

2. Mindestens ein Beobachtungspreis liegt auf oder unter der Barriere von 26,00 Euro und der Referenzpreis liegt unter dem Basispreis von 38,462 Euro. In diesem Fall erfolgt die Lieferung einer durch das Bezugsverhältnis (26,00) bestimmten Anzahl von Aktien der Deutsche Post AG. Der Anleger erleidet einen Verlust, wenn der Wert der gelieferten Aktien der Deutsche Post AG am Rückzahlungstermin zzgl. der Zinszahlung unter dem Kaufpreis der Aktienanleihe liegt.

 

Die vorliegend beschriebene Aktienanleihe richtet sich somit an Anleger, die davon ausgehen, dass die Aktie der Deutsche Post AG während der Beobachtungstage (09.05.2018 bis 19.06.2019) immer über der Barriere von 26,00 Euro liegen wird. Bei Erwerb der Aktienanleihe während der Laufzeit müssen aufgelaufene Zinsen (Stückzinsen) anteilig entrichtet werden. Aktuell belaufen sich die Stückzinsen auf 0,72 Euro.

 

Das Zeichnungsprodukt: Express-Classic-Zertifikat auf Deutsche Post AG

Darüber hinaus befinden sich weitere Zertifikate mit der Aktie der Deutschen Post AG als Basiswert in der Zeichnung. Ein Beispiel ist ein ZinsFix Express Stepdown Zertifikat mit der WKN DGE284, das ebenfalls eine alternative Anlagemöglichkeit zur Direktanlage darstellt. Die Zeichnungsfrist für dieses Produkt läuft noch bis zum 30.05.2018.

 

Risikobeschreibung

 

Glossar

Barriere: Als Barriere wird ein bestimmtes Kursniveau bezeichnet, das nicht berührt oder durchbrochen werden darf. Wird die Barriere verletzt, hat dies z.B. bei einer Aktienanleihe Protect Auswirkungen auf die Rückzahlung des Produkts.

Basispreis: Der Basispreis einer Aktienanleihe definiert eine festgelegte Kursschwelle. Die Art der Rückzahlung des Produkts richtet sich danach, wo der Kurs des Basiswerts am letzten Bewertungstag im Vergleich zum Basispreis notiert.

Basiswert: Als Basiswert bezeichnet man das Finanzinstrument, z.B. eine Aktie oder ein Aktienindex, das einem Zertifikat zugrunde liegt.

EBIT: Das EBIT (Earnings before interest and taxes), also das Ergebnis vor Zinsen und Steuern, ist eine international stark beachtete Kennzahl zur Beurteilung der operativen Ertragskraft eines Unternehmens.

 

Stand: 16.05.2018
Emittentin: DZ BANK AG / Online-Redaktion

 

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(Bewertungen: 7)

Aktienanleihe Protect 5,25% 2019/06: Basiswert Deutsche Post

Aktienanleihe Protect 5,25% 2019/06: Basiswert Deutsche Post

DD8CDM / //
Quelle: DZ BANK: Geld 19.10., Brief 19.10.
DD8CDM // Quelle: DZ BANK: Geld 19.10., Brief 19.10.
84,25 %
Geld in %
84,75 %
Brief in %
-0,44%
Diff. Vortag in %
Basiswertkurs: 28,890 EUR
Quelle : Xetra, 19.10.
  • Basispreis 38,462 EUR
  • Abstand zum Basispreis in % -33,13%
  • Barriere 26,00 EUR
  • Abstand zur Barriere in % 10,00%
  • Zinssatz in % p.a. 5,25% p.a.
  • Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 26,00
Hinweis der DZ BANK:
Das öffentliche Angebot dieses Wertpapiers ist beendet. Kursstellungen nur während der Börsenzeiten.

