Idee der Woche / 14.07.2017 | 10:37:57 Werbung

Delivery Hero feiert gelungenes Börsendebüt

DZ BANK AG / Salesteam
Autor DZ BANK AG / Salesteam

Innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe fungiert die DZ BANK als Spitzeninstitut und Zentralbank.

Vor wenigen Tagen ging der Online-Essenslieferdienst Delivery Hero an die Börse. Insgesamt konnte das Unternehmen rund 39 Millionen Aktien zu einem Stückpreis von 25,50 Euro platzieren. Die Nachfrage nach den neuen Aktien war groß und so schloss der Kurs am Ende des ersten Handelstages mit 27,80 Euro deutlich über dem Ausgabepreis. Mit einem Erlös von knapp einer Milliarde Euro gelang dem 2011 gegründeten Start-up der bis dahin größte Börsengang des Jahres in Deutschland. Das Unternehmen kommt aktuell auf eine Bewertung von ungefähr 4,4 Milliarden Euro.

DZ BANK AG / Salesteam
Autor DZ BANK AG / Salesteam

Innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe fungiert die DZ BANK als Spitzeninstitut und Zentralbank.

Pizza, Sushi & Co.

Das Geschäftsmodell von Delivery Hero fußt auf mehreren Standbeinen. So ist das in Berlin ansässige Unternehmen unter anderem ein Online-Marktplatz, der Kunden und Händler bzw. Restaurants zusammenbringt. Über Internetplattformen, die auf die lokalen Bedürfnisse der Kunden zugeschnitten sind, kann aus einer Vielzahl von Lieferdiensten gewählt werden und aus deren Speisekarten Essen bestellt werden. Delivery Hero stellt also die technische Infrastruktur zur Verfügung und kassiert von den getätigten Bestellungen eine Provision. In Deutschland ist das Unternehmen in diesem Segment mit den Marken pizza.de und Lieferheld vertreten.

 

Neben dem sogenannten Online Food Ordering ist Delivery Hero aber auch in dem Bereich der Essens-Auslieferung tätig. Über Plattformen wie Foodora und Foodpanda können Kunden bei angeschlossenen Restaurants Essen bestellen und der firmeneigene Lieferdienst bringt die Bestellung. Somit wird auch kleineren Restaurants, die nicht das nötige Kapital bzw. die Kapazitäten haben, um einen eigenen Lieferdienst zu betreiben, die Möglichkeit geboten, ihr Essen zu den Kunden nach Hause liefern zu lassen.

 

Auf Wachstumskurs

Delivery Hero ist derzeit in über 40 Ländern auf sechs Kontinenten vertreten. Zum Bilanzstichtag 2016 umfasste der weltweite Konsolidierungskreis insgesamt 136 Unternehmen. Vor allem durch externe Zukäufe konnten sich die Berliner in den letzten Jahren stark vergrößern. So wurde beispielsweise im Jahr 2015 der türkische Marktführer Yemeksepeti geschluckt. Die bis dahin größte Übernahme weltweit in diesem Segment verschaffte Delivery Hero Zugang zum größten Food-Delivery-Markt in der MENA-Region (engl.: Middle East & North Africa). Nach eigenen Angaben erreicht das Unternehmen rund um den Globus 2,7 Milliarden Menschen und beschäftigte Ende 2016 6.848 Mitarbeiter (2015: 2.843).

 

Der Markt, in welchem sich Delivery Hero bewegt, ist riesig. Laut einer Studie des Beratungsunternehmens McKinsey setzt die Branche weltweit derzeit mehr als 80 Milliarden Euro im Jahr um - Tendenz steigend. Was auf der einen Seite für Delivery Hero positiv ist und noch reichlich Potenzial verspricht, weckt natürlich auch die Konkurrenz. In Deutschland liefert sich Delivery Hero einen Wettstreit um die Marktführerschaft mit dem niederländischen, ebenfalls börsengelisteten Konzern Takeaway.com, und seiner deutschen Tochtergesellschaft Lieferando. Neben den klassischen Lieferdiensten drängen aber auch noch einige Schwergewichte der Internetunternehmen auf den Markt. So könnte sich unserer Meinung nach in den nächsten Jahren der Online-Händler Amazon mit seinem Prime-Lieferdienst als harter Konkurrent entpuppen. Zudem könnte auch die Online-Fahrvermittlung Uber dank ihrer riesigen Flotte an Fahrern aggressiv in den Markt eindringen.

 

Gemischte Zahlen

Kurz vor dem Börsengang hat Delivery Hero den Geschäftsbericht 2016 veröffentlicht. Einen deutlichen Zuwachs konnte das Start-up beim Umsatz aufweisen. So schoss dieser im vergangenen Jahr um 79% von 166 Millionen Euro im Jahr 2015 auf rund 297 Millionen Euro nach oben. Noch stärker sind im selben Zeitraum allerdings die Umsatzkosten angestiegen - um 87% auf 84 Millionen Euro. Die hohen Kosten sind laut Delivery Hero in erster Linie auf das Wachstum des Lieferdienstes Foodora zurückzuführen. Mit einem Verlust von knapp über 202 Millionen Euro schreibt der Börsenneuling tiefrote Zahlen. Im Vergleich zu 2015, als der Verlust fast 250 Millionen Euro betrug, ist allerdings eine in unseren Augen positive Entwicklung zu beobachten. Den Löwenanteil des Verlustes machen Abschreibungen in Höhe von 53 Millionen Euro sowie ein Zins- und Finanzergebnis von 42 Millionen Euro aus.

 

Trotz der gemischten Zahlen sehen wir Delivery Hero auf einem guten Weg. So gingen 2016 beispielsweise in allen Märkten bis auf Europa die Verluste deutlich zurück - für die MENA-Region konnte sogar schon ein Gewinn ausgewiesen werden. Aktuell muss Delivery Hero viel Geld in Werbung und Marketing investieren. Allein im letzten Jahr wurden für TV- und Radiowerbung ungefähr 108 Millionen Euro ausgegeben. Diese Ausgaben sind unserer Meinung nach aber notwendig, denn Ziel des Berliner Unternehmens muss es schließlich sein, in möglichst vielen Märkten die Marktführerschaft zu erlangen. Sollte Delivery Hero in den nächsten Monaten zeigen, dass ihr Plan aufgeht und sie auf dem richtigen Weg sind, können wir uns steigende Börsenkurse vorstellen.

 

Aktienanleihe auf Delivery Hero

Als alternative Anlagemöglichkeit zur Direktanlage stehen verschiedene Aktienanleihen mit dem Basiswert Delivery Hero zur Verfügung. Ein Beispiel ist eine Aktienanleihe mit Fälligkeit am 21.12.2018 (Rückzahlungstermin), einem Basispreis von 20,408 Euro und einer Zinszahlung von 6,75% p.a. Die Zinszahlung am Zinszahlungstermin, ebenfalls der 21.12.2018, ist unabhängig von der Wertentwicklung der Aktie der Delivery Hero AG. Dividendenansprüche aus der Aktie stehen dem Anleger nicht zu.

 

Die Art und Höhe der Rückzahlung am Rückzahlungstermin ist abhängig von der Wertentwicklung der Aktie der Delivery Hero AG. Entscheidend ist dabei der Schlusskurs der Aktie Delivery Hero AG an der maßgeblichen Börse am 14.12.2018. Notiert die Aktie am 14.12.2018 auf oder über dem Basispreis von 20,408 Euro, wird die Aktienanleihe zum Nennbetrag (1.000,00 Euro) zurückgezahlt.

Notiert die Aktie am 14.12.2018 unter dem Basispreis von 20,408 Euro, erhält der Anleger Aktien der Delivery Hero AG in der durch das Bezugsverhältnis bestimmten Zahl. Das Bezugsverhältnis beträgt 49,00. Dementsprechend erhält der Anleger 49 Aktien. Der Gegenwert der Aktien wird in diesem Fall unter dem Nennbetrag von 1.000,00 Euro liegen.

 

Die vorliegend beschriebene Aktienanleihe richtet sich somit an Anleger, die davon ausgehen, dass der Schlusskurs der Aktie der Delivery Hero AG am 14.12.2018 auf oder über 20,408 Euro notieren wird. Bei Erwerb der Aktienanleihe während der Laufzeit müssen zusätzlich anteilig aufgelaufene Zinsen (Stückzinsen) entrichtet werden. Aktuell belaufen sich die Stückzinsen auf 1,85 Euro.

 

Risikobeschreibung

 

Stand: 14.07.2017, Emittentin: DZ BANK.
DZ BANK, Online-Vertrieb

 

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Aktienanleihe Classic 6,75% 2018/12: Basiswert Delivery Hero

DGY0X6 / DE000DGY0X65 // Quelle: DZ BANK: Geld 21.07. 21.07., Brief 21.07. 21.07.
101,01
Geld in %
101,81
Brief in %
-0,85%
Diff. Vortag in %
Basiswertkurs: 28,000 EUR
Quelle: Xetra, 21.07.
  • Basispreis 20,408 EUR
  • Abstand zum Basispreis in % 27,11%
  • Zinssatz in % p.a. 6,75% p.a.
  • Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 49,00
  • Max Rendite in % p.a. 5,30% p.a.
  • Seitwärtsrendite in % 7,59%