News / Deutsche Post AG

15.10.2018 | 16:12:15 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Paketshop für mehrere Kurierdienste in Hamburg eröffnet

HAMBURG (dpa-AFX) - Egal ob Hermes, DPD oder UPS <US9113121068>: In einem Einkaufszentrum in Hamburg-Bergedorf können sich die Kunden Pakete von mehreren Dienstleistungsunternehmen abholen oder abgeben. Der bundesweit erste Paketshop für mehrere konkurrierende Anbieter von Kurier-Dienstleistungen hat nach einer einjährigen Pilotphase am Montag offiziell eröffnet. In dem Laden können die Kunden Pakete der Unternehmen DPD, GLS, Hermes und UPS abholen oder aufgeben, teilte der Center-Betreiber Deutsche Immobilien (DI) Gruppe am Montag mit.

Die Post-Tochtergesellschaft DHL sei ebenfalls angesprochen worden, aber zunächst noch nicht dabei, sagte Center-Manager Lutz Müller. Mit dem sogenannten Multi-Label-Paketshop sollen die Kunden einen leichteren Anlaufpunkt erhalten. Es handelt sich nicht um eine automatisierte Packstation, sondern um ein Service-Angebot mit Angestellten, die Pakete entgegennehmen oder ausgeben. Während der Pilotphase habe sich die Kundenfrequenz von zunächst 230 auf 1500 Pakete monatlich gesteigert. Die Kapazität sei noch um einiges größer.

Mit dem Projekt sollen Kurierfahrten mit ihren Auswirkungen auf die Verkehrslage in den Städten, die Luftqualität und die Schadstoffbilanz reduziert werden. Die Center-Manager überlegen bereits, das Angebot auch auf gewerbliche Kunden auszudehnen, zum Beispiel auf Ärzte und Apotheken, die ebenfalls in dem Einkaufszentrum zu finden sind. Das Modell eigne sich bundesweit für innerstädtische Einkaufszentren, aber auch für Fachmärkte an den Stadträndern, sagte der Inhaber der DI-Gruppe, Benedikt Jagdfeld.

Die "letzte Meile", die Auslieferung an den Kunden, gehört zu den großen logistischen Herausforderungen für Online-Händler und Dienstleister. "Die Kunden haben höhere Qualitätsansprüche", sagte Carmen Schmidt von der Logistik-Initiative Hamburg. Die pünktliche Belieferung nach Hause ist in Großstädten mit ihren Verkehrsproblemen immer schwieriger geworden. Zudem mangelt es in der Branche an Fahrern, speziell in Spitzenzeiten wie zu Weihachten. Zudem fehlen in den Innenstädten Logistik-Flächen, um größere Mengen zu lagern.

Von vielen verschiedenen Versuchen und Konzepten zur Bewältigung der "letzten Meile" hat sich noch keines als Königsweg erwiesen. Gängig ist der Gebrauch von Kiosken oder kleinen Einzelhandelsgeschäften als Depots, die auch von Kunden genutzt werden können. Andere Versuche sind automatisierte Packstationen, die meist nur einem Anbieter gehören. Der Anbieter Parcellock bietet individuelle Paketkästen an, die mit dem Smartphone gesteuert werden. Ein weiterer sichtbarer Trend ist zudem die Elektrifizierung von Lieferfahrzeugen, um zumindest die Belastung der Luft und durch Lärm zu verringern./egi/DP/jha

15.10.2018 | 15:01:37 (dpa-AFX)
Erster Paketshop für mehrere Kurierdienste in Hamburg eröffnet
09.10.2018 | 14:49:39 (dpa-AFX)
ROUNDUP 2: Produktionsstart eines großen Streetscooters in Kölner Ford-Werken
09.10.2018 | 13:40:37 (dpa-AFX)
KORREKTUR: Ford startet Serienproduktion eines großen Streetscooters
09.10.2018 | 13:08:04 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Ford startet Serienproduktion eines großen Streetscooters
09.10.2018 | 06:19:30 (dpa-AFX)
Post baut mit Ford E-Transporter - Bosch verleiht an Baumärkten
28.09.2018 | 09:57:15 (dpa-AFX)
DGAP-Gesamtstimmrechtsmitteilung: Deutsche Post AG (deutsch)

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