News / Delivery Hero AG

13.07.2017 | 15:19:00 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Nach Supermarktverkauf: Tengelmann plant neue Investitionen

MÜLHEIM/RUHR (dpa-AFX) - Nach dem Verkauf der Supermarktkette Kaiser's Tengelmann sieht sich die Handelsgruppe Tengelmann (KiK, Obi) wieder im Aufwind. Das Geschäftsjahr 2017 werde unter dem Strich voraussichtlich das beste Jahr der Firmengeschichte werden, sagte Tengelmann-Chef und Miteigentümer Karl-Erivan Haub am Donnerstag. Die Supermarktkette hatte lange tiefrote Zahlen geschrieben, die Aufräumarbeiten belasteten das Ergebnis von Tengelmann 2016 noch mit einem dreistelligen Millionenbetrag.

"Befreit von der Unsicherheit über Kaiser's Tengelmann haben wir uns einiges vorgenommen", sagte Haub. Das Familienunternehmen hatte seine Supermärkte Ende 2016 verkauft - die gut 400 Filialen wurden von Edeka übernommen, ein Teil davon wurde später an Rewe weitergereicht. In den nächsten fünf Jahren plane Tengelmann nun Investitionen von rund 1,5 Milliarden Euro, sagte Haub. Für die Zukunft setzt das Unternehmen dabei vor allem auf Discount und Digitalisierung.

Beispiel Discount: Beim Textildiscounter KiK will Haub die Zahl der Filialen von derzeit 3400 auf 5000 in fünf Jahren erhöhen. Noch in diesem Jahr sollen erste KiK-Filialen in Italien öffnen. Spätestens 2019 will die Kette auch damit beginnen, den US-Markt zu erobern. Aber auch die Billigwaren-Händler Tedi und Black.de, an denen Tengelmann beteiligt ist, sollen zahlreiche neue Geschäfte eröffnen.

Beispiel Digitalisierung: Die Baumarktkette Obi will Haub zum Marktführer in Europa ausbauen. Dabei soll das Hauptaugenmerk allerdings künftig weniger auf der Eröffnung weiterer Filialen als auf dem Ausbau des Online-Angebots und der Verknüpfung der Internet-Offerten mit stationären Angeboten liegen.

Eine große Rolle soll auch weiterhin die Beteiligung an Start-ups spielen. Das Unternehmen beteiligt sich schon seit 2009 mit Wagniskapital an Neugründungen und hält unter anderem eine Beteiligung von 4 Prozent am Online-Modehändler Zalando <DE000ZAL1111> und von knapp 2 Prozent an Lieferdienst Delivery Hero <DE000A2E4K43>.

Für Haub sind die beiden Standbeine im Discount und im Digitalen kein Widerspruch. "Wir sehen, dass neben der Online-Nachfrage weiter ein Bedarf nach direkter Versorgung mit preiswerten Artikeln vorhanden ist."

Gleichzeitig baut Tengelmann auch sein Immobilien-Standbein kontinuierlich aus. Neben dem Bau und Betrieb von Handelsimmobilien spielt dabei auch der Wohnungsbau eine wachsende Rolle. So errichtete die Gruppe in Köln ein Appartementhaus mit 155 möblierten Studentenwohnungen. Die Nachfrage sei riesig gewesen, sagt Haub. Nun soll ein weiteres Projekt in München folgen.

Im Geschäftsjahr 2016 steigerte die Tengelmann-Gruppe ihren Nettoumsatz um 8,9 Prozent auf 9 Milliarden Euro. Zum Gewinn macht das Familienunternehmen traditionell keine genauen Angaben. Haub sagte lediglich, bereinigt um die hohen wirtschaftlichen Belastungen durch die Abgabe von Kaiser's Tengelmann sei 2016 eines der "erfolgreichsten Jahre überhaupt" gewesen. In diesem Jahr feiert das Unternehmen sein 150-jähriges Jubiläum./rea/DP/stw

12.07.2017 | 10:44:42 (dpa-AFX)
DGAP-Stimmrechte: Delivery Hero AG (deutsch)
11.07.2017 | 12:21:39 (dpa-AFX)
DGAP-Stimmrechte: Delivery Hero AG (deutsch)
07.07.2017 | 22:29:44 (dpa-AFX)
DGAP-DD: Delivery Hero AG (deutsch)
07.07.2017 | 22:21:41 (dpa-AFX)
DGAP-DD: Delivery Hero AG (deutsch)
07.07.2017 | 22:13:33 (dpa-AFX)
DGAP-DD: Delivery Hero AG (deutsch)
07.07.2017 | 22:06:36 (dpa-AFX)
DGAP-DD: Delivery Hero AG (deutsch)

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